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Dietmar unterwegs bei den...
"Steinlandpiraten"
Deutschrock aus Berlin - Stand 2010

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Ende Dezember 2009 hatte Elmar Werner eine Idee. Es war eine Idee, die sich so fest in seinen Kopf setzte, dass er diese unbedingt in die Tat umsetzten musste. Es ging um Gundermann, diesen genialen Liedermacher der 1998 leider viel zu früh verstorben ist, und die Idee, sein Werk lebendig auf die Bühne zu bringen... Nun gibt es bekanntlich ja schon einige Bands und Solisten, die Gundis Fahne hochhalten. Aber Elmar hatte da etwas anderes im Sinn.

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Gerhard Gundermann war unbestritten einer der größten und bekanntesten Künstler aus dem Osten Deutschlands, der als Liedermacher das laut sagte, was viele nur dachten, und der vielen mit seinen Liedern aus dem Herzen sprach. Und auch wenn es schon - wie oben erwähnt - viele Bands und Interpreten gibt, die seine Songs und Texte heute noch spielen, kann es doch nicht schaden, wenn es noch eine Gruppe mehr gibt, die mit seinen Liedern durch die Lande tourt. Und warum sollte bei dieser neuen Band nicht mal eine Frau der "Frontmann" sein?!

Am 13.Februar 2010 lud er deshalb Musiker aus verschiedenen bekannten deutschen Bands zu einem gemeinsamen Treffen im Gemeindehaus der Kapernaum-Gemeinde nach Berlin ein. Folgende Musiker folgten seinem Ruf:

Andreas Bayless (Söhne Mannheims / Uferlos)
Jan Lauschus (Quadro Tango / Querbeat)
Jana Wachholz (inTEAMSPIEL)
Patricia Heidrich (UNBEKANNT VERZOGEN) und
Peter Michailow (Lift / Rio Reiser)

Man wurde sich sofort einig, dieses Projekt mit Patricia Heidrich als Sängerin anzugehen. Der Name der neuen Band wurde auch schnell gefunden: als STEINLANDPIRATEN wollte man sich dem Publikum auf den deutschen Bühnen vorstellen. So aufgestellt und ausgerüstet begann man Ende März 2010 mit den Proben.

Patricia Heidrich als Sängerin auszusuchen war auf jeden Fall eine gute Wahl. Sie lebt die Texte von Gundermann, und das hat auch seine Gründe. Sie lernte Gundermann 1989 in Frankfurt/Oder auf der EOS (heute sagt man Gymnasium dazu) kennen. Eine Singegruppe hatte es ihr dort besonders angetan, und so ging Patti oft zu den Vorstellungen. Bei einer dieser Veranstaltungen war Gundermann zu Gast. Patti war für das Wohlbefinden der Künstler verantwortlich. Da Gundi mit der Gitarre unter'm Arm zuerst in den Proberaum zum essen kam, war quasi Gundi der erste Mann, für den Patti Stullen geschmiert hatte. So lernten sie sich kennen. Seine bewegenden Texte mit dem klaren ehrlichen Worten ließen sie nie mehr los.

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Jana, die bei den Steinlandpiraten die Bassgitarre spielt, aber auch an der Geige, der Gitarre und dem Keyboard zu Hause ist, kennt auch jeden Text und Ton der Gundermann Lieder auswendig. Sie war es auch, die bei den Proben immer wieder ihren MP3-Player hervorholte und den anderen Gundermann live vorspielte, wenn es um die eine oder andere musikalische Nuance ging, an der es zu Feilen galt. Manchmal spielte sie die entsprechenden Passagen aber auch direkt an den jeweiligen Instrumenten. Auch Jana verehrt Gundermanns Musik sehr, und das spürt man auch in ihrer Art zu musizieren.

Andreas Bayless von den Söhnen Mannheims war von Anfang an begeistert von Elmar Werners Idee. Andreas ist der Mann, der mit seinen Gitarren den Liedern Seele einhaucht. Er hat immer wieder neue Ideen und ist mit seiner Bühnenerfahrung natürlich ein absoluter Garant für das Gelingen dieses Projektes.

Jan Lauschus ist mit seiner Gitarre und am Keyboard auch derjenige, der als zweite Stimme und bei einigen Titeln wie z.B. bei "Das war mein zweitbester Sommer" als Solist agiert.

Peter Michailow am Schlagzeug sieht die ganze Sache sehr gelassen. Es ist der ruhende Pol, und auch immer der Steinlandpirat, der zuletzt kommt und zuerst geht. Aber was Peter macht hat Hand und Fuß. Mit seinen genialen Ideen gibt er den Songs immer noch den gewissen letzten Kniff.

Für mich persönlich war es eine sehr schöne und spannende Zeit, bei den ersten Schritten einer neuen Band, bei den Gesprächen, den Proben, den gemeinsamen Pausen, den Fotoshootings für die Presse, der öffentlichen Vorstellung im Sportcasino und bei der Premiere, dem ersten Konzert der Steinlandpiraten am 1. Mai auf dem Rathausplatz in Berlin-Köpenick, dabei gewesen zu sein.
Ihr Leitspruch: Unter dem Motto "Alle oder keiner" haben sich Musiker aus ganz Deutschland zusammengefunden, um die Texte und Musik von Gerhard "Gundi" Gundermann mit diesem unbeschreiblichen Gefühl wieder aufleben zu lassen und mit den Fans zu teilen. Hits wie "Immer wieder wächst das Gras" oder "Alle oder keiner" sind nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was diese Musiker in ihrem Programm bieten werden. Ihr Publikum wird garantiert den Steinlandpiraten mit ihrem Herzen und Augen folgen, und bei ihren Konzerten eine kleine Gundermann-Revival-Reise antreten.

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Genauso war es dann auch am 1. Mai 2010. Es war zwar nicht Abend, denn das Konzert fand um 16:00 Uhr bei Sonnenschein vor einigen hundert Zuschauern statt, aber die Herzen der Leute folgten den Tönen und es gab kaum einen, der nicht leise oder auch etwas lauter die Lieder mitsang. Und wenn nicht laut mitgesungen wurde, war man doch zumindest in Gedanken in Erinnerungen an die Zeit mit Gundermann.
Es war eine gelungene Premiere, der Beifall für die junge Band war groß. Ich möchte aber bewusst jetzt keinen Konzertbericht anfügen, da ich dem interessierten Leser nicht die Spannung für ein eventuell zu besuchendes Konzert nehmen möchte. Die Gelegenheit, die Gruppe live zu sehen, wird es reichlich geben, denn die Steinlandpiraten standen noch nicht einmal auf der Bühne und hatten trotzdem schon eine große Terminnachfrage! Wenn das kein gutes Omen für eine erfolgreiche Zukunft ist?

Einen Abend zuvor war die öffentliche Vorstellung der Band, und in einer öffentlichen Probe stellte Elmar Werner dem Publikum die Steinlandpiraten und ihr Programm vor (manch einer stand mit klopfendem Herzen auf der Bühne). Bereits nach der Probe zogen die vielen anwesenden Besucher, darunter auch bekannte Musiker anderer Bands, u.a. Reinhard Fißler und Marcus Schloussen, ein positives Fazit.

Ich war für unsere Leser wieder unterwegs. Diesmal bei den Steinlandpiraten. Ich habe sie kennenlernen dürfen, war bei ihren Proben, Vorbereitungen und öffentlichen Auftritten zu Gast um für Euch darüber zu berichten. Ich kann diese Kapelle nur wärmstens empfehlen. Lasst Euch einfach überraschen. Jeder, der Gundermann mag, hat nun eine neue Band um zusammen mit anderen Gundermann-Fans und denen, die es noch werden wollen, seiner zu gedenken und mit seinen von den Steinlandpiraten live gespielten Songs zu feiern. Eine Band mit Musikern aus ganz Deutschland läßt Gundermann aus der Lausitz auf der Bühne weiterleben. Das muss man erlebt haben...



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