© Deutsche Mugge (2007 - 2025)
Manuel Schmid
& Marek Arnold
 
Castrop-Rauxel | Wichernhaus | 15. November 2025


Großartige Unterhaltung und
Schluss nach 14 Jahren
 
Ein Konzertbericht von Katja Jahn mit Fotos von
Katja Jahn (Illustration) und Anna Liie (Fotostrecke)



Am 15. November ging es nach Castrop-Rauxel. Ein Konzert von Künstlern aus den neuen Bundesländern im "Westen" kommt ja nicht so häufig vor. Und da wir eine liebe Einladung erhalten hatten, machten wir uns auf den Weg ins Ruhrgebiet. Im Hotel angekommen, wurden wir nett empfangen. Leider lief nicht alles so, wie es ursprünglich geplant war, aber trotz einiger Hindernisse waren wir dann schon zum Soundcheck in der Location. Ort des Geschehens war das Wichernhaus der Ev. Paulus Kirchengemeinde Castrop, in direkter Nachbarschaft zur Lutherkirche und vis-à-vis zum Marktplatz. Ursprünglich sollte das Konzert in der Castroper Petri-Kirche stattfinden, aber der neue Eigentümer der entwidmeten Kirche hat von der Stadtverwaltung so hohe Auflagen bekommen, dass Veranstaltungen dieser Art in seinem Haus so nicht möglich sind. Dank des engagierten Pfarrers der Paulus Kirchengemeinde, Arno Wittekind, konnte das Konzert von Manuel Schmid und Marek Arnold dann doch stattfinden - und zwar in dem eben beschriebenen Gemeindehaus. Das Wichernhaus ist wie gemacht für so etwas: ein toller Saal, ein toller Vorraum, eine tolle Bühne mit ausgezeichneter Technik und ein wirklich gemütliches Ambiente. Hier gab es keinen Grund zum Klagen.


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Das Wichernhaus in Castrop-Rauxel



Die zwei Künstler, die Christian von Deutsche Mugge hierher eingeladen hatte, sind mir natürlich bekannt. Aber ein Konzert in dieser Konstellation habe ich noch nie live erlebt. Also war es für uns eine Premiere. Die Leute vor Ort waren schon mal sehr nett, was es ja immer von Anfang an leichter macht. Das Konzert wurde auch vom Lokalsender CAS-TV aufgezeichnet und soll wohl bald als Konzertfilm erscheinen. Schon beim Soundcheck waren Manuel und Marek sehr gut drauf. Es hat viel Spaß gemacht. Und sie sind tatsächlich von Anfang an bei ihren Fans, selbst beim Einlass. Wir waren positiv überrascht. Leider ist diese tolle Musik im Westen noch nicht wirklich angekommen, was sehr schade ist. Aber auch mit weniger Publikum kann man einen tollen Abend haben.

Der Abend begann mit einem Vorprogramm, das von der erst vierzehnjährigen Sängerin Svea und ihrem Gitarristen Philipp Trottenberg gestaltet wurde. Obwohl das junge Mädchen mit einer hartnäckigen Erkältung und heftigem Lampenfieber (es war ihr erster Auftritt vor einem größeren Publikum) zu kämpfen hatte, schüttelte sie beides recht schnell aus den Kleidern und machte ihre Sache ausgezeichnet. Sie verfügt über eine tolle, unter die Haut gehende Stimme und eine engelsgleiche Ausstrahlung. Das alles, und die Auswahl ihrer Lieder sorgten für das positive Gesamtbild dieser zierlichen und äußerst sympathischen Person. Sie präsentierte an diesem Samstagabend noch ein paar Cover-Versionen bekannter deutscher und internationaler Hits (u. a. "Someone like you" von Adele und "Wie schön du bist" von Sarah Connor), aber wohl schon bald soll sie eigene Lieder singen, zu denen Christian die Texte geschrieben hat. Man darf gespannt sein.


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Svea und Phillip



Direkt im Anschluss folgte der Auftritt von Manuel Schmid und Marek Arnold. Bei der Songauswahl für den Abend fiel die Entscheidung u. a. auf die Titel "10 Milliarden Sterne", "Fremder Strand", "Tagtraum" und, "Ziel des Augenblicks" - allesamt Stücke aus den Alben "Ziele" und "Zeiten". Aber auch "Seelenlieder" oder "Paradies" gab es zu hören. Und sogar ein eigens für Castrop-Rauxel komponiertes Instrumentalstück brachten uns die beiden als Premiere zu Gehör. Ob sie dieses großartige Geschenk jeder Stadt machen, in der sie spielen??? Alle Stücke wurden jedenfalls nur mit Keyboard und Saxophon arrangiert und von Manuel gesungen. Das war eine schöne Mischung. Mehr als das braucht es eigentlich auch gar nicht. Wenn man so exzellente Musiker wie die beiden hat, die einen auf diese Art und Weise unterhalten, bedarf es gar nicht vieler Fisimatenten auf der Bühne, um ein Publikum zu begeistern. Manuels Gesang und Mareks Spiel auf dem Saxophon zogen das Publikum in ihren Bann und holten es schon mit dem ersten gespielten Lied ab. Und auch das Publikum wurde direkt mit eingebunden. So stand plötzlich ein Konzertbesucher auf der Bühne und wurde zum Mitsingen bewegt. Im Verlauf des Abends haben sie uns noch verraten, dass es in Zukunft auch weitergehen wird, dass das dritte Album darum wohl auch "Zukunft" heißen wird und schon in Arbeit ist. Der Titel passt ja gut: Alle drei Scheiben fangen mit "Z" an. Wir freuen uns und sind gespannt darauf.

Trotz einiger unvorhersehbarer Umstände war es ein toller Tag. Christian hatte den ganzen Abend wunderbar geplant und vorbereitet: Es war für Catering gesorgt, es war für die Technik gesorgt, auch - wie gesagt - für ein Vorprogramm. Und das war alles so angerichtet, dass sich hier jeder wohlfühlen konnte. Dummerweise konnte er selbst an dem Abend nicht teilnehmen, da er mit Fieber zu Hause das Bett hüten musste. Vertreten wurde er letztlich von seiner Frau. Darum auch einen lieben Dank an Nicola Reder für die Ansprache und die Orga drumherum. Ebenso ein Dank an die Männer und die Frau von CAS-TV und all die Leute dort von der Location. Hier wären noch Andreas und Eddy vom Ton zu nennen, die eine ausgezeichnete Arbeit machten. Und zuletzt natürlich ein Dank an die Künstler Manuel Schmid und Marek Arnold, die wirklich sehr herzliche und talentierte Menschen sind. Kauft ihre Alben und besucht die Konzerte, damit es so schöne Musik noch weiter geben kann! Livekonzerte und eine CD in der Hand zu halten ist doch mit Streaming-Diensten nicht zu vergleichen.


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Wie an diesem Wochenende aber leider auch bekannt wurde, ist mit den Konzerten, organisiert von Christian in seiner Heimatstadt, nun Schluss. Der Auftritt von Marek und Manuel war definitiv der letzte aus der Reihe "Deutsche Mugge live". Seit 14 Jahren macht er dies nun, hatte u.a. André Herzberg, IC Falkenberg, Dirk Zöllner, Alexander Blume, Katrin Lindner, Katharina Franck, Spliff oder Hans die Geige hier auf den Bühnen und ist nach dieser langen Zeit wohl ob all der Widrigkeiten, die ihm dabei begegnet sind, müde geworden. Die Besucher, die am Samstag im Wichernhaus waren, waren durch die Bank begeistert, der Spendenzylinder war voll, und man sah nur glückliche Gesichter. Diese Leute werden das Angebot sicherlich vermissen.






Fotostrecke:
 




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