hattler2a 20140927 1424748873 Titel:
Interpret:
Label:
VÖ:

Titel:
"Live Cuts II"
Hellmut Hattler
Bassball Recordings/Broken Silence
29. August 2014

siehe unten





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Rezension:
Er hat es wieder gewagt ... Nach einem Live-Album (Live in Glems), welches nur online zu erwerben ist, gibt es ein neues "Live Lebenszeichen" von Hellmut Hattler. Hellmut Hattler - dem geneigten Leser schwirrt der Name im Kopf herum ... Äh ... Krautrock - Kraan? Ibiza - Tab Two? Oder gar Deep Dive Corp.? Genau der Hellmut Hattler! Der, von dem man sagt, dass er mit seinem fulminaten Werk "So Low" fast auf jeder Lounge Compilation zu finden ist. Der Hellmut Hattler, der auf dem Album "Gotham City Beach Club Suite" auf einmal musikalisch den "Bollerwagen" durch die Gegend zog ... Und nun ist es da - "Love Cuts II" mit Werken, die sich wahrlich nicht verstecken brauchen!

Man muss sich Gedanken darum machen, wie "harmonisch warm" doch heutzutage live Alben produziert werden können. Kein Vergleich zu Alben, die in den 70ern oder 80ern mit dem alten "Mobile recording Maschinen" aufgenommen wurden. Hier fällt vor allen Dingen die filigrane Technik auf, mit der Olli Rubow jeden Song sozusagen als menschliches Metronom begleitet. Schon beim Opener "Noël" fällt der geneigte Percussionfan schon fast in Ohnmacht, nur weil diese Art des Spielens einen regelrecht umhaut! Das hat nichts mit "bearbeiten" des Instruments zu tun. Man merkt den Respekt, den Olli Rubow vor jedem seiner zu spielenden Instrumente hat.

Wo wir schon mitten in der Instrumentierung sind: Keiner schafft es momentan im "Hattler-Genre" sämtliche Gitarren so zu streicheln, wie es Torsten De Winkel tut. Ist er schon mit seinen vielseitigen anderen Projekten ein wahrer Könner der Materie - hier kann er sich wahrlich in einer Art Musik austoben, wie es nur wenige können. Fola Dada - wem der Name dieser begnadeten Sängerin nichts sagt, der sollte schnellstens die Damen und Herrn von Google bemühen und nach den Sessions suchen, welche sie zusammen mit der SWR Bigband gespielt hat. Eine Göttin ihres Fachs! "Feeling Good" sei da nur als Geheimtipp angeraten! Und dann der Meister himself - meines Erachtens haben wir in diesem Land keinen "bässeren" am Bass. Die ganzen Jahre, in denen ich das Wirken und Werken des Herrn Hattler schon verfolge, staune ich immer wieder, was man aus diesen fünf Saiten an Musik zaubern kann!

Ja, "Live Cuts II" ist wunderbar, ist einzigartig, ist brilliant! Instrumental und auch gesangstechnisch! Unbedingte Anspieltipps: "Dehli News" und "Someone Alive" - diese Meisterwerke des Jazzrockpop (ach, ich weiss gar nicht, wie man dieses Projekt klassifizieren soll) sind trotz seiner Schlichtheit einfach göttlich! Was schreib ich zu Olli Rubow? Menschliches Metronom - hier spielt keine Maschine! Hier spielt ein Mensch aus Fleisch und Blut! Ja, da war dann doch etwas von einer wunderbaren Magie, wenn Fola Dada im Song "Someone Alive" einsetzt! Wie sich dieses Stück bis zum Finale aufbaut - Göttlich!!!

Hattler - "Live Cuts II" - Nicht nur als Album eine Empfehlung. Nein ... Jede Show lohnt sich und geht in die Beine! Fazit: Wie guter Wein - je älter, desto besser. Und so ist es auch bei Hellmut Hattler! Prädikat: Besonders wertvoll! Da darf man sich als geneigter Hörer knapp zwei Stunden zurücklehnen und auf seine Art und Weise träumen!
(Bernd Peter Maiwald)


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Videoclip:


"Dehli News" (live)





   
   
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