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Musik ist eine wunderbare Sache und fasziniert uns bereits seit vielen Jahrhunderten. Doch erst die Demokratisierung von Musik in Form von Streaming-Diensten machte die Faszination Musik massentauglich und jederzeit zugänglich. Wir hören soviel Musik wie noch nie, und das weiß auch die Audioindustrie, weshalb sie immer mehr finanzielle Mittel und Hirnschmalz in neue Technologien steckt. Nach Surround kam Atmos und auch die Kopfhörer konnten in den letzten Jahren weiterentwickelt werden, aber das ist längst noch nicht alles. Im Rahmen dieses Artikels wollen wir uns 5 heiße, zukünftige Trends in der Audioindustrie anschauen und erklären, wie diese das Potential haben, die Art und Weise, wie wir mit Musik umgehen, nachhaltig zu verändern.

Digitale und analoge Hybridsysteme
Moderne Audioaufnahmen sind immer Hybride zwischen analogen und digitalen Aufnahmen. Viele Experten gehen in dieser Hinsicht davon aus, dass dieses Zusammenspiel noch deutlich weiter ausgebaut wird. So wird es beispielsweise Hardware-Controller für digitale Software und softwarebasierte Steuerungen für Hardware geben. Experten gehen sogar so weit zu sagen, dass alle Teile in einem Onlinestudio zum Hybrid gemacht werden können. Und auch Onlinedienste, die bestimmte Fähigkeiten, wie beispielsweise die Funktion von Mischpulten und Hardwarekompressoren emulieren, gibt es mittlerweile immer häufiger, was den ganzen Trend noch weiter unterstreicht.

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Virtuelle Realität
Die virtuelle Realität ist ein weitreichender Trend, der uns in den kommenden Jahren erwarten wird. Auch vor der Audioindustrie wird er kaum Halt machen. Ganz im Gegenteil erwarten viele Experten, dass die virtuelle Realität, die Art und Weise, wie wir mit Audio interagieren, nachhaltig verändern wird. Demnach erwarten sie beispielsweise, dass der Wunsch, in einem professionellen Studio zu arbeiten, im Laufe der nächsten paar Jahre immer mehr zur Realität werden wird. Unabhängig davon, ob Sie gerne eine besondere Hardware bedienen oder stattdessen doch lieber während dem Singen auf einen Strand schauen wollen. In Zukunft soll die virtuelle Realität diese Nutzungsweisen ermöglichen.

Größere Investitionen in besseren Sound
Viele Audioprofis, wie etwa Tim Nielsen, sehen immer größer werdende Investitionen in Sachen Audioqualität. Beispielsweise investieren Streaming-Dienste in die Nutzung besserer Codecs, um auf der Abspielseite eine möglichst hohe Qualität bieten zu können. Und auch bei den Nutzern wird voraussichtlich immer mehr in immersive Audiotechnologien wie etwa Dolby Atmos investiert werden. Zu diesem besseren Sound zählt im Allgemeinen auch die bessere Vertonung und Visualisierung bestimmter Spiele. Vorbilder wie Guitar Hero haben die Musik als visuellen Spaß massentauglich gemacht, worauf mittlerweile auch Online-Casinos mit Slots mit Musikthemen aufspringen, um eine Abwechslung zu den Angeboten der Konkurrenz anbieten zu können.

Ferngesteuerte Aufnahmen über das Internet
Das Aufnahmestudio war bisher immer der Platz, an dem die gemeinsame Magie stattgefunden hat. Insbesondere wenn wir an große Namen wie Led Zeppelin oder aber auch Queen denken, ist es kaum vorzustellen, dass sich diese Künstler nicht in einem Studio zusammenfinden, um zu improvisieren, planen, über den Haufen zu werfen und vor allem Musik zu machen. Nichtsdestotrotz ergibt sich auch hier der Trend, dass die „gemeinsamen“ Aufnahmen vor allem auf der virtuellen Ebene gemeinsam ablaufen und sich die kooperierenden Künstler überhaupt nicht erst sehen, wie es beispielsweise bei Ed Sheeran und Eminem der Fall war. Durch den Fortschritt der Technologie ergibt sich die Möglichkeit, in Echtzeit miteinander zu kommunizieren, sich zu sehen und gemeinsam Musik zu machen.

Cloud Computing
Nicht nur in der IT-Branche, sondern auch in der Audioindustrie wird das Cloud Computing eine größere Rolle einnehmen werden. Selten werden die Daten noch lokal gespeichert – stattdessen sind vor allem Cloudservices beliebt. Anbieter wie Anchor.fm speichern die Audiodateien der Nutzer direkt in der eigenen Cloud und ermöglichen dadurch einen einfacheren Zugriff von mehreren Geräten. Und auch Tools für die Bearbeitung setzen auf Rechenpower in der Cloud, um eine schwache Hardware zu entlasten und dennoch eine einfache Nutzung zulassen zu können. Manche Experten gehen sogar so weit zu behaupten, dass wir zukünftig nur noch in der Cloud arbeiten werden.

Wie Sie sehen konnten, gibt es interessante Trends in der Audioindustrie, welche nicht nur die Zukunft der Branche nachhaltig verändern können, sondern bereits jetzt schon ihren Anfang genommen haben. Insbesondere Technologien wie die virtuelle Realität und das Cloud Computing sind bereits im Alltag vieler Menschen angekommen und es wird sich zeigen, was beispielsweise durch die Nutzung einer künstlichen Intelligenz noch alles möglich wird. In jedem Fall bleibt es mit Spannung zu verfolgen, welche Neuerungen sich durchsetzen werden und wie die Musik der Zukunft aussehen wird.


   
   
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