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BONO zur runden 50 - 32 Years Messages from Dublin, Irland
Der Wahrheitsgehalt beider Aussagen ist unstrittig, und man kann ihnen kaum etwas wirklich Abschwächendes entgegen stellen. Außer vielleicht, dass U2 einst als wirklich innovative Band aus den grünen Tiefen Irlands starteten und die Welt mit überaus zeitgemäßer Musik und glühenden Botschaften überraschten. BONO, der brillentragende Frontmann, hatte nicht unwesentlich dazu beigetragen und vielleicht hätten John Lennon und Yoko Ono ihre helle Freude an dem, wie sich BONO in den vergangenen Jahren durch die politische Scheinwelt schlingernd Aufmerksamkeit für sich und seine Botschaften holte. Seit U2 im Jahre 1978 von Dublin aus die damalige Rockwelt elektrisierten, sind über 30 Jahre vergangenen. Die ersten Alben "Boy", "October" und "War" waren nicht nur musikalisch frisch und unkompliziert, sondern auch voller politischer Botschaften. Kein Wunder, wenn man aus Irlands Metropole Dublin kommt. So gesehen ist es nur logisch, dass BONO als Texter und Sänger immer wieder auch seine Befindlichkeiten formulierte und daraus, wie am Beispiel "Sunday, Bloody Sunday" zu sehen, Welthits machte. Mit ihrem vierten Studioalbum "The Unforgettable Fire", nach einer Bilderserie über die Bomben von Hiroshima und Nagasaki benannt, lieferten BONO & Co. ihr Meisterstück ab und die Auskopplung "Pride (In The Name Of Love)" wurde zur Hymne.
Von diesen Momenten an begann wohl auch die "politische Karriere" von BONO, die ein gewisses Drängen in ein anderes Licht der Öffentlichkeit offenbarte, das in zunehmenden Maße immer skurriler erschien. Da kann man Eric Clapton nur zustimmen. BONO traf so unterschiedliche Leute wie Nelson Mandela, Al Gore, den Papst, George W. Bush und er schüttelte auch uns' Angela die Hand. Alles Menschen, die eines gemeinsam haben - mit ihnen kann man nicht Musik machen! Bleibt also die Frage: So what - was soll's? Wenn am heutigen 10. Mai eine "gute Stimme" (bona vox), so sein jugendlicher Spitzname, benannt nach einem Laden für Hörgeräte in Dublin, seinen 50. Geburtstag begeht, sehen ihn inzwischen viele zunächst als den Mann, der sich politisch präsentiert und einmischt, aber damit auch auf einem Podium steht, das nur Formalien und kaum noch Inhalte bewegen kann oder will. Dieser Kritik wird sich BONO, im Gegensatz zu John Lennon, stellen müssen, irgendwann, und je eher, desto hilfreicher.
Die Zeiten der Gigantomanie starben schon in den 70ern. Die gigantischen Bühnenkulissen stehen zu weit weg von den Menschen, die vor ihnen wie Zwerge wirken und die Distanz zum Künstler nicht mehr überbrücken können. Inzwischen sind wieder Inhalte, Botschaften, Kreativität und Nähe gefragt und mit 50 sollten Rocker sich noch nicht auf das Wandeln über politische Laufstege versteifen. Ich warte wieder auf eine echte Provokation und einen ehrlich lauten Aufschrei! In diesem Sinne: Happy Birthday, Paul David Hewson, und schrei' endlich wieder zornige Botschaften "in the name of love" and rock'n'roll, BONO! Surftipp: - U2's off. Homepage: HIER - Großes deutsches Fan-Portal: HIER ![]() Bono und die Politik. Hier mit Bundespräsident Horst Köhler ![]() Ein Hörgeräte-Laden in Dublin verschaffte Bono seinen "Künstlernamen" |