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Ein Konzertbericht von Andreas Striegler. Fotos: Pressematerial Knorkator



a 20221117 1629820937Am Freitag, den 11. November 2022 machten KNORKATOR während Ihrer "Sieg der Vernunft"-Tour Halt im AJZ Talschock in Chemnitz. Mindestens drei Jahre ist es her, dass ich das letzte KNORKATOR-Konzert erlebt habe. Es wurde also wieder einmal Zeit. Aus Erfahrung klug geworden, ich stand schon mal vor einem ausverkauften Konzert von Deutschlands meister Band der Welt, wurden im Vorfeld die Karten bestellt. Und siehe da, es war ausverkauft. Aber der Reihe nach …

Die Anfahrt verlief problemlos, nur Parkplätze sind rar gesät um das AJZ. Das war jedoch kein Problem, wir waren rechtzeitig da und fanden nach kurzer Suche gleich gegenüber einen Platz. Die Warteschlange vorm Eingang war nicht kurz, es ging jedoch relativ zügig voran. Schön am Einlass zu sehen, dass zwei junge Menschen gefragt wurden, ob sie aus Gründen des Jugendschutzes Gehörschutz mithaben. Sie wurden darauf hingewiesen, am Merchandising-Stand solche Stöpsel zu erwerben.

Beginn war 21.00 Uhr. Es war noch eine Stunde Zeit, also wurde erst einmal ein Bier geholt. Die Wartezeit an der Bar war unerheblich. Dann suchten wir uns einen Platz im hinteren Drittel. Vorn wäre wegen Fotos besser gewesen, da ich nur eine kleine Kamera dabei hatte. Die Qualität der Bilder war nicht besonders, deshalb gibt es diesmal keine Fotos. Vorn deshalb nicht, denn dort wurde tatsächlich gepogt. Wo wir standen war aber auch keine gute Idee, das war genau der Weg vom Eingang zur Bar, es gab ständig Bewegung, was auch irgendwie genervt hat. Das Publikum war erstaunlich gemischt. Das betrifft die Männer und Frauen, wobei die Männer in der Überzahl waren, aber auch alt und jung. Manche hatte ihre etwa 10-jährigen Kinder dabei. Um den Fan-Nachwuchs muss man sich bei KNORKATOR keine Gedanken machen. Sehr viele hatten einenen KNORKATOR-Nikki aus all Ihren Schaffensperioden an. Der zweite Weg führte zum Merchandising. Da wurde die aktuelle CD "Sieg der Vernunft", die der vorigen Tour ("Widerstand ist zwecklos") und "High Mud Leeder" erworben, die hatte ich noch nicht. Und noch ein "Beutel der Vernunft", denn wohin sollten die CDs? Die Zeit bis zum Beginn überbrückte die Videoleinwand, mit einem Auftritt von Buzz Dee, Stumpen und Evil Jared bei Herdbanger. Na ja.

Pünktlich um 21.00 Uhr ging es los. Die Stimmung war von Anfang an ausgesprochen gut. Es wurde gesungen, geklatscht, gepogt, das aber nicht von mir. Die Herren Thomas, Ivers, Baur, Gohlke und Schwab ließen nichts anbrennen. Von Anfang an war die Tochter von Gero "Stumpen" Ivers mit auf der Bühne. Agneta Ivers ist eine Erscheinung wie ein Engel, der noch dazu ausgesprochen gut singen kann. Ob als Background oder als erste Stimme, sie meistert ihren Part. Sie steht wie ein Fels in der Brandung auf der Bühne, oder sitzt, wenn nicht im Einsatz, auf dem Schlagzeugpodest. Auch TimTom, der Sohn von Alf Ator alias Alexander Thomas hatte einen Auftritt. Wer erwartet hätte, er performt das Lied "Arschgesicht" wurde enttäuscht. Nein, er performte "Böse", in einer Qualität wie Alf Ator.

b 20221117 1929673993Die Herren sind erwachsener geworden. Kann man das von fast 60-jährigen so sagen? Auf alle Fälle gab es kein Frauenweitwurf oder den Gag mit der aufblasbaren Kugel, mit der Stumpen über das Publikum geht. Mir fehlte es aber auch nicht. Gut, o.k., ein Keyboard wurde kaputtgemacht. Was viel wichtiger ist: KNORKATOR begeisterte von Anfang bis Ende. Und die Texte sind kritischer geworden. Einziger Wermutstropfen, nach nicht ganz zwei Stunden war die Show vorbei. Von der neuesten CD wurden bis zu frühen Sachen gespielt, für jeden war etwas dabei. Erstaunlich für mich waren ein paar junge Menschen am Anfang, so etwa Mitte 20, die fast alle Songs lauthals mitsangen, wo ich nur den Refrain kannte. Es hätte locker für noch einmal zwei Stunden gelangt.

KNORKATOR spalten. Entweder der Humor gefällt, oder eben nicht. Das Harte der Musik wird durch melodische Passagen gebrochen. Das wird wieder durch das Outfit gebrochen, das wieder durch die Texte. Und Coversongs waren auch dabei, diesmal "One way or another" von BLONDIE und "Ma Baker" von BONEY M. Hier mal eine kurze Zusammenstellung was gespielt wurde:

"Sieg der Vernunft", "Kurz und klein", "Der ultimative Mann", "Die Welt wird nie wieser so, wie sie einmal war", "Wir sind der Hofstaat", "Böse", "Du nicht", "Ich lass mich klonen", "Ma Baker", "One way or another", "Ihr habt gewonnen", "Die Welt am Ende", "Schwanzlich willkommen", "Die Welt braucht keine Milliardäre", "Es lebe der Tod", "Alter Mann", "Ding inne Schnauze", "Zeig mir den Weg nach unten", "Wir werden alle sterben", "Für Knorkator mein Herz", "Eigentum", "Du bist schuld", "Zähne putzen, pullern und ab ins Bett".

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.



Knorkator-Termine:
• 18.11.2022 - Mannheim - MS Connexion
• 19.11.2022 - Andernach - JUZ Live Club
• 26.12.2022 - Trockau - MCT
• 19.01.2023 - Cottbus - Gladhouse
• 20.01.2023 - Cottbus - Gladhouse

Alle Angaben ohne Gewähr! Weitere Infos und Termine auf der bandeigenen Homepage.



Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage von Knorkator: www.knorkator.de


   
   
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