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Christina Tandler, die man eigentlich als TINA TANDLER kennt, hatte bei der Sicherung einer für sie passenden Webadresse richtig Glück und ein gutes Händchen, denn sie kann man über www.saxophonistin.de erreichen. Über diese Adresse kann man sie besuchen und sich über ihre Aktivitäten erkundigen und treffender hätte eine Webadresse in ihrem Fall ja gar nicht lauten können. Sie ist Saxophonistin - und was für eine! Wer in den 80ern die Platten und Konzerte von KERSCHOWSKI genießen konnte, kennt die hohe Kunst der Tina Tandler an ihrem Instrument. Wer ihren Weg nach KERSCHOWSKI weiter verfolgt hat, kennt sogar noch mehr von dem, was sie mit dem Saxophon im Stande ist, zu leisten. Seit ein paar Jahren ist sie aus Bandgefügen und Projekten ausgebrochen und hat sich als Solistin selbstständig gemacht. Auf "Sealand" (2009, Dunefish/edel) konnte man sich erstmals davon überzeugen, welche musikalischen Ideen Tina Tandler solo auslebt. Mit "Summer Days" ist gerade ein neues Album erschienen. Es ist zwar schon ein paar Wochen seit der Veröffentlichung her, aber "Summer Days" kann man ruhig noch als ganz neu und "pressfrisch" bezeichnen. Abgesehen davon steht der Sommer ja auch gerade vor der Tür. Es gibt aber viel mehr Gründe als eine neue CD, Tina Tandler zu einem Interview zu bitten. Die Frau hat schon eine Menge erlebt und an vielen Stellen in der deutschen Musiklandschaft ihre Spuren hinterlassen. In dem folgenden Interview gibt uns die Musikerin tiefe Einblicke in ihre Karriere...
 
 
 
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Hallo Tina. Seit Dezember gibt es mit "Summer Days" ein neues Album von Dir. Ein etwas ungewöhnlicher Album-Titel für eine CD, die kurz vor Weihnachten rausgekommen ist. Was hat es damit auf sich?
Naja, gerade im Winter braucht man doch etwas Sonne, oder? : Nein, um ehrlich zu sein, es hat sich einfach so ergeben. Wir haben in den letzten beiden Sommern viele dieser Songs geschrieben und sind dann kurz vor Weihnachten mit dem Album fertig geworden. Jetzt wollten wir natürlich nicht warten und fanden es auch irgendwie lustig, gerade als es so grau war.

Kannst Du den Lesern bitte etwas über das Album erzählen? Ich habe gelesen, es handelt sich dabei um ein "Audio Book"...
Um ehrlich zu sein, ich hab das zwar gelesen, aber ich weiß nicht, was es bedeuten soll. Eigentlich ist es eine ganz normale CD. Vielleicht insofern, dass die Stücke Geschichten erzählen, wir beschreiben Orte, Menschen, Situationen. Mit Tönen eben - vertonte Erlebnisse, Erinnerungen. Ein Sommertage-Tagebuch und wie man hören kann, war er bezaubernd.

Die CD läuft unter Deinem Namen, also Tina Tandler. Zu hören ist dort das Trio SEALAND, oder?
Zu hören ist ein Trio - das ist ja erstmal nichts weiter Ungewöhnliches. Wenn Du Dir eine CD von Norah Jones oder Diana Krall kaufst, ist sie da ja auch nicht allein drauf. Aber richtig ist, wir sind eigentlich ein Duo mit Christoph Reuter, dem wunderbaren Pianisten, mit dem ich seit einigen Jahren zusammen Stücke schreibe. Nach dem ersten Album "Sealand", das wir gemacht haben, kam für ein paar Konzerte Thomas Rüdiger an den Drums dazu. Plötzlich hatten wir Lust, auch das neue Album im Trio zusammen aufzunehmen. Es passte auch gut zu einigen dieser Stücke. Aber es sind natürlich auch wieder Duos dabei.

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Du stellst die Platte derzeit auch live vor. Was kann man live erleben, wenn man eines Deiner Konzerte besucht?
Es gibt einen tollen Satz, der das sehr einfach erklärt. Wir hatten gerade das Album fertig und durch das viele Abhören hast Du die Songs ziemlich genau im Ohr. Im nächsten Konzert auf dem Weg zur Bühne sagte Christoph plötzlich zu mir: "Du Tina, lass uns die Stücke jetzt einfach neu erfinden". Und so halten wir es seither. Es geht darum, den Spielspaß zu erhalten, sich gegenseitig immer noch zu überraschen und die Kommunikation auszuloten. Interaktion unter den Musikern ist uns genauso wichtig, wie die mit dem Publikum. Geschichten erzählen, kleine Denkanstöße geben oder fantasieren, so wie wir es früher als Kinder getan haben, auf Reisen gehen in unser Innerstes. Aber auch schmunzeln oder lachen, auch über uns selbst. Das kann man bei unseren Konzerten gut. Musik verwandelt die Gedanken in Gefühl und so kommen sie aus dem Kopf in den Körper, bestenfalls treffen sie mitten ins Herz.

Gibt's die Tina Tandler Blue Band eigentlich noch?
Prinzipiell ja, aber alle Musiker der Band sind viel beschäftigte Leute und haben andere Prioritäten, so dass wir vor allem aus alter Freundschaft ab und zu zusammen spielen. Außerdem ist es ein bisschen, wie "nach Hause kommen", wenn man sich so lange und so gut kennt, auch musikalisch kennt, wie wir.

Kommen wir mal zu Tina Tandler selbst und ihrer Geschichte. Deine erste Profistation war die Band KERSCHOWSKI. Aber damit hat doch sicher nicht Deine Laufbahn als Musikerin begonnen? Wie fing das bei Dir an? Wann hast Du die Musik für Dich entdeckt, oder hat die Musik Dich entdeckt?
Tatsächlich ist es so, dass ich nicht vorhatte, Musikerin zu werden. Bei mir ist es so gewesen, dass eins zum anderen kam. Ich gehöre auch eher nicht zu den Menschen, die ganz klare Ziele für sich formulieren, z. B. mit 30 will ich verheiratet sein und Kinder haben oder meine Kariere soll so und so laufen. Eigentlich wollte ich Lehrerein oder Kindergärtnerin werden. Ich hatte schon immer einen Draht zu Kindern und wollte etwas in dieser Richtung machen. Aber nachdem ich durch den Stimm-Eignungstest gefallen war, war das Kapitel ausgeträumt, dachte ich zumindest. Aber das Leben findet Wege, Du wirst Dich bestimmt daran erinnert fühlen, wenn wir später über Rumpelstil sprechen. Ich habe aber als Kind schon Musik gemacht. Mit sechs Jahren begann ich, Akkordeon zu lernen, bin jede Woche zur Musikschule gegangen, täglich Üben, Vorspiele und später Wettbewerbe waren Pflicht und nicht immer nur angenehm. Manchmal war es ganz schön blöd, wenn alle deine Freunde sich getroffen haben und du warst zu Hause und musstest üben.

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Stimmt es, dass Du zuerst Akkordeon gelernt und das Saxophon als Dein Instrument erst viel später für Dich entdeckt hast?
Ja, als ich dann 14 Jahre war und so ziemlich alle Akkordeonspieler und Lehrer dieses Landes kannte, haben wir eines Tages so rumgesponnen, ob ich nicht vielleicht noch ein Zweitinstrument dazu nehmen könnte. Ich dachte sofort, auch ein bisschen aus Trotz, weil ich mir ja bestimmt nicht Akkordeon ausgesucht hätte, dass es nun aber was sein muss, was ich richtig toll finde. So kam ich zum Saxophon und tatsächlich ist es bis heute so, dass mich die Wandelbarkeit dieses Tons am allermeisten fasziniert. Du hast so viele Klangfarben und jeder Spieler klingt anders. Wenn deine Ohren darauf trainiert sind oder du einfach viele Saxophonisten hörst, lernst du sie unterscheiden. Dann kannst du an der Art, wie ein Stück spielt ist, wie die Töne aneinander gereiht klingen, wie der Sound ist usw. erkennen, wer da spielt, wie bei einer Stimme. Ich freue mich immer besonders, wenn Leute zu mir sagen, sie haben mich am Ton erkannt oder sie finden meinen Sound besonders schön.

Gab es früher Bands, in denen Du als Teenager gespielt hast?
Oh ja... da war zunächst mal das Akkordeonorchester der Musikschule... aber da war ich nicht so oft dabei. Später kam ich dann mit meinem Saxophon zu einem Blasorchester. Das war schon spannender. Die Leute waren lockerer, die Auftritte waren schöner, es hat einfach mehr Spaß gemacht und für mich war das Anfangs auch wirklich eine Herausforderung.
Mit 17 war ich dann auch noch ein paar Monate in einer von "zentraler Stelle" zusammengetrommelten Mädchenband. Zehn Mädchen und Frauen zwischen 13 und 26, glaub' ich. Wir haben Popmusik gespielt und sind mit dem Freundschaftszug in die UdSSR geschickt worden. Ich glaube, da konnten wir gerade mal 12 Lieder.

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Gab es nach dem Schulabschluss für dich Auswahlmöglichkeiten, was den Job betrifft, oder war für Dich immer klar, dass Du in die Musik gehen würdest?
Ich hatte nach der neunten Klasse meine Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule als Akkordeonistin bestanden und sollte studieren. So zumindest war es von meinen Eltern und Lehrern geplant, aber irgendwann wachte ich morgens auf und mir wurde bewusst, dass ich das gar nicht möchte, dass das nicht meins ist und ich dazu keine Lust hatte. Das war nicht so einfach für mich und die anderen, aber der Chef der Mädchenband meinte zudem, ich müsse doch mit dem Saxophon weitermachen, schon wegen der Band und so hab' ich wieder vorgespielt an der Hochschule. Die haben mich dann erstmal ins Vorstudienjahr aufgenommen und nach einem Probejahr wurde dann entschieden, dass ich studieren darf.

Man kann über Dich lesen, dass Du nach Deinem Studium in Weimar als "freiberufliche Musikerin" nach Berlin gezogen bist. Jetzt frage ich mal ganz blöd (als Wessi): War man nach dem Studium als Musiker nicht pauschal "Freiberufler"? Warum wird das in der von mir über Dich gefundenen Vita so hervorgehoben?
In der DDR wurde eigentlich alles immer geregelt. Nach dem Studium hat der Staat erst mal bestimmt, wo du gebraucht wirst, wenn du fertig bist. Mindestens für die ersten drei Jahre wurde man irgendwo verpflichtet. Alle Absolventen wurden an die Orchester und Schulen des Landes vermittelt. Natürlich war nicht jeder glücklich darüber, aber so war es und man war untergebracht. Nur die TUM (Tanz- und Unterhaltungsmusik)-Leute nicht. Uns hat eigentlich niemand gefragt, wohin wir gehen und was wir machen. Es hätte auch sein können, dass ich gar keine Arbeit finde, weil niemand mich kennt, braucht oder haben will. Es war schon im Studium nicht so leicht für mich. Ich war die Jüngste, größtenteils umzingelt von Jungs und Männern, die schon in professionellen Bands spielten. Im dritten Studienjahr bekam ich dann endlich meine Chance. Eine Profiband suchte 'ne Saxspielerin und ich hab den Job bekommen. Von da an ging es los. Eins ergab das andere und plötzlich hatte ich gut zu tun. Ich hätte im Prinzip nach dem Studium auch in Thüringen bleiben können. Ich kannte dort inzwischen viele Leute und mochte die Kollegen, mit denen ich arbeitete. Aber irgendwie hingen die Worte meines Lehrers, der sich vier Monate vor meinem Examen das Leben genommen hatte, in meinem Ohr: Tina, DU musst nach Berlin gehen.

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In dem Interview mit Lutz Kerschowski, das ich im vergangenen Jahr geführt habe, hat mir Lutz erzählt, er hätte Dich in die Band KERSCHOWSKI geholt. Das ging über eine Zeitungsanzeige. Wie lief das damals ab?
Richtig! Ich hatte in der Melodie und Rhythmus inseriert, dass ich bald fertig bin und eine Band suche. Lutz war einer von denen, die sich gemeldet haben. Ganz anders als die anderen hatte er mir einen sehr langen Brief geschrieben, ganz kleine Schrift. Darin erzählte er von seiner Band und deren Vorhaben. Es hörte sich interessant an, nur eins war auch klar: Niemand wusste, wann die Band mal Geld verdienen würde und ich wollte unbedingt unabhängig sein, für mich selbst sorgen. Ich hatte ja schon während des Studiums nebenbei verdient. Also, wir haben uns einmal in Berlin getroffen und danach kam er mit ein paar Kollegen zu meinem Examenskonzert, es war öffentlich, das Haus war voll. Das war mein erstes eigenes Konzert. Jedenfalls haben wir uns kennen gelernt und beschlossen, dass wir zusammen Musik machen wollen. Aber ich bin nicht gleich nach Berlin. Vorher wollte ich noch für ein paar Monate nach Chemnitz. Dort hatte ich auch ein Angebot, was vor allem in finanzieller Hinsicht gut war, so dass ich mir ein kleines Polster für den Start in Berlin schaffen konnte. Ich dachte, das wäre schlau und auf die paar Monate würde es jetzt nicht ankommen, kam es auch nicht. Aber womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass ich für so etwas nicht geschaffen war. Wir spielten den ersten Monat in einer Bar im Interhotel. Ich hatte den ganzen Tag frei und abends haben wir gespielt. Es gab nie eine Probe, ich hab alles vom Zettel gespielt und es war total langweilig. Ich hatte einem Haufen Geld, war aber total unglücklich. Ich wollte spielen und hier ging es mehr darum, nicht weiter aufzufallen, es plätscherte so vor sich hin. Dazu in jeder Pause das Gequatsche von fünf "alten Männern", die meine Kollegen waren. Ihre Themen waren das Auto, Westgeld, Datsche, Saufen, Fußball oder der Hintern von was weiß ich wem. Ich war nach vier Wochen reif für Berlin und hab' den Abflug gemacht.

Bist Du wegen KERSCHOWSKI nach Berlin gezogen oder vorher schon?
Ja, Lutz Kerschowski und seine Band haben mich nach Berlin gelockt. Ostberlin war aber damals nicht die hektische Hauptstadt, wie wir sie heute kennen. Zwar größer als alles, was ich so kannte, aber nicht zu vergleichen mit heute. Es war spannend. Es gab tolle Leute, alternative Lebensprojekte, die man auf Anhieb nicht entdecken konnte, aber wenn man Zugang zu bestimmten Kreisen hatte, war es toll. Auch das Festival des Politischen Liedes, das ich ja nur aus dem DDR-Fernsehen als große Propaganda-Veranstaltung kannte, war viel interessanter, als ich erwartet hatte. Da war wirklich die Welt zu Gast, es war wunderbar.

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Wie hast Du die Anfangszeit bei KERSCHOWSKI in Erinnerung? Für Dich als junge Musikerin, frisch von der Uni, dürfte vieles ja Neuland und unbekannt gewesen sein. Erzähl doch bitte mal, welche Erinnerungen Du an diese Zeit hast und was Dich da besonders beeindruckt hat.
Oh, naja. Die Leute waren auf jeden Fall anders. Es ging nicht darum, möglichst schnell reich und berühmt zu werden. Es ging um Inhalte, um Text, um Musik, um das Ausdrücken eines Lebensgefühls. Das hieß: Wir haben eine eigene Meinung und einen Sinn für Gerechtigkeit. Wir sind an Kreativität und Glaubwürdigkeit interessiert, wir sagen und machen, was für richtig halten. Wir brauchen nicht das Auto und den Fernseher, um glücklich zu sein. "Eure" Lebenskonzepte gehen nicht auf, das sehen wir doch, also verarscht uns nicht und hört auf uns zu sagen, wie wir leben sollen. Wir waren nicht käuflich. Geld war ein notweniges Mittel, nicht unser Ziel. Wir hatten Ideale. Es war in mancher Hinsicht auch ein bisschen experimentell. Ein bisschen zwischen Kommunismus und Großfamilie. Der Gedanke einer Kommune, wo jedem alles gehört und alle sich nach ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten einbringen, hatte Raum. Mir wurde z. B. angeboten, dass ich von der Bandkasse leben kann, bis wir mit der Musik Geld verdienen. Ich wollte das aber nicht und es wurde auch respektiert. Sie haben mir geholfen, einen Job zu finden und so bin ich nachts arbeiten gegangen, als Nachtwache in einem Sportlerwohnheim und am Tage haben wir geprobt. Spannend, was? Und auch ein bisschen "unheimlich".

Die Band hat ja auch relativ schnell losgelegt, eigene Songs zu schreiben und eine Platte aufzunehmen. Die LP "Weitergeh'n" wurde 1986 veröffentlicht. Wie hast Du die Entstehungsphase der Platte in Erinnerung?
In der Regel war es so, dass Lutz mit seiner Gitarre in den Probenraum kam, den Song vorgespielt hat und wir dann angefangen haben, ihn zu entwickeln, zu arrangieren. Das übliche eigentlich, wenn Musiker zusammen an einem Stück arbeiten, das von der Komposition weitgehend vorliegt. Aber da es ja auch darum ging, etwas Gemeinsames zu schaffen, sollte sich auch jeder einbringen. Das hat nur nicht immer so einfach funktioniert, denn Lutz wusste oft ziemlich genau, was er haben oder nicht haben will. Aber manchmal ging es auch gut.

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Die Band war sehr beliebt beim Publikum. Wann hast Du für Dich gemerkt, dass mit KERSCHOWSKI eine extrem angesagte Band gewachsen war und wie veränderte die Zugehörigkeit zur Gruppe Dein Leben?
Das fing eigentlich schon beim ersten Konzert an. Wir haben als Vorband von Pankow gespielt und waren überrascht, wie gut die Leute uns und unsere Musik aufgenommen haben. Es war sogar überwältigend, denn wir spielten ja nur eigene Songs, die kein Mensch kannte. Ich denke, da war einerseits die Power der Band, die von der Bühne kam, vor allem aber auch die Glaubwürdigkeit. Für uns war Musikmachen keine "Show". Wir wollten was Echtes. Wir haben den Nerv der Leute getroffen, würde man heute bestimmt sagen. Wir waren ja ein Teil von vielen, die auch in etwa so dachten, wie wir.

Ihr habt mit KERSCHOWSKI ja auch diverse Tourneen im In- und Ausland gespielt. An welche Konzertreise erinnerst Du Dich besonders gern zurück und gibt es vielleicht auch eine, die nicht so toll war?
Ich persönlich kann mich vor allem an die Tour mit den "Gitarreros" erinnern. Wir spielten da als Vorgruppe, weil jemand krank geworden war. Das ging von heute auf morgen. Abends kam einer der Techniker vorbei und überbrachte die Nachricht. Mal schnell anrufen war damals ja nicht. Wer hatte schon ein Telefon zu Hause? Also musste man zu jedem einzeln hinfahren. Aber am nächsten Tag packten wir unsere Sachen, fuhren los und am Abend standen wir schon auf der Bühne. Ich weiß nicht, wie viele Konzerte es waren, aber es hat großen Eindruck auf mich und natürlich auch Spaß gemacht. Grosse Bühnen, volle Häuser, professionelle Technik. Klar haben die "Stars" zuerst ein bisschen auf uns herab gesehen und sich wohl auch gefragt, wieso wir so einen Erfolg beim Publikum haben.

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Für die zweite Langrille "Kerschowski & Blankenfelder Boogie-Band" fand sich eine stattliche Anzahl großer Musiker der DDR-Blues- und Rockszene ein. Das muss eine beeindruckende Zeit gewesen sein mit Musikern wie z. B. Cäsar Peter Gläser, Jürgen Ehle von Pankow oder Boddi Bodag von Engerling zusammen zu arbeiten. Wie hast Du diese Zeit in Erinnerung?
Stressig. Plötzlich waren drei Gitarristen am Start und zwei Keyboarder, die Bläsersektion bestand aus fünf Leuten. Das will alles organisiert und gut geprobt sein, damit kein Chaos entsteht. Man muss auch abgeben, plötzlich kriegt man nicht mehr jedes Solo, denn alle wollen ja mal ran. Aber es war gewaltig. Vom Klang und von der Energie, alle haben sich voll rein gehangen.

Etwa in der gleichen Zeit kam es zu dem legendären Konzert von Rio Reiser, in dessen Vorprogramm Ihr gespielt habt. Wie habt Ihr das damals aufgenommen, als Lutz vom FDJ-Funktionär Rainer Börner mit dieser Nachricht zurückkam, KERSCHOWSKI spielt vor RIO?
Dieses Konzert mit Rio hab ich nicht mehr miterlebt, denn ich hab' die Band kurz vorher verlassen. Meine letzte Aktion war das Einspielen des Albums der "Blankenfelder Boogieband".

War das möglicherweise sogar von Euch Musikern auch ein geheimer Wunsch, einmal mit einem anderen Musiker oder Band zusammen spielen oder arbeiten zu können, der/die vielleicht nicht unbedingt greifbar war? Vielleicht sogar Rio?
Wir mochten alle die alten Scherben-Sachen, in unseren Kreisen war das Kult. Wir kannten alle Texte und natürlich haben wir uns manchmal gefragt, wer der Mensch hinter diesen Liedern ist. Klar waren wir neugierig und hätten manches dafür gegeben haben, um mal mit so jemandem arbeiten zu können. Und wir waren ja letztlich auch "eingesperrt", es wäre also besonders spannend gewesen, mal über die Mauer zu sehen. Wir wollten aber "unser" Land nicht gegen ein anderes tauschen, wir wollten hier bleiben, es verändern, was Schönes draus machen. Wir waren neugierig, experimentierfreudig und nicht einverstanden mit denen, die sich "eingerichtet" hatten. Das war ja Rio in seinem Land auch nicht und es schien durchaus Parallelen und eine Verbindung im Denken und Fühlen zu geben. Auch Lindenberg war so eine Figur, die uns anzog. Und er war tatsächlich mal in einem Konzert von uns - in der Langhansstrasse. Das muss so 1987 gewesen sein, die Mauer war noch dicht. Es hatte sich wohl herumgesprochen, das da in Ostberlin 'ne interessante Band die Häuser rockt.

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Wie hast Du die Zeit der Wende und das vorläufige Aus von KERSCHOWSKI damals erlebt?
Als ich von der Band weggegangen bin, war die Wende noch nicht zu erwarten. Ich konnte da nicht bleiben, weil ich es so gefühlt habe. Lutz war unzufrieden mit sich und der Band. Vielleicht hat er gedacht, er könnte mehr erreichen und weiter sein, wenn die Band musikalisch besser wäre. Irgendwas hat ihn frustriert und uns auseinander driften lassen. Die neuen Songs kamen nicht nach, das gemeinsame Arrangieren wurde immer schwieriger. Die Kollegen hatten das Gefühl, nicht mehr genug zu sein. Lutz hatte sich und uns irgendwie verloren. Und die Gastmusiker, die bei der Boogieband dabei waren, haben sicher das übrige dazu beigetragen, dass er die Fähigkeiten der Band in Frage stellte. Als dann der neue Manager seine Antrittsrede hielt, wusste ich, ich muss hier weg. Ich glaub', ich hab' es noch im gleichen Meeting verkündet.
Kerschowski gab es aber danach noch eine Weile in anderer Besetzung. Wie das endgültige Aus aussah, weiß ich eigentlich gar nicht, aber meiner Meinung nach ist die Band nicht an der Wende zerbrochen. Ich hab' mich 1988 dann mit dem Liedermacher Stefan Körbel zusammen getan, der mit mir arbeiten wollte. Akustische Gitarre und Gesang, dazu mein Saxophon, musikalisch zwar ganz anders, aber auch ein kritischer Zeitgenosse, das passte. Als ich das erste Mal sein Programm gehört habe, dachte ich: Ein Wunder, dass sie den noch nicht eingesperrt haben. Und tatsächlich hatte er wegen seiner Texte bereits ein paar Monate "Spielverbot" hinter sich. Mit ihm habe ich die Wendezeit zusammen erlebt. Nach dem Fall der Mauer waren unsere sonst immer randvollen Säle von einem Tag auf den anderen komplett leer. Lange Zeit ging kaum jemand in unsere Konzerte, die Leute hatten anderes zu tun.
Zum Glück wurden wir zu der Zeit in die Bundesrepublik, die Schweiz und nach Österreich eingeladen und haben dort tolle Konzerte erlebt. Alle wollten wissen, wie es war in der DDR. Und die Tatsache, dass wir gute Musiker waren, hat uns Respekt verschafft. Wir haben live in den Sendern gespielt usw. Es war eine aufregende Zeit.

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Du selbst hast vor und nach der Wende auch für und mit anderen Musikern zusammen gearbeitet. Ich denke da speziell an Gundermann oder Angelika Mann. Auch für Gerhard Schöne hast Du schon Dein Instrument ausgepackt. Habe ich noch wichtige Namen vergessen und welche Kooperation/Mitarbeit hat Dir besonders viel Spaß gemacht?
Gundermann kannte ich bereits durch Kerschowski. Stefan Körbel und Gundi waren auch miteinander bekannt. Gundi hat mich irgendwann gefragt, ob ich auf seiner LP mitspielen würde und später sind wir auch zusammen auf Tour gewesen. Ein paar Jahre später sollte ich auch in der Seilschaft mitspielen, aber ich hatte so viele Sachen in Arbeit und wusste, das wird nicht gut gehen, also hab' ich es gelassen. Die Zusammenarbeit mit Angelika Mann hat Brumme, der Bandleader von Rumpelstil, angeleiert. Wir haben eine CD und verschiedene Bühnenprogramme zusammen gemacht. Für Gerhard Schöne hab' ich hin und wieder auf seinen CDs Saxophon gespielt und später machten wir bei Rumpelstil zusammen Theater. Mit ihm hätte ich gerne mehr gemacht, aber es hat sich nicht ergeben. Norbert Bischoff sei hier noch erwähnt, auch ein Liedermacher. Sensibel, aufrichtig und eigenwillig, ein spannender Künstlermensch, für die harten Nachwendezeiten nicht geschaffen. Er hat seinen Platz in diesem "neuen Land" nicht gefunden und ging verloren.

Du hast Dich irgendwann auch dem Berliner Musiktheater "Rumpelstil" angeschlossen, bei dem Du bis ins Jahr 2000 aktiv warst. Wann genau bist Du da eingestiegen und wie kam es dazu, dass Du dort mitgemacht hast?
Lutz Kerschowski hat uns bekannt gemacht. Sie suchten gerade für ein Programm jemanden am Saxophon. Danach hat Brumme mich gefragt, ob ich nicht dabei bleiben will. Damals war Rumpelstil mehr so ein Spaßprojekt und ganz anders, als heute. Aber so kam es, dass ich neben der Rockband auch oft Kindertheater gespielt habe.
Nachdem ich von Kerschowski weg bin, haben wir irgendwann beschlossen, aus Rumpelstil mehr zu machen. Das Projekt hatte Potential. Musikalisch wurde es immer besser, auch durch die Musiker, die dabei waren. Lexa Thomas am Bass und Juwe Andrees, ein fantastischer Pianist. Brumme sprudelte nur so vor Ideen und wir wussten, das ist 'ne Marktlücke. Es gab viele, aber tatsächlich wenig gute Sachen für Kinder- und Familienpublikum und uns allen hat es total Spaß gemacht, mit Kindern zu arbeiten.

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Wie sah die Arbeit dort aus? Wo lagen für Dich die größten Unterschiede zwischen dem Musiktheater und der Bandarbeit?
Die Arbeit war für mich insofern anders, weil ich dort nicht nur Saxophonistin, sondern auch Sängerin und Schauspielerin war. Alles andere war sehr ähnlich. Wir haben ja auch fast nur eigene Sachen gespielt.

"Rumpelstil" hatte nach der Wende nicht nur einen guten Plattenvertrag bei der Polydor, sondern war auch im TV häufig zu sehen, richtig?
Ja, wir haben regelmäßig Songs für das ORB-Kinderfernsehen aufgenommen. Die Polydor hat sich gedacht, dass man mit Kindermusik auch mal bisschen Geld verdienen kann, so haben sie unsere CDs ins Regal gestellt und die von einigen anderen Kollegen auch. Keine Ahnung, ob der Plan aufging, irgendwann haben sie die Reihe wieder eingestampft.

Warum bist Du letztlich dort ausgestiegen?
Ich war fast 14 Jahre bei Rumpelstil und irgendwann bist du in deiner Rolle so festgelegt, dass du dich kaum noch bewegen kannst. Ich wollte noch mal was anderes machen, wollte noch mal richtig Saxophon spielen, wissen, wie weit das geht. Dass das mit den Möglichkeiten dieser Band nicht zu vereinbaren war, wusste ich und der Rest ist auch nicht rational erklärbar. Ich wusste einfach, entweder geh' ich jetzt oder werde es wahrscheinlich nie tun.

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Du hast dann eine Solokarriere gestartet. Mit welchen Zielen bist Du angetreten und was wolltest Du mit der Selbstständigkeit erreichen?
Nun bin ich nicht losgezogen und hab' mir gesagt, ich will jetzt eine Solokarriere machen. Ich bin erst mal losgezogen... hab' ein paar Monate frei gemacht. Ich wollte schon immer auch was von der Welt sehen, war inzwischen in Amerika und in Afrika gewesen. Der Rumpelstil-Kalender war ja immer sehr voll und ich hatte schon lange nicht mehr länger als zwei Wochen durchgehend frei. Natürlich hatte ich auch Ängste, ob ich es schaffen würde, meinen Lebensunterhalt allein zu verdienen, aber das hat mich nicht davon abgehalten, erst mal zwei Monate in Neuseeland zu verbringen. Ich bin allein durchs Land gefahren, hab' hier und da gespielt, auch auf der Straße. Alles, was ich zu Hause nie machen würde.

Rückblickend auf die letzten 10 Jahre: Was waren für Dich die schönsten Momente als Solistin? Waren es die Plattenveröffentlichungen oder die Konzerte, die Du für Dich vollkommen allein gestalten konntest?
Also, mein erstes Weltenklang Konzert 2002 im Französischen Dom Berlin war ein absolutes Highlight. Ich war so glücklich, dass wir mit diesem exotischen musikalischen Konzept so eine Resonanz bekamen. Wir waren gleich das erste Mal richtig ausverkauft und die Kirche hat uns angeboten, im darauffolgenden Jahr gleich mit einem Doppelkonzert weiter zu machen. Seitdem spielen wir jedes Jahr am 2. Weihnachtstag an diesem besondern Ort, in diesem Jahr zum zehnten Mal.
Dann erinnere ich mich an die ersten Konzerte mit Christoph Reuter, mit dem ich "Sealand" zusammen entwickelt habe. Wenn du eigene Musik spielst und dann auch noch Instrumentalmusik, ist das was ganz besonderes, wenn du solche Resonanz darauf bekommst.
Mein erstes ausverkauftes Konzert auf dem Museumshof in Zingst war auch ein tolles Erlebnis. Es war so voll, dass wir große Mühe hatten, die Menschen alle unter zu bekommen.
Das Klassik Open Air auf dem Gendarmenmarkt 2007 mit Ute Lemper und Klaus Hoffmann, bei dem ich als Solistin zum ersten Mal wieder Klassik gespielt habe, war besonders: 13 Minuten Saxophon-Konzert von einem Orchester mit 100 Musikern begleitet, puh... Und dann wurde ich auch noch gebeten, die Moderation zu übernehmen. Es war sehr aufregend!
Und da ich bekanntermaßen Kontraste liebe, spiele ich aber auch hin und wieder gern als Gastsolistin bei Roland Kaiser und seiner Band. Eben gerade waren wir in der O2 World in Berlin. Früher hab' ich mir auch manchmal vorgestellt, irgendwann an der Ostsee zu leben, aber das hat sich inzwischen relativiert. Ich bin in Berlin sehr angebunden. Doch mindestens einmal im Monat bin ich in Zingst, dort betreue ich nämlich seit einigen Jahren eine beliebte Jazz- und Bluesreihe. Im Marco Polo Reiseführer wird sie als Geheimtipp angegeben und auch das Fernsehen hat uns besucht und sie in einem Dokumentarfilm über die Ostseeküste vorgestellt. Mir persönlich gefällt es einfach, die Leute an diesem schönen Ort einzufangen und für diese Musik zu begeistern.

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Im letzten Jahr gab es mit "Klangreise" auch eine DVD, die ich aber leider bis zu diesem Interview nicht in die Finger bekommen habe. Was genau ist "Klangreise" und was erwartet den Zuschauer, wenn er sich den Film anschaut?
"Klangreise" deutet einfach darauf hin, dass man auf Klängen reisen kann. Das ist die Idee hinter den Weltenklang-Konzerten und meiner eigenen Musik. Sie lädt zum Reisen ein, nicht nur in reale Welten, sondern auch in Fantasiewelten und in unser ureigenstes Innerstes. Und manchmal ist es auch Musik, die von Reisen inspiriert ist, in der Orte, Menschen oder Begebenheiten in Tönen bewahrt werden, wie auf einem Foto. In der Klangreise spiele ich ein paar unserer Stücke, erzähle etwas über das Leben und die Musik und am Schluss bekommt man noch einige Aufnahmen aus dem Konzert zu sehen.

Du bist jetzt ein paar Jahre im Geschäft. Hast in Bands gespielt, hast Musiktheater gemacht, warst Studiomusikerin und bist als Solistin aktiv. Würdest Du als Musikerin heute noch einmal alles genauso machen, wie Du es gemacht hast, oder gäbe es da Entscheidungen, die Du heute anders treffen würdest?
Nein, keine Wichtigen. Aus heutiger Sicht würde ich mich wohl schon etwas früher auf den eigenen Weg begeben, aber die Dinge kommen, wenn sie dran sind und wenn man reif dafür ist.

Nun gab es in der DDR nicht nur eine relativ überschaubare Musiklandschaft, sondern auch noch andere sehr gute Saxophonisten. Ich denke da an Andreas Bicking und auch Tina Daute konnte mit dem Instrument sehr gut umgehen. Gab es untereinander Kontakt? Hat man sich gekannt und vielleicht auch ausgetauscht?
Kaum. Ich hab René Decker durch die vielen Auftritten kennengelernt und mit Andy Wieczorek war ich befreundet, er wohnte damals in meiner Nähe. Wir haben immer mal zusammen gespielt und uns ausgetauscht, von ihm hab' ich einiges gelernt, aber vor allem mochten wir uns einfach.

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Du hast sowohl in der DDR als auch gesamtdeutsch gearbeitet. Wo liegen für Dich die großen Unterschiede zur Arbeit als Künstler in der DDR-Musikszene und in der gesamtdeutschen Musikwelt?
Keine Ahnung. Ich hab' es mir wohl nie unter diesem Aspekt angesehen und mit den paar Jahren Osten, die ich erlebt habe, kann ich das, glaube ich, nicht unter diesem Gesichtspunkt beurteilen. Im Osten wurde halt alles kontrolliert, auch die Musik.
Aber als ich die ersten Male im Westen gespielt habe, ist mir vor allem aufgefallen, dass die Ostleute, verglichen mit den Kollegen aus der großen weiten Welt, die gern so taten, als könnten sie alles, sehr viel bescheidener waren. Ich glaube, wenn du dein Handwerk gelernt hast, weißt du nicht nur, was du kannst, sondern eben auch, was du alles nicht kannst. Das hält dich auf dem Boden. Aber heute geht es um ganz andere Sachen. Entweder bist du ein Star
- und dabei spielt es nicht immer eine Rolle, was du kannst, solange es sich verkaufen lässt
- oder du hast du einen "richtigen Beruf".
Du musst ja als Musiker in meinem Genre dein Handwerk nicht mehr unbedingt lernen. Wenn du ein paar Akkorde drauf hast, kannst du sagen, ich bin Musiker. Aber für die meisten Leute ist das kein Beruf, denn jeder kennt einen, der auch Musik macht. Als ich angefangen habe, war das anders. Ohne eine richtige Ausbildung bist du nicht auf die Bühne gekommen.

Gibt es Wünsche, z. B. Musiker, mit denen Du gerne irgendwann einmal zusammen was machen würdest oder ein Projekt, das Du gerne verwirklichen möchtest?
Ich wollte eigentlich mein Horn immer gern bei Xavier Naidoo spielen, seine Songs gefallen mir sehr, aber seit "The Voice of Germany" bin ich mir nicht mehr so sicher. Grönemeyer würde mir gefallen.
Filmmusik würde ich gern machen, am liebsten mit Christoph zusammen. Ich bin sicher, das würde gut. Und solange uns niemand einen Film anbietet, schreiben wir die Musik schon mal zu unseren eigenen Filmen.

Ich danke Dir für die Zeit und die Antworten.
Möchtest Du den Lesern noch ein paar abschließende Worte mit auf den Weg geben? Es gibt einen schönen Satz von Lutz Kerschowski, der mich schon lange begleitet. Er ist aus einem Lied und heißt: "Mach was du willst. Aber mach´s!" Er bringt mich immer wieder dazu, zu schauen, ob ich meine Möglichkeiten wirklich ausgeschöpft habe, bevor ich anfange, mich über die Verhältnisse zu beklagen. Er galt damals und gilt auch heute noch.

 

Interview: Christian Reder
Bearbeitung: mb, cr
Fotos: Pressematerial (Tina Tandler)

 


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