© Deutsche Mugge (2007 - 2026)
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Ein Vorbericht von Ronald Toplak



Es gibt Konzerttermine, die stehen im Kalender. Und es gibt welche, die haben Geschichte im Gepäck. Der 2. Oktober gehört zur zweiten Sorte. In der Ambrosius Pinte in Brandenburg an der Havel wird in den Tag der Deutschen Einheit hineingespielt. Robert Gläser dreht die Verstärker auf. Mit seinem Powertrio.

Das ist keine musikalische Geschichtsstunde. Eher das Gegenteil. Energiegeladener Rock für einen Abend, an dem Ost und West nicht erklärt werden müssen. Sie stehen auf der Bühne. In den Songs. In einem Musiker, dessen Geschichte beide Seiten der deutschen Rocklandschaft kennt. Gläser spielt Stücke seiner Soloalben, darunter „Jetzt erst recht“, dazu Klassiker aus seiner Zeit mit SIX. Wer ihn etwa bei einem seiner Open Airs erlebt hat, weiß: Der Mann kommt nicht auf die Bühne, um Zimmerlautstärke zu simulieren.

Robert Gläser ist Sohn von „Cäsar“ Peter Gläser, einem prägenden Musiker im ostdeutschen Rockgedächtnis und Mitglied der legendären RENFT-Familie, die selbst immer ein Zusammenspiel verschiedener Musiker, Stimmen und Charaktere war. Ihre Lieder haben die DDR überlebt, ihre Legende sowieso. Robert trägt dieses Erbe weiter, besonders mit Cäsars Apfeltraum, seinem Herzensprojekt. Gemeinsam mit Musikern wie dem ehemaligen Knorkator-Drummer Christian Gerlach bringt er die Songs seines Vaters auf die Bühnen. Nicht hinter Glas. Nicht als Museum. Nein! Lebendig.
 
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Das passt zu Robert. Er schaut zurück, ohne dort stehen zu bleiben. RENFT verabschiedet sich 2026 nach fast sieben Jahrzehnten endgültig von der Bühne. Im November steht in Magdeburg das letzte große Konzert an. Am 2. Oktober (Einlass: 19:00 Uhr) geht es erst einmal nach vorn. Powertrio. Rock. Drei Musiker, Strom in den Kabeln. Und ein Datum, das besser kaum passen könnte.

Hingehen. Mitfeiern. Gänsehaut inklusive.

Ost trifft West. Rückblick, Ausblick, Zukunft.


Drei Worte, die verbinden. Robert zählt den Takt. Dreht die Verstärker auf. Und Geschichte ist Gegenwart. Also: Lasst uns den Feiertag nicht nur begehen, sondern hören. Am besten laut. Ja, manchmal lässt sich die deutsche Einheit erstaunlich einfach erklären.



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