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Ein Vorbericht von Matthias Ziegert (Fotos: Pressematerial)



001 20170711 1706508139Er ist einer der wenigen heute noch live auftretenden Künstler, den man getrost als Erfinder einer Musikrichtung bezeichnen kann. Der US-amerikansche Rockmusiker ALICE COOPER gilt als Urvater des Schockrock. Mit den provokanten Inhalten seiner Lieder und seiner (blutig-)aufwendigen, spektakulären und theatralischen Bühnenshow beeinflusste er zahlreiche Musiker und Bands wie Ozzy Osbourne, Kiss, Marilyn Manson oder Lordi.

Der am 4. Februar 1948 unter dem Namen Vincent Damon Furnier geborene Sohn eines evangelischen Pfarrers gründete im Jahre 1968 die Band ALICE COOPER. Namensgeberin ist übrigens eine Frau, die als vermeintliche Hexe im mittelalterlichen England auf dem Scheiterhaufen landete. Es war kein geringerer als der viel zu früh verstorbene Frank Zappa, der die Band entdeckte, die später in der Musikwelt für reichlich Furore sorgen sollte. Die beiden 1969 und 1970 unter Zappas Label Straight Records herausgebrachten Platten hatten noch wenig Erfolg. Erst durch die Zusammenarbeit mit Produzent Bob Ezrin, der später Megastars wie Kiss, Pink Floyd, Peter Gabriel, Aerosmith und Rod Steward produzierte, entwickelte die Band ihren klassischen Sound und hatte mit "I'm Eighteen" (Album "Love It To Death", 1971) einen ersten größeren Erfolg. Schon im Jahr 1972 gelang der Band mit dem Konzeptalbum "School's Out" und dem gleichnamigen Top-10-Hit der endgültige Durchbruch. In diesen Jahren entwickelte die Gruppe ihre charakteristische Bühnenshow mit Sänger Furnier als Hauptakteur. Mit einem bis dahin noch nie betriebenen Aufwand an Lichteffekten, Kostümen, Make-up und Tötungsmaschinen führte die Band auf ihren Tourneen blutige Horrorshows auf. Dabei floss literweise Kunstblut auf der Bühne. Höhepunkt der Show war dann die Hinrichtung Coopers durch Erhängen oder Köpfen mit der Quilliotine. Also nichts für schwache Nerven. Dieses provokante Konzept führte neben regelmäßig ausverkauften Tourneen auch zu Ärger mit Behörden, so dass die Konzerte wegen "Jugendgefährdung" erst ab 18 Jahren frei waren. Das äußerst erfolgreiche Nachfolgealbum von 1973 mit dem Titel "Billion Dollar Babies" mit den Single-Auskopplungen "Elected" und "No More Mr. Nice Guy" stürmte in Amerika und Europa die Hitparaden. Nach dem weniger erfolgreichen Album "Muscle Of Love" (1973) folgte im Jahr 1974 die niemals offiziell erklärte Auflösung der Band. Furnier nutzte die Chance, sich die Namensrechte zu sichern und startete im Jahr 1975 als ALICE COOPER seine bis heute andauernde äußerst erfolgreiche Solokarriere.

003 20170711 1892914753Seitdem legte der Künstler 19 Studio- und 6 Live-Alben vor, die er mit wechselnden Begleitmusikern sowie bekannten Gastmusikern einspielte. Ein Höhepunkt in Coopers Karriere dürfte wohl das 1989 erschienene, von Desmond Child produzierte Album "Trash" sein, welches sich in Deutschland 53 Wochen in den LP-Charts hielt und sich weltweit über 1,25 Millionen Mal verkaufte. Dank Musik-TV und dem Videoclip zum Kracher "Poison" war Cooper plötzlich überall präsent und wurde einem Massenpublikum bekannt.

Coopers Gastrolle in dem Kinofilm "Wayne's World" von und mit Mike Myers, in dem er mit dem Song "Feed My Frankenstein" von seinem Album "Hey Stoopid" (1991) auftrat, machte ihn schließlich legendär. Dem folgten weitere Rollen in Kino und TV-Filmen, oder auch in beliebten TV-Serien wie "Monk". In Tim Burtons Film "Dark Shadows" mit Johnny Depp in der Hauptrolle spielt er sich selbst, und im Jahre 2015 gründete Cooper mit Johnny Depp und Joe Perry die Supergroup HOLLYWOOD VAMPIRES. Die Biographie des Künstlers ist jedenfalls randvoll mit bemerkenswerten Ereignissen und Erfolgen.

Am 28. Juli 2017 erscheint Coopers zwanzigstes Studioalben mit dem Titel "Paranormal". Neben Erfolgsproduzent Bob Ezrin sind zahlreiche prominente Musikerkollegen, unter anderem von ZZ-Top, Deep Purple und U2, an der Scheibe beteiligt. Mit dem Album begibt sich der Altmeister selbstverständlich auch wieder auf Tour und macht mehrmals Station in Deutschland. Einen ersten Termin hat er am 2. August und es ist gleichzeitig sein einziger Open-Air-Gig in Deutschland.002 20170711 1574380938 In der "Jungen Garde" zu Dresden wird er neben Klassikern und neue Songs aus dem eben erwähnten Album präsentieren. Dazu natürlich auch seine legendäre Horrorshow. Im November folgen Hallen-Konzerte, die ihn u.a. nach Krefeld, Frankfurt und Berlin führen werden. ALICE COOPER ist als Musiker und Hauptdarsteller seiner Show ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst und auch eigentlich nicht verpassen darf. Darum verbringt ruhig einen Abend mit ALICE COOPER in einer der sieben Locations auf seiner Deutschland-Tour.



Eintrittskarten Der Vorverkauf hat begonnen. Karten erhältlich u.a. bei
www.aust-konzerte.com,
www.concertbuero-zahlmann.de und/oder
www.eventim.de



Termine:
• 02.08.2017 - Dresden - Freilichtbühne Junge Garde
• 18.11.2017 - Krefeld - König Palast
• 20.11.2017 - Aurich - Arena
• 21.11.2017 - Frankfurt/M. - Jahrhunderthalle
• 23.11.2017 - Berlin - Tempodrom
• 24.11.2017 - Neumarkt - Große Jurahalle
• 25.11.2017 - Ludwigsburg - Arena

Alle Angaben ohne Gewähr! Nähere Infos auf Alices Homepage





 
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