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Fritz Puppel
 
von der Gruppe
 
 
CITY

 

CITY war im letzten Jahr bei uns "Gast des Monats" in unserem Magazin. Seitdem hat sich viel bei den Herren ohne Haare getan, dabei ist der Armbruch von Fritz nur der kleinste Teil aller Neuigkeiten. Deutsche-Mugge war zum Konzert in Kremmen von der Band eingeladen worden. Petra Heinzel und André Serfas hatte vor dem Auftritt noch ausreichend Zeit, um mit Fritz über dies und das zu plaudern...

 


 

Wie geht es dir, Fritz?
Also, gut schlecht und gut. Gut, weil wir sind mit der Band hier sind und Dank der freundlichen Unterstuetzung von Keimzeit in Person von Rudi Feuerbach auftreten können. Schlecht, weil ich natuerlich gerne Gitarre spiele und das jetzt hier und heute nicht kann. Und nochmal gut, weil es mit dem Gips auch irgendwann mal ein Ende hat. Und ich vermute so in vier Wochen werde ich dann wieder auf der Buehne stehen.

In vier Wochen? D.h. jetzt kommt irgendwann der Gips ab, oder?
Richtig.

Was hast du gemacht? Sprichst du darüber?
Ja. Es laeuft allgemein unter der Ueberschrift "Sport ist Mord", was ich aber ablehne. Sagen wir es mal so: ich bin nach dem Sport gestürzt. Der Sport an sich war eigentlich schon vorbei. Ich bin danach unglücklich gefallen und habe mir einen Bruch zugezogen... einen richtigen Bruch.

Du warst vorher joggen, oder?
Ja, ich hatte gejoggt und ich war damit schon fertig als ich unglücklich gefallen bin.

Das Nächste was kommt ist ja dann was ganz Großes. Ich war gerade erst vor einer Woche in der Wuhlheide und habe mit Freude gelesen, dass City nächstes Jahr endlich auch bei Ostrock in Klassik dabei ist...
Richtig, genau!

Endlich
Ja...

Ihr freut euch drauf, oder?
Na klar.

Wie bereitet ihr euch darauf vor?
So, dass wir mit Sicherheit ab Januar dann, sagen wir mal, in die künstlerische Vorbereitung gehen. Es geht ja auch darum, vorbereitet zu sein, denn mit grosser Wahrscheinlichkeit wird auch ein Klassik-Album dazu erscheinen. Und da bedarf es also größerer Proben und Aufnahmesessions um das alles dann rechtzeitig veröffentlichen zu können. Und auf der anderen Seite ist es für uns ja nicht alltäglich, klassische Arrangements zu schreiben. Wir müssen uns da Fachleute mit ran holen und da freuen wir uns schon sehr drauf.

Klassik-Album?
Ja, "Ostrock in Klassik Nr. 2"

Sprechen wir mal über Euer Publikum, also das Zielpublikum. Ich habe vorhin kleine Kids gesehen. Das Publikum soll bei Euch immer mit wachsen?
Genau, wir spielen definitiv für mehrere Generationen. Die Band existiert ja schon dreieinhalb Jahrzehnte, und wir freuen uns natürlich, dass Generationen nachwachsen, neugierig sind und hören und sehen wollen was wir so machen.

Es sollen alle angesprochen werden, egal welchen Alters? Egal, ob klein oder schon 70, 80 oder 90?
Genau!

Da sind wir gleich beim Thema 70 80 90. Ich hatte da draussen gerade so ein kleines Mädchen mit dem Schild 70 80 90 gesehen. Auf der Rückseite stand 80 90 100. Ich glaube das erinnert mich an "Meister aller Klassen", einen eurer Titel.
Richtig (lächelt). Bloss den spielen wir momentan leider nicht.

Ihr spielt den gar nicht?
Nein. Aber das ist halt so, dass wir gut zwei Stunden Programm spielen, und man kann halt nicht alle Titel aus der Bandgeschichte spielen.

Ich hatte voriges Jahr von Mai bis September fünf eurer Konzerte der eon-edis Tour besucht (das Konzert am 06.09. war ebenfalls eins, Anm. d. Red.)...
Das ist schön (lächelt).

Geht es mit eon-edis noch weiter?
Die Antwort können wir jetzt nicht geben. Das hat in erster Linie was mit der Firma zu tun. Aber ich sag mal, tendenziell würden wir uns freuen, wenn diese Verlobung weiter geht, weil es ja was für die Leute ist. Es ist ja weniger etwas was jetzt mit uns als Band zu tun hat. Eon-edis ist nicht nur unser Sponsor, sondern sie sponsern auch die Leute, denn die Konzerte sind umsonst. Da wird ein grosser technischer Aufwand betrieben und das muss man der Firma sehr hoch anrechnen.

002 20141230 1108081699Du hast Rudi Feuerbach, der Dich heute hier an der Gitarre vertritt, eingangs schon erwähnt. Wie seid ihr auf ihn gekommen?
Ja, ganz einfach: Wir haben mehrere Konzerte mit Keimzeit zusammen gespielt, u.a. war das eine Weihnachtstour, also zwei Jahre lang. Ich glaube 2003 und 2004, wenn mich nicht alles täuscht. Und da ist das so, dass wir nicht nur nacheinander, sondern auch zur gleichen Zeit gespielt haben. D.h. wir haben mit ihnen die Titel von Keimzeit gespielt, und sie haben mit uns die Titel von City gespielt. Da war dann klar, dass wir uns - sagen wir mal - jetzt musikalisch gut verstehen. Da gibt es ein gewisses Grundverständnis. Und wir sind auch Fans von Keimzeit... ich hoffe sie auch von uns. Und dann ist das halt so, dass das gut zusammen passt. Noch dazu hat der Rudi die gleiche Frisur wie wir (lacht), da ist es nahe liegend, dass er bei uns mitmacht.

Das habe ich auch gedacht, man traut sich ja nicht immer so was zu sagen, dass es sogar bildlich passt.
Genau, ist doch wunderbar.

Gibt es auch hier mal eine Revanche? Springst du mal bei Keimzeit ein, wenn der Rudi dort mal keine Lust hat (grinst)?
Das würde ich gerne machen, aber wir gehen doch jetzt nicht vom schlimmsten Fall aus.

Nein, nur von dem Fall, dass er mal keine Lust hat.
Nein, der wird schon Lust haben. Aber wir sind halt gut befreundet, da macht man sowas...

Die neue CD ist nun auf dem Markt: "Play It Again / Das Beste von City". Ich habe letzten Freitag in Koepenick die Albumpräsentation erlebt, bei der ihr fünf Livesongs gespielt habt. War ja fantastisch, und auch der Zuspruch der Leute war enorm. Da sind drei neue Lieder drauf?
Ja...

Für die Leute, die die CD noch nicht kennen: Wie heissen sie?
"Wo du nicht bist"
"Die Bäume"
"Little City Drummerboy"
und dann gibt es noch einen vierten neuen Track, das ist das Video zu "Vater glaubte".

Diese neuen Lieder, geht das irgendwie in eine Richtung? Hat sich irgendetwas an der Art der Musik verändert?
Also ich sage das mal so: Wir selber erklären das nicht gerne. Das müsste jeder selber hören und dann katalogisieren. Also wir glauben, das sind typische, gute City-Lieder und morgen werden wir "Wo du nicht bist" auch im MDR-Fernsehen um 20:15 Uhr aufführen.

003 20141230 1243838763Aha. Und wegen der neuen Titel: Christian hat die neue CD bei uns auch schon besprochen.
Genau, ja...

Wie lange spielt ihr, bzw deine Band heute Abend?
Gut zwei Stunden.

Wie sieht die weitere Planung aus?
Es ist so, dass wir nicht die Absicht haben aufzuhören. Wir arbeiten immer an neuem Material. Im nächsten Jahr werden wir bei dieser Klassik-Sache eingebunden sein, wo wir wie schon erwähnt auch verschiedene Aufnahmen machen, und parallel dazu auch selbstverständlich an neuen Songs arbeiten werden. Also es gibt keine Langeweile.

Was mir immer wieder auffällt
Klaus spielt barfuss? Weisst du warum?
Ja klar, richtig. Der fühlt sich so am wohlsten. Vielleicht glaubt er dann, dass er in der Karibik am Strand ist... ich weiss es nicht. Er spielt nach wie vor richtig gut.

Spielt Rudi auch auf deiner Doppelhalsgitarre?
Das kommt beim nächsten Mal. Ich habe ja auch nicht gleich mit der Doppelhals angefangen und insofern wird das noch kommen.

Wie lange spielst du schon Doppelhalsgitarre?
20 Jahre

Wie sieht eure Probearbeit aus? Habt ihr einen Proberaum?
Ich sag mal: Geprobt wird je nach Ambition. Es gibt auch ganz kleine Proben wo man sich verständigt, wie der Song ist oder wie er sein soll. Und dann gibt es Proben, da muss man einen grossen Saal mieten weil wir dann mit Licht und Ton proben, um den Song halt in die Show einzubauen. Da werden Räume oder Studios gemietet, je nachdem was anfällt. Aber zwischen ganz kleinen Proben, wo wir praktisch mit der Akustikgitarre im kleinen Raum sitzen, gibt's auch große Proben im grossen Saal.

Habt ihr ein Studio?
Nein, das wird alles angemietet, je nach Bedarf.

Gibt es noch was wichtiges was du den Lesern von deutsche Mugge gerne sagen möchtest?
Wir freuen uns natuerlich. Das Wichtigste ist, dass es Eure Seite über deutsche Musik überhaupt gibt! Ich muss dazu sagen, dass wir ja Verfechter der deutschen Sprache sind, von Anfang an schon. Nicht weil wir es machen mussten, sondern weil wir es machen wollten. Und wir freuen uns, dass wir da nicht alleine stehen und freuen uns über jeden neuen Künstler, der auch auf deutsch singt.

 
Interview: Petra Heinzel
Foto: André Serfas
 

   
   
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