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Heavy Metal | Hardrock











Die Musiker
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Besetzung heute:
• Mike Demnitz (bg, voc) durchgehend dabei
• Johannes Gebühr (g) 1seit 2019
• Basti Pfund (dr) seit 2002

Gründungsbesetzung:
Mike Demnitz (bg, voc) durchgehend dabei
• Hans-Jürgen "Charlie" Ludwig (voc, g) bis 1985
Bernd Schilanski (dr) bis 1986

Ehemalige Musiker:
• Sebastian "Basti" Baur (voc, g) 1985 bis 1989 / 2000 bis 2002
• Jens Berg (voc, g) 1989 bis 1990
• Erik Sommer (g) 1990 bis 1991
• Mike Zühlke (g) 1990 bis 1991 / 2002 bis 2015
• Jörg Borchert (dr) 1987 bis 1990 / 2000 bis 2001
• Andreas Glück (dr) 1990 bis 1991
• Angela Ullrich (dr) 2000 bis 2002









Die Biographie


Bandgeschichte
Nach dem Verbot der Gruppe MAGDEBURG im Jahre 1981 und dem daraus resultierenden Spielverbot haben sich Hans-Jürgen "Charlie" Ludwig (Gesang, Gitarre) und Bernd Schilanski (Schlagzeug) mit einem Projekt die Zeit vertrieben, welches sich dem Rock'n'Roll à la SHAKIN' STEVENS widmete und aus dem später das ROCK'N'ROLL ORCHESTER wurde.002 20200303 1539528093 Die beiden Magdeburger Musiker beschlossen im Mai 1983 nach dem Hören der "Heavy Metal Hour" auf dem englischen Armee-Sender "BFBS", eine Heavy Metal-Band zu gründen und fanden in Mike Demnitz einen geeigneten Bassisten, mit dem Bernd 1977 auch schon bei REFORM zusammengespielt hatte.

Nachdem die nach den Anfangsbuchstaben der Vornamen der Musiker benannte Band (Mike, Charlie & Bernd) mit ihren ersten eigenen Titeln bei der KGD (Konzert- und Gastspieldirektion) Magdeburg abblitzten, ließ Mike seine Kontakte spielen und vermittelte der gleich mit Profi-Status gestarteten Band den Diskotheker Steffen Wünsche, welcher Anlage und Proberaum zur Verfügung stellte und dann auch als Manager fungierte. Die Band probte jeden Tag und absolvierte im November 1983 ihr ersten Konzerte in ländlicher Gegend, doch diese harte Musik war für die Leute dort noch zu neu und unbekannt. Im Sommer 1984 quartierten sich die Magdeburger auf dem Zinnowitzer Zeltplatz ein und absolvierten mehrere Konzerte an der Ostsee, die den Bekanntheitsgrad von MCB steigerten und in deren Folge es für die Band weitere Angebote für Auftritte in der ganzen Republik gab.

Im Januar 1985 ging das Gerücht um, daß AMIGA-Chef Walter Cikan eine Heavy Metal-LP produzieren wollte, worauf die Leute von der Abteilung des Abendprogrammes für Jugendliche beim Sender "Stimmer der DDR" (aus dem später der Jugendsender "DT 64" hervorging) das MCB-Konzert am 25. Januar im Magdeburger Vorort Schönebeck spontan mitschnitten und später auch mehrfach sendeten. Die Setlist bestand aus den Stücken "Kontaktklub", "Hannes", "So Happy", "I Got Mine (Motörhead Coverversion)", "Durch Eis und Schnee", "Doktor, Doktor", "Ich bin ich", "Die alten Zeiten" und "Hexenjagd". Dieses Airplay machte die Band populär und Ende August wurden weitere Titel für den Rundfunk aufgenommen. Weil die Musiker aber so wie ihr Vorbild MOTÖRHEAD klingen wollten, wurde die Idee geboren, die Songs im wegen Wartungsarbeiten leergepumpten Radebeuler Schwimmbad aufzunehmen. Es sollte dann eine Platte mit fünf Studio-Titeln (davon drei aus dem Schwimmbad) und den Live-Aufnahmen von Schönebeck veröffentlicht werden, aber dies wurde der staatlichen Plattenfirma AMIGA von kulturpolitischer Seite nicht genehmigt.004 20200303 2004433747 Später war dann eine LP zusammen mit der Gruppe FORMEL 1 geplant, aber dies wurde immer wieder verschoben, und nach dem Weggang von Charlie Ludwig waren die Songs aufgrund der neuen musikalischen Ausrichtung auch nicht mehr repräsentativ.

Wie schon angedeutet, zerstritten sich Charlie Ludwig und Mike Demnitz, so dass Charlie MCB im Oktober 1985 verließ und die musikalisch in etwas seichteren Gewässern segelnde Kapelle CHARLIES CREW gründete, mit welcher er auch weit nach der Wende noch erfolgreich Konzerte absolvierte. Die meisten Songs stammten bis dahin aus seiner Feder, wobei er mit Texterin Brigitte Gießner zusammenarbeitete. Mit dem neuen Gitarristen und Sänger Sebastian "Basti" Baur (Foto rechts, vorher bei MONOKEL und KEKS) wurden nur ein paar Songs aus der Feder von Mike Demnitz aus der ersten Bandphase übernommen und neue Lieder geschrieben, die sich mehr dem Speed und Thrash Metal zuneigten. Schon im Juni 1986 wurde erneut ein Konzert vom Rundfunk mitgeschnitten und gesendet, was der Band einen abermaligen Popularitätsschub und ab Dezember 1986 weitere Rundfunk-Produktionen einbrachte.

Im März 1987 verließ Bernd Schilanski die Band und spielte fortan bei SCHESELONG. Mike Demnitz verlegte die Heimat von MCB nach Dresden und in Jörg Borchert wurde dann ein neuer Schlagzeuger gefunden. Wieder einmal war MCB im Gespräch für eine Langspielplatte bei AMIGA, jedoch wurde dann nur eine Split-LP namens "Kleeblatt Nr. 22 - Hard & Heavy" veröffentlicht, auf der jeweils vier Songs von COBRA, PLATTFORM und MCB zu hören waren. So auch "Lied des Galgenbruders an Sophie das Henkersmädel" (den Clip dazu siehe unter "Videos"), einer der beiden Songs mit einem Text des Dichters Christian Morgenstern. 1988 spielten MCB fast das ganze Jahr zusammen mit der Erfurter Band BLITZZ und so ergab es sich im Sommer dieses Jahres,005 20200303 1858803080 dass das Fernsehen der DDR ein Konzert aufnahm, welches zusammen mit der russischen Band KRUIZ auf der "Insel der Jugend" in Berlin stattfand. Desweiteren stellten die Musiker ihr schauspielerisches Talent als Kleindarsteller in der beliebten TV-Serie "Mit Leib und Seele" zur Verfügung.

Nach weiteren vergeblichen Versuchen, eine Langspielplatte bei AMIGA zu veröffentlichen, verließ Sebastian Baur im Mai 1989 die Band. Er gründete anschließend LANZ BULLDOG und wurde durch den Berliner Jens Berg ersetzt, der wegen seines Studiums in Dresden hängenblieb und vorher bei DOCTOR ROCK spielte. Die Musik der Band wurde abermals härter und die Texte fortan nur noch in englischer Sprache verfasst. Dank des politischen Umbruchs Ende 1989 konnte mit "Rage Out" auch wieder ein Titel im Rundfunk produziert werden, der dann auch vordere Plätze in den Wertungssendungen von "DT 64" belegte.

Nach der Wende komplettierten die ehemaligen DANGER-Musiker Erik Sommer (Gitarre), Maik Zühlke (Gitarre) und Andreas Glück (Schlagzeug) die Besetzung um Mike Demnitz und man konnte auch einen Plattenvertrag mit K&P-Records abschließen, der jedoch ohne eine Veröffentlichung auslief. Trotz des im Jahre 1991 erschienenen und vielbeachteten Demos "Bloody Kisses", auf welchem die besten Songs aus den Jahren 1987 bis 1990 (mit englischen Texten versehen) zu hören sind, brachte die Band kein Bein mehr auf den Boden und verschwand in der Versenkung.

006 20200303 1725334406Im Jahre 2000 versuchte man eine MCB-Reunion mit der Besetzung von 1987, wobei Angela Ullrich (früher bei der hartrockenden Dresdener Mädels-Band NA UND) als zweite Trommlerin engagiert wurde. Die erste Tour lief noch ganz erfolgreich, denn neben den verbliebenen Alt-Fans wollten auch die jüngeren Fans von Bastis damaliger Hauptband KNORKATOR die Konzerte sehen. Bei der zweiten Tour im Jahre 2001 ebbte das Interesse jedoch massiv ab. Später rief Mike Demnitz das BASSBOMBER-Projekt ins Leben, unter dessen Banner er auch MCB mit Gitarristen Mike Zühlke und Drummer Basti Pfund mehr schlecht als recht weiter leben ließ. Ob unter dem Namen MCB damals noch weiter musiziert wurde, ist nicht bekannt.

Im Jahre 2019 kam wieder Schwung in die Sache. In der Besetzung Mike Demnitz (Bass, Gesang), Basti Pfund (Schlagzeug) und dem jungen Gitarristen Johannes Gebühr nahm das Unternehmen die Arbeit unter dem Namen MCB wieder auf. Musikalisch ist man sich treu geblieben, inhaltlich geht es in den nunmehr wieder deutschen Texten um Historisches und Abgründiges. Die Erfolg-Songs der früheren Bandgeschichte sind weiterhin im Repertoire, dazu Neukreationen und Neubearbeitungen. Das Bühnen-Comeback feiert MCB am 21. März 2020 mit einem Konzert in Döbeln. Im Pressetext der Band ist zu lesen: MCB wird es wohl bis zum bitteren Ende geben, zumindest solange es Mike Demnitz gibt.

 

Stand: 03/2020
Autoren: Hendrik Rosenberg, Christian Reder
Fotos: AMIGA, Band-Archiv


MCB im Internet:
• Off. Facebook-Auftritt der Band: HIER
• Mike Demnitz' Musikschule: HIER








Die Diskographie


lp01 20200303 1983348213Titel: "Kleeblatt No. 22 (Hard & Heavy)"
Interpret: Diverse
Format: Kopplung (LP)
Label: AMIGA (DDR)
Katalognummer: 8 56 329
Erschienen: 1987
Anmerkung: ein reines MCB-Album sondern eine sogenannte Splitt-LP mit mehreren Bands auf einer Schallplatte. Die Gruppe MCB ist auf dieser Kopplung - neben Liedern der Gruppen PLATTFORM und COBRA - mit ihren Titeln "Eisenmann", "Heavy Mörtel Mischmaschine", "Kommando 308" und "Lied des Galgenbruders an Sophie das Henkersmädel" vertreten. Diese VÖ ist ausschließlich auf Schallplatte erschienen.


nocover 20200303 1037483023itel: "Bloody Kisses"
Interpret: MCB
Format: Album (Kassette)
Label: Eigenvertrieb (D)
Katalognummer: ohne
Erschienen: 1991
Beschreibung: Demo-Tape

Titel:
"Bloody Kisses" (engl. Version von "Gottlieb Trauer"), "Feast Of Luzifer", "Death Will Have Gone Away", "It's Too Late", "The Trap", "The Old Wolf", "Jolly Roger", "Drinker", "Commando 3-0-8", "Sophie, the Bride of Death", "Last Ride"


lp04 20200303 1587116244Titel: "Gelbkreuz"
Interpret: MCB
Format: Album (Download)
Label: Eigenvertrieb (D)
Katalognummer: ohne
Erschienen: 2002
Anmerkung: Dieses Album wurde damals nicht physisch auf CD oder Platte, sondern nur digital als Download angeboten.

Titel:
"El Alamine", "Nacht der Wölfe", "Reise ohne Wiederkehr", "Gelbkreuz des Südens", "Jesaja", "Blues in der Gosse", "(-40 °C) Stalingrad", "Sophie das Henkersmädel (Special Edition 2002)", "Adler fliegen hoch", "Der Alte Wolf"


lp03 20200303 1482606803Titel: "Heavy Mörtel Mischmaschine (1985-1989)"
Interpret: MCB
Format: Doppel-Album (2 CDs)
Label: German Democratic Recordings (D)
Katalognummer: GDR 023
Erschienen: 2019
Anmerkung: Zusammenstellung mit Demos, Live-Aufnahmen und Rundfunkproduktionen aus den Jahren 1985 bis 1989. Ausschließlich auf CD erschienen.

Titel:
CD 1: "Kontaktclub", "Hannes", "So Happy", "I Got Mine", "Durch Eis und Schnee", " Doktor, Doktor", "Bassboogie", "Ich bin ich", "Dampfhammer", "Die alten Zeiten", "Hexenjagd", "Im Kontaktclub"
CD 2: "Heavy Mörtel Mischmaschine", "Lied des Galgenbruders an Sophie das Henkersmädel", "Eisenmann", "Vergiss es", "Kommando 3-0-8", "Der alte Wolf", "Fest des Wüstlings", "Rage Out", "Heavy Mörtel Mischmaschine", "Vergiss es", "Gottlieb Trauer", "Ace Of Spades", "Antiheld", "Henkersmaid", "Doktor, Doktor", "Bass-Solo", "Kommando", "I Got Mine", "Fest des Wüstlings", "Eisenmann"



 
 
 
 





Videoclips:




 
 
 
 
 
 
 
 




Fotos/Autogramme





   
   
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