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Ein Beitrag von Franky und Kalle vom Fanclub
"Die Wunderkinder". Foto: Simon Stöckl



Schon frühzeitig hatten wir versucht einen Prelistening Termin mit HEINZ zu vereinbaren, durch dann plötzlich auftauchende TV, bzw. Promotionstermine waren wir dann doch wieder in den dunklen Novembermonat verrutscht. Was war alles seid unserem letzten Anhör-Gesprächstermin passiert, oder besser nicht passiert? Zwischen dem Februar 2020 und dem begeisternden Gespräch zu "DER WAHRHEIT DIE EHRE", mit viel Euphorie und Hoffnung, dem großen Engagement des Managements, starken Promotionaktionen im Radio, TV, soziale Medien, bundesweite Plakatierungen uvm., dann der hoffnungsvolle, bis dato höchste Charteinstieg auf Platz 3 und großer Vorfreude auf die am 17.04. in Leipzig startende Tour mit großer Verstärkung und Gästen, lagen dann plötzlich voll ausgebremst, die zu diesem Zeitpunkt kaum vorstellbaren, völlig im Nebel befindlichen Folgen der Pandemie. Das bedeutete u.a. 7 Monate, wie HEINZ sagte "Hausarrest" unter noch verschärften Bedingungen, weil der immer emsige, arbeitssame, produktive Kopf nur noch auf Vorrat tätig sein konnte und sich dadurch im Laufe von dann bislang fast zwei Jahren kein abfließen durch neue Alben, Produktionen, Bücher ergeben hat. Das Schlimmste was HEINZ passieren konnte, eine Situation die er in seinem 64-jährigen WERDEGANG erstmal einsortieren musste… Wie war damit umzugehen?

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Unterschrift zu diesem Foto auf Heinz' facebook-Seite: "Der Schnurrbart ist inzwischen leider wieder ab ;-) Das Foto entstand im Sommer in der Weimarer Schreinerei, in der wir auch meinen treuen Konzertflügel für euch in 1.000 Einzelteile zerlegt haben." (Foto: Simon Stöckl)


Aus der ganzen Kulturbranche hörte man über Monate Enttäuschung, Verzweiflung, Sarkasmus, teils Wut und vor allem wirtschaftliche Angst. Anfang 2021 die ersten zarten Versuche nach langem Berufsverbot mit Soloauftritten waren nur ein kleines Trostpflaster, gegenüber der doch großen Enttäuschung. Allein wenn man bedenkt, was sich in den ersten drei Monaten 2020 abzeichnete, auf sehr gutem Weg war und aus dem Projekt "DER WAHRHEIT DIE EHRE" ohne Pandemiebremse hätte noch entwickeln können. Schade…

Aber mit dem Blick nach vorne waren wir nun froh endlich was Neues und positive hoffungsvolle Nachrichten zu erfahren. Nach unserem Eintreffen am frühen Nachmittag wurden wir ins immer wieder beeindruckende Arbeitszimmer gebeten. Beeindruckend groß und voll im wahrsten Sinne mit Schallplatten, CDs und natürlich Lesestoff. So voll, dass der Couchtisch ebenfalls mit noch zu lesenden Büchertürmen belegt war, wofür sich HEINZ fast artig entschuldigte, denn unsere Unterlagen, technisches Equipment und Kaffee und Kuchen fanden kaum noch einen Platz.

Als wir HEINZ dann zu Beginn fragten, wie es ihm überhaupt geht, mit diesen Jubiläen oder solchen besonderen Anlässen? "Ich bin dankbar, dass ich das so lange, über 40 Jahre machen darf. Es ist einfach schön, dass ich vier Jahrzehnte das machen kann, was ich liebe." Natürlich war schon lange über das 40-jährige Bühnenjubiläum nachgedacht worden. Wie sollte man sowas überhaupt angehen, begehen, feiern und was erwarten Fans?

An dieser Stelle möchten wir für das Management in Leipzig eine "Bewunderungs-Dankes-Kerze" anzünden, es ist ja fast Advent und somit Kerzenzeit. Nach langen Jahren des wahrlich nicht immer rund gelaufenen "Vermarkten des Produkts HEINZ RUDOLF KUNZE" ist mit dem Einstieg von Matthias Winkler und seinen Mitarbeitern ein hoch professionelles, engagiertes Team mit HEINZ unterwegs, die neben allen sichtbaren Verbesserungen und Erfolgen auch noch Menschlichkeit und rühriges, persönliches Wohlwollen kennt und lebt. (So - dass mußte mal geschrieben werden!)

cd 20211119 1504755624nochmal NEU aufgenommen DOPPELALBUM
HEINZ: "Ich habe bis heute 46 Alben veröffentlicht und für mich war das immer eine Form von Tagebuch. Ich habe nie Tagebuch geschrieben, sondern habe in Form eines Albums einen Lebensabschnitt vorgelegt. Ich kann mir gar nicht vorstellen ohne Alben zu leben. Ich würde nie wie manch junger Kollege ein Stück streamen und schauen, was passiert. Schriftsteller denken in Buch-Dimensionen, ich in Album-Dimensionen und mit WERDEGANG als Gesamtprojekt kommt durch die Autobiographie noch die Schriftsteller-Dimension dazu, also alles Perfekt und deshalb bin ich unendlich dankbar, dass man mir diese Möglichkeit eröffnet hat."

Wenn man es recht bedenkt, waren im Laufe der vergangenen 40 Jahre ja schon zu unterschiedlichsten Anlässen verschiedenste so genannte "besondere Album-Formate" des Künstlers veröffentlicht worden. Das hieß dann wohl neu denken und bereits während der Aufnahmen für "Der Wahrheit die Ehre" hatte der für HEINZ zum Freund gewordene Uwe Rinklin ihn zunächst aus den vielleicht schablonenhaften Vorgehen beim Produzieren befreit und schon zu diesem Zeitpunkt auf die KUNZE Plattengeschichte hingewiesen und die Idee gehabt, diese Dinge in die Neuzeit zu bringen, einfach mal zu erforschen, wie sowas im Jahre 2021 klingen würde bzw. kann. Schließlich wären diese neuen Versionen ein Angebot und die Originale ja nicht alle dadurch gelöscht und künftig nicht mehr verfügbar. Trotzdem war HEINZ wohl erstmal verblüfft, dann überzeugt und dann schließlich umgesetzt. Matthias Winkler (Management) wollte wohl zunächst nur eine Gegenstimme, einen weiteren Produzenten ins Boot holen, um das Spektrum noch zu erweitern, die Farben und noch mehr Möglichkeiten zur Auswahl zu haben. HEINZ: "Und dann haben wir öfter darüber gesprochen, immer wieder, immer wieder und ich sagte im Prinzip ja, ich bin ja nun geöffnet worden durch Udo im Denken und habe mit ihm etwas Gutes erfahren. Ich bin nicht mehr gegen fremde Leute (Produzenten), wie es vorher war. Aber ich habe dann die Frage in den Raum gestellt, warum dann nicht gleich mehrere? Warum keine Ausschreibung und Abfrage bei jungen Leuten ob sie Bock haben, sich mit meinen alten Kamellen rumzuschlagen, sie quasi neu zu bebildern?" So reifte die Idee, zum Jubiläum viele Songs neu aufzunehmen, neu zu interpretieren. Wirtschaftlich ein Gedanke, der eigentlich nicht mehr in die Zeit passt, HEINZ hatte die Folgekosten auch wohl erst im Nachhinein bedacht, denn Compilations werden kostengünstig aus der Konserve genommen, höchstens mal neu gemastert und gut ist. Bei diesem angedachten Projekt musste man aber wohl richtig Geld in die Hand nehmen. Matthias Winkler beschloss - und da muss man mal überlegen, trotz Pandemie und den damit sicher auch ihn schwer getroffenen wirtschaftlichen Problemen: wenn dann machen wir das richtig. PUNKT

Nicht nur Udo Rinklin, sondern gleich ein halbes Dutzend Teams sollten mit den Neuaufnahmen betraut werden. Ursprünglich waren sogar 40 Songs angedacht, was aber den Aufwand, vor allem den logistischen, gesprengt hätte und somit vernünftiger Weise verworfen wurde. Am Ende der Jubiläumsthematik verständigten sich dann alle gemeinsam auf 24 Lieder (also Doppel LP/CD), inklusive des neuen Titels "Wenn es vorbei ist" und zwei Songs vom immer noch aktuellen Erfolgsalbum "Der Wahrheit die Ehre".

Das Gesamtprojekt 40-jähriges Bühnenjubiläum ist ja mit dem, wie wir meinen, etwas altmodischen Wort WERDEGANG übertitelt und auf die Frage, wie es zu dieser Wortwahl kam, antwortete HEINZ: "Ja, ich habe es gerade in den vergangenen Tagen wieder gehört, WERDEGANG das ist ja wiedermal so ein typischer KUNZE-Ausdruck! Also ich finde es zum Beispiel viel schöner als Biographie. Es ist nicht unbedingt typisch für mich, aber für die deutsche Sprache. Es könnte und wird sicher auch bei Martin Heidegger stehen. Wie er benutze ich gerne diese sprechenden Worte, sie sagen viel aus und lassen Interpretationen zu. Ich finde es einfach herrlich in seiner Bildhaftigkeit. Das Wort kann man gar nicht eins zu eins in eine andere Sprache übersetzen. Werdegang - ein Gang, der einen dazu gemacht hat, was man geworden ist."

buch 20211119 1012594182nochmal NEU nachgedacht AUTOBIOGRAPHIE
Ganz wichtig für uns Wukis (Mitglieder des Fanclubs "Wunderkinder") und deshalb oben drauf, also gleich zu Anfang, ein absolutes Highlight, erschien ja bereits vor sechs Wochen beim Reclam-Verlag die Autobiographie, wofür sich auch Matthias Winkler mit viel Lust und - man kann sagen - aus Freundschaft sehr eingesetzt hat. Am 30. November wird HEINZ 65 Jahre alt. Ein guter Zeitpunkt, um seine Autobiographie zu verfassen. "Werdegang" erzählt von einem Weg, der den Jungen aus dem Flüchtlingslager in Westfalen zu einem der bedeutendsten deutschsprachigen Künstler machte. Seit über 40 Jahren gehört er zu den wichtigsten politischen Songschreibern und Rockpoeten Deutschlands und mit konservativ gezählt 36 Alben, zahlreichen Büchern und unzähligen Konzerten unbestritten auch einer der produktivsten. Immer wieder erfindet er sich dabei neu, ist mit seinen Texten stets am Puls der Zeit und denkt noch lange nicht ans Aufhören. Selbst langjährige Hardcorefans, die ja gerne mal von sich sagen, alles über HEINZ zu wissen, zu kennen, finden im Buch noch einige neue Fakten, Informationen und Erkenntnisse und vor allem persönliche Erlebnisse des Künstlers, die man bislang nicht wissen konnte. Das Buch beginnt mit der Offenbarung, dass er nie Tagebuch geführt hat und sich daher auf die Erinnerungen aus den Jahrzehnten verlassen muss. HEINZ: "Manches ist mir selbst erst wieder neu eingefallen." Manchmal sind es Menschen, über die er schreibt, wie Mick Franke und Siegfried Loch, die die Erinnerungen fließen lassen. Oder die Begegnungen mit Kollegen wie Udo Lindenberg, Joe Cocker und Peter Maffay. An anderen Stellen basieren die Erzählungen auf autobiographischen Songs wie "Vertriebener", das ihn als Heimatlosen zeigt. HEINZ berichtet nicht wirklich chronologisch. Vielmehr gibt es Blitzlichter und Anekdoten zu bestimmten Ereignissen und Stationen seines Lebens, zum künstlerischen WERDEGANG und den politischen Ideen. Viele Fotos illustrieren den Text. Er erzählt von dem überraschenden Erfolg mit "Dein ist mein ganzes Herz" und den einher gehenden Veränderungen in seinem Leben. Wie ihn Panikattacken plagten und davon, für andere Künstler zu schreiben.

Gerade die 60er Wirtschafts-WUNDERKINDER-Generation wird vieles, vor allem von HEINZ in der Kindheit detailreich beschriebene ähnlich erlebt haben und vieles gut nachempfinden können. Aber auch für die später Geborenen ein wirklich tolles Buch, das zumindest jedem potenziellen HRK-Interviewer als Pflichtlektüre auferlegt werden müsste, bevor er in seine Nähe kommt. Gut gefällt uns auch, wie es so herrlich menschelt, das kommt in der öffentlichen Wahrnehmung von HEINZ oft zu kurz, dass er eben ein Mitmensch mit vielen Tugenden ist. Für viele Zeitgenossen leider immer noch der "Oberlehrer" - so ein Quatsch! Seine Entschuldigung bei Peter Maffay, seine Nervosität, Unsicherheit vor Interviews mit seinen (Unseren) Helden der Siebziger, herrlich und liebenswürdig auf den Punkt. Die Einblicke in die Musikwelt sind spannend und vielfältig. Kaum jemand hat so viel von politischen und kulturellen Hintergründen zu erzählen. Die Biographie ist zum einen wunderbar erklärend und Detail verliebt, aber zum anderen nicht immer in aller letzter Konsequenz, aber gerade so ist es für uns richtig gut geworden. Ein bisschen "Woran man mit mir war?" bleibt erhalten und sonst hätten es ja auch durchaus, ohne langweilig zu werden, ein paar Tausend Seiten werden müssen. Wir hoffen es wird ein viel gelesenes Buch und wird dazu führen, beitragen, einige der falschen, ungerechten Schubladen, Vorwürfe, Entstellungen und Informationen der vergangenen 40 Jahre zu relativieren und zu wiederlegen. HEINZ hat seine Erinnerungen selbst gesammelt und wurde dabei unterstützt von Oliver Kobold, Literaturwissenschaftler, Lektor und Autor zahlreicher Sachbücher. Das Cover von Buch und CD/LP gestaltete die Künstlerin FLACA www.flacas-art.de. HEINZ mit ernstem Blick und obligatorischer Brille. Im Innenteil gibt es das Porträt auch in Farbe. Wann endet ein WERDEGANG"? liest man dann am Ende auf Seite 286 Seiten. Ein Ende des Gehens ist zum Glück noch nicht abzusehen, steht dann im letzten Absatz. Wir "Wukis" denken, na Gott sei Dank…

nochmal NEU in bewegten Bildern FILM-DOKUMENTATION
Zum Gesamtpaket WERDEGANG und auf dem Weg ist auch noch eine Film-Dokumentation'': der Rockpalast Backstage Autor und Moderator Ingo Schmoll ist da federführend unterwegs und dokumentiert HEINZ mit u.a. Begegnungen. Auf jeden Fall werden viele großartige Gäste und bekannte Gesichter dabei sein. Gedreht wurde schon im Theater des Westens Berlin. Wir sind gespannt…

trax 20211119 1458390839nochmal NEU auf den Weg gemacht mit WERDEGANG
Bei der Auswahl der Songs zum Album konnten im Vorfeld 1.000 Fans über die Social-Media Accounts mitbestimmen, welche Lieder es auf die Doppel CD schaffen sollten. Somit war auch gewährleistet, dass natürlich um die bekannteren Sachen oder eben aus Fansicht herum etwas Neues entsteht. Die 12 Titel auf Disc 1 wurden dann 6 Top-Produzenten der jüngeren Generation angeboten. Fünf von den ausgewählten Produzenten wollten schließlich mitmachten. HEINZ meinte: "Es war schon schön zu erleben, wie die überwiegend, verglichen mit mir, jungen Menschen begeistert und mit viel Enthusiasmus diese Aufgabe angegangen sind und umgesetzt haben, ohne zu viel Ehrfurcht und sehr unerschrocken." Die Aufteilung der Titel innerhalb des Produzenten-Bewerberpools lief dann sehr harmonisch und zu aller Zufriedenheit ab. Vorgaben wurden so gut wie gar nicht gemacht, wenn man mal voraussetzt, dass die Songs noch als solche erkennbar bleiben sollten. Erfreulicher Weise kann man auch feststellen, dass bei allen Songs die Stimme als Hauptinstrument im Vordergrund bleibt und nicht wie früher, vielleicht auch aus technischen Gründen, nicht immer optimal zu hören gewesen ist. Ein Dank allein schon deshalb an die neuen Produzenten.

Schaltzentralen während dieser Vorproduktionsphase, waren dabei natürlich Leipzig und die Wedemark. Das Angebot, der Grundtenor der Musik, der Produktion entstand immer im jeweiligen Studio und wurde per Datentransfer zunächst zum HEINZ übertragen, wobei Ehefrau Gaby zeitweise die technische Umsetzung des Beamens auf die häusliche HiFi-Anlage in der Wedemark übernahm. HEINZ als LP/Kassetten-, allenfalls CD-Dinosaurier hörte sich die Vorschläge dann, teils überrascht, amüsiert, verwundert an. Die Aufgabe des Managements war anschließend vor allem zu koordinieren, wann HEINZ in welchem Studio gebraucht wurde und welches Handwerkszeug von Zuhause eventuell noch mitgebracht werden sollte. Schließlich sollte alles neu eingesungen und auch einige Instrumente von HEINZ selbst eingespielt werden. Überall in Deutschland war er dann unterwegs: im legendären Berliner Hansa Studio mit Tim Tautorat (www.timtautorat.de), in Hamburg bei der wunderbaren Anne De Wolf (www.annedewolff.de) und Ulrich Rode (www.ulrichrode.com) und bei den jungen wilden Steffen Graef und Klaus Sahm. Auch nach Mannheim zu den, laut HEINZ, wagemutigen Jens Schneider und Jules Kalmbacher (www.neubaumusic.com/producers/) machte er sich auf den Weg, um für das Album WERDEGANG zu ackern was das Zeug hielt und was sogar zu einem Rippenbruch führte, aber dazu später mehr. Die Gesamtheit der Produktion war, wie HEINZ erzählte, eine schöne, mit viel Spaß und in jedem Fall professionelle Arbeit. "Das schönste Lob für mich war natürlich, ach ist das schön mit jemandem zusammen zu arbeiten der singen kann!" (lach)



Die 12 Titel auf Disk 2 gingen sämtlich nach Metzingen bei Stuttgart. Was die Planungen in gewisser Weise erleichtert hat, ist die Tatsache, dass Disk 2 komplett nach Udo Rinklin Metzingen (für "Wukis" ja spätestens seit "Der Wahrheit die Ehre" gut bekannt und bestätigt mit HEINZ erfolgreich) ging und "die Verstärkung" ihre Parts dazu brachte. Auf dieser zweiten CD befinden sich die - sagen wir mal - ausgefalleneren Titel, die auf einer klassischen "Best of" doch sehr fremd wären. Folglich waren hier auch mehr Phantasie und weiter gefasste Abweichungen zu erwarten. Allerdings auch das Risiko, die Hardcorefans zu verstören, die bei Änderungen "ihrer Lieblinge" möglicherweise recht empfindlich sind. Eine merkwürdige Lola-Version werden "Wukis" entschuldigen. Aber "Lebend kriegt ihr mich nicht" zu verhunzen, wäre ein Sakrileg. Aber um es vorweg zu nehmen, wir sind auch da durchaus angetan und zufrieden. Dafür haben Songs, die wir eben völlig anders bis zu siebenhundert Mal gehört haben, plötzlich einen neuen Charakter, aber davon gleich nachfolgend mehr. Egal, wie positiv oder negativ man WERDEGANG bewertet, zuerst ist man ohne Frage verwirrt. Meinungs-Schnellschüsse verbieten sich also eigentlich. Von einer Neuaufnahme, die gegen ein Monument antritt, darf man zumindest erwarten, dass sie möglichst individuell beurteilt wird. HEINZ Vorabfazit: "Eins bleibt generell festzuhalten, je jünger die Kollegen, desto Gitarrenfeindlicher, desto mehr Synthi- und Rhytmusmaschine sind im Einsatz."

Steigen wir nun also in die Songs ein und das war für uns "Wukis" auch eine völlig andere Herangehensweise und Situation, wir hörten Songs die wir teils seit Jahrzehnten schon kennen und der bei HEINZ so wichtige Text spielte diesmal fast keine Rolle - abgesehen von sporadischen Textergänzungen. Schon komisch (lach). Durch die kleinen eingestreuten, textlichen Anpassungen ist es aber für Hardcorefans natürlich ein schönes Rätselspiel was unser aller Lieblingskünstler da oder dort geändert hat?

Chronologisch ist langweilig, aber mit Seite oder besser CD 1 sollten wir anfangen. Die ist, wie seinerzeit bei "Nonstop" eine Art geschlossene Gesellschaft. Eingängigere Songs, weniger komplex, deshalb auch vermutlich geringere Abweichungen.

Am besten gefällt uns ausgerechnet "Wenn du nicht wiederkommst". Statt dem überdrüssigen Original macht die Nummer hier wieder richtig Spaß. Eine schöne, zärtliche Ballade mit leichtem Country-Touch, ein wenig Stoppok schimmert durch, und großartig gesungen. Viel mehr Ausdruck, viel mehr Augenzwinkern, Zum Ende dann sogar noch der Mitsingpart, aber nur kurz angedeutet. Großartig gelöst, eigentlich das perfekte Beispiel für eine rundum gelungene Umsetzung der Grundidee.
Auch profitiert hat das irische Volkslied. "Alles was sie will" ist ein schöner knackiger Rocker geworden, der auch eine nette Variante bietet, wie man einen Song enden lässt. Auf dem gesamten Album wird (fast) nichts ausgeblendet. Offenbar heutzutage ein No Go für Produzenten. Öfter ist sogar der Sänger das Letzte was man hört, hier gelingt das besonders geschickt, weil der Schluss so abrupt kommt.
Das "Dein ist mein ganzes Herz"-Album ist mit drei Songs vertreten, wobei "Herz" selbst am wenigsten flasht. Die Version kommt so etwas zwanghaft elektronisch, dabei aber zu sehr auf Nummer sicher. Auch hier singt HEINZ ziemlich anders, kann aber keine wirklich spannenden Impulse liefern. Es gab ja mal zurzeit von "Korrekt" so eine Art Dub-Mix, welches aber nicht offiziell erschien. Das haben wir deutlich interessanter in Erinnerung.
Anders bei "Ich bin auch ein Vertriebener". Auch hier wird es elektronischer, aber mit viel mehr Drive. Schön dosierte Gitarrenspuren, das Solo etwas mutlos. Und die Computer-Drums bringen leider Abzüge in der B-Note. Aber individuell beurteilt eine willkommene Alternative.
"Dies ist Klaus" rockt auf Seite 1 am meisten. Sehr druckvoll, sehr akribisch gesetzte Keyboards. Haar in der Suppe evtl. der Chor im Refrain, den es nicht gebraucht hätte. Klare Play-it-Loud Empfehlung. Ein Hinweis aber auch an dieser Stelle. Heiners ausgefeilten Soli kann hier kaum jemand das Wasser reichen, weswegen es auch meist gar nicht versucht wurde.
Gewagt für Seite 1, aber auch gefällig, kommt "Aller Herren Länder" daher. Gitarrenfeedback, zunächst nur angedeuteter Rhythmus, den der Gesang tragen muss, und dann noch ein zurückgenommener Refrain. In den folgenden Strophen löst sich das zunehmend auf. Sehr gelungen, aber wie Heinz feststellt, "ein Hit wäre es so nicht geworden". Aber eine der kreativsten Arbeiten auf Seite 1. Für HEINZ i.ü. in dieser Version auch ein Höhepunkt des neuen Albums. Zwei Schlagzeuge sind in der neuen Version integriert.
"Leg nicht auf" benötigt viel Aufmerksamkeit. Im Original der perfekte Song. Verbessern geht da nicht, da muss man sich vielmehr freimachen. Dann folgt zunächst Irritation ob der vielen Zutaten. Ein schönes slidig gespieltes Gitarrenmotiv, eine coole Orgel, ein neues Chorarrangement, ein unschlüssiges Schlagzeug, aber insgesamt mehr Zutaten, als man möchte.
"Ich brauch dich jetzt" groovt jetzt, und geht einen halben Schritt Richtung Bar Jazz. Das tut der Nummer gut, und es hätte auch gern der ganze Schritt sein dürfen. Hier darf die Fantasie des Hörers den Song noch etwas weiterdenken. Würde man so gern mal live hören. HEINZ kommentiert "Weltklasse, Prinz spielt Kunze!"
"Meine eigenen Wege" ist auch schön geworden. Das verstimmte Klavier am Anfang ist cool, die Stimmung ist smooth, die Gitarren wechseln ein wenig die Betonung. Die Keyboards, die nach dem Refrain Bläser abbilden, klingen ein wenig nach der Titelmusik des legendären ZDF-Vierteilers "Lockruf des Goldes" aus den späten Siebzigern. Wir Fans müssen uns auch wohl daran gewöhnen, dass HEINZ & Verstärkung das Lied ab sofort live immer in dieser Version, die auch Jens Carstens total umgehauen hat, spielen. (lach)
"Mit Leib und Seele" hat einen gewissen NDW-Charakter, was ich nicht despektierlich meine. Die Drums sind mal sehr 80s-like, was ja nicht abwegig ist. dann aber auch reduziert. Die Keys sind hier eher ausladend. Hätte man vielleicht auch reduzierter gestalten können.
"Finden sie Mabel" ist ja schon bekannt, wurde als erstes von 9 aufgezeichneten Videos ausgegeben, und hat sich eher unschuldig und vorsichtig ins neue Gewand geschlichen. Nur nicht zu viel neue Zutaten war die Devise, deshalb auch die Wahl zum Vorab-Track. Das ist durchaus moderner Radiostoff nach Art von Mark Forster oder Johannes Oerding geworden, aber eben auch etwas 0815.
Der Vollständigkeit halber noch "Lola", die für uns ohnehin verzichtbar gewesen wäre. Eine neue Version für einen Coversong muss nicht unbedingt sein, zumal es "Lola"-Versionen zu Hauf gibt. Und diese wird die Welt sicher nicht verändern. Sie klingt einigermaßen steril und uninspiriert. Kann aber auch sein, dass wir einfach bei einem eintausendsechsundachzig mal gehörten Lied nicht mehr objektiv sind.



CD 2 beginnt mit einem neuen Titel, auch wenn er den Fans natürlich bereits bekannt war. "Wenn es vorbei ist" heißt der einzige neue der 24 Songs. Die opulente Hymne feiert - ohne es explizit zu benennen - das Ende der Pandemie. Der Romantiker HEINZ singt: "Wir werden lieben, für immer lieben, unser Blick geht nur noch nach vorn." Den neuen Song habe er auf das Album geschmuggelt, um zu zeigen, dass er "nicht ganz verkalkt und eingeschlafen" sei, sagt HEINZ. "Ich bin ja auch zum Mutmachen da." Zusammen mit den beiden Tracks aus "Der Wahrheit die Ehre" - "Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort" und "Mit welchem Recht" sind das unserer Meinung nach Füller, deren Einzug auf die Platte sich nicht recht erschließt.
Aber die anderen Sachen zielen voll auf unser Fanherz. Wo CD 1 die kontrollierte Pflicht abbildet, kommen nun die Perlen, die verwegenen Ideen, das Festmahl, die Kür. Nicht immer, aber wenn dann heftig. "Götter in Weiß" wollte Heinz trotz seiner Komplexität unbedingt dabei haben. Seinerzeit natürlich schon eine fantastische Komposition, großartig arrangiert. Hier konnte man nicht mit der Axt ran, obwohl Udo Rinklin komplett auf Klavier verzichtet. HEINZ singt noch ausdrucksstärker, und es findet quasi eine sorgsam dosierte Veredelung statt durch Überführung in neue Produktionsmittel statt, die einen aktuell wieder sehr aktuellen Song noch eindringlicher macht. Gerne würde man mal diese Version mit der alten Klavierspur hören, ansonsten bleibt der Song dicht am Original, mit übrigens auch sehr geschliffener Gitarrenarbeit. Hier zeigt sich, dass der 2020 als Leadgitarrist eingestiegene Manuel Lopez ein klasse "Verstärker" ist und die Empfehlungen aus dem KUNZE-Umfeld voll berechtigt waren. HEINZ: "Ich habe mir Einsingen tatsächlich beim sehr intensiven, hohen "Ameeerika. ..hat noch keiner entdeckt...!! eine Rippe angebrochen, konnte danach nicht mehr weiter machen, die Aufnahmen wurden unterbrochen und ich bin nach Hause gefahren."
Und dann gleich noch ein zeitloses Monster. "Lebend kriegt ihr mich nicht". Das Intro macht ein bisschen Angst, weil es zunächst techno-mäßig wabert. Das dient aber nur dazu, den eigentlichen Einstieg beim Drum-Einsatz besser zu betonen. Während den Strophen probieren die Gitarren zwar einiges durch, stören den Gesangsvortrag aber nicht. Dafür betont die Leadgitarre den Refrain sehr geschickt. Und der Instrumentalteil ist unfassbar begnadet. Eigentlich Wall of Sound, aber doch transparent. Zum Beispiel kämpft sich eine irre Vocoder-Stimme durch. Gewagt, aber alles gewonnen. Was dem Original aber natürlich keinen Abbruch tut.
"Finderlohn" kommt für uns nach sechs, sieben Durchgängen langsam auf Touren, hat ein schöne "The Edge"-Spur dazubekommen, leidet aber unter einem erdrückenden Drumsound, der einfach nicht enden will. Das macht das ganze Ding monotoner als guttut.
HEINZ hatte vor ein paar Monaten schon mal fallen lassen, dass "Nicht mal das" in der Auswahl ist. Und er erntete natürlich die Frage, was man da bitte verändern könne, ohne Schaden anzurichten. Nun, hier geht es jetzt nicht um besser oder schlechter, sondern um diametral anders. Es gibt jetzt zwei geniale Versionen, und Nummer 2 hat bei allem Respekt vor Version 1 einen ganz anderen Ansatz gewählt. Elektronisch, aber beseelt elektronisch. Ein Klangwunder. Das Stück komplett zerlegt, und mit Liebe zum Detail ganz neu gebaut. Ob das dann jedem gefällt, darf bezweifelt werden. Aber wer And One, De/Vision oder sogar Wolfsheim mag, kann hier unter dem Kopfhörer durchdrehen.
"In der Alten Piccardie" taucht eher überraschend in der Titelliste auf. Noch relativ neu, zudem oft in der Solo-Version dargeboten, drängte sich die Nummer nicht gerade auf. Und die Grundstruktur ist auch fast komplett erhalten, der Aufbau ist ähnlich, der Charakter vertraut. Was die Version ausmacht, ist der wuchtige Instrumentalteil. Der entfaltet eine grandios gemachte Dramatik, die das Thema der Lyrics eigentlich überfordert, was uns aber natürlich nicht stört.
Aus dem Protest Album von 2009 haben wir "Elixier" dabei. Auch im Soloprogramm legt Heinz ja hier inzwischen einen Effekt auf die Gitarre. Hier kommt nun eine verzerrte bluesige E-Gitarre zum Einsatz., später unterstützt von einer dezent röhrenden Orgel. Dabei bildet die scheinbar unsauber gezupfte Gitarre einen schönen Kontrast zum engelsgleichen Gesang.
"Die ganz normalen Menschen" ist noch neuer, und nimmt eigentlich einem interessanten Song den Platz weg. Es gibt hier wenig Neues zu entdecken was hängen bleibt. Die Chöre sind eher ungünstiger ausgefallen. Der Song büßt so etwas von seiner Natürlichkeit ein. Oder doch nicht?
Ein Bedürfnis war HEINZ aufgrund der chaotischen Umstände beim "Halt"-Album "Abschied muss man üben". Er hatte sich die Umsetzung seinerzeit schon anders gedacht. Aber wer jetzt an Church-Orgel, tiefe Chöre und Schwermut denkt, liegt falsch. Die Grundstimmung ist gar nicht so weit weg, Gitarren dominieren jetzt, und eigentlich scheint die Sonne.
Ein perfekt gewählter Song schließt den Kreis. Er stammt vom ersten Album, und ist sehr gut geeignet, wenn man HRK mit einem Song beschreiben soll. Ist eigentlich jemals wieder jemand auf die Idee gekommen, in einem Intro zwischen e-moll und E-Dur zu wechseln? "Noch hab ich mich an nichts gewöhnt", beginnt so spartanisch wie vor 40 Jahren, wird hier aber großartig entstaubt. Mit der hier angewendeten Klarheit und Prägnanz wird die uralte Hymne zu einem Ohrenschmaus. Zwei Soloparts (einmal für Gitarre, dann für Keyboard und Gitarre) ummanteln eine neue Strophe, und auch der Refrain bekommt noch eine vierte, sehr schöne Variante. Tatsächlich wird hier doch mal ausgeblendet. Aber wie gesagt, hier schließt sich ein großer Kreis.



Was ist der weitere WERDEGANG? Beide CDs, also alle 24 Titel, sind dann zum Abschluss von Udo Rinklin in Metzingen gemischt worden und haben noch den letzten Feinschliff erhalten. Vollkommen bekloppt und sympathisch verrückt wird das ganze Projekt mit dem zerlegen des langjährigen KUNZE-Bühnenklaviers und die Einzelteile in eine Fanbox zu packen. In 1000 Elemente wurde es in einer Weimarer Schreinerei gesägt, geschliffen, aufwendig bedruckt und nummeriert. Das im wahrsten Sinne des Wortes "Herzstück" kommt in jede Box und ist limitiert. HEINZ: "Über die Jahre ist mir dieser schwarze Kasten ans Herz gewachsen, doch nun war es Zeit Abschied zu nehmen und euch zum Jubiläum ein Stück KUNZE nach Hause zu geben. Haltet es in Ehren." Wie genial ist das denn, nicht via Bluetooth, WLAN, digital und neumodisch, sondern total analog, fast per Briefpost und handschriftlich verbindet sich HEINZ gedanklich mit seinen Hartcorefans über etwas, im wahrsten Sinne des Wortes "Begreifbares". Somit wird diese fast schon Reliquie zum kleinen, sehr feinen Stück Kunst und ergänzt das Gesamtprojekt WERDEGANG um ein sicher gerne angenommenes Teil. Total irre wie wir finden…! https://meadow-lake-music.liveyourmusic.com/.../heinz...

Am Ende der gesamten Produktion stehen dann beeindruckende Zahlen, wie rund 4.000 gefahrene Kilometer und kaum vorstellbare, unzählig viele Stunden Hand- und Kopfarbeit, grandiose Logistik und Abstimmung unter den vielen Beteiligten in diesem Projekt. Am Ende unseres Gesprächs hätte man im Grunde sagen können, alles auf dem besten Weg und HEINZ kann nun die Lorbeeren ernten und ist wunschlos glücklich und zufrieden. Wie im Eingangstext bereits angekündigt, nehmen wir das Thema "Produktiv" nochmals auf. HEINZ hat während der vergangenen Monate wie wir ihn kennen pausenlos weiter Texte verfasst, Musik und Kunst erdacht und für weitere mindestens 4 Alben oder mehr Material angesammelt. Ihr merkt, dieser "Produktionsstau" ist für HEINZ ein noch nicht wirklich gelöstes, schwerwiegendes Problem. Für uns Fans ist das sicher eine sehr gute Nachricht, denn wir dürfen uns auf neues Material freuen. Für HEINZ und das Management ist es ein Riesenproblem.
Das sind aber auch Corona-Folgen die Niemand ahnen konnte und auf dem Schirm hatte. Auch wird weder ein neuer Gesundheitsminister, noch eine Bundesregierung diese Problematik per Gesetz regeln können. Die Musik-Marktgesetze kann man auch nicht außer Kraft setzen und HEINZ als Künstler nicht zum Nichtstun verurteilen, also was ist zu tun? (lach) Im Nachgespräch gibt HEINZ uns einen Gedanken mit auf den Weg. Zitat: "Wenn ich jetzt das ganze Album mit euch durchgehört habe, wenn ich in eurer Gegenwart während des Hörens meine ganze Vergangenheit so Revue passieren lasse und wenn ich dann merke, was ich alles so gemacht habe, wieviel Experimente, da bin ich ja auch stolz drauf, das ist ja auch alles schön. Ich kann aber nur sagen, für die absehbare Zeit die ich überblicken kann, ich will nicht sagen für den ganzen Rest meines Lebens, aber for the time being, also die überschaubare Zukunft, habe ich nur einen Wunsch. Ich möchte einfach nur gute Songs machen und nicht irgendwelche Rückwärtsgitarren mehr, Einspielungen von irgendwas, Schickimicki, Pipapo, sondern gute Lieder, die tolle Texte haben und diese Texte gut transportieren, mit Musikern die dazu inspiriert spielen. Aber eben eher Bob Dylan Alben und keine Pink Floyd Alben."… Wir denken, dieser Wunsch ist doch ganz in unserem Sinne (Hörer und Fans) und sollte von allen Beteiligten auch so akzeptiert werden.

Kurz vor der beginnenden Adventszeit am 19. November kommt das Gesamtpaket HEINZ RUDOLF KUNZE WERDEGANG nun endlich auf den Markt. Das Doppelalbum ist für Fans ein wirklicher Adventskalender mit 24 Türchen hinter denen sich einige Überraschungen verstecken, die wie es eben immer sein und bleiben wird, nicht alle und jeden zufriedenstellen. Fest steht jedoch, dass für jeden etwas dabei ist, aber das Gesamtkunstwerk im Ergebnis etwas richtig Tolles für Fans Unverzichtbares geworden ist. 40 Jahre Wort- und Musik-Kunst vom Feinsten die uns begeistert, nachdenklich macht, zu Tränen rührt und emotional anspricht, zum Tanzen animiert und schon lange auf dem eigenen Lebensweg und auch Werdegang begleitet. Dem Anlass 40-jähriges Bühnenjubiläum fehlt jetzt nur noch die WERDEGANG Tournee, um das Feiern zu einem großen Event werden zu lassen, wo wir uns alle wiedersehen und endlich wieder in den Armen liegen und begeistert singen "WENN DU NICHT WIEDERKOMMST". Da sind wir dann nur noch gespannt in welcher Version, 1991 oder 2021….? Egal, solange die Hoffnung auf noch mehr geile KUNZE Musik, Dichtung und Kunst bleibt.



Bei der Verabschiedung am Abend gibt er uns noch liebe Grüße mit an alle "Wukis" und Fans. "Hätte ich zehn Divisionen von Frauen und Männern eurer Gesinnung, könnte ich den Himmel stürmen."- Da lasst uns "Wukis" mal gemeinsam weiter auf den Werdegang begeben getreu dem Motto "Wir werden bis zur letzten Luft nicht Ruhe geben. Dann hat man wenigstens nicht ganz umsonst gelebt." (Zitadelle 2018)

Im NACHGANG
DER DUDEN, der Landvermesser der deutschen Sprache zu Wer­de­gang, der - Wortart: Substantiv, maskulin - Bedeutungen: Vorgang, Ablauf des Werdens, Entstehens von etwas; Entwicklungsprozess - BEISPIEL der Werdegang einer Nation - Verlauf der geistigen Entwicklung und beruflichen Ausbildung eines Menschen - der Werdegang eines Künstlers - seinen beruflichen Werdegang schildern





   
   
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