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Ein Bericht mit Fotos von Reinhard Baer



Schon vor einigen Wochen erhielt ich von Simone Kotowski eine Nachricht. Sie fragte mich darin, ob ich nicht Lust hätte, am 11. Mai nach Berlin in die WABE zu kommen. Sie schrieb mir dass sie dort an diesem Abend mit ihrer Band auftreten würde und dass es nicht schlecht wäre, wenn dabei ein paar Fotos entstehen könnten. Daraufhin habe ich mich erst einmal schlau gemacht, was an besagtem Abend dort stattfinden sollte, wo Deutsche Mugge vor fast genau vier Jahren das elfjährige Bestehen feierte. Und nachdem ich auch noch den Beitrag meiner Kollegin Dajana vom Oktober 2021 über Arno Zillmers Open Mic gelesen hatte, wusste ich, was es mit dieser Veranstaltung auf sich hatte.a 20220514 1228351438 Dort können sich Leute, die etwas auf der Bühne zu bieten haben, anmelden und einige bekommen dann die Möglichkeit, aufzutreten. Das Publikum wählt am Ende per Stimmzettel denjenigen Musikanten aus, der ihnen am besten gefallen hat, und der Sieger darf dann am Jahresende auf einer Veranstaltung auftreten, zu der alle Sieger des Jahres eingeladen sind. Simone Kotowski & Band bildete an diesem Abend den Abschluss. Ihr Auftritt verlief aber außerhalb der Wertung. Soviel vorab zur Veranstaltung, die ich schließlich am vergangenen Mittwoch samt Fotoausrüstung besuchte.

Die Patenschaft für diesen Abend hatte Enno Kraus, ein Künstler, den wir im Verlauf der Veranstaltung auch erleben durften. Er und sein Pianist René Pöhler kamen am Mittwoch zwei Mal zum Zuge und erhielten viel Beifall. Eröffnet wurde der Abend aber von Arno Zillmer selbst, der am Klavier sitzend mit seiner Stimme und einem Berlin-Lied den Startschuss gab. Anschließend führte er als Gastgeber gekonnt durch das dann folgende Programm, stellte die einzelnen Acts vor und unterhielt sich mit den Interpreten. Den Reigen der Gäste eröffnete - ebenfalls außerhalb der Wertung aufspielend - der eben schon erwähnte Enno Kraus mit seinem Pianisten René Pöhler. Enno Kraus, gekleidet ganz in Schwarz und mit schwarzer Kappe, sang mit klarer, tiefer Stimme Chansons. Seine Art des Vortrags erinnerte mich dabei etwas an Max Raabe. Im Interview mit Arno Zillmer antwortete er auf die Frage, was er mache sinngemäß so, dass seine Kunst ein Film sei, der sich auf einer weißen Leinwand abspiele und ein jeder kann dabei sehen was er möchte.

Der erste zu wertende Auftritt des Abends war dann Tobias Ebert. Er begleitete sich bei seinen zwei aus eigener Feder stamenden Liedern sowohl auf der Gitarre als auch am Piano selbst, und wurde zusätzlich an der Gitarre von Florian Glässing begleitet. Der zweite Interpret an diesem Abend war Simon Why, ein junger Sänger, der sich auch selbst auf der Gitarre begleitete. Er war kurzfristig für eine Teilnehmerin eingesprungen, die leider erkrankt war. Simon stammt aus Marburg, lebt aber jetzt in Berlin. Der dritte Teilnehmer war aus Passau angereist und heißt Colbinger. Er sang ebenfalls zwei Songs, zu denen auch er sich auf der Gitarre begleitete.

b 20220514 1426499713Nach einer kleinen Pause standen nochmals Enno Kraus und René Pöhler mit einem Chanson auf der Bühne (siehe Foto rechts), bevor die letzten beiden Interpreten auftraten. Zum einen war das Ted Brasko, der zu seinen beiden selbstgeschriebenen Liedern ebenfalls auf der Gitarre spielte. Danach stellte Arno Zillmer noch die aus Serbien stammende Sängerin Olivera Becker vor. Olivera Becker hat in Berlin ein Puppentheater und nebenbei schreibt sie Lieder, zu denen sie sich auf der Ukulele begleitet. Mit Ihr waren alle zu wertenden Interpreten des Abends aufgetreten und die Bühne gehörte nun für zwei Stücke Simone Kotowski und ihrer Band.

Bevor Simone Kotowski und ihre drei Musiker aber loslegten, interviewte Arno Zillmer die Künstlerin noch kurz. Dabei erfuhr das Publikum, dass Simone Klavier und Gesang studiert hat und bald ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum begehen wird. In diesem Jahr erscheint auch ein Album von ihr mit vierzehn Titeln, produziert im Studio von Ferry Grott, der auch in ihrer Band die Trompete spielt. Zur Band gehören weiterhin Tina Powileit an den Percussions-Instrumenten und Mick Tunes am Bass. Der Auftritt in der WABE beinhaltete aber nur zwei Titel. Der zweite davon war eine eigene Interpretation des Hardrock-Titels "Smoke On The Water", im Original von DEEP PURPLE.

Nach Simone Kotowski und ihrer Band konnte jeder der Gäste im Saal einen Stimmzettel ausfüllen, auf dem er den seiner Meinung nach besten und zweitbesten Teilnehmer des Abends eintragen durfte. Die Zettel wurden eingesammelt und während Arno Zillmer jetzt zusammen mit Enno Kraus sang, wertete eine Jury die per Stimmzettel abgegebenen Wertungen aus. Am Ende stand Ted Brasko als Sieger auf der Buhne und er wird im Dezember mit allen anderen Siegern der bereits gelaufenen und noch folgenden Open-Mic-Konzerte zum Finale des Jahres eingeladen. Zum Finale kamen dann auch alle anderen Interpreten des Abends noch mal auf die Bühne und man wünschte den Gästen einen guten Heimweg.




   
   
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