Donkey Pilots: "Serious Men" (CD Album)

donkeypilots2017 20171129 1420790405VÖ: 22.9.2017 (CD) und 15.12.2017 (Schallplatte); Label: Timezone; Katalognummer: TZ1405; Musiker: Hector Pascal (Gesang, Gitarre), Tyler Bourbon (Gitarre, Gesang), Floyd Apple (Bass), Yann Johann Gunderson (Schlagzeug);

Titel:
The Howl • No Right • One Beer Man • Hotel Rio • This Is Not L.A. • Babylon Road • Soulsucker • Blunt And Blonde • Kerosine In My Genes • Budweiser Blues • Zone-Out In A 30-Zone • Elevator To Hell


Rezension:
Als regelmäßiger Konzertgänger erlebt man ja mitunter Überraschungen - sowohl im Positiven als auch umgekehrt. Die Tendenz geht dabei glücklicherweise in Richtung "Daumen hoch", was das Hobby selbstredend befördert. Und so kam es etwa, dass unlängst auf dem Köpenicker Kneipenfest die DONKEY PILOTS mit einem erfrischend rockigen Live-Sound auf sich aufmerksam machten, der uns aufhorchen und neugierig werden ließ. Und das nicht zuletzt ob des nahezu ausnahmslos eigenen (und im übrigen durchweg englischbetexteten) Materials, welches an jenem Abend einer ausgesprochen sachgerechten Darbietung unterlag. Grund genug also, sich dem Ensemble aus Hannover, das es seit 2009 gibt, und insbesondere auch seiner Diskografie einmal etwas näher zu widmen. Bislang wurden zwei Alben veröffentlicht: "Garbage Man" (2012) und jüngst - am 22. September - "Serious Man", um das es vorliegend gehen soll.

Bei der Recherche zur Band fällt zunächst auf, dass diese sich nur schwerlich in die üblichen Schubladen einsortieren lässt - ein Eindruck, der durch die Hörprobe bestätigt wird und schon einmal erste Pluspunkte verbuchen lässt. Sie selbst nennen es "Blow Rock" - ein Konventionen trotzender Fantasiebegriff für eine in erster Linie wohl unkonventionelle, ja unbeschwerte und markante Spielweise, der es dennoch trifft. Was genau also machen nun die DONKEY PILOTS auf "Serious Man"? Und was ist daran besonders, womöglich sogar anders?

Um es vorweg zu nehmen: Eigentlich nicht viel, ehrlich gesagt. Und das gilt es durchaus als positiv zu verstehen, denn die Band vermag es, eingängige und durchaus gefällige, mitunter gar schmutzige Farbtupfer zu setzen, ohne den Rock'n'Roll neu zu erfinden. Das ist gerade heute auch alles andere als nötig. Und so startet deren Zweitwerk mit "The Howl" - einem von Cello und Trompete untersetzten und mystisch angehauchtem Intro, bevor es sich nahtlos in "No right", einem ausgesprochen rhythmisch-rockigen Kracher, verliert.

Apropos Cello: Produziert wurde das Album von Tobias "b.deutung" Unterberg, der sich übrigens auch für das vorerwähnte Intro verantwortlich zeichnet. Die Band hat bei dieser Wahl offenkundig ein glückliches Händchen bewiesen, denn des Produzenten perfektionierende Handschrift bekommt dem Sound ausgesprochen gut, ohne jenen zu verwässern. Dies gilt insbesondere auch im direkten Vergleich zum bereits kurz erwähnten Debütalbum "Garbage Man", das allerdings auch in partiell abweichender Besetzung eingespielt wurde. Die insgesamt 12 Songs gehen mit uns auf eine von rhythmischer Vielfalt gezeichnete Reise, bevor das epische 11-Minuten-Stück "Elevator to hell" den Schlusspunkt setzt. Sie versprechen Kurzweil und unterliegen nie der Versuchung, uns überzustrapazieren. Will heißen: Die Platte geht auch vortrefflich im Auto!

Und apropos Platte: "Serios Man" ist auch auf Vinyl (Stichwort: Vintage Recording!) erhältlich. Dergestalt dann allerdings nicht unbedingt fürs Auto ...
(Rüdiger Lübeck)





Videoclip + Album-Teaser:









 
 

   
   
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