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Ein Konzertbericht mit Fotostrecke von Bodo Kubatzki



a 20140909 1974390694Es ist jetzt ein Jahr her, dass ich an gleicher Stelle über das Konzert der holländischen Band DeWolff anlässlich des 17. "Geburtstages" des Schweriner Speichers berichtete (siehe HIER). Ich erwähnte damals die Probleme dieser kommunalen Einrichtung angesichts der leeren Kassen der Landeshauptstadt Schwerin. Da war von Schließung des soziokulturellen Zentrums die Rede. Zwischenzeitlich kehrte mal Ruhe in dieses Thema ein, doch vom Tisch ist es nach wie vor nicht. Grund genug, den "Geburtstag" des Speichers auch in diesem Jahr mit einem ganz besonderen Konzert zu feiern. Der Veranstalter hatte dazu die Hamburger Sängerin INGA RUMPF mit ihrer Band eingeladen.

Dieses Konzert machte Mut, denn es war beeindruckend zu erleben, mit wie viel Spaß und Energie die Grande Dame der deutschen Rockmusik ihr Publikum verzauberte. Unter dem Titel "Inga Rumpf & Friends - Back To The Roots" brachte sie mit ihrer unvergleichlichen Rock-Röhre und einer fantastischen Band sowohl neue Songs, als auch Klassiker ihrer langen Karriere zu Gehör.

Mit dem groovigen Liebeslied "When The Night Comes" begann eine musikalische Reise nicht nur in die eigene Vergangenheit, sondern auch ins Jetzt und Heute. Im ersten Block gab es zum Teil neues Material zu hören, während es im zweiten Teil des Konzertes wirklich "back to the roots" ging.

Ingas Songs, angesiedelt im Rock, Blues oder Soul, erzählen kleine Geschichten von Liebe, vom wirklichen Leben und vom Alltag. "Lazy (Sixty Five)" beschreibt z.B. den Tag, als ihr bewusst wurde,b 20140909 1536863137 die magischen 65 erreicht zu haben. Im Song heißt es dazu: "I woke up this morning, and I was sixty-five. I'm old now, but I'm alive ... Hey Inga - That's ok. Congratulations - Happy Birthday!"

Und sie transportierte auch kleine Botschaften, wie mit dem Song "First Things First", in dem es darum geht, eine gewisse Ordnung in sein Leben bringen zu müssen, wenn man etwas erreichen will: "You have to learn to walk, before you can run."

Sie weiß wovon sie singt, denn sie hat einen langen, erfolgreichen Weg als Musikerin hinter sich. CITY PREACHERS, FRUMPY, ATLANTIS - das sind Bands mit denen sie in den 1960er und 1970er Jahren weltweite Erfolge feierte. Ihre bis heute anhaltende Solokarriere verlief nicht weniger erfolgreich. In Schwerin zeigte sie sich als grandiose Entertainerin und würzte ihre Songs mit kurzen Anekdoten. Hin und wieder griff sie zur E-Gitarre und steuerte mit ihrem Bootleneck-Spiel einige Blues-Riffs bei. Doch wusste sie vor allem mit ihrer Stimme und ihrer unglaublichen Bühnenpräsenz zu überzeugen.

Im zweiten Teil des Konzertes versetzte uns Inga mit ihren 'Oldies' zurück in die gute alte Zeit des Rock. Bei der Richie Havens Komposition "Indian Rope Man" mit ihrem jazzigen Zwischenteil, steuerte Keyboarder Joe Dinkelbach eine wahnwitzige Orgelimprovisation bei, die mit viel Szenenapplaus bedacht wurde. Das funkige "Friends" ließ die Stimmung im Saal weiter steigen. Auch hier glänzte Joe Dinkelbach mit einer Piano-Improvisation, bei der seine Finger wie ein Wirbelwind über die Tasten flogen.

Setlist:
• When The Night Comes
• In And Out Of Studios
• At night
• Lazy (Sixty Five)
• First Things First
• Spooky Yesterday
• Hold On - Slow Down
• Come And Go
• Back To The Roots
• Let's Get On The Road
• Get On Board
• Indian Rope Man
• Friends
• How The Gipsy Was Born
• Going To The Country
--- Zugaben: ---
• Backwater Blues
• Love Potion No. 9
• Over The Hill
Matthias Pogoda übernahm an der Gitarre und brillierte mit einem furiosen Solo. Die mit Jazz-Größen hochkarätig besetzte Band, zu der außerdem Bassist Thomas Biller und Schlagzeuger Robin Fuhrmann gehören, hatte sichtlich Spaß an dem Stück und wurde stürmisch gefeiert. Den eigentlichen Höhepunkt des Konzertes bildete der Frumpy-Klassiker "How The Gipsy Was Born" mit seinem gigantischen Orgelsound. Da gab es im Publikum kein Halten mehr, Begeisterung wurde hörbar und spürbar. Die Rock'n'Roll Nummer "Going To The Country" bot Matthias Pogoda nochmals Gelegenheit, auf seiner Gitarre ein fettes, rockiges Solo zu spielen. Über allem lag jedoch diese unvergleichliche Stimme dieser sympathischen Sängerin aus Hamburg. Dies war dann tatsächlich schon der letzte Song des regulären Konzertes.

Inga bedankte sich beim Publikum und wünschte dem Speicher für lange Zeit viele Gäste, so dass er weiter bestehen kann. Nicht nur dafür gab es einen Strauß Rosen vom Klub-Chef. Natürlich kam Inga nicht ohne Zugabe von der Bühne. "Backwater Blues" und vor allem "Love Potion No. 9", mit Reminiszenzen an Santana, ließen es noch mal so richtig krachen, bevor sich Inga Rumpf & Band mit der wunderschönen Ballade "Over The Hill" verabschiedeten.

Der Speicher hätte sich und seinen Gästen kein besseres Geschenk zum Jahrestag seines Bestehens machen können. Bleibt zu hoffen, dass es noch viele Anlässe dieser Art zu feiern geben wird.

 

 

 


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Termine:

• 20.09.2014 - Bordesholm - Savoy (Inga - Die Stimme | Trio)
• 10.10.2014 - Oldenburg - Kulturetage (Inga & KK´nZ | Die BAP-Musiker)
• 11.10.2014 - Worpswede - Musichall (Inga & KK´nZ | Die BAP-Musiker)
• 18.10.2014 - Greven - Ballenlager (Back To The Roots)
• 25.10.2014 - Illingen - Illipse (Inga & KK´nZ | Die BAP-Musiker)
• 21.11.2014 - Hamburg - Fabrik Illipse (Inga & KK´nZ | Die BAP-Musiker)

Alle Angaben ohne Gewähr. Nähere Infos und weitere Termine auf Ingas Homepage.



Bitte beachtet auch:

• Off. Homepage von Inga Rumpf: www.ingarumpf.de
• Homepage mit Infos über den Speicher in Schwerin: www.schwerin.de/speicher




Fotostrecke:

 
 
 
 

   
   
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