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Ein Nachruf von Andreas Hähle. Fotos: Pressematerial, Hartmut Helms
 

Joy Fleming habe ich persönlich nie kennengelernt. Es hätte so sein sollen, weil ich es gern wollte, aber irgendwie hatte es dann doch nicht geklappt. Sie war eine Zeit lang mein Runing Gag in meiner damaligen TV-Show, denn als ich sie in einem Telefon-Interview, aufgezeichnet von Dirk Sprungala in den Räumen des Erfurter Radios F.R.E.I.001 20170928 1854207134 in meine Sendung nach Gera einlud, entgegnete sie: "Ich komme sehr gerne nach Sachsen." Ich mochte alles, was sie musikalisch machte. Auch das, was ich von ihr empfand. Sie trug so eine spannende Mischung zwischen Gelassenheit und ungeordnet sprudelndem Feuerwerk in sich. Sie hat immer "ihr Ding" gemacht. Wie ich von Veranstaltern weiß, die mit ihr arbeiten durften, mit einer unanfechtbaren Professionalität und einer weltumarmenden Warmherzigkeit. Wenn sie da war, war sie einfach da, so hieß es. Als sie im August zu den Classic Open Air in Leipzig auftrat, war ich gerade nicht in der Stadt. Nun werde ich ihr wohl nie mehr persönlich begegnen dürfen. Vielleicht ist das einfach auch gar nicht nötig gewesen. Mir bleibt die Bewunderung für eine Künstlerin, die mich berührt hat. Und die inzwischen wusste, weil ich mich ja sofort während des Interviews amüsiert habe, dass Gera in Thüringen liegt. Ich wünschte mir sehr, es gäbe noch viel mehr von ihrer Art. Sie wird fehlen, nicht nur in diesem Sinne. Aber es war schön, dass sie für uns da war. Gute Reise, liebes Stimmwunder.

 


 

 
 
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