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Chance für junge Songwriter: KiKa castet für "Dein Song"
Auf geht's in eine neue Runde: Das Casting für die KiKa-Reihe "Dein Song" ist in vollem Gange. Hier können Junge Songwriter in dem Wettbewerb beweisen, was in ihnen steckt und präsentieren sich der Jury, die in diesem Jahr mit Lotte, Mieze Katz, Angelo Kelly und Ole Specht besetzt ist. Die Sendungen führen Johanna Klum und Bürger Lars Dietrich. Die Songwriter in "Dein Song" sind zwischen zehn und 18 Jahre alt. Die besten acht der jungen Komponisten kommen ins Finale. Dort bekommen sie erfahrene Musiker zur Unterstützung an ihre Seite. Zu den Paten der nun schon zum 13. Mal ausgetragenen Staffel zählen unter anderem Johannes Strate, Mathea, Milow, Topic und Ilse DeLange.

Über die Teilnehmer
Da wäre zum Beispiel die 14-jährige Sarah aus Bocholt, die mit ihrem "Leise Töne werden laut" ihre ganz persönlichen Gefühle ausdrückt. Dabei geht es ihr, wie sie sagt, darum "mutig zu sein und seine Meinung zu sagen". Bereits eine Runde weiter ist Lars Schmidt. Der Göttinger Abiturient verbringt viel Zeit im Musikstudio, das er zusammen mit seinem Vater auf dem Dachboden zu Hause eingerichtet hat. Mit seinem Song "Perfekt sein" will er zeigen, dass es nicht gut ist perfekt zu sein, man kann nicht überall reinpassen. Mit dabei ist auch Celina, die schon mit 4 Jahren mit Klavierspielen und später auch mit Orgelmusik angefangen hat. Sie möchte den Menschen mit ihrer Musik einfach nur Freude machen. Ihr Song "Hier mit mir" erzählt von ihrem Lieblingsplatz, einem Kastanienbaum, unter dem sie abschalten und sich entspannen kann.

Die Faszination der Casting-Shows
Im deutschen Fernsehen gibt es eine Vielzahl von Casting-Shows. Die bekanntesten sind sicherlich "Deutschland sucht den Superstar", "The Voice", "Germany's Next Top Model" oder für die Jüngeren "The Voice Kids" oder eben "Dein Song". Die Shows locken Woche für Woche ein Millionenpublikum vor den Fernseher. Selbst Leute, die sonst lieber auf Netflix, bei Computer- oder Echtgeldspielen, die man auch mit einem gratis Bonus spielen kann, ziehen die fünfminütigen Auftritte der Kandidaten in ihren Bann. Aber warum ist das so? Was macht den Erfolg der Casting Shows aus?

Jeder Mensch macht spätestens dann, wenn er einen Job sucht selbst ein Casting durch und muss sich gegen andere behaupten. So gesehen kennt jeder das unsichere Gefühl, das Lampenfieber oder auch die Angst vor oder in solchen Situationen. Ähnliche Gefühle treten auch bei Prüfungen wie der Abi-Prüfung oder der Führerscheinprüfung auf. Die Menschen können sich in die Kandidaten hineinversetzen. In einigen Shows können die Zuschauer wie zu Zeiten der Gladiatorenkämpfe ihren Daumen per Abstimmung senken oder heben und dadurch über die Karrieren der Prüflinge entscheiden. Das kommt an.

Auf der anderen Seite sind die Kandidaten, die es darauf abgesehen haben, sich zu beweisen, eine Chance ergreifen oder zu Ruhm kommen wollen. Gewürzt werden die Shows, und da wird es durchaus kritisch, wenn sich die zumeist jungen und noch in der Entwicklung befindlichen und daher oft auch unsicher wirkenden Kandidaten, Dieter Bohlens Sprüche ausgesetzt sehen. "Wenn du in den Wald rufst, kommt mit Sicherheit kein Echo zurück" ist sicher noch eine der harmlosesten Bewertungen des Machers und Jurymitglieds von Deutschland sucht den Superstar. Völlig unnötig und danebengegriffen ist es, wenn Heidi Klum ihre noch sehr jungen und minderjährigen Models oben ohne über den Laufsteg marschieren lässt, was sogar das sonst eher sensationslustige Publikum peinlich berühren lässt.

Experten streiten sich angesichts solcher Auswüchse darüber, ob die Castingshows geeignet sind, junge Leute auf den Konkurrenzkampf in der Arbeitswelt vorzubereiten oder eher nicht mehr verunsichert. Manche meinen allerdings auch, dass die Casting-Shows die Jugend eher verweichlicht, da ihnen das Bild suggeriert wird, dass jeder ein Star und reich werden kann.

Die Geschichte der Casting-Shows
Alles begann im Jahr 1953, als Peter Frankenfeld in der ARD zum ersten Mal seine Show "Toi Toi Toi" anmoderierte. Bereits in dieser Zeit wurde das Publikum mit eingebunden. "Televoting" gab es damals noch nicht, man ließ das Publikum applaudieren. Im Laufe der Zeit veränderte sich nicht nur die Art der Abstimmung, sondern es wurden auch immer neue Elemente eingeführt, um den Selektionsprozess zu verschärfen und dem Publikum noch mehr zu bieten.

Mittlerweile haben die Macher sogar eingesehen, dass bei den teils herabwürdigenden und erniedrigenden Einlagen wie von Dieter Bohlen Coaches notwendig werden, um den Kandidaten nach einem Rausschmiss oder Mobbing durch Mitbewerber psychisch wieder auf die Beine zu helfen. Im Jahr 2000 wagte sich RTL II an ein gänzlich neues Format der Casting-Shows und rief die Reihe "Popstars" ins Leben. Hier wurden insgesamt 4.300 Mädels getestet, von denen anschließend fünf in die eigens gegründete Band "No Angels" aufgenommen wurden.

Die Band hatte damals einen riesigen Erfolg und produzierte gleich vier Nummer-Eins-Hits in den deutschen Charts. Durchschnittlich 1,45 Millionen Zuschauer sahen sich Popstars an, was einer Quote von gut 12 % bei den 19-bis 49-jährigen entsprach. Damit hatte RTL II genau den Nerv der Zuschauer getroffen und verhalt den Casting-Shows in Deutschland zu einer neuen Blüte, sodass heute noch fast alle Sender mindestens ein Format ausstrahlen und das wie es scheint auch alle Jahre wieder mit einer neuen Staffel - wie bei "Deutschland sucht den Superstar", das bereits im Jahr 2002 ins Leben gerufen wurde, und bis heute über die deutschen Bildschirme flimmert.




   
   
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