Kryptowährungen und ihr großes
Potential in der Musikindustrie

 

Die Musikindustrie ist weltweit nicht gerade dafür bekannt, vor neuen Innovationen zurückzuschrecken. Deshalb überrascht es kaum, dass ausgerechnet eine der etabliertesten Industrien frühzeitig an Kryptowährungen dachte, um den Zahlungsverkehr online zu ermöglichen. Was genau 50 Cent damit zu tun hat und welche Entwicklungen in Zukunft zu erwarten sind, erfahrt ihr hier.

 

7,7 Millionen Dollar in Bitcoin aus Album-Verkäufen

 

 

Seit 2009 ist mit Bitcoin die erste Kryptowährung auf dem Markt. Dabei handelt es sich um eine von vielen Währungen, die besonders sicher ist, da die dahinterstehende Blockchain-Technologie Fälschungen jeglicher Art ausschließt. Schließlich werden sämtliche Transaktionen auf den Endgeräten der Netzwerknutzer gespeichert und miteinander abgeglichen. Dass sich eine solche Technologie früher oder später auf andere Branchen ausweitet, war bereits frühzeitig abzusehen. Die Musikbranche machte hier keine Ausnahme und war als eine der ersten dabei. 2014 handelte es sich dabei um Hip-Hop-Legende 50 Cent, der gerade sein Album Animal Ambition veröffentlicht hatte.

 

Viel wichtiger als die überwiegend durchschnittlichen Bewertungen sind derweil die Umsätze, die 50 Cent mit diesem Album erzielen konnte. Letztere kamen vor allem durch den erstmaligen Verkauf in Bitcoin zustande. Als die neu erschienene Musik damals auf CDs und MP3-Downloads verkauft wurde, spielte sie gerade einmal 400.000 $ ein. Diese Summe entwickelte sich durch den steigenden Bitcoin Kurs auf beeindruckende 7,7 Millionen $. Als 50 Cent später auf die Summe angesprochen wurde, hatte er das Ganze offensichtlich als Spielerei abgetan und den Bitcoin-Verkauf wieder vergessen. Ob das der Realität entspricht, lässt sich jedoch leider nicht endgültig klären. Andere Gerüchte besagen, dass er das Geld nie besessen habe.

 

Andere Künstler folgen dem Beispiel

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Lange blieb 50 Cent im Anschluss nicht allein. Zu lohnend stellte sich die Entwicklung der Kryptowährungen dar. Über 45 Künstler akzeptieren in ihren Online-Shops mittlerweile die Kryptowährung Monero. Der Hauptfokus liegt hierbei auf einer besseren Implementierung von Privatsphäre-Einstellungen. Die Skalierbarkeit wird ebenfalls in einer anderen Art und Weise angegangen wie bei Bitcoin. Bekannte Künstler, die sich diese Vorteile zunutze machen, sind zum Beispiel Mariah Carey und Lana Del Rey. Auch die isländische Sängerin Björk erkannte recht frühzeitig die Vorteile von Kryptowährungen für das eigene Geschäft und begann eine Partnerschaft mit AudioCoin. Das Album Utopia konnten die Fans schließlich sowohl in AudioCoins als auch Bitcoins kaufen.

 

Die Künstler freuen sich über die Unabhängigkeit, die sie durch die zusätzliche Einnahmequelle und die Eliminierung eines Mittelmanns gewonnen haben. Die einzige Frage bleibt die nach der richtigen Währung. Während Bitcoin und Monero in der Musikindustrie am weitesten verbreitet sind, hat der EOS Coin ebenfalls gute Argumente vorzuweisen. Dazu gehören in erster Linie die Transaktionskosten, die vollständig wegfallen. Insbesondere die Fans eines bestimmten Band werden sich darüber freuen, wenn es an den Kauf von Konzertkarten, neuen Alben oder anderen Fanartikeln geht. Weiterhin sorgt die hohe Skalierbarkeit für sehr hohe Transaktionsgeschwindigkeiten, sodass Einkäufe besonders schnell ablaufen können. Vielleicht können Käufe ja auch bald bei deutschen Neuerscheinungen mit Kryptowährungen abgewickelt werden.

 

Die Zukunft bietet noch großes Potential für alle Künstler und Bands, die sich die Vorzüge der Blockchain-Technologie zunutze machen möchten. Immer mehr Festivals und kommende Konzerte nutzen bereits die modernen Zahlungsmethoden. Dazu dürften weitere Partnerschaften zwischen den Unternehmen und Künstlern in aller Welt kommen. Das Beispiel 50 Cent macht schließlich Hoffnung auf ein wertvolles Engagement. Die einzige Frage bleibt, wo die Fans in die Rechnung hineinbezogen werden.

 

 


   
   
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