Jochen Volpert: "Modern Blues Guitar 9" (Album)
VÖ: 01.10.2023; Label: World Of Audio Records; Katalognummer: ohne; Musiker: Jochen Volpert (Gitarren, Effekte, Synthesizer), Dirk Blümlein (Bass), Achim Gössl (Keyboards), Jan Hess (Schlagzeug, Perkussion); Gäste: Würzburg Funky-Horns (Ingo Mertens: Posaune, Arrangement; Klaus Wangorsch: Trompete; Gerhard "Fluppi" Cäsar: Saxofon); Produzent: Jochen Volpert ; Artwork & Fotos: Carola Thieme; Bemerkung: erscheint ausschließlich auf CD im sechsseitigen Digipak ohne Booklet;Titel: "Wednesday Party", "Germany 12 Points", "The Astronaut", "In Tears", "November", "No Sports", "Very British", "Coming Home", "The End Of The World" |
Rezension:
Manchmal hilft einem auch freundlicherweise der Zufall. Nachdem ich im Frühjahr und Sommer 2023 fast 30 Tage mit Blues auf Tour durch den deutschsprachigen Raum von Graz, Steiermark (AUT) bis Rügen (MVP) unterwegs war, die Festival-Berichte und Rezensionen für einen Blues-Spezial vorbereitete, kamen unerwartet wie aus dem Nichts einige neue schöne Beiträge aus dem Bereich Blues hinzu. Aber leider wie beim Briten Denny Newman auch eine tragische Geschichte. Schon letztes Jahr hatte ich das pure Vergnügen ein Album vom nordbayrischen (sprich: fränkischen) Gitarren-Meister und Tausendsassa Jochen Volpert zufällig in die Hände zu bekommen. Ich berichte dann sofort darüber. Und wie gewohnt im Jahres-Rhythmus seit nunmehr fast vier Jahren beglückt uns der Würzburger Saiten-Virtuose wieder mit einem schönen Album, diesmal "Modern Blues Guitar 9". Ursprünglich nur als Solo-Album-Trilogie angedacht, erscheint nun überraschend ein vierter Teil. Und ehrlich gesagt, würde ich mich auch auf eine weitere fünfte Ausgabe 2024 freuen.
Nach Braunrot, Mittelblau und Lindgrün ist nun auf der Startnummer Neun Violett, die Farbe, die durchgängig das Design prägt. Hier auch schon mal wieder ein großes Kompliment an Ehefrau Carola Thieme, die nicht nur dieses Mal diese schöne Digipak-CD "Modern Blues Guitar 9" mit Fotos, Artwork, Design und Promo familiär unterstützt hat, sondern auch alle anderen Produkte aus dem Hause Volpert künstlerisch betreut. Peter Bursch ist seit Jahrzehnten unser unbestrittener Gitarren-Lehrer der Nation, dieses Attribut hat Dieter Kropp bei der Blues-Harp inne. Zum Blues-Lehrer der Nation entwickelt sich mit jeder Ausgabe seiner "Modern Blues Guitar" immer deutlicher Jochen Volpert. Er bringt uns auf seine Art und mit seinen Kompositionen die ganze Spannbreite des Blues und Rock grenz- und genreüberschreitend näher. Alles druckvoll, frisch und exzellent produziert. Damit wird klar, wofür der Blues in der ganzen Welt und auf allen fünf Kontinenten steht. Für Musik aller Nationen, Religionen, Hautfarben; universell und Menschen verbindend.
Die vierte Ausgabe dieser Serie - und wie auch schon bei seinen fünf Vorgänger-Alben - präsentiert sich Jochen Volpert, musikalisch ein Kind der Siebziger, abwechslungsreich, genreübergreifend und "vielsaitig". Diesmal aber stark geprägt durch Funk. Schon das erste Instrumental "Wednesday Party" ist ein funky Rocker. Dabei ist die Balance der Bläser, hier wieder die Würzburg Funky-Horns alias Ingo Mertens, Klaus Wangorsch und Gerhard Cäsar, und der Rock-Kapelle wieder mehr als gut gelungen. Es vibriert im ganzen Körper und man möchte sich im Rhythmus der Musik bewegen, gutes Zeichen. Auffällig sind wieder die erstklassigen, anspruchsvollen, dieses Mal neun Kompositionen von Jochen, alle auch von ihm produziert und der fantastische, druckvolle, glasklare Klang. Das hat mir auch schon an den drei vorherigen Ausgaben der Serie gut gefallen. Wer mich kennt weiß, dass ich kein Freund von Gebetsmühlen-Vergleichen bin. Auch hier könnte ich für jeden Titel einen oder mehrere bekannte Künstler nennen, mache ich aber natürlich nicht. Nur so viel: sehr viele amerikanische Einflüsse von berühmten Musikern sind zu hören. Aber nicht falsch verstehen, die instrumentalen Lieder von Jochen Volpert haben immer einen eigenen Charakter, seine facettenreiche, virtuose Gitarrenarbeit sind das Erkennungszeichen. Seine erfahrenen Kollegen Achim Gössl (Tastengeräte), Dirk Blümlein (Bass), Jan Hess (Schlagzeug & Perkussion; er machte in seinem Studio auch das fette Mixing) sind erneut der Garant für den homogenen Band-Sound. Wie üblich lassen alle neun Kompositionen viel Freiraum für geschmackvolle Gitarren-Exkursionen, wo bei den Improvisationen schlüssige bewährte Songstrukturen die Grundlage bilden. Der Blues ist immer die Basis all seiner Solo-Gitarrenarbeit, rhythmisch bei "Wednesday Party", "November", "Very British", balladesk bei "In Tears", "Coming Home", rockig bei "No Sports" und "Germany 12 Points". Der fast 10-minütige progressive Rock-Song "The Astronaut" ist ein gutes Beispiel für die Art und Weise wie der Gitarren-Freigeist Jochen Volpert klassisches Material eines Blues-Kollegen modern und zeitgemäß weiterentwickelt und mit spielerischem Können und seiner kreativen Ausdrucksfähigkeit dennoch einen eigenen künstlerischen Stempel mit aufdrückt. Jochen Volpert ist immer offen und flexibel für Neues und Altes, für Experimentelles sowie bereits Bewährtes. Sein aktuelles Experiment, einige Synthesizer hierbei stark in das Klanggefüge einzuweben, ist voll aufgegangen. Der Astronaut erinnert mich sehr stark an einen US-Saitenkünstler mit tragischer Lebensgeschichte und frühen Tod, den ich sehr verehre. Er war sogar berechtigt als Gitarrist der Rolling Stones geplant.
Ich habe mir das schöne Album "Modern Blues Guitar 9" mehrmals angehört, dann erst Carolas & Jochens Beschreibungen der Lieder im Promo-Material durchgelesen. Und es war keine Überraschung, also volle 12 Punkte, sie und ich haben sehr viele Übereinstimmungen. Das nenne ich Harmonie oder Resonanz. Das Hauptaugenmerk besteht deutlich auf melodischen, klaren Songstrukturen. Dazu passt auch seine Meinung zu den Bläser-Arrangements von Ingo Mertens mit den Würzburg Funky-Horns. Ich teile sie komplett, mir gingen fast die gleichen Worte durch den Kopf: "Sie sind im Vergleich zur "Eight" noch fetter im Sinne einer Big-Band arrangiert." Wie wahr, den gleichen Satz hatte ich auch fast wortgleich beim Hören dieser Passagen im Kopf. Solche satten Bläser-Arrangements kenne und liebe ich auch von der City Blues Connection des Blues-Man Norbert Egger, dessen Alben wir bei Deutsche Mugge schön öfter vorgestellt haben.
(Roland "Der SchoTTe" Koch)
Nach Braunrot, Mittelblau und Lindgrün ist nun auf der Startnummer Neun Violett, die Farbe, die durchgängig das Design prägt. Hier auch schon mal wieder ein großes Kompliment an Ehefrau Carola Thieme, die nicht nur dieses Mal diese schöne Digipak-CD "Modern Blues Guitar 9" mit Fotos, Artwork, Design und Promo familiär unterstützt hat, sondern auch alle anderen Produkte aus dem Hause Volpert künstlerisch betreut. Peter Bursch ist seit Jahrzehnten unser unbestrittener Gitarren-Lehrer der Nation, dieses Attribut hat Dieter Kropp bei der Blues-Harp inne. Zum Blues-Lehrer der Nation entwickelt sich mit jeder Ausgabe seiner "Modern Blues Guitar" immer deutlicher Jochen Volpert. Er bringt uns auf seine Art und mit seinen Kompositionen die ganze Spannbreite des Blues und Rock grenz- und genreüberschreitend näher. Alles druckvoll, frisch und exzellent produziert. Damit wird klar, wofür der Blues in der ganzen Welt und auf allen fünf Kontinenten steht. Für Musik aller Nationen, Religionen, Hautfarben; universell und Menschen verbindend.
Die vierte Ausgabe dieser Serie - und wie auch schon bei seinen fünf Vorgänger-Alben - präsentiert sich Jochen Volpert, musikalisch ein Kind der Siebziger, abwechslungsreich, genreübergreifend und "vielsaitig". Diesmal aber stark geprägt durch Funk. Schon das erste Instrumental "Wednesday Party" ist ein funky Rocker. Dabei ist die Balance der Bläser, hier wieder die Würzburg Funky-Horns alias Ingo Mertens, Klaus Wangorsch und Gerhard Cäsar, und der Rock-Kapelle wieder mehr als gut gelungen. Es vibriert im ganzen Körper und man möchte sich im Rhythmus der Musik bewegen, gutes Zeichen. Auffällig sind wieder die erstklassigen, anspruchsvollen, dieses Mal neun Kompositionen von Jochen, alle auch von ihm produziert und der fantastische, druckvolle, glasklare Klang. Das hat mir auch schon an den drei vorherigen Ausgaben der Serie gut gefallen. Wer mich kennt weiß, dass ich kein Freund von Gebetsmühlen-Vergleichen bin. Auch hier könnte ich für jeden Titel einen oder mehrere bekannte Künstler nennen, mache ich aber natürlich nicht. Nur so viel: sehr viele amerikanische Einflüsse von berühmten Musikern sind zu hören. Aber nicht falsch verstehen, die instrumentalen Lieder von Jochen Volpert haben immer einen eigenen Charakter, seine facettenreiche, virtuose Gitarrenarbeit sind das Erkennungszeichen. Seine erfahrenen Kollegen Achim Gössl (Tastengeräte), Dirk Blümlein (Bass), Jan Hess (Schlagzeug & Perkussion; er machte in seinem Studio auch das fette Mixing) sind erneut der Garant für den homogenen Band-Sound. Wie üblich lassen alle neun Kompositionen viel Freiraum für geschmackvolle Gitarren-Exkursionen, wo bei den Improvisationen schlüssige bewährte Songstrukturen die Grundlage bilden. Der Blues ist immer die Basis all seiner Solo-Gitarrenarbeit, rhythmisch bei "Wednesday Party", "November", "Very British", balladesk bei "In Tears", "Coming Home", rockig bei "No Sports" und "Germany 12 Points". Der fast 10-minütige progressive Rock-Song "The Astronaut" ist ein gutes Beispiel für die Art und Weise wie der Gitarren-Freigeist Jochen Volpert klassisches Material eines Blues-Kollegen modern und zeitgemäß weiterentwickelt und mit spielerischem Können und seiner kreativen Ausdrucksfähigkeit dennoch einen eigenen künstlerischen Stempel mit aufdrückt. Jochen Volpert ist immer offen und flexibel für Neues und Altes, für Experimentelles sowie bereits Bewährtes. Sein aktuelles Experiment, einige Synthesizer hierbei stark in das Klanggefüge einzuweben, ist voll aufgegangen. Der Astronaut erinnert mich sehr stark an einen US-Saitenkünstler mit tragischer Lebensgeschichte und frühen Tod, den ich sehr verehre. Er war sogar berechtigt als Gitarrist der Rolling Stones geplant.
Ich habe mir das schöne Album "Modern Blues Guitar 9" mehrmals angehört, dann erst Carolas & Jochens Beschreibungen der Lieder im Promo-Material durchgelesen. Und es war keine Überraschung, also volle 12 Punkte, sie und ich haben sehr viele Übereinstimmungen. Das nenne ich Harmonie oder Resonanz. Das Hauptaugenmerk besteht deutlich auf melodischen, klaren Songstrukturen. Dazu passt auch seine Meinung zu den Bläser-Arrangements von Ingo Mertens mit den Würzburg Funky-Horns. Ich teile sie komplett, mir gingen fast die gleichen Worte durch den Kopf: "Sie sind im Vergleich zur "Eight" noch fetter im Sinne einer Big-Band arrangiert." Wie wahr, den gleichen Satz hatte ich auch fast wortgleich beim Hören dieser Passagen im Kopf. Solche satten Bläser-Arrangements kenne und liebe ich auch von der City Blues Connection des Blues-Man Norbert Egger, dessen Alben wir bei Deutsche Mugge schön öfter vorgestellt haben.
(Roland "Der SchoTTe" Koch)

VÖ: 01.10.2023; Label: World Of Audio Records; Katalognummer: ohne; Musiker: Jochen Volpert (Gitarren, Effekte, Synthesizer), Dirk Blümlein (Bass), Achim Gössl (Keyboards), Jan Hess (Schlagzeug, Perkussion); Gäste: Würzburg Funky-Horns (Ingo Mertens: Posaune, Arrangement; Klaus Wangorsch: Trompete; Gerhard "Fluppi" Cäsar: Saxofon); Produzent: Jochen Volpert ; Artwork & Fotos: Carola Thieme; Bemerkung: erscheint ausschließlich auf CD im sechsseitigen Digipak ohne Booklet;