He Mensch, denke positiv!

 

Text: Klaus Schmidt (08.06.2012)
Foto: Klaus Schmidt

Ich hole gerade unsere Motoryacht "Sound3" von Peenemünde Nordhafen zurück in die heimatlichen Reviere nach Fangschleuse am Werlsee. Rund zwanzig Jahre haben wir salzige Luft geatmet. Eine schöne Zeit in unserem Leben. Direkt nach der Passage durch Polen legen wir an der ehemaligen Zoll- und Grenzstation Mescherin einen Ruhetag ein. Ich schaue bei herrlichem Wetter auf die Oder und beobachte die kleinen Ruderboote, die völlig unbeschwert zwischen der polnischen und deutschen Seite hin und her pendeln. Kein Mensch will mehr kontrollieren, reglementieren.

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Auf der deutschen Seite betreibt eine polnische Familie die einzige Dorfkneipe. Da gibt es auch polnisches Bier und polnische Gerichte. Da kommen die Erinnerungen an die vergangenen Zeiten. Wie haben sich Gott sei Dank die Zeiten verändert. Durch die Volksrepublik konnte man nur im Verband von mehreren Booten gelangen. Meist lagen wir an der Schwedter Querfahrt mehrere Tage fest bis sich so ein Verband zusammen gefunden hatte. Am DDR-Ufer stand ein Riesenschild mit der staatlichen Weisung: "Nehmen sie keinen Kontakt zur polnischen Seite auf." So waren unsere polnischen Nachbarn uns ferner als je zuvor.

Nun sitze ich also an gleicher Stelle, höre aus den Bordlautsprechern "Wind of Change", den Song der "Scorpions", den genialen Einfall von Klaus Meine. Das in Schmerzen vereinte Europa macht diese friedliche Stimmung möglich. Also nochmals Mensch, denke positiv.

Am nächsten Vormittag legen wir zur nächsten Etappe ab. Links Polen, rechts Deutschland. Rückblickend kann ich nur hoffen, dass auch in Zukunft alles so bleibt und unsere Völker weiterhin so miteinander umgehen.

Auf so einem Langtörn ist auch Zeit für ein paar Songs, für die im stressigen Alltag sonst wenig Zeit bleibt. Da wird man auch ein wenig nachdenklich: Wie können uns auch die neuen Songs noch voll erreichen, können auch gute Musik und Texte etwas in uns bewirken? Die reale Wahrheit holt uns bei der Fahrt durch Berlin schnell wieder ein. Nun war es auch noch der Dienstag nach dem Pfingstfest. Auf der Berliner Spree fahren die Ausflugsdampfer als wären sie auf eine Perlenkette aufgezogen. Nur schnellstmöglich durch die Mühlendammschleuse Richtung Müggelsee weiter. Am Abend legen wir endlich in Fangschleuse am Werlsee an. Das war eine Reise durch unterschiedliche Welten.

Nun werde ich mich wieder mit meiner Haus- und Hofband, der STERN-COMBO MEISSEN, beschäftigen. Eine Videoproduktion in Meißen steht an. Am 16. Juni 2012 machen die Musiker nicht nur Musik, sondern hoffentlich auch glückliche Gesichter für die angedachte Videoproduktion. Die Produzentin Melanie Braun arbeitet schon geraume Zeit an einem Produktionsplan zur Realisierung einer Aufzeichnung. Kein leichtes Vorhaben, sechs Musiker sind schwer unter einen Hut zu bekommen. Nun sind wir natürlich auf ein positives Ergebnis gespannt. Immerhin wirft der 50. Bandgeburtstag seine Schatten voraus. Doch bis dahin fließt noch viel Wasser die Spree und Dame herunter.

Anmerkung: Vom Geburtstagskonzert der STERN-COMBO MEISSEN am 16. Juni in Meißen (siehe Ankündigung unten) werden wir Euch ausführlich berichten.


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