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Ein Bericht von Gila Gräbnitz mit Fotos von Goitzsche Front
 
 
 


Stadt aus Eisen wir kommen ...

"Lange haben wir überlegt und so richtig sicher waren wir uns auch nicht, ob Autokonzerte zu Goitzsche Front passen. Als aber Ferropolis, die Stadt aus Eisen, rief, waren wir sofort begeistert, denn vor dieser wahnsinnigen Kulisse wollten wir schon immer mal spielen.a 20200614 1085432930 Die Stadt aus Eisen, Ihr und Goitzsche Front das passt einfach. Am 13.6. ist es dann soweit. Exklusiv und einmalig spielen wir ein streng limitiertes Autokonzert."
(Goitzsche Front)

Nach knappen sechs Monaten Konzertabstinenz war mir sofort klar: Da muss ich hin. Und so kam es dann auch. Wir machten uns also am Vormittag des 13. Juni auf den Weg ins doch weit entfernte Ferropolis. Während der ganzen Fahrt beäugten wir misstrauisch den Himmel, der immer wieder zu weinen begann. Wollte Petrus uns etwa einen Strich durch die Rechnung machen? Denn auch auf der Halbinsel angekommen wurde die Wetterlage nicht besser und es blitzte und donnerte nach wie vor gewaltig. Trotz dessen bildete sich schon zwei Stunden vor dem eigentlichen Einlass eine beträchtliche Autoschlange vor dem Gelände. Und die Konzertbesucher waren eindeutig in freudiger Feierlaune, was ja nach so langer Zeit ohne Livekonzert auch verständlich ist ... Peu á peu wurde die Schlange der Wartenden Autos immer länger. Während der Wartezeit bekam man dann bereits die ersten Informationen zum Ablauf des Abends. Sehr gut organisiert!

So ging es dann auch pünktlich um 19.00 Uhr mit dem Einlass los. Auto für Auto wurde im Innenraum des Areals aufgereiht. Natürlich immer mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Meter. Erleichternd war definitiv auch, dass man sich um sein Auto frei bewegen durfte. Und das tat man trotz des Regens auch, denn irgendwie wollte man doch eine halbwegs normale Konzertatmosphäre schaffen. Schwupp, hörte es auch noch auf zu regen. Besser konnte es nicht laufen, dachte man. Denn Bocki, Maxi, Ulze und Tom hielten noch eine grandiose Überraschung für ihre Fans und Freunde bereit. Ganz nach dem Motto,b 20200614 1380347026 "Es ist der Zusammenhalt, der uns stark macht", gingen sie zu jedem einzelnen Fahrzeug, machten Fotos, hielten ein kurzes Pläuschchen oder tranken einen Schluck (oder zwei) Pfeffi mit jedem Besucher. Dies sorgte für eine wahre Welle der Begeisterung. Zeitlich gesehen zog sich der Konzertbeginn dadurch etwas nach hinten, aber das war es - denke ich - allen Wert.

Gegen 20:30 Uhr öffneten sich endlich die Baucontainer und das Konzert konnte beginnen. Ich weiß, Baucontainer klingt jetzt ziemlich komisch, aber zwecks der Wetterlage konnte das Konzert leider nicht auf dem Bagger gespielt werden und wurde kurzerhand in die zwei Container verlegt, welche rechts und links neben einer großen Leinwand aufgebaut waren. Doch das war noch nicht alles. Während die Band zu spielen begann, wurde Bocki mit Hilfe eines Kranes auf eine Plattform von oben hinunter auf die "Bühne" geschwungen. Gestartet wurde der Auftritt mit dem Titelsong des neusten Albums "Wir sind aus Gold". In jeder Autoreihe wurde lautstark mitgesungen und in diesem besonderen Fall auch gehupt, geblinkt und auf Anraten von Maxi mit den Autotüren im Takt "geklatscht". Was schon nach dem ersten Song folgte war ein Applaus aus lautem Gehupe. Im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, war es schlussendlich doch sehr beeindruckend, welche Atmosphäre dadurch geschaffen werden konnte. Folgend wurde eine bunte Mischung aus neuen und älteren Songs gespielt. Mit dabei waren "Die Goitzsche brennt", "Männer aus Stahl", "Der Osten rockt" und natürlich viele weitere Titel mehr. Auch "Was bleibt" von den Puhdys durfte natürlich nicht fehlen. Seit der Tour im letzten Jahr mit Maschine ist dieser Song ein fester Bestandteil der Setlist und sorgt immer wieder für große Emotionen. Sowohl auf der Bühne als auch im Publikum. Mein persönliches Highlight war allerding wieder die unplugged Version von "Hafen und Herz". Gänsehautmomente pur. Und eine Erscheinung durfte natürlich nicht fehlen, der Pfeffiman. Da er dieses Mal (leider) keinen Pfeffi verteilen durfte, fuhr er kurzerhand mit dem Rad durch die Reihen.

Und schwupps, waren zwei Stunden voller toller Momente fast zu Ende. Die Vier verließen die Container unter dem tosenden Hupen der Zuschauer. Einige Gäste packten schon ihre Sachen zusammen, als plötzlich erneut "Der Osten rockt" ertönte.c 20200614 1514086679 Die Band fuhr auf einer Ladefläche durch die Reihen und verabschiedete sich nochmal persönlich von jedem Besucher. Ein sehr gelungener Abschluss. Nach und nach verließ jedes Auto die Arena und es wurde wieder still in der Stadt aus Eisen.

Schlussendlich bleibt mir zu sagen, dass ich trotz anfänglicher Skepsis ein tolles Konzert mit vielen wunderbaren Momenten erleben durfte. Die Stadt aus Eisen hat ihren ganz eigenen Charme, welche perfekt zu Goitzsche Front gepasst hat. Besonders bemerkenswert finde ich auch, was die gesamte Crew der Band immer wieder möglich macht. Von Merch, bis kleinen Überraschungen und tollen Showeinlagen, ist bei jedem Konzert immer etwas Neues dabei. Danke dafür an die gesamte Crew!
 
Anmerkung: Das Fotografieren war während der Show aus organisatorischen Gründen nicht möglich, daher entfällt die Fotostrecke.



Termine:
• 01.07.2020 bis 04.07.2020 - Ballenstedt - Rockharz Open Air
• 08.07.2020 bis 12.07.2020 - Rieden/Kreuth - G.O.N.D. 2020
• 14.08.2020 bis 16.08.2020 - Halbinsel Pouch - Goitzsche Festival
• 04.09.2020 - Bremen - Tivoli
• 05.09.2020 - Osnabrück - Hyde Park
• 11.09.2020 - Gera - Comma
• 12.09.2020 - Oberhausen - Turbinenhalle
• 25.09.2020 - Bishofswerda - Eastclub

Alle Angaben ohne Gewähr! Tour wird fortgesetzt. Nähere Infos auf der Band-Website.


Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage von Goitzsche Front: www.goitzschefront.de
• Homepaghe von "Ferropolis": www.ferropolis.de




   
   
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