die anderen: „Berlin Radio“ und „Global Minded“ (Alben)
VÖ: 17.01.2025; Label: Buschfunk; Katalognummer: BF06151 („Global Minded“), BF06161 („Berlin Radio“); Musiker: Olaf Tost (Gitarre, Gesang), Stefan Schüler (Bass), Martin Rauer (Bass), Anja Schiebold Saxophon), Ralf Lepsch (Saxophon) , Jens „J“ Müller (Schlagzeug); Bemerkung: Diese Alben sind erstmals und ausschließlich auf Vinyl erhältlich. Bei ihrem Erscheinen sind sie nur auf Tape veröffentlicht worden;Titel: LP „Berlin Radio“ „“ „Subway“; „Nobodies Friend“; „Your Radio“; „This Town“; „Your Crime“; „TV Operator“; „Sex & Crime“; „Pauls Hochzeit“; „Welcome“ LP „Global Minded“ „“ „Crash“; „Horny For The Chick“; „Kissing The Spell“; „Gelbe Worte“; „Wasting My Time“; „Waiting For Some Care“; „Spy“; „Cut“; „Your Princess“ |
Rezension:
Knapp 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung auf inoffiziellen Tapes werden die beiden Alben der Berliner Band „die anderen“ nun auf Vinyl nachgereicht. Das sind ganz besondere Veröffentlichungen, eine Dokumentation ostdeutscher Musikgeschichte. Entsprechend wertig sind diese Platten auch aufgemacht und mit jeweils 20-seitigen Booklets versehen, in denen in Wort und Bild der Geschichte dieser Band und ihrer seinerzeitigen Bedeutung nachgespürt werden kann. Bandmitglieder, Musikerkollegen und andere Zeitzeugen kommen ausführlich zu Wort.
Ach ja – und auch die Musik ist gar nicht schlecht gealtert und sticht vieles aus, was es seinerzeit in der Endphase der DDR von den sogenannten „anderen Bands“ noch offiziell auf Vinyl geschafft hat. Es lag ja auch nicht an der musikalischen Substanz der Band, dass sie veröffentlichungstechnisch außen vor blieben, sondern daran, dass sie selbst in dieser etwas experimentierfreudigeren und offeneren Zeit noch zu spröde, eigenwillig und unangepasst waren.
Dafür darf man ihre beiden kompletten Alben nebst jeweils einem Bonustrack jetzt feiern. Musikalisch war das ganze abwechslungsreich; der schnelle laute, aber melodische Pop Punk ist ja heute noch durch Bands wie Green Day angesagt; damals waren sicher eher britische Bands wie Clash Vorbilder. Dann gibt es auch Ska-Klänge und etwas experimentellere New-Wave-Töne. Wenn man die Platte auflegt, wird nicht nur ein Stück Musikgeschichte lebendig, sondern man kann einfach auch heute noch Spaß daran haben wie zur Zeit ihrer Aufnahme 1987/88. Der Titel, der auf jeden Fall auf jeden „Best Of Ostrock“-Sampler gehört hätte, ist sicher „Freitag Abend in Berlin“.
(Rainer Buck)
Ach ja – und auch die Musik ist gar nicht schlecht gealtert und sticht vieles aus, was es seinerzeit in der Endphase der DDR von den sogenannten „anderen Bands“ noch offiziell auf Vinyl geschafft hat. Es lag ja auch nicht an der musikalischen Substanz der Band, dass sie veröffentlichungstechnisch außen vor blieben, sondern daran, dass sie selbst in dieser etwas experimentierfreudigeren und offeneren Zeit noch zu spröde, eigenwillig und unangepasst waren.
Dafür darf man ihre beiden kompletten Alben nebst jeweils einem Bonustrack jetzt feiern. Musikalisch war das ganze abwechslungsreich; der schnelle laute, aber melodische Pop Punk ist ja heute noch durch Bands wie Green Day angesagt; damals waren sicher eher britische Bands wie Clash Vorbilder. Dann gibt es auch Ska-Klänge und etwas experimentellere New-Wave-Töne. Wenn man die Platte auflegt, wird nicht nur ein Stück Musikgeschichte lebendig, sondern man kann einfach auch heute noch Spaß daran haben wie zur Zeit ihrer Aufnahme 1987/88. Der Titel, der auf jeden Fall auf jeden „Best Of Ostrock“-Sampler gehört hätte, ist sicher „Freitag Abend in Berlin“.
(Rainer Buck)
Seh- und Hör-Bar:

VÖ: 17.01.2025; Label: Buschfunk; Katalognummer: BF06151 („Global Minded“), BF06161 („Berlin Radio“); Musiker: Olaf Tost (Gitarre, Gesang), Stefan Schüler (Bass), Martin Rauer (Bass), Anja Schiebold Saxophon), Ralf Lepsch (Saxophon) , Jens „J“ Müller (Schlagzeug); Bemerkung: Diese Alben sind erstmals und ausschließlich auf Vinyl erhältlich. Bei ihrem Erscheinen sind sie nur auf Tape veröffentlicht worden;