Chor des Gymnasiums Fridericianum:
"Resonanz - Die Stimmen tanzen" (Album)


chorresonanz 20190516 1037491879VÖ: 22.03.2019; Label: Housemaster Records; Katalognummer: 4020796474621; Musiker: Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Fridericianum aus Rudolstadt (Gesang), Maximilian Wilhelm (Gitarre), Karl Neubeck (Gitarre), Artur Schulz (Bass), Albrecht Noetzel (Bass), Volkmar Haupt (Keyboard, Piano); Bemerkung: CD im aufklappbaren Pappcover. Booklet mit zahlreichen Bildern und Infos, aber ohne Abdruck der Songtexte;

Titel:
Sieben Tage (Eigenkomposition) • Soll sein (Gundermann) • Mother Earth (Lorenz Maierhofer) • Resonanz (Eigenkomposition) • Oceans (Hillsong United) • Strong (London Grammar) • The Sound Of Silence (Simon & Garfunkel) • Zweifach sind die Phantasien (Club der toten Dichter) • Caprize (Ganes) • Fragile (Sting) • Scheißspiel (Gundermann) • Atmosphere (Eigenkomposition) • White Winter Hymnal (Pentatonix) • Wann (Rio Reiser) • True Colors (Cyndi Lauper)


Rezension:
Wenn etwas gut ist, dann darf es davon ruhig auch mal eine Fortsetzung geben. Und wenn sich etwas sicht- und hörbar weiterentwickelt, ebenso. Im Jahre 2016 hat der Chor des Gymnasiums Fridericianum aus Rudolstadt mit "Optimistisch" ein erstes Album veröffentlicht. In der Zeit seit der Veröffentlichung dieses Debuts hat der Chor weiter an sich und seinem Vortrag gearbeitet. Es entstanden zudem neue Lieder, komponiert und betextet von Jan Richter und Volkmar Haupt, die zusammen mit neuen Interpretationen von ausgewählten Kompositionen anderer Künstler im März dieses Jahres auf dem zweiten Werk unter dem Titel "Resonanz - Die Stimmen tanzen" erschienen sind.

Zu den eigenen Stücken gehören das dem Album seinen Namen gebende "Resonanz", der Album-Opener "Sieben Tage" sowie das Stück "Atmosphere". Neben diesen drei eigenen Liedern bringt der Chor bekannte Stücke anderer Komponisten in einer eigenen Version zu Gehör, z.B. den Klassiker "Sound of Silence" von Simon & Garfunkel, "True Colors" von Cyndi Lauper und "Fragile" von Sting, aber auch so schöne Insider-Sachen wie "Caprize" der Südtiroler Damen-Formation Ganes. Man hätte dieses in der ladinischen Sprache vorgetragene Liebeslied auf so einer CD gar nicht erwartet. Besonders erfreulich ist aber auch, dass man sich zusätzlich zu den international bekannten Songs außerdem dem Liedgut "einheimischer" Liedermacher zugewandt hat. So findet man auf der CD auch Songs von Gerhard Gundermann ("Soll sein", "Scheißspiel") und Rio Reiser ("Wann"). Sogar die Wilhelm Busch-Bearbeitung "Zweifach sind die Phantasien" vom Club der toten Dichter kann man hier in einer wunderbaren Chor-Version finden. Die Auswahl der neu interpretierten Stücke ist an vielen Stellen überraschend, besteht der Chor ja immerhin aus jungen Schülerinnen und Schülern, die sicher ganz andere Musik hören als die, denen sie hier mit ihren Stimmen neues Leben einhauchen. Was auf den ersten Blick wie ein wilder Ritt durch die verschiedenen Stile aussieht, klingt aber schon beim ersten Hören der CD wunderbar harmonisch und so, als kämen all die Lieder aus einer Quelle. Der Chor nimmt sich der Lieder an und macht sie sich zu eigen. Alte "Gassenhauer" erstrahlen in neuem Glanz und so manch ein Stück entfaltet durch den Chor erst so richtig seine im Original vielleicht nicht sofort erkennbare Schönheit.

Wenn was gut ist, dann darf es davon auch mal eine Fortsetzung geben. Ich schrieb es gleich im ersten Satz dieser Rezension. Das hier ist gut, und davon darf es ruhig noch mehr Fortsetzungen geben. Tolle Arbeit, Jungs und Mädels!
(Christian Reder)





Videoclips:










   
   
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