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Carolin No
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... sind wohl für die allermeisten Leser ein unbeschriebenes Blatt. Das dürfte sich nach dem äußerst netten Telefoninterview ändern. Wir haben es mit zwei Künstlern zu tun, die bezüglich ihrer CD-Veröffentlichungen keinen Vergleich mit Produktionen internationaler Künstler zu scheuen brauchen. Mainstream-Gefahr? Fehlanzeige.
Wunderschöne balladeske und vor allem emotionale Songs wechseln mit schnelleren Kompositionen ab und ergeben ein Spiegelbild dessen, was die engelsgleiche Stimme von Caro Obieglo unter Begleitung ihres Ehemannes Andi alles an Ausdrucksformen zu leisten vermag. Das Zusammenspiel von Gesang, Klavier und dezent eingesetzten elektronischen Elementen ist perfekt und abwechslungsreich. Wenn auch Elemente der Singer-Songwriter-Tradition und des Chansons, sowie Anleihen aus Klassik und Pop erkennbar sind, haben beide doch einen völlig eigenen und von anderen Genres der Musik unabhängigen Stil entwickelt. Bei dem großen Output an nationalen und internationalen Musikproduktionen ist das schon sehr bemerkenswert.
Die aktuelle CD "Loveland" wurde in einem Berliner Studio produziert und vor allem hervorragend abgemischt. So entstanden Songs, die über eine gute Stereoanlage noch mehr an audiophilen Eindrücken hervorzaubern. Die Gefühlswelt der beiden wird beeindruckend reproduziert. Müßig zu erwähnen, dass alles Eigenkompositionen sind. Die im letzten Jahr beim Würzburger Hafensommer vor großer Zuschauerkulisse entstandene und mit zehn (!) Kameras aufgenommene DVD ist ein optisches wie akustisches Highlight. Wem dies jetzt alles "zu positiv" vorkommt, dem sei gesagt, dass ich einfach kein "Haar in der Suppe" finden kann. Und das kommt wahrlich selten vor...
 
 
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Ich bin vor etwa vier Jahren durch einen großen Zufall auf euch aufmerksam geworden. In einem HiFi Studio in Hassfurt in Unterfranken legte der anwesende Techniker die Sammel-CD "Visions & Voices" in eine teure Bower & Wilkins-Edel-Stereoanlage ein. Wir hörten andächtig "The Blackbird's Song" und "I'll wait for you". Diese Songs faszinierten mich so, dass ich mir sofort diese, jetzt nicht mehr erhältliche CD zulegte. Der Mann outete sich dann als Tonmeister, der für diese Aufnahmen zuständig war. So begann es bei mir. Meine Vorahnung, dass Talente wie ihr noch mehr von sich hören lassen, bestätigte sich. Welche Erinnerungen habt ihr an diese spannende Zeit, als euch praktisch noch kaum jemand kannte?
CARO: "Visions & Voices" ist ja schon eine ganze Weile her, mittlerweile müssten das schon sieben Jahre sein. Wir haben das Projekt aber immer noch als spannende und gute Erfahrung in Erinnerung, auch, weil sich der Kreis an Musikern, die wir kennen und mit denen wir bis heute arbeiten, durch dieses Projekt damals erweitert hat.

...oder wie habt ihr das "Verfahren" durchlebt? Es waren ja noch andere Sängerinnen beteiligt?
ANDI: Caro und ich hatten kurz zuvor unsere erste CD, ein Cover-Album im Kraftstrom-Studio in Würzburg aufgenommen. Nur Caro und ich, Klavier und Gesang. Der Betreiber des Studios, Michael Hanf, hat uns danach von diesem Projekt erzählt und uns quasi gefragt, ob wir mitmachen wollen. Die Idee war, den beteiligten Sängerinnen die Möglichkeit zu geben, zwei Songs in einem professionellen Umfeld zu produzieren. Nach diesem Projekt führte dann eins zum anderen, wir setzten die Zusammenarbeit mit Michael Hanf in dessen Studio fort und produzierten 2007 gemeinsam unser erstes Carolin No-Album.

Ein besonders schöner Titel von euch ist "Crystal ball". Er charakterisiert meiner Meinung nach treffend den einmaligen Gesangsstil von Caro...
CARO: Vielen Dank, "Crystal ball" war mit "Hear the silence" und "Fading sun" ja tatsächlich auch eines der ersten Stücke, das wir damals als und für Carolin No geschrieben haben.

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Was habt ihr vorher beruflich gemacht? Ihr habt sicher eine fundierte Ausbildung hinter euch.
ANDI: Das war bei uns beiden ähnlich. Wir haben beide an der Hochschule für Musik in Würzburg studiert. Caro hat Jazzgesang studiert, ich Jazz-Klavier, wir dürfen uns sozusagen offiziell "Diplom-Musiker" nennen. Danach haben wir beide die Zusatz-Studiengänge "Digitale Musikproduktion" und "Komposition" belegt.

Im Endeffekt wurde euch die Musik schon in die Wiege gelegt...
ANDI: Ich habe als Kind mit sieben oder acht Jahren begonnen das Klavier spielen zu lernen. Wie wertvoll es tatsächlich ist, schon recht früh mit dem Instrument anfangen zu dürfen, merke ich auch immer wieder rückblickend, denn inzwischen konnte ich auch in meiner Zeit als Klavierlehrer, sozusagen von der anderen Seite aus, die Erfahrung machen, wie schnell und leicht Kinder oft Neues lernen können. Insofern bin ich sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe "als Kind zu lernen".
CARO: Ich stamme aus einer sehr musikalischen Familie. Meine Wurzeln liegen ganz traditionell in verschiedenen Chören, einem Akkordeon-Orchester und sogar in der Blasmusik. Okay... jetzt muss ich selber fast ein bisschen grinsen. Was für eine Vergangenheit!

Es ist irgendwie auch Berufung...
ANDI: Ich mag das Wort gern, ich empfinde es auch genau so.

Wie entstand euer Gruppenname? Ich habe da so einen gewissen Verdacht, vielleicht trifft er ja zu...
ANDI: Es gibt mehrere Gründe. Als ich anfing zu studieren, schenkte mir mein Dozent - weil er wusste, dass ich versuche Songs zu schreiben - das Album "Pet Sounds" von den Beach Boys...

...ein super Album...
ANDI: ...das u.a. den Titel "Caroline, No" enthält. Ich verstand zunächst nicht, warum ich ausgerechnet ein Album von den Beach Boys bekam, bis ich die Platte anhörte. "Pet Sounds" ist ein so vielfältiges, fantastisches Album, die Songs, die Produktion... Als Caro und ich 2006/2007 beschlossen, wieder selber zu schreiben und einen Bandnamen suchten, fiel uns dieser Song wieder ein. Obendrauf bekamen wir noch die schicke URL "No", die für Norwegen steht, so dass wir kein ".de" oder ".com" an unseren Namen hängen mussten. Unsere Homepage heißt schlicht: www.carolin.no. Und da wir uns beide unter anderem auch der Musik aus den skandinavischen Ländern nahe fühlen, passt das noch zusätzlich gut...

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Mittlerweile habt ihr zahlreiche Musikpreise bekommen, z.B. 2010 den "Nachwuchsförderpreis für junge Songpoeten" der Hanns-Seidel-Stiftung, der auf Kloster Banz in Oberfranken bei den "Songs an einem Sommer Abend" überreicht wurde. Das kommt nicht von ungefähr und damit fühlt man sich sicher auch bestätigt, das Richtige zu tun? Es ist doch auch eine Ermunterung...
ANDI: Wir haben uns total gefreut, dass wir den Preis bekommen haben. Ich habe mir dann die Urkunde aufmerksam durchgelesen und da steht sogar, dass es ein Ansporn sein soll, weiterzumachen. Und so verstehen wir das bis heute. Der Preis ist ja auch mit Geld verbunden, der uns das nächste Projekt ermöglichte und nicht zuletzt hatten wir die Möglichkeit, dort aufzutreten.

Nach Kloster Banz sind schon Weltstars gekommen. Aber auch namhafte deutsche Künstler, wie z.B. Konstantin Wecker, unser bester zeitkritischer Geist seines Genres. Oder solche Bands wie Haindling...
ANDI: ...der Hans-Jürgen Buchner moderierte sogar mal das Festival, so viel ich weiß.

Ja, stimmt!
ANDI: Vielleicht noch folgendes zu dieser Geschichte: Wir haben außer dem Geld noch etwas viel Wertvolleres bekommen, nämlich die Möglichkeit zu persönlichen, geselligen Begegnungen mit eben solchen Leuten wie Konstantin Wecker, Reinhard May, Arlo Guthrie... Aus solch schönen Begegnungen können dann tolle Dinge entstehen, zum Beispiel ziert meine erste Klavier-Solo-CD aus dem Jahr 2010 ein schöner Begleittext von Konstantin Wecker. Darüber freue ich mich nach wie vor sehr!

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Es begann ja alles in überschaubarem Rahmen, in kleinen Clubs, Gaststätten und jetzt schon vor über 1000 Zuschauern. Aber ihr seid unbeirrt euren eigenen Weg gegangen, ohne Plattenfirma zu Beginn.
ANDI: Nach wie vor eigentlich. Wir haben ein kleines aber feines, gut eingespieltes Team. Die sogenannten Majors interessieren uns nicht. Im letzten Sommer haben wir unsere erste DVD veröffentlicht, die wir gemeinsam mit unserem Verlag und Management in Hamburg produziert und finanziert haben. Auch bei dieser Veröffentlichung waren wir von der ersten Idee bis zur Abgabe beteiligt. Wir wollen das auch so, wünschen uns, dass bei unseren Veröffentlichungen auch beim Design oder der Verpackung unsere Handschrift erkennbar ist.
Unsere Partner von Reimkultur und unser Online-Label Fuego verstehen das und bringen zusätzlich noch gute Ideen und eine Menge Erfahrung mit und das macht uns alle zu einem guten Team.

Im November/Dezember wart ihr mit Joan Armatrading als Support auf Tour. Wie kam es zu diesem Ereignis mit der schwarzen Sängerin, die ja schon heute eine lebende Legende ist?
ANDI: Wir haben im Sommer im Rahmen der DVD-Veröffentlichung in Hamburg gespielt. Dazu hat unser Verlag viele Leute Im Rahmen einer Promotion-Veranstaltung zu einem Show Case eingeladen. Einer der anwesenden Gäste war der Chef der Agentur, die Joan vertritt. Der Chef unseres Online-Labels kannte wiederum diesen Agentur-Chef und so entstand die Idee, uns zur Deutschland-Tour von Joan als Support mitzuschicken.

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Gibt es davon mal eine Liveaufnahme? Ist da was geplant, wo ihr vielleicht auch noch drauf seid oder nur eine Armatrading-Angelegenheit?
ANDI: Nein, damit haben wir nichts mehr zu tun. Ihre Tour geht im Frühjahr in Neuseeland weiter. Sie hat das Konzept, eigentlich noch ausgeprägter in England, dass sie in jeder Stadt ein eigenes Vorprogramm hat. Sie ist wirklich daran interessiert, "neuen Leuten" eine Bühne zu geben.

Bisher habt ihr neben einigen Maxi-CDs fünf Longplay CDs veröffentlicht. Wie ich hörte, ist bereits die nächste in Vorbereitung?
ANDI: Aha, na sowas!?

...das ist ein enormer Output...
ANDI: Ja, wir haben es geschafft, dass wir die letzten Jahre im Schnitt zwei Alben veröffentlicht haben, was aber auch definitiv an die Substanz geht...
Wir haben zum Beispiel gerade erst meine zweite Solo-Piano CD "Advent" - jawohl, ein Weihnachts-Album - veröffentlicht... aber, wie sagt man: Nach dem Album ist vor dem Album...

Und man will ja auch immer besser werden... Wann wird die neue CD erscheinen? Noch in diesem Jahr?
ANDI: Wir haben begonnen, daran zu arbeiten. Einen konkreten Release-Zeitpunkt kann ich aber wirklich noch nicht sagen.

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Ihr habt ja qualitativ so hochstehende Songs geschrieben und das braucht einfach seine Zeit und manche Songs müssen auch reifen, kann ich mir vorstellen.
ANDI: Ja, in der Tat. Für die geplante CD habe ich eine neue Instrumentengruppe gefunden, die mich zurzeit sehr interessiert. Ich habe angefangen, Slide-Gitarren zu lernen und zu spielen. Das wird sicher auf dem nächsten Album zu hören sein.
Aber auch wenn ab jetzt alles glatt läuft, wird das Album nicht vor der zweiten Jahreshälfte erscheinen.

Wie wichtig ist Berlin für euch und eure Arbeit?
CARO: Berlin hat uns sehr inspiriert. Wir wohnen hier in einer sehr kreativen und bunten Umgebung. Zusätzlich hat man in einer so großen Stadt eine Anonymität, die es einem möglich macht, sehr intensiv zu arbeiten. Das haben wir uns in den letzten zweieinhalb Jahren zunutze gemacht und wir hoffen, dass uns das für unser geplantes drittes Carolin No-Studioalbum wieder gelingen wird.

Die letzte Zeit habt ihr einige Songs auf deutsch geschrieben. Und ich muss sagen: Das steht euch besonders gut. Ein wunderbarer Song ist "Weil alles verschwimmt". Den Song habe ich auf YouTube gefunden, den ihr auf dem Bardentreffen in Nürnberg 2010 gespielt habt. Bekommen wir künftig mehr deutschsprachige Songs zu hören?
CARO & ANDI: Diese Frage begegnet uns immer wieder mal. Wenn wir an dieser Stelle ganz ehrlich sind, müssen wir eigentlich sagen, dass uns diese Frage vielleicht sogar ein bisschen unglücklich macht. Wir freuen uns natürlich sehr, dass dir "Weil alles verschwimmt" gefällt - der Song ist übrigens auf unserer ersten Live-CD "Open Secret Concert" - aber lass uns das ausführlich erklären.
007 20130212 1897040809Dass wir uns als Sprache hauptsächlich für Englisch entschieden haben, hat folgende Gründe: In erster Linie ist es so, dass wir beide mit englischer Musik aufgewachsen sind. Deswegen denken wir beide beim Schreiben neuer Texte intuitiv in Englisch. Einige unserer Helden waren und sind zum Teil bis heute "Pink Floyd", "U2", "Sting", "Peter Gabriel" und "Marillion".

Des Weiteren ist uns die englische Sprache lieb, weil sie einen weichen Klang hat und deshalb gut singbar ist.
Bei Konzerten und unseren Alben denken wir generell in verschiedenen (Klang-) Farben. Diese Farben lassen sich durch verschiedene Besetzungen erzeugen, also durch verschiedene Instrumentierung, aber auch durch einen Wechsel der Sprache.
Wir finden das schön, das macht uns Spaß. Allerdings fügt sich für uns Englisch als Hauptsprache besser und natürlicher zu unserer Musik.
Wir haben lange nach "unserem Sound" gesucht, haben viel ausprobiert, arbeiten sehr hart und hinterfragen und reflektieren eigentlich ständig. Es gab vor ein paar Jahren auch eine Phase, in der wir vorrangig deutsche Texte geschrieben haben, aber das hat uns schlicht und ergreifend nicht so gut gefallen.
Wir lernen übrigens nebenbei immer mal wieder Italienisch und Französisch. Vielleicht wird es irgendwann auch Songs in diesen Sprachen geben.
Und zum Abschluss dieser - zugegebenermaßen sehr langen - Antwort, möchten wir noch sagen, dass es zudem noch sehr persönliche Gründe für unsere Sprachwahl gibt. Nicht zuletzt die, dass wir viele besonders gute Freunde und auch Familie in den USA haben. Puh. Okay, fertig.

Da könnte man gleich die nächste Frage mit einbeziehen: Was ist schwerer, einen guten englischen oder deutschen Text zu verfassen?
CARO: Einen guten Text zu schreiben ist immer schwer, egal in welcher Sprache. Beide Sprachen haben ihre Besonderheiten und Eigenarten. Ich empfinde beides als komplett unterschiedlich in der Bearbeitung. Außerdem finden wir, es kommt nicht darauf an; in welcher Sprache man etwas sagt, sondern darauf, was man sagt oder dass man etwas zu sagen hat.

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Ihr habt einige klasse Videoclips produziert. Ich erinnere mich an "Year of November" (den Clip findet Ihr am Ende dieser Seite), wo Caro mit Engelsflügeln umher lief. Das sah einfach gut improvisiert aus und hatte einen besonderen Reiz. Leider gibt's das nicht mehr auf YouTube. Eine Anregung für eine künftige DVD, die Scheibe mit solchen Clips anzureichern, quasi als Bonus...
ANDI: Eine gute Idee! Den Film haben wir übrigens selbst gemacht. Es war damals ein besonderer Tag und wir waren ein bisschen aufgeregt, zum einen weil es ein offizieller Fototermin für das aktuelle Loveland-Album war. Und: Wir sind an diesem Tag einem Helden meiner Jugend begegnet: Thorsten Wingenfelder. Thorsten ist ein toller Musiker, viele kennen ihn wohl in erster Linie durch die Band "Fury in the Slaughterhouse". Ich habe als junger Mensch mit meinen Kumpels "Mono" und "The Hearing And The Sense Of Balance" rauf und runter gehört. Ich war und bin wirklich ein Fan seiner Musik. Ihn nur mal zu treffen hätte mich schon gefreut, aber dass wir ihn als Fotograf für die "Loveland" Albumfotos und unsere aktuellen Pressefotos gewinnen konnten, ist natürlich noch besser.

Wie schauen eure Tourpläne für dieses Jahr aus? Fahrt ihr auch mal in die östlichen Bundesländer?
ANDI: Das liegt letztendlich bei unserer Agentur. Wir versuchen inzwischen ernsthaft und energisch immer wieder auch über unsere Heimatregion hinauskommen. Wir hoffen sehr, dass wir, wenn das neue Album da ist, deutschlandweit unterwegs sein werden. Auch auf Festivals in Österreich und in der Schweiz freuen wir uns schon jetzt!

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Das Online-Magazin "Deutsche Mugge", für das ich dieses Interview führe, ist in den östlichen Bundesländern gewachsen. Hier ist man ja seit jeher gute Musik gewohnt und ihr seid da sicher sehr willkommen!
ANDI: Das wäre schön! Im letzten Sommer hatten wir ein Konzert-Highlight in Bernau, in der Nähe von Berlin. Wir sind dort als Support von Ray Wilson, dem ehemaligen Genesis-Sänger, aufgetreten. Das war ganz wunderbar und wir hatten ein tolles Publikum.

Nochmal zur DVD. Die wurde mit einer zusätzlichen CD und bisher unveröffentlichten Liveaufnahmen verschiedener Tourtermine angereichert. Ich persönlich kann sie jedem Musikfreund ans Herz legen, der einen Sinn für's Besondere hat. Das lassen wir jetzt einfach so stehen. Aber zur nächsten Frage: Was könnt ihr über die Musiker erzählen, die euch auf dem Hafensommer-Konzert in Würzburg begleitet haben?
ANDI: Wir spielen am liebsten mit Leuten, die wir mögen. Das geht ja soweit, dass ich mit meiner eigenen Frau auftrete (Gelächter). Tilmann Wehle, unseren hervorragenden Cellisten, kenne ich noch gar nicht so lange, erst etwa seit zwei Jahren. Aber er ist inzwischen ein unverzichtbarer Begleiter. Wenn es irgendwie geht, nehmen wir ihn mit. Eben auch besonders gern, weil er ein ganz lieber Mensch ist. Des Weiteren war bei diesem Konzert unser Freund Jan Hees am Schlagzeug. Mit ihm habe ich z.B. studiert und in vielen anderen Projekten zusammen gespielt. Ebenfalls befreundet sind wir mit dem Gitarristen dieses Abends: Alexander Kilian.

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Man merkt das auch am musikalischen Ergebnis, wenn man gut zusammen harmoniert... Schön ist, dass ihr größtmöglichen Wert auf eine optimale Qualität der Wiedergabe legt. Was die DVD betrifft, visuell und akustisch. Über eine gute Anlage hört sich das alles fantastisch an...
ANDI: Vielen Dank, das freut mich sehr! Zumal wir wirklich auch viel bei der Nachbearbeitung oder am Mix mitarbeiten. Ich muss allerdings auch sagen, dass wir schon sehr genau hinhören, dass heißt in dem Moment, in dem wir das Gefühl hätten, dass wir etwas selber nicht gut genug hinbekommen, zum Beispiel einen Mix oder eine spezielle Mikrofonierung, sprich die Qualität hörbar darunter leiden würde, würden wir gute Leute fragen, die uns dann weiterhelfen.

Vor zwei Jahren - glaub' ich - wart ihr längere Zeit in den Vereinigten Staaten. Hat das eure Musik in irgendeiner Weise beeinflusst?
ANDI: Ja, auf alle Fälle. Zum einen bei der Themenfindung, wenn man z.B. über Heimat reflektiert, über die Reise... viele Themen, die auf der aktuellen CD "Loveland" zu hören sind und die besonders aktuell sind, wenn man sie aus der Ferne beobachtet. Außerdem fiel in dieser Zeit die Entscheidung, dass wir uns von unseren Unterrichts-Jobs beurlauben lassen und es "nur" als Musiker versuchen wollen.

Welche anderen Musiksparten interessieren euch?
ANDI: Ich habe ungefähr 3.500 CDs und sammle Musik querbeet, Hauptsache sie ist gut. Ich bin auch immer daran interessiert, neue Musikstilistiken kennenzulernen, oder auch neue Instrumente wie momentan die Slide-Gitarre. So tun sich immer wieder ganz neue Türen auf. Musiker wie Mike Auldridge oder Jerry Douglas, die wunderbare Musik von Alison Krauss und Union Station - das alles kannte ich vor einem halben Jahr noch nicht.

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Caro, Du hast einen kongenialen Partner - Andi. Ihr habt vor nicht allzu langer Zeit geheiratet. Eine ideale Konstellation für Musiker, die im Gleichklang denken. Mittlerweile hat Andi zwei Piano-Solo-CDs herausgebracht. Das hat aber sicher nichts mit einem Auseinandertriften zu tun?
CARO: Nein, auf keinen Fall! Andi hatte die Idee zu seinem ersten Solo-Album schon lange und ich bin sehr stolz auf ihn und das Ergebnis beider Solo-Alben. In unseren Carolin No-Konzerten spielen wir übrigens immer mal wieder das ein oder andere Stück der "Lieder"-CD. Sound und Stil dieses Albums passen ganz hervorragend zu Carolin No. Ich kann dieses Album nur jedem ans Herz legen. Ich finde, es ist etwas ganz besonderes. Überhaupt sollte eigentlich jeder jedes Album von uns besitzen! (lacht)

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für dieses wirklich aufschlussreiche Interview mit der Deutschen Mugge genommen habt. Möchtet ihr den Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?
CARO & ANDI: Wir würden uns freuen, wenn der eine oder andere, der uns durch dieses Interview kennenlernt, sich mit uns befasst, ein paar Videos auf unserer Homepage anschaut, mal in die CDs und die DVD hinein schnuppert, oder eines unserer Konzerte besucht, wenn wir mal in der Nähe unterwegs sind.
In diesem Sinn: Passt auf euch auf und bleibt uns gewogen!

 

Interview: Gerd Müller
Datum: Februar 2013
Bearbeitung: cr
Fotos: Pressematerial Carolin No, Archiv Gerd Müller

Videoclips:





 

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