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Interview vom 3. August 2026



Die US-amerikanische Sängerin Anastacia feierte sehr große Erfolge in unserem Land. Gleich ihre Debütsingle "I'm Outta Love" war im Jahre 2000 hierzulande auf Platz 2 der Singlecharts gelandet. Es folgten viele weitere Songs und Singles, die sich in den Charts gut platzierten, darunter auch ein paar Nummer-1-Hits. Auch ihre Alben liefen hier sehr erfolgreich. Dieser Durchbruch wollte ihr in ihrer Heimat, den USA, nicht gelingen. Ihre Debütsingle landete dort zum Beispiel nur auf Platz 92. Mehr oder weniger als Verbeugung vor ihrem deutschen Publikum veröffentlichte die Sängerin vor drei Jahren ihr bisher letztes Studioalbum "Our Songs", auf dem sich zwölf Lieder deutscher Künstler in englischer Sprache und von ihr gesungen befinden. Zurzeit ist die Künstlerin weltweit auf Tournee und feiert das silberne Jubiläum ihrer Karriere, nämlich "25 + 1". Unsere Kollegin Mandy hat die Künstlerin bei zahlreichen Konzerten im In- und Ausland besucht. Am weitesten ist sie dafür nach Australien gereist. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich für sie auch die Möglichkeit eines Interviews ergeben hat. Mandy sprach mit der Sängerin über ihre Karriere und insbesondere natürlich auch über ihre Erfolge hier in Deutschland ...




Wenn du deine aktuelle Stimmung mit einem deiner Songtexte beschreiben müsstest welcher wäre das?
"Not That Kind". Es war der Höhepunkt des letzten Jahres und dieses Jahres mit der Tour. Eine Feier zu den 26 Jahren meiner Karriere. Der Song steht dafür, einzigartig zu sein und stolz darauf zu sein, anders zu sein. Sich nicht anzupassen. Eine Botschaft, die ich immer versucht habe zu vermitteln.


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Diese Tour feiert 26 Jahre deiner Karriere, wie du gerade ja sagtest. Wenn du auf die junge Frau zurückblickst, die im Jahr 2000 "Not That Kind" veröffentlicht hat, worauf wäre sie heute wohl am meisten stolz?
Ich denke, sie wäre dankbar und stolz darauf, heute immer noch aufzutreten, auf Tour zu gehen und Musik zu veröffentlichen. Diese junge Frau hatte große Träume und hat sich gegen alle Widrigkeiten in einer Branche durchgesetzt, die sich damals unerreichbar anfühlte. Vor allem aber wäre sie stolz darauf, dass ich mir selbst treu geblieben bin. Die Branche verändert sich, Trends kommen und gehen, aber ich habe immer versucht, authentisch und ich selbst zu sein.

Gibt es einen Moment in deiner Karriere, den du niemals vergessen wirst? Egal, wie viele Jahre vergehen …
Zum ersten Mal "I'm Outta Love" im Radio zu hören und gemeinsam mit Elton John aufzutreten! Beides waren surreale Momente.

Nach 26 Jahren, unzähligen Konzerten und Millionen verkaufter Tonträger - woran sollen sich die Menschen deiner Meinung nach am meisten erinnern, wenn sie an Anastacia als Künstlerin und als Mensch denken?
Daran, dass ich keine Angst hatte, ich selbst zu sein. Vielleicht auch daran, dass ich ihnen auf irgendeine Weise helfen konnte. Wenn die Menschen meine Konzerte glücklicher verlassen, als sie angekommen sind, dann habe ich meinen Job erfüllt.

Deine Stimme ist sofort wiederzuerkennen. Entdeckst du nach all den Jahren immer noch neue Seiten an deiner Stimme und deiner Kunst?
Ja, ich denke schon. Wahrscheinlich vor allem, dass ich mit zunehmendem Alter noch besser auf meine Stimme achten und sie in stressigen Phasen wirklich schützen muss. Ich lerne immer noch dazu!


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Anastacia mit Mandy Dutsch



Wenn du auf deinen gesamten Musikkatalog zurückblickst - gibt es einen Song, der deiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, als er bei seiner Veröffentlichung bekommen hat?
"You'll Never Be Alone". Nicht unbedingt, weil er mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, aber er war und ist ein Song, der mir unglaublich viel bedeutet. Die Fans verstehen das ebenfalls. Er berührt mich jedes Mal aufs Neue.

Einer deiner faszinierendsten Songs ist "Dark White Girl". Was hat dich zu der Anfangszeile, "I'm popcorn, I'm a hellstorm", inspiriert und was bedeutet sie für dich?
Ich habe es schon immer geliebt, mit Worten und Bildern zu spielen. Wir können gleichzeitig verspielt, liebenswert, unberechenbar und stark sein. Genau das macht uns menschlich.

Du hast im Laufe deines Lebens große gesundheitliche Herausforderungen gemeistert. Was ist die wichtigste Lektion, die dir diese Erfahrungen vermittelt haben?
Meine Erfahrungen und diese Plattform zu nutzen, um anderen Menschen zu helfen. Aufmerksamkeit zu schaffen und Licht auf wichtige Themen zu werfen. Die Segnungen des Lebens zu erkennen und niemals seinen Humor oder eine positive Einstellung zu verlieren. Das ist oft kraftvoller, als den Menschen bewusst ist.

Viele langjährige Fans lieben Geschichten hinter den Kulissen. Gibt es einen lustigen oder unvergesslichen Moment aus dem Studio oder von einer Tour, den du bisher noch nie erzählt hast?
Hm, das ist eine schwierige Frage. Wahrscheinlich schon! Aber mir fällt gerade keiner ein. Heute versuchen wir ohnehin viel mehr festzuhalten - das ist inzwischen ganz natürlich geworden. Es macht wirklich Spaß, mehr Einblicke hinter die Kulissen zu teilen.


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Das Album „Our Songs“ von 2023



Mit deinem Album "Our Songs" hast du die deutsche Musik auf besondere Weise aufgegriffen. Was hat dich dazu inspiriert, einem ganzen Projekt Songs zu widmen, die für das deutsche Publikum so bedeutend sind?
Deutschland war von Anfang an ein sehr wichtiger Teil meiner Karriere. Die Fans dort haben mich über all die Jahre so konstant unterstützt, dass dieses Projekt meine Art ist, Danke zu sagen. Zumindest fühlt es sich so für mich an. Es war eine Gelegenheit, die deutsche Musikkultur zu feiern und gleichzeitig ein Stück von mir selbst in diese Songs einzubringen.

Gab es auf "Our Songs" einen Titel, der dich persönlich besonders berührt hat?
Jeder Song bedeutete etwas anderes, aber "Best Days" (im Original "Tage wie diese" von den Toten Hosen) vielleicht einfach wegen seiner Botschaft und dessen, wofür er steht.

Du hast eng mit Peter Maffay zusammengearbeitet und ihn auf seiner Abschiedstour begleitet. Was hast du von ihm gelernt?
Peter ist die Verkörperung von Authentizität. Er ist wirklich eine Ikone und bleibt dennoch bescheiden, großzügig und seinem Publikum vollkommen verbunden.

Wenn du heute mit einem anderen deutschen Künstler oder einer anderen deutschen Künstlerin zusammenarbeiten könntest, wer wäre das und warum?
Das ist schwer zu sagen, es gibt so viele großartige Künstler. Die deutsche Kultur hat außergewöhnliche Musiker hervorgebracht, und es ist immer spannend, neue Talente zu entdecken.


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Deutschland hat dich während deiner gesamten Karriere unterstützt. Was macht aus deiner Sicht die Verbindung zu deinen deutschen Fans so besonders?
Sie waren immer für mich da und haben mich treu unterstützt. Diese Loyalität schafft eine echte Verbundenheit. Jedes Mal, wenn ich zurückkomme, fühlt es sich weniger wie ein Besuch an und mehr wie ein Nachhausekommen.

Du hast im Laufe der Jahre so viele Konzerte in Deutschland gespielt. Was liebst du am meisten am deutschen Publikum?
Sie haben Spaß am Feiern. Sie hören zu, sie machen mit und gehen vollkommen in der Performance auf.

Wenn Fans zur NTK26-Tour kommen - welches Erlebnis möchtest du ihnen mitgeben?
Einen Abend, der ihnen lange in Erinnerung bleibt. Ich möchte sie lachen, tanzen und singen sehen, vielleicht auch eine kleine Träne vergießen und danach wieder lachen, tanzen und singen. Sie sollen erfüllt nach Hause gehen und Erinnerungen mitnehmen, die sie für immer bewahren können.

Arbeitest du derzeit an neuen Projekten, über die du schon etwas verraten kannst?
Ja, am Album "Symphonic Revolution", das später in diesem Jahr erscheinen wird. Einige meiner Hits und Songs aus den vergangenen Jahren wurden dafür gemeinsam mit einem wunderbaren Orchester neu aufgenommen.


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Wenn du den Fans, die dich seit "Not That Kind" bis heute begleitet haben, eine Botschaft schicken könntest, was würdest du ihnen sagen?
DANKE, und ich liebe euch ehrlich mehr, als Worte ausdrücken können. "You'll Never Be Alone." Ohne euch hätte ich das alles nicht geschafft. Ihr seid das Puzzleteil des Lebens, das mich stark hält und mir den Grund gibt, weiterhin das zu tun, was ich liebe. Danke, danke, danke.


Interview: Mandy Dutsch
Übersetzung: Mandy Dutsch
Fotos: Mandy Dutsch (KI bearbeitet)




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