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Ein Bericht von Thorsten Murr mit Fotos von Dana Barthel



a 20210430 1591414580Vor einigen Tagen hatten die Berliner Symphoniker, eines der großen Orchester der Hauptstadt, zu ihrer Jahrespressekonferenz geladen. Pandemiegerecht fand die Veranstaltung, die mit einem live gespielten Stück von Ennio Morricone eröffnet wurde, im Rahmen einer Videoübertragung mit Chat statt, was man ja leider inzwischen als gewöhnlich betrachten muss. Ungewöhnlich hingegen war der eigentliche Ort, an dem sich das Orchester und seine Leitung zusammengefunden hatten: das Flusspferdhaus des Berliner Zoos. So sah man während der Übertragung die Akteure vor einem Hintergrund, in dem immer mal wieder eines der Tiere hinter den dicken Glasscheiben des Wasserbassins vorbeitauchte.

Live-Stream-Konzert am 9. Mai, Spenden willkommen
Grund für diese besondere Bühne ist die aktuelle Produktion der Berliner Symphoniker mit dem Titel "OverTiere", ein Benefiz-Streamingkonzert im und für den Berliner Zoo, das am Sonntag, dem 9. Mai ab 16 Uhr übertragen wird. Aufgeführt werden Werke unter anderem von Schubert, Haydn, Beethoven, Sibelius, Rimski, Debussy und Saint-Saëns, die allesamt einen "animalischen" Bezug in ihrem Titel haben. Es geht um Bären, Hennen, Schwäne, Hummeln und andere Tiere. Das Publikum kann statt Eintrittskarten zu kaufen, Spenden schicken, um damit entweder das Education-Programm der Berliner Symphoniker zu unterstützen oder den Bau des Menschenaffenhauses im Berliner Zoo. Infos zur Veranstaltung und der Link zum Stream finden sich auf der Website des Orchesters.

Neuer Dirigent
Begrüßt und vorgestellt wurde auch der neue Chefdirigent, Hansjörg Schellenberger, der sich in seiner langjährigen und vielseitigen internationalen Tätigkeit auf vielen musikalischen Gebieten einen wohlklingenden Namen gemacht hat, unter anderem als Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker, als Ensemblegründer und Dirigent mit großer Orchestererfahrung sowie als engagierter Pädagoge. Befragt nach seinen Zukunftsvisionen für die Berliner Symphoniker betonte Schellenberger, dass seine stärkste Motivation und sein wichtigstes Anliegen stets die Freude am Musizieren sei. Das Orchester biete dafür eine solide Basis und viele Möglichkeiten.

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"Sie fehlen uns!"
Davon, dass die Freude an der Musik und am Musizieren den Spirit der Berliner Symphoniker wesentlich ausmachen, zeugen auch die vielfältigen Versuche, in der bleiernen Zeit der pandemiebedingten Einschränkungen des Kulturbetriebes alternative Formen des musikalischen Wirkens zu erkunden und zu erproben. In Vorbereitung seien zum Beispiel Produktionen von Virtual-Reality-Konzerten, die dann in Seniorenheimen und ähnlichen Einrichtungen aufgeführt werden können. Mit Leidenschaft beschrieb allerdings die Bratschistin Christine Buchenau, wie schwierig es sei, ohne Live-Publikum zu spielen. "Sie fehlen uns!", sagte sie an das virtuelle Publikum der Pressekonferenz gewandt. Es ginge um die Atmosphäre des Zusammenseins und des gemeinsamen Genusses, um die Spannung im Raum und um die unmittelbare Wirkung der Kunst, um Gespräche am Rande von Konzerten, aber auch um die Geräusche, das Knistern und Hüsteln in den Pausen zwischen den Stücken.

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Großes Highlight am 1. August in der Berliner Wuhlheide
Ein Besuch der Website der Berliner Symphoniker verspricht auf den ersten Blick eine durchgeplante Abfolge von bundesweiten und internationalen Konzertterminen und Festivalteilnahmen - wären da nicht, wie überall, die ernüchternden Vermerke, dass etliche Live-Veranstaltungen, zum Teil sogar Ersatztermine für das vergangene Jahr, zunächst bis zum Frühsommer, bereits abgesagt oder erneut verschoben werden mussten. Nach dem großen Erfolg des Beethoven-Konzertes, das im Spätsommer 2020 vom Konzertsaal auf die Open-Air-Bühne verlegt worden war, präsentieren die Berliner Philharmoniker auch in diesem Jahr, am 1. August 2021, in der Parkbühne Wuhlheide ein großes Freiluftevent. Unter Leitung des neuen Dirigenten steht dieses Mal, wie zu Beginn der Pressekonferenz bereits gehört, die Filmmusik von Ennio Morricone im Programm. Mit dabei werden sein die Sängerin Isabell Münsch und der Beatboxer Mando, der die gespielte Musik mit typischen Szenengeräuschen aus der Filmhandlung begleiten wird. Eine kleine Kostprobe seiner Kunst gab Mando gleich während der Pressekonferenz - sehr überzeugend - zum Besten. Man darf gespannt sein - und voller Hoffnung, dass sich möglichst viele der für das Jahr 2021 geplanten Auftritte doch noch realisieren lassen.



Bitte beachtet auch:
• Homepage der Berliner Symphoniker: www.berliner-symphoniker.de
• Homepage des Berliner Zoos: www.zoo-berlin.de
• Homepage der Agentur multiart: www.multiart-agentur.de




   
   
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