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OMEGA & STERN-COMBO MEISSEN auf der Freilichtbühne in Landsberg bei Halle (Saale)
Samstag, 03. September 2016

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Abschlusskonzert der OMEGA-ORATORIUM-TOUR 2016

OMEGA & das Akademische Orchester Halle-Wittenberg unter der Leitung von Matthias Erben am 03.09.2016 in Landsberg/SA

Die Legende kommt - die Sensation ist perfekt“, so hatte es 2005 geheißen, als Omega nach 21 Jahren Auslandsabstinenz erstmals wieder ein Konzert in Deutschland ankündigte. Am 4. Juni begeisterte die ungarische Band ihr Publikum mit einem überwältigenden Auftritt auf der Freilichtbühne in Landsberg bei Halle. Eine Auswahl großer Hits aus den 70er und 80er Jahren in bestechender Live-Qualität, unterstützt von einer opulenten Licht-Show sowie einem Feuerwerk zum Abschluss, leitete vor knapp 3.000 Zuschauern aus ganz Europa die Wiedergeburt der Ost-Rock-Legende Nummer Eins ein. Radio MDR 1 übertrug live in voller Länge. Landsberg bildete den Auftakt stets umjubelter Konzerte, etwa im Berliner Tempodrom 2006, bei den Händel-Festspielen in Halle 2011 oder im Leipziger Gewandhaus 2012 mit „Symphonie“ und „Rhapsody“ den rock-klassischen Fassungen großer Omega-Kompositionen.

Landsberg wird nun erneut die Kulisse abgeben, wenn die Band im September 2016 ihre „Oratorium“-Tour abschließt. Wobei dieser Abschluss zugleich einen Anfang markiert: Denn im Jahr 2017 feiern Sänger Janos Kobor und seine Mitmusiker den 55. Band-Geburtstag.

Die Wahl des Konzertortes ist keinem Zufall geschuldet, denn der Chemiebezirk Halle-Leipzig war zu DDR-Zeiten ein Sammelpunkt ungarischer Gastarbeiter. Große Omega-Konzerte haben hier Tradition. So gab die Band im Sommer 1983 gemeinsam mit „Silly“ als Support-Act in Halle auf der Peißnitzinsel ihr Abschlusskonzert der letzten DDR-Tournee vor ca. 30.000 Zuschauern. Im November des gleichen Jahres feierten 10.000 Fans die Band im Leipziger Messehaus. Es sollte das letzte DDR-Konzert der Band bleiben. So seltsam es klingt: Der DDR-Führung war der Erfolg der Ungarn suspekt, zumal der sich nicht auf den Ostblock beschränkte. Omega triumphierte auch im Westen. Soviel Weltoffenheit war der SED unheimlich. Wer Omega sehen wollte, musste in den Folgejahren ins Ausland reisen, zu den legendären Open Airs etwa im Budapester Nepstation.

Nun also erlebt Landsberg das „Oratorium“. Damit vollendet Omega die Trilogie mit den Vorgängern „Rhapsody“ und „Symphonie“. Von rund 350 Omega-Titeln aus über 50 Jahren werden einzelne Stücke klanglich so zusammengefügt, dass der Eindruck eines geschlossenen Werkes entsteht. Der Schwerpunkt liegt auf den Rockballaden, für die Kobor & Co stets berühmt waren. Geschöpft wird aus frühen Jahren, etwa der hardrockigen Ära von „Elö Omega“ oder Space-Rock-Epen wie „Time Robber“. Aber auch späte Klassik-Rock-Titel, etwa vom 2006er-Album „Egy jel“, kommen zur Aufführung.

Einen speziellen Gast haben sich die Ungarn für diesen Abend aus Sachsen eingeladen: STERN-COMBO MEISSEN wird das Konzert eröffnen. Die Kunstrock-Band wird 2017 ebenfalls 55 Jahre alt. So wie die Rolling Stones übrigens. So lange die spielen, hat Janos Kobor mal gesagt, so lange treten wir auch auf.

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