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Ein Beitrag von Christian Reder. Fotos: Pressematerial




001 20160118 1812793005Eigentlich ist Ralf "Bummi" Bursy gelernter Maschinen- und Anlagenmonteur. Ob er nach Abschluss seiner Ausbildung in dem Job auch gearbeitet hat, ist hier nicht überliefert. Fakt ist aber, dass der Musikwelt eine große Stimme abhanden gekommen wäre, hätte er sein berufliches Glück in dem Job gesucht.

Doch der junge Bursy ging auf die "Hanns Eisler" und verdiente sich seine ersten Sporen bei der Gruppe REGENBOGEN, wo er zwischen 1977 und 1979 zwei Jahre lang aktiv war. Es folgte die Gruppe KEKS als nächste Station, wo er zwischen 1979 und 1981 Musik machte. Letztlich landete er im Jahre 1982 bei Jürgen Matkowitz und seiner Kapelle PRINZIP, die mit ihm am Mikrophon plötzlich und "unerwartet" zum Magnet für junge Mädels wurde. "Bummi" zog das junge Publikum an, und mit seinem Auftreten und seiner markanten Stimme konnte er auch alte Rocker überzeugen. Doch das Band-Gefüge schien für ihn zu eng. Ein Sänger wie er ist für Höheres bestimmt, und so startete er im Jahre 1986 eine Solo-Karriere, mit der er in den folgenden acht Jahren unter seinem Namen Erfolge feiern sollte. Es entstanden drei Alben und diverse Singles, und Bursy war der Popstar einer jungen Generation mit Postern in Musikzeitschriften und ständigen Auftritten in TV, im Radio und auf den Bühnen des Landes. Große Namen wie Ferry Grott, Reinhard Petereit oder Conny Bauer fanden sich nicht nur in seiner Begleitband wieder, große Namen standen auch auf dem Zettel mit den Künstlern, für die er hinter den Kulissen als Produzent und Komponist tätig war: Harry Jeske, Falkenberg, Nena und Veronika Fischer wären da zu nennen, die auf seine Dienste vertrauten.

Ab Mitte der 90er wurde es ruhig um "Bummi". Die Charts waren voll mit Schrott aus dem Computer, dümmlichen Coverversionen diverser Klassiker von einst und ideenlosem Mist ohne Tiefgang. Kein Platz für gute Musik, gute Ideen und schon gar nicht für Anspruch. Auch kein Platz für "Bummi"! Einen letzten Versuch unternahm der Künstler 2004 mit der Single "Keine Lügen mehr". Dieser verpuffte allerdings irgendwo im Nirgendwo.

Aus "Bummi" dem Popstar war inzwischen auch Ralf Bursy der Geschäftsmann geworden. Musik spielte nur noch eine untergeordnete Rolle, denn als Inhaber von Bekleidungsgeschäften hatte er nun andere Dinge zu tun. Hier scheint er inzwischen schon seit Jahren seine Erfüllung gefunden zu haben, denn auf die Bühne oder ins Tonstudio scheint ihn nichts mehr zu ziehen. Oder ist da etwa doch noch Feuer unter'm Eis? Für die Fans ist das natürlich sehr traurig, hört man doch immer wieder Wünsche, dass "Bummi" wieder zurückkommen und Musik machen möge. Aber viel wichtiger dabei ist, dass sich Ralf Bursy selbst gut und zufrieden fühlt. Vielleicht kommt er ja nochmal zurück, aber sicher nicht als "Bummi". Das würde ihm heute auch nicht mehr gut stehen. Als Ralf Bursy würde ihm ein Comeback dagegen sehr gut stehen, denn der Name hat nach wie vor einen guten Klang. Aber heute feiert der Popstar von einst erstmal seinen 60. Geburtstag, zu dem wir ihm von Herzen gratulieren möchten. Alles Gute, Ralf! Und "Thank you for the music" ...






Videoclips:

"Feuer im Eis"



"Wind im Gesicht"



"Kalte Augen"


 
 

   
   
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