aldeenbleib 20160713 1023411921 Titel:
Interpret:
Label:
VÖ:

Inhalt:
"Bleib unterwegs"
Laith Al-Deen
RCA/SONY
15. Juli 2016

1. Alles hat seine Zeit
2. Nichts was es nicht gibt
3. Geheimnis
4. Im Vorbeigehen
5. Elektrisch
6. Feuer
7. Bleib unterwegs
8. Du fehlst
9. 5 Sekunden
10. Alles auf Anfang
11. Heimathafen


Anmerkung: Auch als Premium Edition im aufklappbaren
Digipak mit den Bonustracks "Alles dreht sich", "Ein Zeichen"
(mit Alex Diehl), "Geheimnis (Pink Session)" und "Du fehlst
(Pink Session)" + Bonus DVD (Dokumentation zum Album) erschienen.





Es ist keine zwei Jahre her, da trumpfte LAITH AL-DEEN mit dem grandiosen Album "Was wenn alles gut geht" auf, ging damit auf Tour und füllte dabei die Hallen. Jetzt, im Sommer 2016, hat er schon die nächste Langrille am Start. Wer stehen bleibt, wird irgendwann überholt. So könnte sein Motto lauten. Und so ähnlich klingt dann auch der Titel seines neuen Albums: "Bleib unterwegs". Aber keine Angst, liebe Fans ... auch auf dem neuen Album ist LAITH AL-DEEN zu hören, wie man ihn kennt und mag. Das Unterwegs-bleiben ist vermutlich eher auf den Fluss der Kreativität gemünzt. Nicht auf den verdienten Lorbeeren ausruhen, sondern weiter im Text. Raus mit den Ideen und den Gedanken - verpackt in Musik und Texten. Bleib aktiv, bleib kreativ, bleib am Ball ...

Udo Rinklin (u.a. Philipp Poisel) ist der neue Produzent, dessen Handschrift u.a. an den in LAITH AL-DEENs Musik zurückkehrenden elektronischen Elementen abzulesen ist. Die Lieder klingen insgesamt etwas tiefer und wärmer, und an mancher Stelle wird vom Tempo her auch etwas auf die Bremse getreten. Die Studioband ist dazu so umfangreich bestückt, dass die Verspieltheit bei den Arrangements schon allein beim Lesen des Booklets durchschimmert.
Und diese Vermutung wird umgehend zur Tatsache verwandelt, wenn man die Scheibe startet. Das Album wird mit einem Song namens "Alles hat seine Zeit" eröffnet, das anfänglich ohne Drums und laute Töne auskommt, und erst im zweiten Teil so richtig Fahrt aufnimmt. Schwebend steht die Musik im Raum, eine entspannt klingende E-Gitarre und Streicher bilden den Teppich für diese unvergleichliche Stimme, mit der LAITH AL-DEEN gesegnet ist. Die eben angesprochenen und von Udo Rinklin zurück in den Vordergrund gerückten elektronischen Elemente sind hier erstmals deutlich zu hören, ebenso wie die Verspieltheit der Macher dieser Platte beim Arrangieren.
Streicher sind dagegen das Hauptmerkmal des folgenden "Nichts was es nicht gibt", für das sich der Sänger mit seiner Kollegin CÄTHE Verstärkung ins Studio geholt hat. Das Duett der beiden klingt dann auch eher untypisch für eine LAITH AL-DEEN-Nummer, denn die klassischen Elemente und die Umsetzung dieses Songs sind für mich eher überraschend und unerwartet. Ich hätte den Song eher auf ein CÄTHE-Album als auf eines von LAITH Al-DEEN verortet. Umso positiver ist dann das Erlebnis, wenn man beim Hören des Albums auf das Stück stößt, und es untermauert die eben schon erwähnte Verspieltheit beim Arrangieren.
Als erste Single aus dem Album hat der Künstler den Song "Geheimnis" veröffentlicht. Regelrecht bombastisch wirkt das Arrangement, eine messerscharf gespielte E-Gitarre im Mittelteil leitet das Instrumenten-Feuerwerk ein, das im zweiten Teil der Nummer abgefackelt wird. Ein vor Kraft nur so strotzendes Brett, das unheimlich viel Spaß macht.
Gegenteiliger, aber trotzdem wie in ein und demselben Topf angerührt, kommt die Ballade "Alles auf Anfang" daher, die mit ihren wunderbaren Synthiesounds und elektronischen Beats eine getragene Stimmung erzeugt und den Hörer dezent aus der realen Welt in eine entspannte Welt der Träume führt.
Eine weitere Ballade ist "Im Vorbeigehen". Nicht ganz so ruhig und mehr im Easy-Listening-Bereich angesiedelt, bildet das Stück ein weiteres Highlight auf der Platte.
Mit "Feuer" befindet sich sogar eine echte Hymne auf dem Album, die über LAITH AL-DEENS Einsatz seiner Stimme erst so richtig zum Tragen kommt und den Inhalt des Titels, den innigen Wunsch nach Veränderungen, mit großer Klasse in Szene setzt.
Aufbruch-Stimmung und Kraft für einen Neustart vermittelt der Song "5 Sekunden". Nicht nur inhaltlich, sondern auch durch den Einsatz von Streichern, dem hymnischen Refrain und ein weiteres Mal durch die Art und Weise, wie der Sänger mit seiner Stimme ein Lied erst so richtig zum Leben erwecken kann.
Ruhig arrangiert und mit viel Gefühl berührt einen auch das Titellied des Albums "Bleib unterwegs", das genauso ruhig ausklingt wie es anfängt. Was aber im Teil dazwischen abgeht und welche Reaktionen es beim Hörer auslöst, muss man einfach selbst erlebt haben.
Gleiches gilt für "Du fehlst", das einen nicht in Ruhe still sitzen lassen will. Die Nummer hat einen treibenden Beat, einen herrlich wummernden Bass und vieles mehr, das es schnell zum Lieblingssong dieses Albums heranreifen lässt.

Und damit sind wir schon beim Fazit: Einen Lieblingssong auf "Bleib unterwegs" auszumachen fällt schwer. Das Album hat keinen einzigen Lückenfüller und besteht aus insgesamt 11 Highlights, denn soviele Songs sind auch drauf. So deutlich hier auch ein roter Faden zu erkennen ist, so verschieden und vielschichtig sind die Lieder auf "Bleib unterwegs". Stillstand gibt es bei LAITH AL-DEEN nicht. Weder was die Ideen angeht, noch was die Zeit betrifft, in der der Musiker Neues von sich hören lässt. Auch das neue Album ist ein guter Beweis dafür, dass sich hier noch nichts abgenutzt hat. Es ist immer wieder ein Genuss, ein neues Album dieses Künstlers in die Hände zu bekommen, weil man einfach nicht enttäuscht wird. Schön, dass es noch Konstanten gibt, auf die man sich verlassen kann. Meine Empfehlung!
(Christian Reder)






Videoclip:




   
   
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