Trobador Sorje: "Second Joke First" (Album)

sorje2021 20210415 2064543493VÖ: 29.03.2021; Label: Eigenvertrieb; Katalognummer: ohne; Musiker: Christian "Sorje" Sorge (Gesang, Gitarre); Produzent: Detlef Koch (Meffis Kochstudio); Bemerkung: CD-R im Jewel-Case (Plastikhülle), mit Booklet und Abdruck der Songtexte;

Titel:
Second Joke First • Good Day Moonshine • Nonsense of Life • Lucky Man Blues • Weirdo Hop • Some more • Out on a Limb again • Public Enemy Nr. 2 • The Undivine Comedy • Sheer Delight • Wonderstorm • Sucker Born • Damnation Guarantee


Rezension:
Mal veröffentlicht er Platten unter dem Namen "Freiherr von Sorje", dann wieder unter "Commander Sorje". Für sein neuestes Werk hat sich der aus Halle stammende Sänger Christian "Sorje" Sorge den Namen "Trobador Sorje" ausgesucht. In früheren Zeiten war dies ein Spielemann, ein Musikus am Königshaus.

Dies passt meiner Meinung nach auch sehr gut zu Sorje, denn er braucht zum Musizieren eigentlich nicht viel mehr als seine Gitarre und seine Stimme. Besondere Aufmerksamkeit verdient bei der neuen Scheibe "Second Joke First" allerdings auch das Booklet. Zusammen mit dem Fotograf Hanno Busch von "freelinefoto" sind ausdrucksstarke und gleichzeitig verrückte Fotos entstanden. Sie stellen Sorje wunderbar dar. Ein Foto hat mir besonders gefallen. Auf dem ist Sorje sehr blass geschminkt und hat eine Maske in der Hand. Dieses hat etwas Verletzliches. Auf dem Foto in der Mitte des Booklets hebt er beide Mittelfinger nach oben. Zu lesen ist auch ein sehr prägnantes Wort: Mittelfingerpoesie. Ich denke damit ist gemeint, dass Sorje sich leistet, die Musik mit den Texten zu machen, wie er sie für gut empfindet. Zudem muss genau das, eben was er empfindet, ungeschminkt und deutlich raus. Auch die Texte sind keine schön geschminkte Poesie. Sie sind eher direkt und geradeaus. Bei einigen der Songs geht es um jemanden, der verrückt ist, manchmal nervt, manchmal in der Ecke steht, manchmal glücklich ist. Auch hier lassen sich einige Parallelen zu dem Musikus finden. Wie auch schon der Platte "Be nice Mummy" ist die Gitarre das einzige Instrument. Schon hier gab es einige Ohrwürmer. Dies wurde meiner Ansicht nach auf "Second Joke First" nochmals gesteigert. Besonders angetan haben es mir hier "Good Day Moonshine" und "Nonsense of Life". Sehr kurzweilig macht die Platte ebenfalls die unterschiedlichen Längen der Songs.

Die Platte lässt sich schlecht in eine Schublade kategorisieren und ist unangepasst. So wie Sorje eben selbst. Auf jeden Fall bekommt sie meine Kaufempfehlung.
(Antje Nebel)





   
   
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