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Ein Vorbericht von Christian Reder. Fotos: Pressematerial



Ende der 70er bildeten vier junge Männer die Begleitband von NINA HAGEN. Mit nur zwei Alben katapultierten sie die Sängerin in den Rock'n'Roll-Himmel und gossen ihr das Fundament für eine erfolgreiche Karriere. Dankbarkeit war damals nicht der Lohn,001 20170909 1574642185 den sie für ihre harte Arbeit und ihre Trends setzenden Musikideen bekamen, stattdessen divenhaftes Gehabe und Gezicke ihrer Frontfrau. Das ging an die Nerven. Irgendwann war sie weg, die Nina, und das Berliner Quartett rüstete um. Aus der Nina Hagen Band wurde SPLIFF.

Kaum eine andere Formation der frühen 80er Jahre hatte soviel Einfluss auf die Szene wie SPLIFF. Nicht nur sie selbst hinterließen mit der "Spliff Radio Show", "85555", "Herzlichen Glückwunsch" und auch mit "Schwarz auf Weiß" Meilensteine der deutschen Musikszene, sondern sie sorgten auch für den Sound der Zeit für Kollegen wie Manfred Maurenbrecher, Extrabreit, Die Ärzte, Cosa Rosa oder auch NENA. Wer weiß, wo NENA heute wäre, hätten Manne Praeker und Reinhold Heil u.a. nicht ihre "99 Luftballons" im Studio produziert und der Nummer einen international erfolgreichen Sound verliehen.

SPLIFF selbst wird heute gern von unwissenden Zeitgenossen in die Rubrik "Neue Deutsche Welle" sortiert, aber in dieser Schublade hat die Band rein gar nichts verloren. SPLIFF war schon da, bevor Hubert Kah, Markus, eben schon erwähnte Nena und andere Vertreter dieser Bewegung auftauchten. SPLIFF begann - wie erwähnt - mit Nina Hagen, erschuf dann 1980 die in englisch produzierte Rockoper "Spliff Radio Show" und brachte dann erst eigene, deutschsprachige Songs wie "Déjà Vu", "Carbonara", "Computer sind doof" und "Kill" heraus. Nach vier Alben, "Schwarz auf Weiß" war 1984 das letzte Werk, gingen die vier Musiker ihre eigenen Wege. Mitteregger und Heil hatten damit schon angefangen, starteten Solokarrieren (Mitteregger) oder beteiligten sich an eigenen Projekten (Heil mit COSA ROSA), Potschka und Praeker folgten nach der Trennung 1985 ebenfalls mit eigenen Aktivitäten.

Bernhard "Potsch" Potschka hinterließ seine Spuren z.B. bei POTSCHKA PERKSON oder dem gemeinsam mit Reinhold Heil, Manne Praeker und Lyndon Connah ins Leben gerufene Projekt FROON. Seit Mitte der Neunziger widmete sich der Gitarrist der Weltmusik. Flamenco und die Musik aus dem arabischen Raum hatten es ihm angetan, und so erschienen einige Alben mit dieser Musik unter seinem Namen. Auftritte absolvierte er nur noch als Solist oder mit einem Kollegen unter dem Namen GITARRA PURA.002 20170909 1397056902 Immer wieder stand auch ein Comeback der Gruppe SPLIFF im Raum, das aber letztlich daran scheiterte, dass alle vier SPLIFF'er nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner kamen. Mitteregger war und ist solistisch aktiv und erfolgreich, Heil wohnt inzwischen in den USA und schreibt Musik für Filme. Im Jahre 2004 unternahmen Praeker und Potschka unter dem Namen BOCKX AUF SPLIFF einen Versuch der Wiederbelebung. Es blieb aber bei einzelnen Auftritten, u.a. auch im Fernsehen bei RTL, und es kam trotz einiger neuer Songs auch nicht zu einer CD-Veröffentlichung.

Nach dem Tod von Manne Praeker im Jahre 2012 dürfte die Wiedervereinigung von SPLIFF nun endgültig vom Tisch sein. Trotzdem ist im Jahre 2015 Bewegung in die Sache gekommen, und die Songs von SPLIFF gibt es wieder live auf einer Bühne. Potsch Potschka hat die Songs seiner Band aus der Schublade geholt und neu arrangiert. Er verzichtet dabei auf einen Keyboarder, holte mit Johannes Zeiss einen jungen Drummer und mit Wolfy Ziegler einen erfahrenen Bassisten dazu, und begann die alten Songs wieder zu spielen. Bisher gab es zwei kleine Tourneen, und live klingen die Stücke allesamt satter und rockiger als damals, sind aber sofort wiederzuerkennen und versprühen die gleiche Magie wie vor 35 Jahren. Einst sangen bei SPLIFF die Herren Mitteregger, Praeker und Heil, heute tut dies Sven Amman. Und er macht seine Sache richtig gut. Im Herbst erscheint eine neue CD mit all den SPLIFF-Songs in neuem Gewand, und Potsch und seine Jungs kommen für ein Konzert nach Castrop-Rauxel! Mit der CD im Gepäck wird das Quartett nicht nur nostalgische Gefühle in den Besuchern des Konzerts aufkommen lassen, sondern mit einer gehörigen Portion Rock den Saal zum Kochen bringen. Seid Ihr dabei?



Eintrittskarten
Der Vorverkauf hat begonnen! Eintrittskarten für das Konzert gibt es im Vorverkauf für 17,00 EUR im "Mythos" (Tel.: 02305/9985522), im Forum Ticket-Shop (Tel.: 02305/22299) oder bei Music-Pleasuredome (HIER), sowie für 22,00 EUR an der Abendkasse.


plakKonzerte der Saison 2017/2018:
• 15.10.2017 - SWING42 - Haus Callenberg (Infos HIER)
• 10.11.2017 - FARFARELLO im "Mythos" (Infos HIER)
• 06.01.2018 - Neujahrsblues Nr. 3 mit dem Projekt Apfeltraum im "Mythos"
• 03.02.2018 - Katharina Franck/Rainbirds im Haus Callenberg
• 09.03.2018 - Chris Kramers Beatbox'n'Blues im "Mythos"

weitere Konzerte in Planung

 
 



Videoclips:
 
Achtung: Hier noch mit Sänger Walter Batzler,
der seit 2016 nicht mehr zum Line-Up gehört ...






 

 

 

 

 


   
   
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