Das war die Hamburger Schule

Zu Beginn der 2010er Jahre feierten deutsche Indiebands à la Tomte, Kettcar und Co. riesige Erfolge. Doch intelligente Texte und schnörkellose Gitarrenmusik prägte bereits 20 Jahre vorher die deutsche Musikkultur. Wir wollen ein Blick auf die Hamburger Schule werfen.

Irgendwie passte es von Beginn an gut zusammen - norddeutscher Schwermut verpackt in intelligenten Texten und ehrlicher Musik - so ähnlich lässt sich die Hamburger Schule beschreiben.

Von Hamburg in die Welt

Erstmals fiel der Begriff "Hamburger Schule" in einer Besprechung des taz-Redakteurs Thomas Groß über zwei Alben von Blumfeld und Cpt. Kirk. Er benutzte diese Bezeichnung als Anlehnung an die geisteswissenschaftliche Frankfurter Schule und wollte damit den Intellekt und Anspruch der Texte unterstreichen. Zwar handelte bzw. handelt es sich bei der Hamburger Schule um eine relativ lose Musikbewegung, die keinem klaren Genre zugerechnet werden kann, allerdings sorgen Einflüsse aus Post-Punk, Indie oder Folk für einen authentischen, teilweise rauen Gitarrensound, der allen Gruppen dieser "Schule" gemein ist. Hier gibt es eine Hörprobe dieser schwer definierbaren Musikrichtung. Bands aus Hamburg und Umfeld, wie eben Cpt. Kirk, Die Goldenen Zitronen oder die Sterne, verbinden Pop und Punk mit intelligenten Texten. Die Bands schloss der Anspruch von Gesellschaftskritik, postmodernen Gedanken und politischer Subversion in ihren Texten zusammen.



L'Age d'Or als Treibstoff für die Szene

Das Label L'Age d'Or gilt als wesentliches Triebwerk der Hamburger Schule. 1988 von Carol von Rautenkranz und Pascal Fuhlbrügge gegründet, wird hier vielen lokalen Hamburger Bands eine Plattform geboten. In den 1990er Jahren waren es vor allem die drei Bands Blumfeld, Die Sterne und Tocotronic, die mit ihren deutschen Texten einen höheren Bekanntheitsgrad erreichten.

Während bereits zu jener Zeit viele Musikjournalisten eine Nähe zum Brit-Pop ausmachen wollten, verweigerten sich die Akteure der Hamburger Schule eigentlich einer genaueren Zuschreibung. Generell schien das "Dagegen-Sein" zum Konzept dieser Bands zu gehören. Trotzdem ist vor allem bei Bands wie Tomte oder Kettcar eine Nähe zu Britpop-Bands auszumachen. Zwar gehört auch diese Musikrichtung mittlerweile der Vergangenheit an, wie auf dieser Seite näher erläutert wird. Doch trotzdem kann man bei einigen Wettanbietern und Online-Casinos wie Betway, die auf der Bonus Source Homepage als beste Wettanbieter gelistet werden, beispielsweise auf eine Wiedervereinigung von den Britpoppern schlechthin - Oasis - setzen. Das Interesse ist also nach wie vor präsent.

Die Nachkommen der Hamburger Schule

Ähnlich wie der Britpop ebbte die große Welle der Hamburger Schule nach ihrem Höhepunkt Mitte der 1990er Jahre langsam ab. Doch mit ihrem intellektuellen Anspruch bereiteten die Bands neuen Musikern den Weg. Zu dieser neuen Generation gehören eben Bands wie Kettcar, Tomte oder Virginia Jetzt!. Anfang der 2000er Jahre gründeten einige Mitglieder dieser Bands, darunter Thees Uhlmann von Tomte oder Marcus Wiebusch von Kettcar das Label Grand Hotel van Cleef. Ähnlich wie das Label L'Age d'Or gut 20 Jahre vorher hat man es sich auf die Fahnen geschrieben, deutsche Popmusik und die regionale Szene zu unterstützen. Bis heute ist das Label ein wichtiger Teil der norddeutschen Musikszene. Als Beleg können beispielsweise regionale Musikfestivals wie das Immergut Festival in Mecklenburg-Vorpommern oder das in Hamburg stattfindende Grand Hotel van Cleef Festival angeführt werden. Hier bekommen auch immer wieder aufstrebende, regionale Bands die Chance, sich auf der Bühne und vor Menschen zu präsentieren.





   
   
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