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Das Jubiläumskonzert


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Ein Konzertbericht von Katharina Kuhn mit Fotos von Dominik Bielz



Thomas Böttcher und Uwe Fischer sind Radiomoderatoren und beim sächsischen Sender R.SA als das Comedyduo Böttcher & Fischer (auch Die BöFis) bekannt. Seit nunmehr 20 Jahren verbringen die beiden - mit Ausnahme einer kleinen Unterbrechung - ihr berufliches Leben zusammen.a 20150909 1489903835 Ein guter Grund, das mit 8.000 Menschen auf der Hutbergbühne in Kamenz zu feiern. Aber nicht nur Zuhörer und Fans der beiden Komiker waren dabei, sie hatten sich natürlich auch Gäste auf die Bühne eingeladen.

LOTOS
Als Warmup traten die "Depeche Mode des Ostens", LOTOS, auf die Bühne. Die Sonne brachte die Jacke des Frontmannes zum Glitzern, aber bei 32 Grad hatte er diese nicht lange an. Begonnen haben die vier Musiker aus Dresden mit den Songs "Stranger", "Twist and Fire" und "Personal Jesus". Dabei ging es auf der Bühne ab, indem Sänger Jörg Schurig seine Hüften kreisen lies und auch gekonnt von einer Box zur anderen sprang. Weiter ging es mit "People are People", "Things get damaged", "Behind the Wheel" und "Enjoy the Silence". Die Nähe zum Publikum suchte LOTOS, indem der Sänger mehrmals ins Publikum kam und mit ihnen tanzte und die Leute zum Singen animierte. Nicht nur englische Lieder, sondern auch ein deutsches Lied mit Namen "Domino" performten sie. Das große Finale des Auftrtitts war "Live is Live", und das Publikum tobte.

FANCY
Mit FANCY trat der älteste Künstler des Abends auf die Bühne. Der 69-Jährige Künstler war der Erste, der ein Autogramm von den BöFis hatte und schon damals deren Potenzial erkannte. Mit Liedern wie "Slice me Nice", "Lady of Ice" und "Flames of Love" schaffte es FANCY, dass sogar das Tanzbein beim Paartanz geschwungen wurde - egal ob mit dem eigenen Partner oder mit dem netten Sitzplatznachbar. Trotzdem FANCY seine Lieder leider nur im Playback zum Besten gab - auch die beiden Medleys am Ende des Auftritts - wurde er sehr bejubelt.

Wolfgang Ziegler
Es wäre keine Veranstaltung von R.SA, wenn nicht ein Künstler kurz vorher absagen müsste. So auch dieses Mal. Harpo musste wegen Stimmenproblemen leider absagen und überbrachte seine Glückwünsche per Video. Zum Glück war Wolfgang Ziegler als Gratulant sowieso vor Ort und sprang spontan für den Schweden ein. Begonnen hatte Ziegler seinen Auftritt mit dem Song "Das was ich immer wollte"b 20150909 1964904347 und forderte das Publikum auf, zwecks Kuschelfaktor etwas näher zusammen zu rücken. Sogar eine Weltpremiere hatte er im Gepäck. Zum ersten Mal vor Publikum sang er das neue Lied "Fair sein", und alle waren begeistert. Auch als er die Songs "Du fehlst mir" und "Verdammt" performte, war das Publikum dabei und machte mit.

CORA
Als nächstes traten mit Swetlana von dem Bottlenberg und Cora von dem Bottlenberg die beiden einzigen weiblichen Künstler des Abends auf die Bühne. CORA, wie die beiden Damen sich nennen, begannen gleich mit ihrem Hit "Amsterdam", der sie weltberühmt machte. Weiter ging es mit einem Mix aus deutschen und englischen Songs. Es wurden die Lieder "Liebe pur" und "In the Name of Love" zusammen als ein Titel gesungen und dabei zwischen den beiden Sprachen hin und her gesprungen. Nicht nur alte Stücke hatte CORA im Gepäck. Sie sangen auch ein paar Songs aus ihrem neuen Album "Wunderbar" zum ersten Mal live. So wurde "Himalaya" und "Sehnsucht" performt und alle waren beeindruckt, da man mit CORA fast immer nur "Amsterdam" in Verbindung gebracht hatte. Es gibt aber noch viel mehr tolle Lieder des Damenduos, wovon wir uns in Kamenz überzeugen konnten.

Achim Mentzel
Der erste und einzige Filmauftritt des lustigen Duos Böttcher & Fischer war bei ihm: In der Fernsehsendung "Achims Hitparade" von Achim Mentzel sangen sie ihren Hit "So ein Zirkus mit den Weibern". Danach gab es keinen weiteren TV-Aufritt der beiden Komiker als Sänger mehr. Darum war es klar, dass auch Achim Mentzel eingeladen wurde. Er sang auch einige seiner größten Hits. Mit den Liedern "Hier fliegt heut' die Kuh" oder "Oh wie ist das schön", wo bei den Texten größten Wert auf Humor gelegt wurde, lachten alle im Publikum und die Stimmung war ausgelassen. Beim Song "Rot sind die Rosen" schunkelten alle mit, wobei ein Zuschauer neben mir meinte: "Nur Achim schafft es wirklich, dass ich schunkle". Zum Abschied sang der Künstler noch die "Rampensau", eine Hymne auf sich selbst. Das war der lustigste Auftritt des Abends, und die Lachmuskeln taten noch eine Weile weh.

c 20150909 1632697704The Rubettes
Bekannt wurden die Rubettes in "Ein Kessel Buntes". Ganz in weiß strahlten die Engländer auf der Bühne bei Titeln wie "The Lion sleeps Tonight", "Baby I know" und "Jukebox Jive". Ein Mega-Highlight und ein besonderes Geschenk an Thomas Böttcher war, dass er beim Song "Sugar Baby Love" als Drummer mitspielen durfte. Da zeigte Herr Böttcher, was er noch so alles drauf hat. Zum Abschluss des Auftritts saß der etatmäßige Drummer wieder an seinem Platz und es wurde "Realy Moon" gespielt. Das Publikum war vom Auftritt der Briten begeistert.

Falkenberg
Vor zwei Jahren stand Falkenberg schon einmal in Schwarzenberg für die R.SA Oldienacht auf der Bühne. Nun war er auch einer der Gäste zum Jubiläum der BöFis in Kamenz. Der Mann für die leisen Töne kam nur mit einer Akustikgitarre und einem Klavier auf die Bühne. Mit Liedern wie "Osten", "Was würdest du tun" und "Eine Nacht" schaffte es der Sänger, dass viele Konzertbesucher ihren Gefühlen freien Lauf ließen. Manche lagen sich in den Armen und freuten sich über die Lieder und die gemeinsame Zeit. Doch als Falkenberg die beiden Jubilare auf die Bühne holte, damit sie ohne sich abzustimmen zu "Mann im Mond" tanzten, lagen alle flach. Der Sinn dieser Aktion war, dass sich Böttcher & Fischer nach so vielen Jahren den Bewegungen des anderen anpassten. Doch soweit kam es erst gar nicht. Als Thomas Böttcher plötzlich mit Ballett um die Ecke kam, lag sogar Uwe Fischer flach und konnte nur noch lachen. Ohne die Beteiligung der BöFis spielte Falkenberg noch "Eine Nacht" und "Fühlst du dein Herz". Der aufgehende Mond passte perfekt zur Stimmung der Lieder.

Purple Schulz
Er machte es zu Anfang spannend. Man hörte nur Vögel und Kinderlachen, bevor er auf die Bühne kam und das Lied "Ich hab' Feuer gemacht" spielte. Danach sprach er sich gegen Fremdenfeindlichkeit aus und appellierte an das Publikum, offen und tolerant zu sein. Daraufhin sang er ein afrikanisches Lied und das Publikum war komplett begeistert. Er selber spielte am Klavier, während er als Gitarristen keinen geringeren als seinen Sohn Dominik Schulz, der das musikalische Talent eindeutig vererbt bekommen hat, mitgebracht hatte. Mit Liedern wie "Schöne Leute", "Kleine Seen" und "Sehnsucht", insbesondere mit den Texten, brachte er das Publikum zum Nachdenken. Zum Schluss kam mit dem Song "Verliebte Jungs" noch einmal sehr viel Stimmung auf.

Costa und Lukas Cordalis
Nun kam ein Vater und Sohn-Gespann an die Reihe, um für die BöFis zu spielen und das Publikum zu unterhalten. Lukas und Costa Cordalis kamen auf die Bühne und schon hatten sie alle in ihren Bann gezogen. Am Anfang kam auch gleich Costas größter Hit "Anita" zum Einsatz. Es folgten Lieder wie "Viva la Noche", "Der Wein von Samos" und ein Medley aus "Cardina kommt"d 20150909 1392238897 und "Steig in das Boot". Zwischen den Liedern wird eine Gitarre von Costa zu Lukas und wieder zurück gereicht. Auch ein Zirtaki wurde gespielt und die komplette Hutbergbühne tanzte mit. Als Abschied wurde das Lied "Griechischer Wein" von Udo Jürgens gesungen - eine Hommage an den größten Entertainer überhaupt, der leider im Dezember 2014 verstarb.

KARAT
Der Höhepunkt des Abends war, als Karat auf die Bühne trat. Es ist faszinierend, wie sehr sich die Simmen von Vater Herbert Dreilich und seinem Sohn Claudius ähneln. Die Band begann mit dem Song "Seelenschiffe". Danach holten sie die BöFis auf die Bühne und sangen mit ihnen gemeinsam ein Geburtstagslied. Ihr musikalisches Können stellten die fünf Herren von KARAT bei den Liedern "Jede Stunde", "Schwanenkönig", "Blumen aus Eis" und "Blauer Planet" unter Beweis. Außerdem ging auch Frontmann Claudius mal ans Keyboard, damit sein Kollege Martin Becker die Mundharmonika zum Klingen bringen konnte. Als Abschluss des Abends wurde mit allen, Gäste und Publikum, das Lied "Über sieben Brücken" gesungen. Ein toller Moment, der bei vielen wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Auch Böttcher und Fischer traten zwischen den Auftritten der Gäste auf die Bühne. So wurde auch der Auftritt von 2013 mit Lena als Suzi Quatro wiederholt. Außerdem wurden Videoausschnitte aus dem zwanzigjährigen Berufsleben der beiden gezeigt. Auch die Passanten in der Leipziger Innenstand wurden befragt, wie sie das Jubiläum und die Jubilare finden. Alle Befragten waren begeistert, außer eine Frau die meinte, "Böttcher und Fischer kenne ich nicht. Ich kenne nur Helene Fischer". Die russische Austauschstudentin Lena,e 20150909 1284270229 die jeden Morgen mit den BöFis auf Sendung geht, hatte eine Fragerunde vorbereitet. So war eine Frage, was das Ziel einer Morgensendung sei. Böttcher ganz knallhart: "Überleben" - Fischer: "Es geht nur um Einschaltquote. Früher ging es noch darum, Sachsen aus den Betten zu holen." Achim Mentzel nahm uns mit auf eine Reise durch die skurrilsten Outfits. Doch nicht nur Gäste gratulierten den beiden. Auch die BöFis bedankten sich bei ihren ehemaligen und jetzigen Chefs für ihr Vertrauen und ihre Künste. Es war ein grandioser Konzertabend mit viel Gefühl, Witz und zwei sprachlosen Ehrengästen. "RSA heißt rüstige sächsische Altstars", war das Abschlusswort von Purple Schulz.


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