© Deutsche Mugge (2007 - 2026)
080326a 0 20260622 2004959691
 
Ein Bericht mit Fotos von Dana Schmidt



Es gibt Konzerte, die unterhalten. Und es gibt jene seltenen Abende, die berühren, innehalten lassen und noch lange nachklingen. Das Konzert von Laura Braun im „KultRaum“ Kleinmachnow gehörte zweifellos zur zweiten Kategorie. Schon der Ort selbst schafft dafür die passende Atmosphäre. Der „KultRaum“ ist kein klassischer Konzertsaal, sondern vielmehr ein kultureller Begegnungsort, getragen vom Engagement des KultRaum e.V..

Laura Braun trat am internationalen Frauentag genau dort auf. Für viele im Publikum, so auch für mich, ein absoluter Geheimtipp. Eingeladen von zwei lieben Freunden, betrat ich den Abend und war gespannt, was mich erwarten würde. Lauras Klavierspiel ist von einer beeindruckenden Klarheit und Sensibilität. Jede Note scheint mit Bedacht gesetzt, jede Pause erzählt fast genauso viel wie der gespielte Ton. Ihr Spiel trägt die Geschichten, die sie erzählt, und öffnet ihnen Raum. Und diese Geschichten haben es in sich.
 
080326b 1 20260622 1183723919

Die Texte von Laura Braun sind bemerkenswert tiefgründig. Sie erzählen von Hoffnung, von Verzweiflung, von inneren Kämpfen und immer wieder von der Suche nach Licht in dunkleren Momenten. Es sind Lieder, die nicht an der Oberfläche bleiben, sondern direkt ins Herz gehen. Manche Worte treffen so präzise, dass man unwillkürlich innehält. Mehr als einmal stellte sich während des Konzerts ein besonderer Moment ein: Das letzte Wort eines Liedes verklang, der Raum blieb still und man wusste für einen kurzen Augenblick gar nicht, ob Applaus überhaupt der richtige Ausdruck ist. Zu stark war noch das Nachdenken, zu frisch die Emotion.

Diese Intensität hatte auch eine ganz praktische Folge: Fotografieren war an diesem Abend FAST unmöglich. Vom ersten Ton an war man gefangen von der Musik, von der Atmosphäre, von der Präsenz der Künstlerin. Der Blick durch eine Kamera hätte diesen Moment eher gestört als bewahrt. Dabei wirkt Laura Braun auf der Bühne bemerkenswert geerdet. Zwischen den Liedern spricht sie ruhig mit dem Publikum, erzählt kleine Hintergründe zu ihren Songs, bedankt sich mehrfach, spürbar ehrlich, für die Aufmerksamkeit im Raum.
 
080326c 2 20260622 1082108541

Vielleicht ist es genau diese Mischung aus musikalischer Feinfühligkeit, literarischer Tiefe und menschlicher Bodenständigkeit, die den Abend im „KultRaum“ so besonders machte. Hier traf eine Künstlerin, die viel zu sagen hat, auf einen Ort, der genau solchen Stimmen zuhören will. Am Ende blieb das Gefühl, einen sehr besonderen Konzertabend erlebt zu haben. Einen jener seltenen Momente, in denen Musik nicht nur erklingt, sondern wirklich etwas bewegt. Und in denen aus einem Geheimtipp ganz schnell ein Name wird, den man sich merken möchte: Laura Braun.




Fotostrecke:
 



Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.