KNORKATOR

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KNORKATOR - We Want Mohr (Die Tournee zum Album)

16-05-2014 // 20:00 Uhr
17-05-2014 // 20:00 Uhr AUSVERKAUFT!

Berlin // Columbiahalle
(10965 Berlin, Columbiadamm 13-21) -> Anfahrt

€ 30,75

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KNORKATOR - "We Want Mohr"
Ein Vorbericht zum Konzert in Berlin

Was gab es in den letzten Wochen und Monaten in der einschlägigen Fachpresse nicht so alles über KNORKATOR - besser bekannt als die MEISTE BAND DER WELT - zu lesen. Seit Anfang 2014 sind die Herren aus Berlin nämlich wieder auf Tournee. Und das, so steht es gechrieben, mit einem revolutionären Showkonzept! Da ist die Rede davon, dass auf jedem einzelnen der Konzerte die gesamte Band auf der Bühne stehen würde. Mit schier unglaublichen Instrumenten:

Zitat:
"Der Trommler SEPTOR wird mittels einer speziellen Vorrichtung dutzende Trommeln und Becken um sich positionieren, um sie dann wie ein Affe mit Händen und Füßen zu bedienen."

Und als ob das nicht genug wäre soll den Gerüchten zu Folge Gitarrist BUZZDEE in seiner Heimatstadt mit einer Gitarre antreten, auf der er sage und schreibe sechs Saiten gleichzeitig spielen kann. Ob dieses Instrument eine Eigenkreation oder der Prototyp einer nicht näher bekannten Gitarrenschmiede ist, konnte die Redaktion von DEUTSCHE MUGGE leider nicht recherchieren.
Bassist RAJKO geht da einen ganz anderen Weg. Er benutzt so dicke Saiten, dass derer nur vier nebeneinander auf seine Bassgitarre passen und Pianist ALF ATOR spielt gar auf bis dato einmaligen Tasteninstrumenten, die auf Knopfdruck beliebig ihren Klang verändern können.

Nicht unbekannt hingegen sollte sein, dass Sänger STUMPEN durch faszinierende Atemtechniken seine Stimmbänder gezielt in verschiedenen Sequenzen schwingen lassen kann, wodurch er sich selbst in die Lage versetzt, Worte melodisch aneinander zu reihen. Die dabei erreichten Höhen sind längst Gesprächsthema im ganzen Lande.
Und da sind da auch noch die Leute. Viele Leute, die zusammen mit der Band in ein und dem selben Raum sein werden. Linguisten sprechen bei diesem Phänomen von: PUBLIKUM. Um Teil dieses Publikums zu werden, sei angemerkt, dass das Konzert am 17-05-2014 schon ausverkauft ist und dem geneigten Interessenten so nur das Zusatzkonzert am 16-05-2014 als Ausweichtermin bleibt!

Damit jeder Einzelne dieses sogenannten Publikums auch in den vollen Genuss des einmaligen Showkonzeptes kommen kann, wird zu dem alles, was auf der Bühne akustisch passiert, von elektronischen Geräten verstärkt und mit ohrenbetäubender Wucht in den Saal geblasen.
EVENTIM (von denen dieser Artikel zum Teil geklaut wurde) fehlen die Worte. Einzig ein "Unglaublich!" konnten sie sich als Quintessenz in Ehrfurcht erstarrend abringen.

Unglaublich aber war auch die Aufregung, die es um die Band schon im Vorfeld der Tournee gab. Oder besser, um der Wahrheit die Ehre zu geben, um das CD-Cover ihres neuen Albums "We Want Mohr". Erdreistete sich KNORKATOR doch eine Illustration zur "Geschichte vom schwarzen Buben" aus dem "Struwwelpeter" abzubilden. Unerhörterweise selbst im Kochtopf sitzend, während eine schwarze Person mit einem Messer in der Hand vor ihnen herumtanzt. Sofort haute man ihnen das Wort RASSIMUS um die Ohren. Der eigentliche Skandal aber war, dass es auf der ganzen Platte nicht einen einzigen auch nur ansatzweise rassistischen Song gibt! Auch hat man noch nie davon gehört, dass eines der Bandmitglieder derartige politische Überzeugungen hegt. Was also nun? Wurden all die selbsternannten Hüter der Gerechtigkeit auf dieser Weltenkugel gefoppt? Oder handelt es sich tatsächlich nur um ein künstleriches Gesamtkonzept um das Wortspiel des Albumtitels? Wie auch immer ... Humor und Satire scheinen nun tatsächlich nicht jedermanns Sache zu sein. Was wir in diesem Falle ausschließlich auf die Weltenpolizei bezogen wissen möchten. Von KNORKATOR ist ja bekannt, dass sie beides in großen Umfange besitzen.

Auf der Platte selbst finden sich dann selbst getextete Lieder, in welchen die üblichen KNORKATOR-Scherze gerissen werden. Mal hintergründig, mal rüde und vulgär, mal selbstironisch. Die Musik ändert ständig die Richtung und wechselt im irrwitzigen Tempo zwischen Klassik und Heavy Metal. Zootiere werden aufgezählt, völlig verunglückte Liebeserklärungen abgegeben, und, und, und. Aber wir mögen an dieser Stelle nicht zu viel verraten ....

Einzig eine Frage bleibt offen: Sind KNORKATOR ruhiger geworden? Tatsächlich findet sich auf dem Album auch eine Ballade, die nicht doch noch von einem Gitarrengewitter erschüttert wird.

KNORKATOR sind erfolgreicher als sie es je waren. Aber so brachial, wie sich Klamauk und Provokation in Text und Musik bisweilen ergänzen - es funktioniert nur dann, wenn man die Reime auch versteht. Deswegen sei dieses Event auch nur jenen empfohlen, die tatsächlich in der Lage sind für sich selbst zu denken und nicht in Alles und Jeden das Böse hinein interpretieren.

Plakat


   
   
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