000 20200718 1508274417000 20200715 2014475835

Bereits zu Beginn der 80er Jahre merkten Spieleentwickler, dass Computerspiele viel interessanter sind, wenn man sie mit Musik unterlegt. Daher entwickelten die Schöpfer der ersten digitalen Unterhaltungsspiele schon früh Möglichkeiten um mit einfachen Mitteln die ersten Musikstücke aus den neuen Heimcomputern zu zaubern. Zunächst diente die musikalische Untermalung des Spiels nur dazu, dass es nicht völlig still ist.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Musik mehr und mehr zur tragenden Komponente und unterstützte das Spielgeschehen. Heute gibt es bei Spieleproduktionen ganze Teams, die nur dafür zuständig sind den Sound eines Spiels optimal zu designen.

Die grauen Anfänge
In den Anfängen der Spielmusik in Computerspielen waren wir noch weit von dem entfernt, was wir heute als Standard ansehen. Das 1972 von Atari veröffentlichte Spiel „Pong“ war eines der ersten, das einen eigenen Sound hatte. Von Musik brauchen wir in dieser Zeit überhaupt noch nicht zu reden. Es war ein Meilenstein überhaupt Ton passend zum Spiel zu haben. Das mit der Musik, die während des Spiels läuft, begann erst in den 80er Jahren. Die Soundtracks klangen sehr blechern, da sie noch direkt über die Platinen erzeugt wurden und nicht wie heute extern eingefügt werden. Nichts desto trotz handelte es sich um einen Meilenstein.

Musik als Spielkomponente
Nach den ersten zaghaften Versuchen Soundtracks in Computerspiele zu implementieren, um den Spieler zu unterhalten, entwickelte sich diese Sparte in den 80er Jahren rasant weiter. Bereits Anfang und Mitte der 80er hatten bekannte Spiele komplette eigene Soundtracks, die während des gesamten Spiels liefen. Mit dem grafischen Fortschritt der Spiele stieg dann allerdings auch schnell die Erwartung der Spieler an die Musik.

Deshalb ließen sich die Entwickler etwas neues einfallen und statteten bestimmte Charaktere mit einem klassischen Soundtrack aus. Bei der ersten Begegnung mit einem wichtigen Charakter, beispielsweise dem Bösewicht, wurde dem Spieler dessen Titelmusik vorgestellt. Begegnete der Spieler in der Folge diesem Charakter erneut, so konnte er das schon eine gewisse Zeit vorher erkennen, da der spezifische Soundtrack dieses Charakters zu spielen begann. Das war eine Revolution.

Musik als Stimmungsmesser
Was in Filmen zu dieser Zeit schon Gang und Gebe war, fand in den Folgejahren nun auch Einzug in die Welt der Computerspiele: Die Stimmungsmusik. Was bis dato nur als statische Unterhaltungskomponente oder zur Identifikation einer bestimmten Person diente entwickelte sich nun weiter zu einem Stimmungsbarometer.

Es wurde nicht länger der immer gleiche Soundtrack abgespielt, sondern die Musik änderte sich dynamisch mit dem Spielgeschehen und intensivierte so das Spielerlebnis. Auch bei modernen Casinospielen ist dieses Phänomen erkennbar: Die Melodie des Automaten ändert sich je nach Geschehen.

Bei einem Gewinn beispielsweise ist ein erhebender Sound zu hören, der sich deutlich von der sonst laufenden Spielmusik abhebt. Gerade in Casinos, in denen Sie mit einem Live-Dealer spielen können, also den modernsten Casinos, ist dieses Phänomen besonders gut zu erkennen. Diese Art von Casinospielen erfreut sich größter Beliebtheit, da die Spieler einander sehen können und so auch eine psychologische Komponente mitspielt. Das Gefühl des Spielens in einem echten Casino wird so täuschend echt nachgestellt. Heutzutage, bei den modernsten Computerspielen ist die musikalische Untermalung durch eigens und exklusiv für das Spiel komponierte Musikstücke und Fragmente nicht mehr wegzudenken und sind wir ehrlich: Jedem von uns würde ein großes Stück fehlen, wenn plötzlich auf Spielmusik verzichtet würde.

Musik in Spielen heute
Eben schon kurz die Relevanz von Musik in Spielen angerissen, kann man auch noch in eine ganz andere Richtung gehen: Musikspiele an sich. Seit den 2000ern sind Spiele wie SingStar und Guitar Hero in alle Munde. Auch dies ist eine schöne Ausprägung von Musik in Spielen, da sie nicht länger als bloß unterstützende Komponente, sondern vielmehr als Protagonist die Beachtung findet, die sie auch wirklich verdient.




   
   
© Deutsche Mugge (2007 - 2020)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.