![]() Folk
- Joachim Piatkowski (voc, g, harp, u.a.) - Wolfgang Rieck (voc, g, banjo, fl, harp, u.a.) Gäste: - Georgi Gogow (vio) bei der ersten Plattenproduktion - Fred Saupe (tb, akk) bei der zweiten Plattenproduktion - Gisbert Piatkowski (g) bei allen Plattenproduktionen - Fun Horns (Bläser Trio) bei der zweiten Plattenproduktion - Berliner Blechbläser Quintett B5 bei der zweiten Plattenproduktion - Hermann Naehring (perc) bei der zweiten Plattenproduktion - Scarlett 'Scarlett O' Seeboldt (voc) bei der zweiten Plattenproduktion - Gerd Kubach (bg) bei der zweiten Plattenproduktion - Stefan Dohanetz (dr) bei der zweiten Plattenproduktion - Jens Naumikat (cello) bei allen Plattenproduktionen
Die beiden Musiker Joachim Piatkowski und Wolfgang Rieck lernten sich im Singeklub "KuBa" in Rostock kennen. Gemeinsam mit anderen jungen Musikern spielte der Klub vorrangig lateinamerikanische Lieder und machte nicht nur im Norden Deutschlands auf sich aufmerksam. Nach den Weltfestspielen 1973 in Berlin löste sich der Klub auf, und die beiden Musiker verloren sich vorübergehend aus den Augen. Ein Wiedersehen gab es zwei Jahre später, als sich Piatkowski und Rieck an der Universität Rostock, an der beide studierten, wiedertrafen. Nebenbei nahmen sowohl Piatkowski als auch Rieck Gesangsunterricht, und im Herbst 1975 gründeten sie ihr Folk-Duo Piatkowski & Rieck. Die Idee, ihre Songs mit plattdeutschen Texten zu machen, kam erst 1977 nach einer Anregung des Dramaturgen Dr. Hans-Joachim Theil vom Volkstheater Rostock. Dr. Theil gab den beiden Musikern Platten des Liedermachers Helmut Debus, um ihnen die Qualität dieser Kunst näher zu bringen. Es funktionierte, und Piatkowski & Rieck entschlossen sich, fortan nur noch plattdeutsche Texte zu ihrer Musik zu singen. Anfangs ausschließlich traditionelle Lieder vortragend, erweiterte das Duo schnell das Programm mit eigenen Songs, die mit eigens dafür geschriebenen Texten von Lisa Milbret verbunden wurden. Dass diese Musikform nicht überall gleich auf Gegenliebe stieß bekam das Duo im Jahre 1978 zu spüren, als sie sich am Vorausscheid für den nationalen Chansonwettbewerb in Frankfurt/Oder beteiligten. Beim ersten Anlauf wurden sie abgelehnt! Aber schon der zweite Versuch war erfolgreich und Piatkowski & Rieck gewannen den Hauptreis des Ministers für Kultur bei den "5. Tagen des Chansons" 1979. Ihre erste Schallplattenveröffentlichung hatte das Duo im Jahr 1980, als auf der Kopplung "Frisch auf ins weite Feld, junge Leute machen Volksmusik" des Plattenlabels AMIGA fünf ihrer Titel veröffentlicht wurden.
In der Folge spielten die beiden Musiker erfolgreich Konzerte im ganzen Land und 1985 erstmals auch in der BRD. Im gleichen Jahr erhielten sie den Kulturpreis ihrer Heimatstadt Rostock. Dies war aber nicht die erste Auszeichnung für ihre musikalische Arbeit, denn nach dem Gewinn des Chansonwettbewerbs 1979 (siehe oben) bekamen sie 1980 bereits die Goldmedaille bei den Arbeiterfestspielen. Einen weiteren Preis bekamen Piatkowski & Rieck 1987: Sie waren Preisträger des Bad Bevensen Preises, einem niedersächsischen Kulturpreis für besondere Interpretationen auf dem Gebiet des niederdeutschen Liedes. Mit "Utkiek" veröffentlichte das Duo 1987 das zweite Studioalbum. Das Album enthält ausschließlich Neukompositionen, die überwiegend von den Musikern selbst stammen, aber auch Beiträge von Woody Guthrie und Helmut Debus sind auf der LP zu finden. Auch bei der Produktion dieser Langspielplatte nahmen sich die beiden Musiker Verstärkung mit ins Studio. So sind auf der Platte u.a. die FUN HORNS, das Berliner Blechbläser Quintett "B5", Hermann Naehring, Scarlett Seeboldt (Scarlett O'), Gerd Kubach, Stefan Dohanetz und auch wieder Gisbert Piatkowski zu hören. Einen weiteren Preis bekommt das Duo 1988 mit dem "Kulturpreis des Bezirks Rostock" verliehen.
Berufliche Neuorientierungen beider Musiker waren kurze Zeit später der Grund dafür, dass sich das Duo auflöste. Joachim Piatkowskis Tätigkeit als Arzt mit eigener Praxis parallel zur Bandarbeit läßt nicht mehr viel Zeit für Live-Konzerte. Als Ende 1992 das Angebot der Gruppe LIEDERJAN an Wolfgang Rieck herangetragen wurde, in dem ihm der Posten des neuen dritten Mannes (für den ausgeschiedenen Edzard Wagenaar) angeboten wurde, bedeutete das das endgültige Aus für das Duo. Ab '93 arbeitete Rieck bei LIEDERJAN und Piatkowski & Rieck löste sich auf. Anmerkung: Es ist übrigens kein Zufall, dass Gisbert "Pitti" Piatkowski an der Produktion der beiden AMIGA-LPs von Piatkowski & Rieck beteiligt war. Gisbert und Joachim sind miteinander verwandt (Cousins). Dieses Portrait ist unter Zurhilfenahme der uns von Wolfgang Rieck zur Verfügung gestellten Materialien entstanden. Vielen Dank, Wolfgang! Piatkowski und Rieck im Internet: - Homepage von Wolfgang Rieck: www.wolfgang-rieck.de
Die Diskographie (Alben):
Sampler:
Fotos: ![]() ![]() ![]() |