Commander Sorje: "Be Nice To Mommy" (Album)

sorje30 20200323 1742740526VÖ: 24.01.2020; Label: Eigenvertrieb; Katalognummer: ohne; Musiker: Christian Sorge (Gesang, Gitarre); Produzent: Detlef Koch (Meffis Kochstudio); Bemerkung: CD-R im Jewel-Case (Plastikhülle), mit Einleger ohne Abdruck der Songtexte;

Titel:
Make booty • Sentimental sleaze • If you don`t mind • Rainy day man • Gloomy saturday • Hot and lazy • The Jackpot • Belle Epoque • Machinekind • Bomb mood blues • Sweeten the bitter pill • Shut up and stay • Beyond the evil and the good • With the living


Rezension:
Normalerweise ist der Hallesche Musiker Christian "Sorje" Sorge eher mit Projekten wie STARFUCKER, FINAL STAP und einigen mehr unterwegs. Doch ab und an muss man eben mal die gemeinsamen Wege verlassen und auf Solopfaden wandern. Nur so findet ein kreatver Kopf auch mal die Möglichkeit, sich ausleben zu können ohne sich einordnen zu müssen.

Nachdem 2018 das letzte Album von Christian Sorge erschienen ist, wurde es wohl nun Zeit für das nächste Werk. Genauso kreativ wie bei seinen Songs ist der Musikus auch bei der Wahl seiner Künstlernamen. Erschien "Bis ans Ende Nahrungskette" noch unter "Freiherr von Sorje", kommt "Be nice to Mummy" unter dem Namen "Commander Sorje" in den Handel. Vielleicht ist es auch als Symbol gedacht, denn das erstgenannte Album erschien auf Deutsch, und die neue Platte nun auf Englisch.

Gleich der erste Song ist mir auch sofort im Ohr geblieben. "Make booty" überzeugt mit einer eingängigen Melodie, die von einer tollen Gitarre getragen wird. Insgesamt ist die Scheibe vom Instrumentarium her sehr zurückgenommen und das Arrangement besteht nur aus einer Akkustikgitarre. Was die Platte ebenfalls sehr kurzweilig macht ist die unterschiedliche Länge der Songs. Legt man die CD in den Player und lässt sie zunächst laufen, horcht man spätestens bei Track 4 "Rainy day man" wieder überrascht auf. Denn hier ist die Melodie besonders schnell und tanzbar. Bei den Texten und insbesondere bei der Wortwahl musst ich schon hin und wieder schmunzeln. Ein gutes Beispiel hierfür ist "If you don't mind": "... when you were six feet down you can relax". - "Beyond the evil and the good" erinnert ein wenig an das Dr. Jekyll und Mr. Hyde-Thema.

Hinter Sorje steht keine große Plattenfirma, die in dem großen Haifischbecken Musikindustrie ein sicheres Netz bietet. Doch sind oftmals die Künstler abseits des Mainestream, die Überraschendes hervorbringen. Warum das Album den Titel "Be nice to mummy" trägt, auf dem keiner der 14 Songs so heißt, ist der Redaktion nicht bekannt. Doch ein guter Hinweis ist es in jedem Fall. Alles in allem ist das Album wie Sorje selbst: ungestüm und kaum in eine Schublade zu packen. Ein wenig verrückt, noch überraschender und auf jeden Fall mit einer großen Leidenschaft für die Musik.
(Antje Nebel)




   
   
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