![]() Skiffle / Beat / Rock Die Musiker:
- Gerhard "Hugo" Laartz (sax, g, p) - Peter Schadetzky - Gunter Stein Weitere Musiker: (in alphabethischer Reihenfolge) - Fred Baumert (g) - Hajo Müller (g) - Herbert Dreilich (voc, g) - Dieter Finke (g) - Dieter Fischer - Jochen Gleichmann (org) - Wolfgang Greiser (bg) - Jürgen Grosser - Torsten Kraft (dr) - Udo Reichel (dr) - Wolfgang Sachs (sax) - Peter Wagner - Dieter Wienicke Anmerkung: Es fehlen noch Zuordnungen von Personen und Instrumenten. Wer kann helfen, die Lücken zu schließen? Die Biographie:
Die MUSIC-STROMERS wurden 1958 in Berlin von Gerhard "Hugo" Laartz, Peter Schadetzky und Gunter Stein als Lehrlingsband gegründet. Die anfangs als Trio aktive Formation erweiterte sich kurze Zeit später zum Quartett und 1960 zum Quintett; kurzzeitig spielten die MUSIC-STROMERS auch als Sextett. In den ersten Jahren war die Gruppe als sogenannte "Skiffleband" aktiv, d.h. es wurde neben den von Laartz gespielten Blasinstrumenten (Saxophon, Horn) mit improvisierten Instrumenten wie z.B. dem Waschbrett (gespielt von Fred Baumert) musiziert. Schon in den Anfangsjahren bekam die Gruppe Probleme mit den DDR-Kulturoberen wegen Verstößen gegen die 60/40-Regelung. Diese Regelung besagte, dass mindestens 60% eigene Lieder bzw. Lieder von Komponisten aus der DDR oder den sozialistischen Bruderländern gespielt werden mussten, und nur max. 40% Fremdtitel aus dem kapitalistischen Ausland im Programm sein durften. Im Jahre 1962 erhielt die Gruppe deshalb einen Ordnungsstrafbescheid. Bis 1964 wechselten die Musiker der Gruppe häufiger. Ab 1963/64 wurde die Beatmusik auch in der DDR bei den Jugendlichen und den Musikern immer beliebter. Dies ging auch an den MUSIC-STROMERS nicht spurlos vorbei. Es kam zu personellen Veränderungen und auch musikalisch richtete sich die Gruppe jetzt in Richtung Beatmusik aus. Diese erste "Beat-Besetzung" mit Hugo Laartz, Fred Baumert, Dieter Finke, Torsten Kraft und Wolfgang Sachs hielt allerdings nur ein Jahr, denn schon im Jahre 1965 baute Bandchef "Hugo" Laartz die Gruppe erneut um. Nur er und Baumert blieben als Konstante dabei. Zu ihnen gesellten sich der Bassist Wolfgang Greiser, der Organist Jochen Gleichmann und der Schlagzeuger Udo Reichel. Baumert verließ die Band 1966 und wurde durch Herbert Dreilich ersetzt.
In dieser Besetzung mit Herbert Dreilich erspielte sich die Gruppe schnell eine große und treue Fangemeinde. Der Band eilte der Ruf voraus, ein packendes Live-Programm auf die Bühne zu bringen. Neben den musikalischen Qualitäten überraschte die Gruppe auch mit ihrem auffälligen Bühnen-Outfit, das an das der Beatles mehr als auffällig angelehnt war (Uniformjacken, auf dem Foto links gut zu sehen). Hauptsächlich traten die MUSIC-STROMERS im "Haus der jungen Talente" in Ost-Berlin auf. Mit der wachsenden Popularität der Gruppe kamen auch die Probleme. Die MUSIC-STROMERS bekamen immer wieder Probleme mit den DDR-Behörden. Dieser ständig schwelende Kleinkrieg der Behörden mit den "neuen" Bands endete für die MUSIC-STROMERS 1968 - vielleicht auch aufgrund der oben erwähnten Vorgeschichte aus dem Jahre 1962 - mit einem Auftrittsverbot. Bandchef "Hugo" Laartz wurde es verboten, mit der Besetzung und unter dem Bandnamen weiter zu arbeiten. Herbert Dreilich wechselte zu den ALEXANDERS und LAARTZ gründete im August des gleichen Jahres das MODERN SEPTETT, aus dem 1970 die MODERN SOUL BAND wurde. Eine Plattenveröffentlichung der MUSIC-STROMERS hat es nicht gegeben, auch einzelne Songs der Band wurden nicht auf Samplern / Kopplungen veröffentlicht. Bei einer Nachfrage beim Deutschen Rundfunkarchiv wurden keine Einträge im dortigen Archiv gefunden. |