Ray Wilson (ex-Genesis, Stiltskin): Ich unterstütze diese Aktion sehr gerne! Reinhard Fißler sollte auf jeden Fall diesen Preis bekommen.

Hartmut Fischer (Fischer, Voigt & Krüger): Ich verneige mich vor Reinhard und seinem Schaffen. Er ist eine Bereicherung für mein Leben.

Bernd Fettback (CABUWAZI e.V.): Reinhard Fißler engagiert sich seit der Gründung des Kinder- und Jugendzirkus' CABUWAZI e.V. in Berlin für diesen sozial-pädagogischen Jugendkulturbetrieb. Für zahlreiche Inszenierungen schrieb er die Musik, spielte mit Kindern Lieder ein und verfasste mit ihnen Texte. Er versteht es, die Kinder und Jugendlichen zu begeistern, selbst kreativ zu sein und sich für eine Sache zu engagieren. Unser Zirkuslied "Wir sind die Kids und unser Zirkus ist ´ne Welt ..." wurde von ihm komponiert und mit Kindern eingesungen. So sind wir bei den Auftritten und Inszenierungen immer ein Stück mit Reini verbunden.

Wolf-Rüdiger Raschke (Karussell): Uns verbindet eine gemeinsame Geschichte und Reinhard hat ein wesentliches Stück DDR-Rockgeschichte geschrieben. Wir haben mit der SCM und mit Reinhard nicht nur auf der Bühne gestanden, sondern wir haben auch viele unvergessliche Stunden miteinander erlebt. Ein ganz besonderer Mensch war er als Frontmann: Klug, sensibel und voller Kraft. Und diese Kraft ist ihm geblieben und hat es ihm ermöglicht, mit seiner unerbittlichen Krankheit zu leben und lässt uns damit die eigenen Sorgen und Probleme mit ganz anderen Augen sehen. Reinhard ist nicht nur Legende und Vorbild für unsere Generation, sondern auch für die, die nach uns kommen, mögen sie ihn weitertragen. Deshalb ist es ein "Muss" , dass Reinhard die "Goldene Henne" bekommt. Wenn nicht er, wer sonst !!!!

Norbert Jäger (Stern-Combo Meißen): Auch ich möchte mich dem Vorschlag anschließen, Herrn R. Fißler für eine Ehrung mit der "Goldenen Henne 2009" zu nominieren. Lediglich die Bezeichnung: "...für sein Lebenswerk!" finde ich unpassend, ja fast geschmacklos. Dieser R. Fißler, dieser Musikerkollege, dieser lebensfrohe Geist wird auch weiterhin mit einer Vielzahl kreativer Ideen musikalisch wie auch kulturpolitisch-kritisch (z.B. Kulturpalast Dresden u.a.m.) überzeugen. R. Fißler ist und bleibt ein "Kämpfer" im Sinne und ähnlich der Helga Hahnemann - "die Henne" - trotz seiner Scheiß-Krankheit. (Lieber Norbert, die Bezeichnung "Lebenswerk" schließt zukünftig zu erwartende Aktivitäten Reinhard Fißlers durchaus mit ein und ist keinesfalls nur als Abschlußehrung für Vergangenes zu betrachten. Auch andere noch aktive Künstler und Persönlichkeiten haben vergleichbare "Lebenswerk"-Ehrungen bereits in der Vitrine stehen, was neuerliche Verdienste keinesfalls abwertet oder gar negiert. In diesem Geiste ist unsere Aktion gemeint, Reinhard für alles zu danken, was er bisher geschaffen hat und noch schaffen wird. Deshalb nicht Kategorie sondern eben "Lebenswerk" - das Werk eines Lebenden. Red.)
R. Fißler ist einer der Wegbereiter des sogenannten "Ost-Rocks" und hat sich keinesfalls - im Gegensatz zu einigen Musikerkollegen vor dem "monotonen Yeah Yeah Yeah des Klassenfeinds" in der ehem. DDR gebeugt. Seine musikalisch künstlerische Vielseitigkeit, sein charismatischer Gesang, sein ausdrucksstarkes Gitarrenspiel, seine Kompositionen, seine Texte in Deutsch usw. sind beispielgebend.
Die Zeiten kulturpolitischen Aufbegehrens in der ehem. DDR (z.B. Ausweisung von Systemkritikern) verfielfältigte und verteilte R. Fißler z.B. Noten und Texte - mühsam einzeln abfotografiert - von Wolf Biermann, ohne Rücksicht auf Stasi-Folgen! Weitere diesbezügliche Aktivitäten R. Fißlers zu nennen würde den Rahmen dieses Schreibens sprengen. R. Fißler läßt sich trotz ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), diagnostiziert im Jahre 2000/2001, nicht unterkriegen. Er produzierte - unterstützt durch wahrhaft ehrliche, gute Freunde - mehrere CDs, schrieb ein Buch, pflanzte einen Baum, zeugte noch ein Kind und wer weiß, mit welcher "Überraschung" R. Fißler auch zukünftig noch aufwarten wird.
Leidensgenossen, wie der britische Wissenschaftler Stephen Hawking oder der vor kurzem dieser Krankheit leider erlegene Kunstprofessor Jörg Immendorf sowie viele ungenannt Betroffene wünschen R. Fißler garantiert von ganzem Herzen Erfolg beim Kampf ums Unvermeidbare. Übrigens feierte R. Fißler im Februar 2009 mit hunderten Freunden und Musikerkollegen in Berlin-Grünau seinen 60. Geburtstag!
Wer die Chance hat und wahrnimmt, R. Fißler zu besuchen oder bei irgendwelchen Veranstaltungen zu treffen, ihm in die Augen zu blicken, der wird ein Universum an Ehrlichkeit, an Schlagfertigkeit im Sinne von "Schwarzem Humor" und vieles andere entdecken. Ich persönlich bemühe mich, dies in gewisser Regelmäßigkeit zu tun und empfinde wie gut es ist, einen solchen "Typen" als Feund zu haben. Man kann dabei nur lernen, lernen und nochmals lernen!
P.S.: Eine weitere "Goldene Henne" sollte auch R. Fißlers langjährigem Pflege-Team gebühren.

Wolfgang "Paule" Fuchs (Pond): Worum geht's hier eigentlich? Um einen Preis! Zugegebenermaßen um einen 'wichtigen' Kulturpreis. Wichtig zumindest für ostdeutsche Künstler - im Westteil haben ohnehin 'Ostler' keine Chance auf einen solchen - wenn es ihn überhaupt gibt. Reinhard selbst ist es bestimmt völlig egal, ob er solch einen Preis bekommt oder nicht! Denn er hat ganz andere Probleme: Im Alltag auch nur einigermaßen zurecht zu kommen und ein möglichst würdevolles Leben führen zu können. Ganz 'banale' Dinge durchzustehen eben und und und (wovon 'normale', gesunde Menschen keinen Schimmer haben). Was bedeutet da schon ein Preis, welcher es auch sein mag! Und dennoch - oder gerade deshalb m u s s er diesen Preis bekommen. Eben für seinen Mut, für seine Kraft, Durchhaltevermögen, Engagement. Aber vor allem für seine Verdienste auch als Musiker und seine 'Vorbildfunktion' - denn er hat schließlich auch ein Stück Musikgeschichte geschrieben. Daß man für solch einen Mann noch kämpfen muß, um überhaupt eine Stimme zu kriegen... Die Sache wird allerdings noch viel klarer und völlig einleuchtend, wenn man sich die Nominierten ansieht und ihn gegenüberstellt...

Klaus Wehrmann (ehemals Fißlergang): Neben seiner Persönlichkeit als Musiker und der Musikgeschichte, die er ohne Zweifel mitgeschrieben hat, ist Reini ein Vor-, Nach- und Mitdenker, den sein Schicksal nicht hadern lässt. Ich ziehe meinen Hut vor ihm und wünsche ihm die fetteste Goldene Henne.

Lutz Krüger (Transit): Es gibt Musik fürs Herz, den Bauch, den Kopf und noch vieles mehr. Für Gänsehaut hat bei mir immer Reinhard Fißler gesorgt. Ein Mensch, der geehrt werden muss... zu Lebzeiten.

Die Puhdys: Ein Musiker, ein Kollege, ein Freund - der viele Jahre erfolgreich im Musikgeschäft tätig war und der durch eine schwere Krankheit seinen Beruf nicht mehr ausüben kann – etwas Schlimmeres kann es für einen Menschen, der mitten im Leben steht und der noch so viele künstlerische Pläne hatte, nicht geben. Seine Performance war ausdrucksstark, glaubhaft und leidenschaftlich und man hatte immer das Gefühl, dass die Bühne sein Wohnzimmer war. Wir, die PUHDYS, würden uns freuen, wenn Reinhard Fißler die Goldene Henne für sein Lebenswerk erhalten würde.

Wolfram "Boddi" Bodag (Engerling): Unbedingt!!!!

Hannes Schulze (Engerling): Reini hat's verdient!

Manne Pokrandt (Engerling): Reini hat die Henne für sein Lebenswerk absolut verdient!

Heiner Witte (Engerling): Ihm gönne ich es von Herzen, sollte er den Preis bekommen.

Andreas Wieczorek (Polkaholix, Gundermann Seilschaft): Good Voice, Good Human Being, Lebensbejahender Kämpfer, was sehr rar ist heute. Somit ein Vorbild!

Mario Ferraro (Polkaholix, Gundermann Seilschaft): Weil ich beim "Kampf um den Südpol" immer Gänsehaut hatte.

Christian Haase (Liedermacher): Wegen seines Durchhaltevermögens sollte er den Preis bekommen.

Karsten Matschei (Tourmanager): Einer der wichtigsten DDR-Musiker, der allen Mut macht und es wirklich verdient hätte.

Marko Wedereit (Die besseren Zeiten): Er hat es verdient, weil er anderen Mut macht und Kraft gibt.

André Drechsler (Eisbrenner): Fißler rules!

Mathias Fuhrmann (Eisbrenner, Jonathan Blues Band): Ein "lieber Kämpfer" und großartiger Sänger!!! Ich bin stolz mit ihm musiziert zu haben.

Alejandro Soto Lacoste (Eisbrenner): Weil er ein guter Mann ist!

Ferry Grott (Eisbrenner): ...auf jeden Fall!!!

Mercedes Wendler (Eisbrenner): Als Anerkennung für einen Menschen, der sich wirklich für Qualität und Nachhaltigkeit in der heutigen Kulturlandschaft einsetzt.

Frank Hultzsch (Eisbrenner): Ich spiele selbst vorwiegend in Bands mit deutschen Texten.

Hans-Jürgen Beyer: Reinhard Fißler (Stern Meißen) hat mit seiner herausragenden stimmlichen Interpretation einen wesentlichen Anteil daran, daß sich eine eigenständige Rockmusik im Osten Deutschlands entwickeln konnte. Daher plädiere ich für einen Sonderpreis (Auszeichnung) bei der "Goldenen Henne" für Reinhard Fißler.

Peter Schimmelpfennig (POOL Records): Reini braucht die Henne wirklich nicht mehr. Bei der Zuneigung und der Solidarität, die ihm bei Euch auf der Seite von so vielen Menschen bis jetzt schon zuteil geworden ist... das ist viel besser als eine Henne!

Mike Kilian (Rockhaus): Ein guter Mann für einen guten Preis :-)

Max Repke (Rockhaus): Ja! Unbedingt!

Leslie Beathoven (Rockhaus): Reini hat`s verdient!

Reinhard Petereit (Rockhaus): Die Henne für Reini wäre sehr verdient.

Heinz Haberstroh (Rockhaus): Fißler hat den Preis verdient!

Christian Sorge (Starfucker): Reini hat diesen Preis unbedingt verdient!

Basti "Buzz Dee" Bauer (ex Knorkator): Schade um so einen guten Musiker.

Lars Rettkowitz (Annemarie Eilfeld Band): Die Henne für einen der besten Sänger, Frontmänner und Kämpfer!

Annemarie Eilfeld: Er hat es verdient! Ein großartiger Musiker und eine starke Persönlichkeit.

Mike Seeber (Texas Mike): Ein Stern leuchtet immer für Dich!

Rolf Lehmann (Texas Mike Band): Wenn diesen Preis jemand verdient hat, dann Reinhard!

Hagen Eisfeld (Texas Mike Band): Reinhard mein Freund, ich denke an Dich!

Klaus Schmidt (Tonmeister, Produzent): Es fällt mir kein Mensch in unserem Land ein, der es mehr verdient hätte als Reinhard Fißler, mit der Goldenen Henne geehrt zu werden. Sein Leben ist gezeichnet von Erfolg und Leid. Er meistert alle Situationen mit einem eisernen Willen. Wären mehr Menschen aus diesem Holz geschnitzt, wäre die Welt sicher besser als sie ist. Also uneingeschränkt ja: Reini verdient diese Auszeichnung!

Thomas Putensen: Neben all dem Glanz - Reini auf der Bühne zur Verleihung? - das würde dem ganzen was sehr glaubhaftes vermitteln, nur der "Henne" wahrscheinlich mehr als Reini. Soviel Wahrheit neben all dem Blankpolierten wird wohl kaum zu ertragen sein - aber schön wär's doch.

Ronnie "Pille" Pilgrim, Berluc: Nicht nur eine der charismatischsten Stimmen der deutschen Rockmusik, nein auch ein überaus liebenswerter und zielstrebiger Kollege. Reini hat sich nie verbiegen lassen oder "halbe" Sachen gemacht und schon dafür würde ihm die "Henne" zustehen. Wie er jedoch mit seinem Schicksal umgeht, das verdient einfach nur Hochachtung... Auch wenn seine Stimme verstummt, dieser Mann spricht mit dem Herzen...
Ergänzung 20.10.09: Kulturpalast, 10.10.09.... Reini war der eigentliche Initiator zur Rettung des Kulturpalastes. Ich hatte das große Glück und die Ehre, mit Reini nach dem Konzert ein paar Worte wechseln zu dürfen. Was der Mann an Freude und Zuversicht vermittelt, einfach unglaublich...! Ok, ihm wurde die Ehrung "Goldene Henne" verwehrt, aber bedarf ein Künstler vom Format eines Reinhard Fißler dieses Preises? Dieser Mann kämpft einen täglichen Kampf ohne zu verzweifeln, macht anderen noch Mut und hat immer noch die Kraft für ein Lächeln...! Keiner von uns kann ermessen, welche Kraft dazu gehört... und kein Preis der Welt kann das wirklich würdigen...

Anja Krabbe (AK 4711): Ich bin dafür, dass Reinhard die "Goldene Henne" bekommt!

Ronny Dehn (Silly): Er hat diese Auszeichnung für Leistung und Durchhaltevermögen verdient.

Rainer Engelmann (East Blues Experience): Eine Henne für Reinhard ist wirklich an der Zeit.

Jana Groß (Bell, Book & Candle): Ich bin sehr dafür, dass Reinhard die "Goldene Henne" bekommt. Erist ein genialer Musiker und ein toller Mann!

Hendrik Röder (Bell, Book & Candle): Die "Goldene Henne" sollte Reinhard auf jeden Fall bekommen!

Holger Jagsch (Bell, Book & Candle): Ich bin auch dafür! Er hat den Preis verdient.

Andy Birr (Bell, Book & Candle): Die "Goldene Henne" für einen, der sie wirklich verdient hat. Rock on!

Manuel von Senden (Opern-Tenor, ex-Electra): Ich möchte mich diesem Projekt ebenfalls anschließen. Ich bin der Meinung, dass die "Goldene Henne", der einzige und letzte verbliebene ostdeutsche Medienpreis, mehr als verdient ist für Reini Fißler, den ich als aufrichtigen Menschen, ernsthaften Künstler, großartigen Sänger und sehr sehr lieben Kollegen kenne.

Michael Lehrmann: Reinhard ist eine der charismatischsten Stimmen des Ostrock. Die "Goldene Henne" ist entsprechend geeignet, seinem Wirken als Musiker und Sänger gerecht zu werden.

Axel Reitel (Schriftsteller, Sänger): Liebe Kulturgöttinnen und Kulturgötter von ARD, ZDF und den Privaten Kanälen, es geht um eine, aus meiner Sicht, in jeder Hinsicht verdiente "Goldene Henne" für den Musiker Reinhard Fißler. Ich kenne den Künstler und Mensch Reinhard Fißler schon lange.
Angefangen vom Aufhorchen als 16jähriger, als in meinem Jugendzimmer in Plauen (Vogtland) "Der Kampf um den Südpol" aus den dekorativ an die Wand montierten Lautsprechern erklang. Zwanzig Jahre später dann, Mitte der Neunziger, gastierte Reinhard oft in Plauen (ich war 1990 aus Westberlin, wohin ich als 21jähriger von der Bundesrepublik aus Stasi-Haft freigekauft wurde, in die meine Heimatstadt zurückgekehrt). Reinhard Fißlers Talent als Solokünstler, mit jenem grandiosen Gitarrenspiel, der noch ausdrucksvoller gewordenen Stimme und Texten, von einprägsamen Melodien getragen, habe ich wieder und berührender noch als einmalige hohe Kunst empfunden.
Seine Talent, seine Intelligenz, seine Offenheit und sein unverführbares, souveränes Interesse für die eklatanten, auch wehmütigen Schnittpunkte dieser Welt, vor allem nicht zu vergessen sein bis heute eiserner Kampf gegen die Amytrophe Lateralsklerose, sollten weit über das Bisherige bekannt werden - denn all dies ist vorbildhaft und für uns alle ermutigend.
Abschließend, als zusammenfassendes Bild, möchte ich zur Untermalung meines Wunsches eine Anekdote erzählen. Sie stammt aus dem alten Athen, aus unseren demokratischen Wiegejahren sozusagen. Nun, eines Tages zündete der Philosoph Diogenes am helllichten Tage ein Licht an, und als man ihm auf seinem Weg durch die Stadt fragte, was er damit wolle, war seine Antwort: 'Ich suche Menschen.' Aus dieser Anekdote, die im ersten Band der "Kritik der zynischen Vernunft" von Peter Soliterdijk nachlesbar ist, stelle ich mir vor, entstand viel später in Rom der Ausspruch "Ecce homo" - "Da ist ein Mensch". Ich denke dabei, heute und hier, das ist doch klar, an Reinhard Fißler.
Deshalb, liebe Kulturgötter und Kulturgöttinnen der ARD, ZDF und der Privaten Kanäle, die ihr ja auch Menschen sucht: Lasst es doch, ich bitte Euch, in eurem gütigen Licht bald heißen: "Die Goldene Henne - geht an Reinhard Fissler!"
Axel Reitel Berlin, 23. 9. 2009
Schriftsteller, Sänger
Liste der 77 ausgebürgerten Autoren
[vgl. Joachim Walter, Sicherungsbereich Literatur]
u.a. "Seelenbrennen. Ein Leben für die Musik. Gespräche mit dem Reinhard Fißler", Berlin, 2007; "ohne anzuklopfen" [AR & collegium novum] (u.a. zwei Duetts mit Reinhard Fißler), Plauen 2000.

Peter Butschke (Pension Volkmann): Liebe "Deutsche Mugge" Leute, ich bin zweigeteilt bei dieser Aktion. Irgendwie ist da ein Widerspruch drin. Ich will ausdrücklich sagen, dem Reinhard gönne ich jeden Preis. Darum geht es mir auch nicht. Ich denke nur, diesem bis ins Mark verkommenen Pack, das sich um den MDR und dieser sogennanten "Super Illu" bewegt, etwas abzutrotzen, ist der Mühe nicht wert. Sie zeigen doch schon so lange ihr wirkliches Gesicht. Es geht diesen Lakaien doch nicht darum, unsere Identität zu bewahren. Zu viele haben sich schon einlullen lassen. Vielleicht sollte man etwas Eigenes finden und das dann ganz groß aufziehen. Ich denke, Reinhard Fißler hätte etwas würdigeres als diese Auszeichnung verdient. Das dazu. Es war halt so ein Gedanke.
Anm. d. Red.: Lieber Peter, du hast den Widerspruch schon selbst in sich aufgelöst. Es geht ganz sicher nicht darum, dem MDR & Co. etwas "abzutrotzen", sondern auf etwas aufmerksam zu machen. Dafür ist das der richtige Rahmen. Und das Eigene und Würdigere gibt es schon. Lies mal diese Seite und die folgende...

Simone Kotowski (Nova Breeze): Ich möchte Reinhard Fißler mit der "Henne" in der Hand sehen, weil er trotz oder gerade wegen seiner Krankheit seine ungebrochene Freude an der Musik behalten hat. Er ist ein guter Mentor und er zeigt, dass man als Mensch und Künstler in jeder Lebenslage imstande ist, anderen etwas weiter zu geben.

Eva-Maria Dittrich (Braxas -A -): Für Reini gebe ich sehr gern meine Stimme ab. Ich kenne ihn persönlich und wir sind zu seinem 60.Geburtstag bei ihm aufgetreten. Er ist mir als Mensch sehr wertvoll und das weiss er selber auch. Er ist ein Kämpfer und ich wünsche ihm noch viel, viel Kraft. Toller Musiker und Sänger!!!!!!!!!!!!!

Detlef Kotte (PlatVorm): Natürlich plädiere auch ich dafür, daß er diese Auszeichnung bekommt. Aber auch wenn das nicht so wird, ist und bleibt er für mich eine der wenigen prägnanten Stimmen unserer Rockmusik. Mein Gott, ich erinnere mich an die alten Tage im Zollhaus Ruhland z.B., als er mit der SCM auf der Bühne stand, noch teilweise coverte aber auch schon die ersten eigenen Songs brachte. Seine Art zu singen gab mir immer dieses wundervolle Gefühl der Schwermut, der Sehnsucht. Und ich denke, er hat ganz vielen Menschen solche schönen Momente immer und immer wieder gebracht. Dann kam die Zeit, als ich selbst auf der Bühne stand und Reinhard hin und wieder persönlich begegnete. Er war nie genervt und hatte meist einen Moment Zeit zu reden. Ein toller Typ, ein guter Mann. Ich wünsche ihm viel Kraft und diesen Preis.


   
   
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