000 20140311 1484076469
Ein Beitrag von Christian Reder (11.03.2014)



Musik über Kopfhörer zu hören, ist nicht nur freundlich der eigenen Umwelt gegenüber - belästigt man damit schließlich seine Mitmenschen nicht mit dem persönlichen Musikgeschmack -, sondern der Gebrauch eines solchen Schallwandlers verschafft einem gleichzeitig auch einen intensiveren Hörgenuss, als wenn man eine Platte oder CD über die Boxen der Anlage hört. Es gibt schließlich immer Geräusche, die einen beim Hören stören oder ablenken könnten.002 20140311 1921197451 Das passiert einem mit Kopfhörern nicht. Schon in den 70ern habe ich den Kopfhörer gern eingesetzt, wenn ich eine Platte intensiv genießen wollte. Mein bester Freund in solchen Momenten war ein Kopfhörer der Marke Sennheiser, der meinem Vater gehörte. Es war ein ziemlich großes Teil mit einem erstklassigen Klang, der einem das Abtauchen in die jeweilige musikalische oder über ein Hörspiel vermittelte Welt ermöglichte.

Wer sich ein bisschen in der Geschichte umschaut, wird schnell feststellen, dass der Erfinder dieses hilfreichen Extras nicht mehr zu ermitteln ist. Man kann also niemandem direkt für seine Idee in Form eines solchen Beitrages hier danken. Möglicherweise war es der Erfinder Alexander Graham Bell, der den ersten Kopfhörer in Umlauf brachte, denn bereits bei seiner Erfindung, dem Telefon, handelte es sich eigentlich schon um einen solchen. Allerdings nicht ausschließlich, da der Schallwandler gleichzeitig auch Mikrophon war. Man kennt es vielleicht noch aus dem einen oder anderen alten Film, wo jemand bei der Benutzung des ersten Telefontyps das Sprach- und Hörteil abwechselnd vom Ohr zum Mund führte. Es könnte aber auch eine Erfindung von Nathaniel Baldwin sein, der die "Baldwin Radio Company" in den USA gegründet hat. Die 1910 eingeführten "Baldy Phones" (siehe Foto links) gingen auf sein Konto. Wer auch immer die Idee hatte und sie letztlich auch umsetzte, legte den Grundstein für einen ganzen Industriezweig, der sich mit der Herstellung von Audiotechnik beschäftigt. Im Laufe der Zeit veränderten sich nicht nur die Bauweisen, sondern auch die Qualität des Sounds. Zahlreiche Hersteller brachten ihre Modelle auf den Markt. Manche von erstklassiger Qualität, manche leider nicht. Und mit der Zeit wurde die Technik immer kleiner ...

Ich erinnere mich z.B. noch sehr gut an die 80er und an das Jahr, in dem ich meinen ersten Walkman bekam. Das war 1982 und der Kassettenrekorder im Taschenformat wurde zu meinem ständigen Begleiter. Den mitgelieferten Kopfhörer tauschte ich schon relativ schnell gegen ein Exemplar meiner bevorzugten Marke aus.003 20140311 1982609840 
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie hoch erfreut man war, wenn es ein neues, kleineres Kopfhörer-Modell gab. Die ersten, mit ihren biegsamen Bügeln, waren eher ein Frisurenkiller, als ein nützliches Zusatzteil zum Abspielgerät. Wir hatten schließlich die 80er, und da mussten die Haare - nicht nur bei den Mädels - exakt so sitzen, wie man es wollte. Wie sah das denn aus, wenn man dank dieses Bügels mit einer Schneise quer über den Kopf rumlaufen musste. Meine ersten "In-Ear-Kopfhörer", wie sie heute neudeutsch heißen, hatte ich Ende der 80er, und die waren nicht nur ein Hörgenuss, sondern auch klein und dezent. Egal ob bei Metal- und Hardrock-Bändern aus meiner Sammlung, oder für Pop oder New Wave-Tapes, sie lieferten gleichermaßen einen hervorragenden Klang. Für Zuhause hatten mir meine Eltern einen weiteren Kopfhörer im "Stuben-Format" besorgt. Nicht alles, was am Tage aus meiner Anlage in "nachbarschaftsfreundlicher" Lautstärke gehämmert kam, traf offenbar auch ihren Geschmack.

Inzwischen gibt es verschiedene Kopfhörer in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlicher Technik. Es gibt solche mit ohrumschließenden Muscheln und solche, die offen sind. Heute gibt es aber auch In-Ear-Technik, die trotz ihrer kleinen Größe eine Menge Sound liefert. Eins der nächsten Teile, das bald meinen musikalischen Fuhrpark erweitern wird, ist das Modell IE 800 aus dem Hause Sennheiser. Die Firma die auch schon den Kopfhörer herstellte, mit dem alles bei mir begann.



   
   
© Deutsche Mugge (2007 - 2019)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.