udinf 20130103 1597060997 Label:  
VÖ:

Titel:

AFM
26/06/2009

Infected
Systematic Madness
Bodyworld
Patchet Soldat (Remix)
Poezd po Rossii


Als Appetizer zum neuen Album "Dominator" (August) kommt die Vorab-EP "Infected". Eine nette Gelegenheit, schon mal zu checken, wo es in etwa langgehen wird. Leider in den letzten Jahren wohl allgemein aus der Mode gekommen. Doch bei Udo Dirkschneider und seinen Mannen wird Tradition halt groß geschrieben, was mit Sicherheit einer der Gründe ist, warum die Band weltweit soviel Achtung genießt. Wo U.D.O. draufsteht, ist eben auch U.D.O. drin - was Überraschungen keinesfalls ausschließt.
Los geht's mit dem Titelsong, der die erste (und auch einzige) Auskopplung aus "Dominator" ist. In flottem Tempo peitscht der Song durch die Membrane, groovt wie Hölle und lädt den geneigten Hörer nachdrücklich zum Abschädeln ein. Dazu kreischt sich Dirkschneider mit heiserer Reibeisenkehle die Seele aus dem Leib, daß es eine Lust ist. Für diesen Sound wurde einst der Begriff "Heavy Metal" (und zwar im besten und reinsten aller Sinne) erfunden und in dieser Form trat er seinen Siegeszug um die Welt an. Übrigens mit Dirkschneider als einem seiner Protagonisten... Zwei weitere neue Tracks schließen sich an, die jedoch NICHT auf dem Album zu finden sein werden. Sogenannte Outtakes also? Wohl schon, aber kaum der minderen Qualität wegen. "Systematic Madness" und "Bodyworld" stampfen nämlich so herrlich übers Parkett, daß man sich unweigerlich fragt, auf welchem Level sich "Dominator" bewegen wird, wenn solche Songs weggelassen werden können.
"Patchet Soldat" (auf Russisch) kommt als Remix und ist eine echte Sternstunde, die man nicht wieder aus dem Kopf bekommt, wenn sie sich da erstmal eingenistet hat. Eine wunderschöne Variante des Songs, der ursprünglich auf der "The Wrong Side Of Midnight"-EP im Vorfeld zum letzten Streich "Mastercutor" zu finden ist. Ebenfalls auf Russisch tönt "Poezd po Rossii" (Trainride In Russia) in einer Live-Version. Ein russisch-volkstümlich inszeniertes Liedchen mit eingeschobenem "Katjuscha"-Mitsingteil. So etwas würde sicherlich bei anderen als Persiflage aufgefaßt, nicht aber bei U.D.O. - denn das Ganze klingt so mitreißend, lebensfroh und authentisch, daß man automatisch mitwippt und sich fragt, ob Udo wohl russische Wurzeln haben könnte...
Fazit: Das Teil macht nicht nur neugierig auf die LP, sondern ungeduldig. Wenn "Dominator" hält, was "Infected" verspricht, steht da ein oberamtliches Highlight ins Haus. Wir sind gespannt! (kf)

 


   
   
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