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Interview vom 23. September 2021



Nachdem sich 2019 die Wege der Gruppe SILLY und ihrer Sängerin Anna Loos trennten hatten wohl nicht wenige Fans die Befürchtung, dass es mit der Band nicht weitergehen würde. Doch die drei Stammmusiker Ritchie Barton, Jäcki Reznicek und Uwe Hassbecker hatten noch viele gute Ideen und vor allen Dingen einen Plan im Kopf, wie es weitergehen könnte. Genauer gesagt zwei Pläne, denn mit Julia Neigel und AnNa R. fanden sie zwei Sängerinnen, mit denen der Weg weitergegangen werden konnte. Zuerst probierte man sich im Übungsraum aus, dann ging man schon relativ schnell gemeinsam raus auf die Bühne. Und es funktionierte hervorragend!001 20211001 1296332713 Das Ensemble harmonierte sehr gut und überzeugte das Publikum vom ersten Ton an. Nun waren die Damen und Herren im Studio um ein neues SILLY-Album aufzunehmen. Es heißt "Instandbesetzt", erschien am 17. September 2021 im Handel und stieg eine Woche später auf Platz 7 der Album-Charts ein. Das vierte Album in Folge, das in den Top-Ten landete. Bei SILLY ist also "alles rot - das Gegenteil von tot". Kurz nach der Veröffentlichung des Albums hatte unser Kollege Christian die Möglichkeit, mit Uwe und Ritchie über dieses Album, die bevorstehende Tour und einiges mehr zu plaudern ...




Die erste Frage geht an Uwe: Was macht das Knie?
Uwe: Das ist so weit wieder funktionsfähig. Okay, manchmal wirkt es noch etwas instabil, aber im Großen und Ganzen ist es gut verheilt und ich kann sagen, ich habe Glück gehabt.

Wie ist das denn passiert?
Uwe: Das weiß ich selber nicht so richtig. Ich will manchmal eben alles selber machen und schieße dabei hin und wieder über das Ziel hinaus. In diesem Fall hatte ich eine Leiter ans Dach unseres Hauses angestellt und diese auch noch nach oben verlängert. Nur leider habe ich dabei die ganzen Symbole, die auf den Aluleitern an der Seite abgebildet sind, missachtet. Diese Symbole sagen einem nämlich, was man alles nicht machen darf und darauf sollte man wirklich achten. Dummerweise wollte ich aber gerade das machen, was man demnach eher nicht machen sollte. Jetzt bin ich klüger, bis zum nächsten Mal.

Du bist also sozusagen erlebnisorientiert an die Arbeit gegangen.
Uwe: Richtig, voller Tatendrang. Ich dachte mir, das wird schon klappen …

In dieser Zeit entstand auch Eure aktuelle CD "Instandbesetzt". In einem der letzten Interviews hast Du mal gesagt, und ich zitiere Dich wörtlich: "Was Gitarrensoli betrifft, die sind natürlich ein bisschen weniger vorhanden. Aber so etwas ist ja auch nicht mehr angesagt". Was hat sich denn seitdem geändert? Auf der neuen CD knallt es nämlich wieder ordentlich, gerade von Dir.
Uwe: Ach weißt Du, geknallt hat es bei uns eigentlich auch früher schon. Nur wird diese Sache vor allem in der deutschen Popmusik eher stiefmütterlich behandelt. Höre Dir mal das Radioprogramm an, da findet so etwas überhaupt nicht mehr statt. Wir haben dem Affen auf dem Album einfach mal ein bisschen Zucker gegeben und außerdem hatte ich wirklich große Lust, mal wieder ein paar echte Soli einzubauen.
Ritchie: Wir haben uns vorher auch darüber verständigt, gerade vor den Mixes, dass wir eben nicht dieses Nivellierte, was wir in den ganzen letzten Jahren bei uns selbst erlebt haben, erneut reinbringen wollten. Diesmal sagten wir uns, wenn ein Instrumentalpart vorkommt, egal ob von Gitarre, Keyboard oder auch mal vom Bass, dann soll dieser Part auch nach vorne kommen. Man soll merken, hier spielt eine echte Band und nicht nur eine Kulisse im Hintergrund, die einen Sänger begleitet. Es war uns wichtig, die Persönlichkeiten der einzelnen Musiker herauszuheben. Uwe sagte ja eben, Gitarrensoli wären heutzutage nicht mehr angesagt. Ich erweitere die Aussage mal dahingehend, dass in unserer heutigen Zeit generell keine Soli mehr angesagt sind. Erinnere Dich mal an die Siebziger und zum Teil auch noch die Anfänge der Achtziger. Da konnte man noch jede Menge Instrumentalisten hören und erkannte mühelos den einen oder anderen Namen. Zum Beispiel den Bassisten Pino Palladino.
Uwe: Also live hat das bei uns ja ohnehin immer stattgefunden. Deshalb eilte uns immer der Ruf voraus, dass wir live deutlich rockiger klingen, als auf CD oder Platte. Das haben wir uns insgeheim zu Herzen genommen und versuchten, das auf dem neuen Album deutlich zu ändern, um mal eine Annäherung zwischen dem Liveeindruck und dem Sound auf Platte zu erreichen. Es ist ja so, dass wir zum Beispiel "Unter´m Asphalt" in anderer Form schon 2005 bei "SILLY & Gäste" als Intro verwendet haben. Es klang live also niemals so, wie es ursprünglich mal aufgenommen wurde. Daran lehnt sich auch die jetzige Neuaufnahme an. Natürlich ist das noch ein wenig erweitert und ausgefuchster geworden, aber im Großen und Ganzen haben wir die Songs so, wie wir sie live spielen, jetzt auch mal auf CD und Platte aufgenommen.
Ritchie: Das, was Uwe sagt, war die Basis für die Songs des Albums. Dazu kommen noch viele weitere Ideen, die während einer Produktion auf ganz natürliche Weise entstehen und mit denen wir die Lieder ergänzt haben. "Bei "So ´ne kleine Frau" gibt es beispielsweise ein paar neue Sachen zu entdecken. Ach, eigentlich trifft das auf jeden Song des Albums zu.

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Ihr habt also quasi mit der Produktion von "Instandbesetzt" die Pop-Schiene verlassen und seid zurück in der Deutschrock-Ecke, so wie es ja bis 1996 auch schon der Fall war. Kann man das so sagen?
Ritchie: Ich glaube, dass wir auch schon mit Tamara immer einen gewissen Popanteil in den Songs drin hatten. Es ist auch nicht so, dass wir den Pop an sich verteufeln. Aber diese Einförmigkeit, die sich in den letzten Jahren entwickelt hatte, die war und ist ja unerträglich. Im Radio hörst du nur noch einen Sound mit verschiedenen Künstlern am Mikrofon. Das ist an Unkreativität nicht zu überbieten und wir haben beschlossen, da wollen wir uns als Musiker nicht mehr einreihen.

Ihr habt neuerdings zwei Damen am Mikrofon statt nur der einen. Über Julia Neigel wissen wir, dass Uwe sie über Maschine kennengelernt hat. Aber wie kam es zu der Idee bzw. wer hatte die Idee, AnNa R. in die Band zu holen? Sie bringt ja ein gänzlich andere Stimmfarbe mit und verfügt über einen komplett anderen Background.
Ritchie: Wir haben eigentlich schon 2005 zusammengearbeitet, als wir nach neun Jahren SILLY-Pause dieses "SILLY & Gäste" kreierten. Das war ein Projekt mit insgesamt zehn Sängern im Hintergrund, von denen pro Abend immer drei bis vier auf der Bühne standen. Da war AnNa R. bereits dabei, obwohl sie zu der Zeit noch sehr erfolgreich mit ROSENSTOLZ unterwegs war. Deshalb war es auch nicht einfach, die ganzen Termine zu koordinieren. Drei Konzerte waren zeitlich möglich und AnNa sagte auch sofort zu. Sie war sogar regelrecht begeistert über unsere Anfrage, denn ROSENSTOLZ hatten ja selber zwei Songs von SILLY gecovert, nämlich "Hurensöhne" und "Wo bist du". AnNa war also ohnehin ein großer Tamara-Fan, weshalb ihr die Zusage sehr leicht fiel. Als wir dann überlegten, wie es nach dem Ausstieg von Anna Loos mit SILLY weitergehen soll, fiel uns sofort AnNa R. ein. Wir fragten also erneut bei ihr an und bekamen auch diesmal ohne Zögern ein Ja. Diesmal war die Gesamtsituation auch viel besser und einfacher, so dass wir sehr schnell zusammenkommen konnten. Und über Julia kann Hasbe etwas sagen …
Uwe: Gerne, aber ich möchte noch etwas zu AnNa hinzufügen: Mit ihrer frechen Berliner Schnauze passt sie einfach perfekt zu uns, denn wir sind ja eine sehr von Berlin geprägte Band, wobei niemand von uns echter Berliner ist. Diese Farbe erfüllt Julia logischerweise nicht ganz. Julia kommt aus einer ganz anderen Ecke, auch musikalisch. Sie ist sehr vom Soul beeinflusst und eine echtes Energiebündel. Beide sind nicht nur stimmlich sehr verschieden und genau das macht den Reiz aus. Die Damen ergänzen sich perfekt und geben unseren Liedern einen neuen, alten Charme. Außerdem steckt noch etwas anderes dahinter: Nach der Trennung von der anderen Anna wollten wir uns nicht gleich wieder auf jemanden festlegen. Wenn wir jetzt eine Frau vorne hinstellen und die singt unsere Lieder, dann ist sie natürlich DIE neue SILLY-Sängerin. Das wollten wir nicht. Und ich glaube, den Mädels war das auch ganz recht, denn beide haben ja parallel dazu noch ihre Soloprojekte. AnNa hat in Hamburg ihre Band GLEIS 8, mit der sie auch weitermachen möchte und Julia hat ja gerade ein Soloalbum veröffentlicht. Alle diese Dinge laufen nebeneinander her, was dazu führt, dass die Verantwortung bei uns auf mehrere Schultern verteilt ist. Dadurch fühlt sich bei uns niemand unter Druck gesetzt, was ein total angenehmes Gefühl ist. Wir haben viel Spaß miteinander, lassen es laufen und werden sehen, wie lange es funktioniert. Im Moment ist jedenfalls alles super.

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Was Julia Neigel betrifft, so war ich doch etwas verwundert, denn mit ihr habt Ihr ja nicht nur eine geile Stimme, sondern auch eine gute Texterin gewonnen. Diese Fähigkeit kam aber für SILLY offensichtlich nicht in Frage, denn Ihr habt zwei andere Texter ausgewählt.
Uwe: Das stimmt. Wir hatten das große Glück, zwei Texter zu finden, bei denen wir sofort das Gefühl hatten, die sprechen unsere Sprache. Jeder weiß, SILLY und Texte, das ist ein ganz spezielles Thema durch die lange Zusammenarbeit mit Werner Karma und dann mit Gundermann und auch mit Tamara. Die Leute gucken also bei uns immer dreimal hin, wenn es um Texte geht. Manchmal ist das Fluch und Segen zugleich, möchte man fast sagen, und das macht es nie einfach. Wir wussten, dass wir unbedingt jemanden finden wollten, der unsere Sprache spricht. Und ich glaube, mit Jörn Kalkbrenner und Max Prosa haben wir die richtige Wahl getroffen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Typen. Der Max ist ein junger Singer Songwriter und Jörn kommt vom Journalismus und schreibt Gedichte. Er ist übrigens der Vater der beiden DJs Fritz und Paul Kalkbrenner.

Geht die Zusammenarbeit mit den beiden über dieses Album hinaus?
Uwe: Das ist zumindest so angedacht. Es gibt erstaunlicherweise in diesem Bereich eine Menge neuer Leute, die nachgewachsen sind und bei denen es sich definitiv lohnt mal nachzuschauen, ob es miteinander funktionieren könnte.
Ritchie: Auf jeden Fall sind wir diesbezüglich in alle Richtungen offen.

Jetzt habt Ihr drei neue Songs auf der CD. Unter anderem "Lautes Schweigen", was hervorragend in diese Zeit passt. Ist das Euer Statement zur aktuellen Situation im Land?
Ritchie: Man kann ja kaum daran vorbeigucken und ich glaube, man muss auch nicht viel dazu erklären. Jeder kann seine eigene Sichtweise haben und die eigene Bewertung dazu abgeben, aber ja, es ist genau unser Statement.
Uwe: Eigentlich sind alle drei Songs eine Art Statement zu unserer Lage und zur Lage allgemein.

"Hamsterrad" betrifft ja quasi unser aller Leben.
Uwe: Das Lied hat durchaus ein paar autobiografische Züge. Die Zeit mit Anna Loos und dass es nachher mit uns zu Ende ging, hat vielleicht auch ein bisschen damit zu tun, dass wir uns wirklich in so einem Hamsterrad befunden haben. Wir haben eine Platte gemacht, dann sofort getourt, diverse Fernsehsendungen gemacht, wieder getourt, die nächste Platte aufgenommen … Diese zwölf gemeinsamen Jahre mit Anna Loos waren teilweise Irrsinn, waren richtig fette und harte Arbeit. Manchmal haben wir uns dabei sicher ein bisschen übernommen und merkten nicht, dass wir hin und wieder etwas vom Weg abgekommen sind. Das könnte der Song in etwa widerspiegeln, obwohl diese Dinge natürlich auch auf viele andere Leute zutreffen. Man darf eben nicht in einen Tunnelblick verfallen, sondern muss auch immer mal nach links oder rechts schauen, was es noch so gibt und ob es sich lohnt, mal aus dem Hamsterrad auszusteigen. Natürlich spielt auch dieses Lied ein wenig auf die heutige Zeit an. Insofern ist es gerne frei interpretierbar.



Allerdings hat Euch der kommerzielle Erfolg der drei Alben mit Anna Loos ja durchaus Recht gegeben, denn alle drei Platten haben es in die Top 10 geschafft.
Uwe: Das eine schließt ja das andere nicht aus. Wir sind auch wirklich stolz auf alle drei Alben. Vielleicht ist nicht jedes einzelne Stück gelungen, vielleicht merkt man mit etwas Abstand, dass man dieses oder jenes anders hätte machen können, das ist völlig normal. Wir haben es zu jeder Zeit versucht so gut zu machen, wie wir es konnten.
Ritchie: Es ist ja immer so: Erst wenn man den Abstandsblick hat, kommt Klarheit in die Dinge. Bist du mittendrin im Hamsterrad, ist es dir eben nicht möglich, den Kopf zu heben und mal rauszugucken.

Der dritte neue Titel, den Ihr auch gerade bei der "Goldenen Henne" vorgestellt habt, heißt "Werden und Vergehn". Vom Text her komplett anders als die anderen beiden. Hattet Ihr da eine Art Mitsprachrecht? Wolltet Ihr so eine lyrische Nummer auf dem Album haben?
Ritchie: Das ist einfach eine weitere Facette auf der Platte.
Uwe: Außerdem hat der Text ja fast schon einen philosophischen Hintergrund. Es geht dabei um den Kreislauf des Lebens, der im Kleinen wie im Großen relativ ähnlich verläuft. Also diese Sinuskurve, die hoch und runter geht und die auch unser Leben als Band ganz gut widerspiegelt. Wir trafen uns eines Tages mit Jörn Kalkbrenner in Ritchies Wohnung und spielten ihm die ersten Demos von dem Lied vor. Jörn hörte aufmerksam zu und begann parallel dazu mit dem Aufschreiben einiger Zeilen. So hatte er sofort die ersten Zeilen, nämlich "Kontinente treiben aufeinander zu" …
Ritchie: Jörn fühlte sich unmittelbar inspiriert von der Musik …
Uwe: Sicher hat der Song auch ein gewisses Pathos, aber das muss man sich eben auch mal trauen. Wir tun das hin und wieder.

Ich sage nur "Die Ferne". Das war ja auch so ein Song ...
Ritchie: Da gab es im Laufe der Jahre viele Beispiele. Manchmal mussten wir uns auch selber hinterfragen, ob es jetzt nicht ein bisschen dick aufgetragen war. Insgesamt reiht sich der Song aber doch ganz gut ein in unser Gesamtwerk. Ohnehin ist ja die stilistische Palette auf unseren mittlerweile elf Alben doch recht weit gefasst.

Die zehn anderen Lieder auf dem neuen Album sind zumindest den Fans bekannt, anderen Leuten, die nicht so vertraut sind mit SILLY, eher nicht so. Letzteres liegt vielleicht auch daran, dass diese zehn Songs, die ihr neu produziert habt, mit Ausnahme von "Bye Bye" nicht unbedingt Eure größten Hits waren. Ich will nicht sagen, dass es sich hierbei um Songs aus der zweiten Reihe handelt, aber es sind doch eher Albumtracks. Sind das diese besonderen Titel, die Ihr auch auf der "Zehn Städte - Zehn Alben"-Tour für Euch favorisiert habt?
Ritchie: Na ja, auf der Tour waren es schon noch ein paar Nummern mehr. Für das "Instandbesetzt"-Album haben wir sehr genau überlegt, welche Songs wir draufpacken. Auf keinen Fall wollten wir das machen, was man bei der Veröffentlichung einer "Best of"-Scheibe macht. Dann wären nämlich vor allem Nummern wie "Mont Klamott" oder "Bataillon d'amour" drauf gewesen. Stattdessen haben wir unsere ganz persönlichen Lieblingsstücke ausgewählt. Und auch die Mädels hatten Mitspracherecht und konnten sich äußern. Natürlich konnten wir dabei nicht alle Wünsche berücksichtigen, denn dafür ist der Platz auf einer CD zu knapp bemessen. Auch mussten wir ein paar dramaturgische Dinge beachten, so sollte beispielsweise bei der Titelauswahl die Ausgewogenheit zwischen AnNa und Julia stimmen. Es war also nicht einfach, das Konzept der "Zehn Alben - Zehn Städte"-Tour auf einem Album zusammenzufassen.
Uwe: Die Zusammenstellung hätte natürlich auch durchaus anders ausfallen können und wäre deshalb nicht schlechter gewesen. Aber am Ende mussten wir uns entscheiden. Mir fällt so etwas ohnehin immer sehr schwer und führt dazu, dass ich am liebsten immer alles komplett übernehmen möchte. Das war aber nicht möglich, insofern kann ich mit dem Ergebnis sehr gut leben.
Ritchie: Songs wie "Helloween in Ostberlin", "Unter´m Asphalt" oder "So ´ne kleine Frau", die immer eher in der zweiten oder gar dritten Reihe standen und die eigentlich nur Fans kennen, die auch unsere Alben gekauft haben, die wollten wir unbedingt noch einmal neu aufnehmen, etwas auffrischen und zeitgemäßer gestalten. Das war uns wichtig und ist uns, so denke ich, auch gut gelungen.

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Ritchie, warum hört man Dich nicht mit "Der letzte Kunde" auf dem Album?
Ritchie: Oh weh … Das war tatsächlich mal kurz im Gespräch. Ich glaube, das hat sogar Uwe auf den Tisch gepackt. Ob das nun ernst gemeint war oder nicht, weiß nicht so genau.
Uwe: Doch, das war völlig ernst gemeint! Ich fand das super, wie Du das gemacht hast. Klar, das Ding ist ein echter Hit, aber es fällt natürlich etwas aus dem Rahmen. Wenn man das bei den Live-Konzerten in die Zugabe packt, hat das durchaus seine Berechtigung, aber auf dem Album …
Ritchie: ... auf dem Album wäre das sehr schwer zu platzieren gewesen. Ich weiß auch nicht, wie ich mich dabei gefühlt hätte. Man kann aber sicher sein, dass wir die Nummer auf unseren Konzerten immer mal wieder spielen werden.
Uwe: (lacht) Ich nehme Dich beim Wort!

Wer nicht zufällig in Magdeburg beim Konzert der "Zehn Alben - Zehn Städte"-Tour dabei war, kennt ja diese Version von "Der letzte Kunde" auch gar nicht ...
Ritchie: Okay, dann werden wir dafür sorgen, dass wir das in Zukunft wieder öfter dabei haben. Ein paar Leute aus unserem Fanclub nerven deshalb ohnehin schon mächtig.

Die neue CD wurde zum einen von Euch, zum anderen von Ingo Politz produziert, was ja auch nicht selbstverständlich ist. Und der Dritte im Bunde ist Leo …
Ritchie: Richtig. Leo ist Uwes Sohn und mein Patenkind. Leo ist quasi im Studio aufgewachsen. Inzwischen ist er 23 Jahre jung und hat seine eigene Band namens CIRCUS ELECTRIC, mit der er bereits zwei eigene Alben gemacht hat. Wir haben ja im Vorfeld gewisse Überlegungen angestellt, wo die Produktion stattfinden soll und entschieden, dass wir das wieder ausschließlich in unserem eigenen Studio machen wollen. Prompt kamen allerdings Fragen hoch, wie zum Beispiel die Sache der Verkabelung, das Aufbauen der ganzen Gerätschaften, der Mikrofonständer usw. Uns kam dann die Idee, dass Leo ja bei all diesen Dingen so eine Art Technischer Assistent sein könnte. Während der Produktion erwies sich Leo aber sogar völlig unerwartet als ganz toller Toningenieur und Co-Producer. Und noch dazu ergab es sich, ohne dass es in irgendeiner Weise vorher geplant war, dass Leo die Hälfte des Albums gemischt hat! Teilweise im Battle mit Ingo Politz, wobei Leo hier und da sogar als Sieger den Platz verließ. Für Uwe, Jäcki und mich ist das eine wunderbare Erfahrung gewesen, denn Leo ist für uns alle so etwas wie ein Sohn.
Uwe: Leo hat sich in seiner Wohnung im Laufe der Jahre Stück für Stück ein eigenes Tonstudio aufgebaut, welches inzwischen absolut vollwertig genutzt werden kann.
Ritchie: Ich würde mal behaupten, das Team für die nächste Produktion ist bereits festgeschrieben.

Und wie ist Ingo Politz in die Runde reingerutscht?
Uwe: Ingo ist ein alter Freund von uns, mit dem wir schon auf mehreren Alben zusammengearbeitet haben. Er ist ein verlässlicher Partner, der immer noch mal einen ganz anderen Blick auf alles hat und uns dann immer mal wieder Angebote macht, wie man dies und jenes vielleicht noch anders machen könnte. Wir diskutieren das jedes Mal ganz ernsthaft durch, sind manchmal nicht einverstanden damit, aber manchmal sind seine Vorschläge und Ideen auch richtig gut. Er hat eben als Produzent den Blick von außen und das finden wir gut und wichtig.

Wer hatte denn den entscheidenden Einfluss darauf, dass dieses Album so fett im Sound geworden ist, so viel Wumms hat? Zum Beispiel spürt man das beim Opener "Unter´m Asphalt", wo nach hinten raus richtig Bombast aus den Boxen kommt. Kam das von Euch Musikern oder haben Ingo und Leo dafür gesorgt?
Uwe: Die Aufnahmen haben wir relativ selbständig gemacht. Da geben wir uns selber die Richtung vor, wie es am Ende zu klingen hat. Wenn sich alles zusammenfügt, die Gitarren ineinandergreifen, Keyboards und Bass dazu kommen, dann hörst Du schon, wo die Reise hingeht.
Ritchie: Schon in den Rough-Mixen war ziemlich klar zu erkennen, was wir wollten. Die Tatsache, dass wir die Produktion wieder in unserem Studio gemacht haben, hatte zur Folge, dass ich ziemlich alle alten Instrumente zur Verfügung hatte und viele von diesen auch für die Aufnahmen verwendet habe. Also Rhodes-Piano, Hammond-Orgel, Flügel, alte Synthesizer usw. Das habe ich zwar beim letzten Album auch schon so gemacht, aber längst nicht so konsequent wie diesmal. Natürlich ist es auf diese Art deutlich aufwändiger, aber es macht Spaß und lohnt sich, weil dadurch auch ein großer Anteil Wärme in die Produktion einfließt. Am Ende bringt das alles zusammen diesen zusätzlichen Bums und führt dazu, dass es so schön wuchtig oder bombastisch klingt, wie Du es in der Frage so treffend beschrieben hast.

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Bei Deinen Tasteninstrumenten kann man also davon ausgehen, dass wir echte Instrumente hören und keine Plug-Ins fürs Keyboard.
Ritchie: Richtig. Aber natürlich findet man auch hier einen Mix aus verschiedenen Komponenten, denn wir verteufeln ja das digitale Element nicht grundsätzlich. Aber es ist schon so, dass Original-Instrumente im Sound doch ein ganzes Stück mehr Wärme bringen, auch wenn diese nebenher auch als hochwertige digitale Emulation existieren. Und wenn man diese beiden Dinge miteinander vergleicht, dann haben die echten Instrumente doch etwas mehr Individualität, weil sie niemals hundertprozentig gleich sind. Das fällt gerade bei Pianos oder Hammond-Orgeln auf. Das sind elektromechanische Tonerzeuger und die klingen selten absolut identisch. Wie eben schon erwähnt, haben wir diesen Weg mit den alten Instrumenten auch beim Vorgänger-Album schon beschritten, aber wirklich nur sporadisch. Zumal ich immer zwischen zwei Studios gependelt bin, während Uwe seine Gitarren ausschließlich in unserem Studio aufgenommen hat.
Uwe: Ich nehme die Gitarren schon seit vielen Jahren immer in unserem eigenen Studio auf. Das klappt einfach gut und natürlich nutze auch ich die gebotenen digitalen Möglichkeiten.
Ritchie: Bei mir war es diesmal ein Überhang in Richtung der analogen Instrumente. Ein wichtiger Faktor ist übrigens noch, dass im eigenen Studio ja alles schon vorhanden ist. Du brauchst nicht erst die ganze Technik in Form einer LKW-Ladung rankarren.

Obwohl Ihr auf der neuen Platte ja immer dicht am Original seid, habt Ihr dennoch viele kleine Überraschungen eingebaut. Zum Beispiel hat "Verlorene Kinder" ein neues Intro. Und in "Bye Bye" höre ich Elemente des ursprünglichen "Verlorene Kinder"-Songs, erzeugt durch die Keyboards.
Uwe: Nein, das sind keine Keyboards. Das sind durchweg Gitarrensounds, die durch die digitalen Möglichkeiten verändert und verfremdet wurden. Ja, am Ende hört es sich an, als wären da Keyboards im Einsatz, aber es sind wirklich nur Gitarren, die in dem Song zu hören sind.

Aber nichtsdestotrotz ist es für mich die größte Überraschung, dass Ihr Tamara mit ins neue Jahrtausend geholt habt. Ihr lasst sie nämlich in "Unter´m Asphalt" nochmal singen.
Ritchie: Stimmt. Aber nicht nur in dem Song, sondern Tamara kommt auch bei "Instandbesetzt" noch einmal kurz zu Wort.
Uwe: Im Prinzip bildet Tamara so eine Art Klammer zwischen den Songs. Man hört sie beim ersten und beim letzten Titel. Wir haben ja in diesem Jahr Tamaras 25. Todestag gehabt und wollen ihr auf diese Weise noch einmal die Ehre erweisen und an sie erinnern. Mir gefiel diese Idee gut, denn das sind ja auch Lieder, die sie maßgeblich mitgeprägt hat. Sie also auf dem Album an den genannten Stellen dezent auftreten zu lassen, soll eine Art Verneigung vor ihr sein.

Jetzt haben wir in der letzten Woche über zwei Eurer Konzerte im August berichtet, nämlich in Bad Elster und Weißenfels. Da habt Ihr etwas Neues gewagt, Ihr bindet nämlich das Buch von Wolfgang Martin mit ein. Es wird daraus vorgelesen und Jäcki erzählt auch eine Anekdote. Wird das auf der Tour genauso sein oder war das jetzt nur so eine Geschichte zum 25. Todestag und weil das Buch gerade erschienen ist?
Uwe: 2019 hatten wir ja auf unserer "Zehn Alben, zehn Städte"-Tour ein paar Videoeinspieler im Programm, die einige kurze Anekdoten über die LED-Leinwand flimmern ließen. Jetzt überlegten wir uns, dass es doch viel persönlicher wirkt, wenn wir das selber live auf der Bühne tun. Es geht ja nicht zuletzt in diesen Anekdoten um unsere Bandgeschichte. Also probierten wir es bei den letzten Open Airs und stellten fest, dass es bei den Fans gut ankam. Deshalb planen wir, dieses Element mitzunehmen. Für uns war es auch eine neue Erfahrung, einfach so Geschichten von der Bühne runter zu erzählen. Aber wir haben das Gefühl, dass es gut ins Gefüge passt und werden es mit großer Wahrscheinlichkeit auch beibehalten.
Ritchie: Im Normalfall ist dieses Erzählen von Geschichten ja der Part des Sängers, der damit die Verbindung zum Publikum herstellt. Für uns Instrumentalisten ist das hingegen eher ungewöhnlich, denn wir haben meistens, gerade zwischen den Songs, mit uns selber zu tun. Aber auf der anderen Seite ist es nun mal so, dass wir drei der Kern der Band sind und die Geschichte mit uns tragen. Da wir aber, wie gesagt, keine Erfahrung mit solchen Sachen hatten und nicht wussten, ob uns das überhaupt gelingen würde, griffen wir 2019 noch zu den LED-Wänden. Die Idee kam supergut an. Aber jetzt ist der nächste Schritt gefragt, deshalb haben wir es auf diesen beiden Konzerten ausprobiert und es hat gut funktioniert.

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Was die Tour betrifft, so hört man von vielen Eurer Kollegen, dass das im Moment alles noch auf ziemlich tönernen Füßen steht, weil der Vorverkauf nur schleppend anläuft. Die Leute sind aufgrund der Erfahrungen in den letzten Monaten eben sehr verunsichert. Wie sieht es denn bei Euch aus, soll die Tour wie geplant stattfinden oder ist das alles noch wackelig?
Uwe: Wir planen im Moment so, dass Stand heute alles wie vorgesehen stattfindet. Wir sind diesbezüglich aber auch erbarmungslose Optimisten. Sollten jedoch Dinge eintreten, die wirtschaftlich überhaupt nicht sinnvoll sind oder falls Einschränkungen eintreten, die uns ein Konzert in gewohnter Qualität unmöglich machen, dann liegt es nicht mehr in unserer Hand. Wir gehen aber derzeit davon aus, dass wir spielen werden. Wir wollen und müssen das auch. Zumal wir bei diesen beiden zurückliegenden Konzerten ganz deutlich gemerkt haben, dass die Leute vor der Bühne auch regelrecht ausgehungert sind. Es war wirklich eine phantastische Atmosphäre, und zwar in beide Richtungen. Wir können jedenfalls im Moment nur abwarten.
Ritchie: Etwas anderes bleibt ja auch nicht übrig. Man kann ja nicht bis in den Dezember hinein orakeln.

Ich würde mich freuen, wenn wir abschließend noch einen kleinen Blick in die Zukunft werfen könnten, denn das nächste Album ist ja schon angekündigt. Wie weit seid Ihr damit, was musikalische Ideen und Texte angeht?
Ritchie: Man muss da schon ein bisschen realistisch bleiben. Wir haben jetzt enorm viel Zeit damit verbracht, dieses Album fertigzustellen, sind direkt in die Promo-Phase rübergegangen und letzte Woche ist das Album endlich erschienen. Als nächstes kommt in Kürze die Tour, die uns inklusive der Proben nochmal voll fordern wird. Und schon wird die Weihnachtszeit da sein. Ich denke mal, so richtig konkret wird es erst im nächsten Jahr werden. Uns auf irgendwelche Termine zum Erscheinen der nächsten Platte festnageln zu lassen … nein, das wird nicht passieren. Sobald wieder etwas Luft ist, werden wir uns hinsetzen und an der Platte arbeiten. Aber es wird wohl definitiv Januar oder Februar werden, bis wir so weit sind, wieder über neues Material nachzudenken. Natürlich gibt es schon einige musikalische Skizzen, sowohl von Uwe als auch von mir, aber das muss erstmal alles in vernünftige Strukturen gebracht werden.

Von den großen vier Bands, nämlich den PUHDYS, KARAT, CITY und SILLY, wird sich CITY 2022 von ihren Fans verabschieden. Die PUHDYS spielen schon ein paar Jahre nicht mehr. Bleiben KARAT und Ihr als die letzten Mohikaner. Bei Euch ist aber noch keine Auflösung in Sicht, oder?
Uwe: Nein, auf keinen Fall. Wir planen ja derzeit eher unseren Neustart. Außerdem sind wir ja auch noch ein paar wenige Jahre jünger als sie anderen Herrschaften.

Eine letzte Frage habe ich noch. Ihr habt jetzt eine Tribute-Band, nämlich die ALLES ROT BAND aus Sachsen. Ist das für Euch ein Ritterschlag und eine Ehre, dass sich andere Musiker Euren Werken widmen, oder ist das für Euch eher Trittbrettfahrerei?
Uwe: Also ich finde das cool. Wenn Leute das für sich und selbständig auf die Bühne bringen wollen, warum sollen sie das nicht tun dürfen? ALLES ROT ist übrigens nicht die erste Band, die uns covert, sondern das gab es vorher auch schon mal. Auf mich wirkt das weder peinlich noch sehe ich es als Trittbrettfahrerei, sondern mich macht das direkt ein bisschen stolz, wenn junge Menschen sich hinstellen und unsere Musik spielen.
Ritchie: Von internationalen Größen ist man das ja fast schon gewöhnt, dass es zum Beispiel eine QUEEN-, STONES-, PINK FLOYD- oder BEATLES-Coverband gibt.

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Na gut, QUEEN und andere Bands gibt es ja längst nicht mehr, da macht es also Sinn, wenn sich einer hinstellt und sagt, wir spielen PINK FLOYD, wir spielen QUEEN. Zumal da ja auch jede Menge Arbeit und Schweiß drinsteckt. Aber bei einer Band, die noch aktiv spielt und auf Tour geht … Das finde ich schon komisch.
Ritchie: Okay, QUEEN oder die STONES sind als Band ja auch nicht tot und gehen immer noch auf Tour. Ansonsten nimmt man es heutzutage ja relativ entspannt hin, wenn jemand sich outet, dass er in einer Coverband spielt. Toll und sehr besonders finde ich allerdings, dass es sich im Falle der "ALLES ROT" BAND um eine nationale Band handelt, welche eine Band aus dem eigenen Lande, ja sogar eine Ostband, covert. Cool!
Uwe: Ich sage es nochmal: Ich finde das toll! Lass die doch machen, am Ende kann sich doch jeder aussuchen, ob er dahin geht oder nicht. Die werden schon ihr Publikum haben.

Unlängst gab es ja sogar ein Musical über Tamara. Habt Ihr Euch das auch angeguckt?
Ritchie: Na klar! Sowohl die Premiere als auch die letzte Vorstellung. Das haben die wirklich gut gemacht. Das Ganze wurde an den Uckermärkischen Bühnen, also dem Theater in Schwedt an der Oder, entwickelt und gespielt. Uwe und ich hatten dort schon früher mal mit dem Regisseur und dem Intendanten, Reinhard Simon, zu tun. Wir waren anfangs natürlich etwas skeptisch, als er diese Idee an uns herantrug. Dann haben wir uns die Premiere angeguckt und mussten neidlos anerkennen, dass sie das sehr, sehr gut hinbekommen haben. Und das in mehrfacher Hinsicht. Vor allem, was die Idee zur Umsetzung der Geschichte, die für dieses Musical geschrieben wurde, anging.
Uwe: Saskia Dreyer, die die Hauptrolle im Musical übernommen hatte, ist eine wirklich tolle Sängerin. Sie hat das sehr, sehr gut gemeistert. Als sie mal in Kostüm und Maske neben mir stand, habe ich einen richtigen Schreck bekommen, weil sie Tamara doch ziemlich ähnlich sah. Man hat dort offensichtlich richtig gute Maskenbildner am Schwedter Theater. Alles in allem war das eine super Geschichte.
Ritchie: Zur letzten Vorstellung waren wir die Überraschungssgäste. Als die Schauspieler den letzten Vorhang hatten, sind wir auf die Bühne gekommen und haben drei, vier Songs unplugged performt. Ganz spontan und zusammen mit Saskia. Das war nochmal ein schönes Highlight zum Abschluss.

Jetzt bin ich gespannt, auf welchem Platz Euer Album morgen in die Charts einsteigt. Auf jeden Fall wünsche ich Euch alles Gute und viel Glück mit dem Album und mit der Tour.
Vielen Dank!



Interview: Christian Reder
Übertragung: Torsten Meyer
Fotos: Friederike Goeckeler, Marie Schulz, Bodo Kubatzki






Termine der Tour

• 28.10,2021 - Hamburg - Laeiszhalle
• 29.10,2021 - Hannover · Theater am Aegi
• 04.11.2021 - Stuttgart · Theaterhaus
• 05.11.2021 - Köln · E-Werk
• 06.11.2021 - Bremen · Metropol Theater
• 07.11.2021 - Mainz · Kurfürstliches Schloss
• 12.11.2021 - Erfurt · Thüringenhalle
• 13.11.2021 - Magdeburg · AMO
• 18.11.2021 - Chemnitz · Stadthalle
• 19.11.2021 - Neubrandenburg · HKB
• 20.11.2021 - Halle · Händel Halle
• 25.11.2021 - Dresden · Alter Schlachthof
• 26.11.2021 - Leipzig · Haus Auensee
• 27.11.2021 - Berlin · Tempodrom





   
   
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