Sven van Thom: "Liebe und Depression" (Album)

vanthom21 20210610 1042164733VÖ: 05.02.2021; Label: Loob; Katalognummer: 4042564211375; Musiker: Sven van Thom (Gitarre, Bass, Bass VI, Schlagzeug, Percussion, Programmierung, Omnichord, Keyboards, Mellotron, KORG Monotron, Blues Harp, Harmonium, Blockflöte, Fiels Recordings, Gesänge, Aufnahme & Abmischung), Anne Müller (Cello, Violine & deren Aufnahme für "Verlieb Dich bloß nicht in mich"), Larissa Pesch (zusätzlicher Gesang für "Dass es knallt"), Kai-Olaf Stehrenberg (Gesprochene Worte bei "OK"); Texte und Kompositionen: Sven van Thom (außer "Ich bin nicht die, die weint" - Text: Ina Simone Mautz, "OK" - Text: Kai-Olaf Stehrenberg, "Dass es knallt" - Text Sven van Thom & Lariss Pesch; Bemerkung: CD im aufklappbaren Digipak inkl. Booklet mit Abdruck der Songtexte;

Titel:
Verlieb Dich bloß nicht in mich • Dass es knallt • Darüber kann ich nicht lachen • Heut werde ich Dich wiedersehen • Die ganze Zeit • Selten • Ich bin nicht die, die weint • Danke, Cut • Wie erwartet • OK • Gute Nacht • Sie ist immer noch hier


Rezension:
Über fünf Jahre hat es gedauert, bis das Nachfolgealbum von "So geht gute Laune" des Musikers, Musikproduzenten und Komödianten Sven van Thom in den Regalen liegt. Es heißt "Liebe und Depression".

Um gute Laune und Komik geht es aber auf diesem Album nicht, es berührt in seinen Texten sowohl Liebe als auch Depression und zeigt auf, wie dicht diese beiden Themen beieinander liegen.

Sven van Thom wurde 1977 als Sven Radtke im brandenburgischen Bernau geboren. Er lebt heute zum Teil in Berlin und ansonsten in Hessen. Bisher trat er bei Radioeins (RBB) in verschiedenen Formaten in Erscheinung und hat neben sinen Album auch eine Kinder-CD produziert. Ihm zur Seite steht als Duett-Partnerin bei einigen Songs auch die Sängerin Larissa Pesch.

Nun einige Ausführungen zum Album "Liebe und Depression". Auf besagter CD befinden sich 12 Titel, deren Gesamtlänge ist auf dem Cover nicht angegeben. Der Opener heißt "Verlieb Dich bloß nicht in mich". Mit dem Zupfen einer Akustikgitarre fängt alles an, irgendwann setzten die Geige und dann die Mundharmonika ein. Van Thoms Stimme klingt etwas sarkastisch und schnoddrig, und passt zur Aussage des Textes. Im Prinzip wird gesagt, dass es nur Probleme gibt, wenn man sich in ihn verliebt, es bringt nichts.
Beim nächsten Titel, "Dass es knallt", ist seine Stimme Dank Studiotechnik gedoppelt und mehrere elektronische Instrumente kommen zum Einsatz
Im Song "Darüber kann ich nicht lachen" geht es um geistigen Schwachsinn und dumme Kommentare. Am Ende lautet die Aussage, "Ihr seid laut und ihr seid viele, doch die Mehrheit seid ihr nicht".
Um das Thema Liebe geht es wieder im Text des Liedes "Ich bin nicht die, die weint". Anschließend folgen Texte, in denen es um Depressionen geht. Bei "Danke, gut" heißt es: "Schön dass Du nachfragst, danke mir geht's gut", und "OK" ist ein gesprochener Text mit Instrumentalmusik unterlegt. Mit schonungsloser Offenheit erzählt der Sprecher Kai-Olaf Stehrenberg, wie sich eine Depression "anfühlt", man möchte morgens nicht aufstehen, ist lustlos und er gibt - zumindest im Text - zu, dass er Depressionen hat und dass er Medikamente dagegen nimmt. In Gänze sagen uns die Texte über, dass man über Depressionen reden muss. Man muss sich anvertrauen, Hilfe in Anspruch nehmen und man kann etwas gegen Depressionen tun. So habe ich die Texte dieses Albums jedenfalls verstanden

"Liebe und Depression" ist eine Scheibe zum Zuhören. Tanzen kann und sollte man hier wohl eher nicht. Die CD gibt es in einem Digipack mit Booklet. Die Songtexte sind handschriftlich auf verschiedene Materialien geschrieben, so auf zerknülltem Papier, einer Landkarte, einer Kalenderseite, zwei Deutsche-Bahn-Tickets, einer Kaffee- Filtertüte, einem Luftpost-Brief und anderen Unterlagen. Es soll dem Hörer wohl vermitteln, dass die Inhalte von Sven van Thoms Liedern an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Begebenheiten entstanden sind. Spontan und "auf der Reise". Teilweise sind die Texte dort schwer zu lesen, was die meine Vermutung nochmals unterstreicht.
(Reinhard Baer)





Seh- und Hör-Bar:









   
   
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