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Ein Bericht von Antje Nebel mit Fotos von Antje Nebel und Jens Lesch


Freitagabend in der Chemnitzer Innenstadt. Es ist mehr los als gewohnt. Viele Menschen sind auf dem Weg zu verschiedenen Locations, um sich im Rahmen des "Festival of Sounds" Musik nach eigenen Vorlieben um die Ohren wehen zu lassen.a 20191104 1944098138 Toll, wenn sowas geboten wird. Doch mein Weg war klar. Schon an der Eingangstür zum Turmbrauhaus hing ein Plakat einer Band, die schon zu DDR-Zeiten große Erfolge feiern konnte und heute tatsächlich in Chemnitz spielen sollte. Also einmal den leckeren Geruch vom Essen im Turmbrauhaus ignorieren und die Stufen hinunter laufen, welche zum angeschlossenen Brauclub führen. Ich freute mich auf einen Abend mit ROCKHAUS. Die Band um Röhre Mike Kilian eröffnete sogar die Tour zum aktuellen Album "Tempozoo" an diesem Abend.

Was gleich ins Auge fiel war der Fanclub, welcher gut erkennbar und doch auch zahlreich vertreten war. Ein Banner durfte auch nicht fehlen. Auch ein Stand mit Fanartikeln verschiedener Art ließ sicher einige Herzen höher schlagen.

Trommler HeinzAngel Haberstroh kam als Erster auf die Bühne. Nach und nach folgte dann auch die restliche Band. Herr Petereit musste nach den ersten Tönen aber feststellen: "Wir haben ein kleines Problem." Doch beim zweiten Anlauf spielte die Technik mit und es konnte endlich losgehen. Mit "Regen" und "Was wäre wenn" bildeten zwei Songs vom neuen Album den Start in den Konzertabend.

b 20191104 1317422108"Ein verkackter Anfang ist ein gutes Zeichen für eine geile Tour", so Sänger Mike Kilian. Dann begrüßte er das anwesende Publikum. Als der Manager ihnen von der Möglichkeit erzählte, den Tourauftakt in Chemnitz zu spielen, sei das für sie genau die richtige Stadt gewesen, ließ er uns wissen.

"Gegenverkehr" und "Wir" waren dann Vertreter der älteren Stücke, die es an diesem Abend zu genießen gab. "Träume" war für mich eines der Highlights an diesem Abend. Hier hat man die Fans besonders laut und textsicher vernommen. Mike Kilian machte sich gegen Ende des Songs einen Spaß und gab den Fans verschiedene Gesangsvorlagen zum Nachsingen.

Zwischendurch stellte Mike die Herren Musiker auf der Bühne vor. Da Basser Reinhardt "Maxs" Repke mit dem CLUB DER TOTEN DICHTER unterwegs und somit verhindert war, wurde als Ersatz Robert Protzmann gefunden. "Er passt in die Band wie Arsch auf Eimer", Ja Herr Kilian, da kann man auch als Besucher nur zustimmen. Weitere Highlights waren "Nur ein Traum", wo die Stimmung besonders intensiv war, und "Das Große und Ganze".

Nach gut zwei Stunden gingen die Männer das erste Mal von der Bühne. Doch es brauchte nur wenig Zeit und ein paar Zugabe-Rufe, um sie wieder zurückzuholen. "Bleib cool" und "Mich zu lieben" folgten.c 20191104 1916766045 In der Geschichte jeder Band gibt es eben Perlen, die nicht fehlen dürfen. Dann gingen sie erneut von der Bühne. Zurück kamen sie mit "Blutrot" und natürlich dem bekanntesten Stück, "I.L.D".

Während des gesamten Abends hat man den Männern den Spaß, den sie auf der Bühne hatten, deutlich angemerkt. Sie haben zweieinhalb Stunden eine Qualität abgeliefert, von der sich andere Künstler eine dicke Scheibe abschneiden können. Am Ende des Abends standen sie am Merchandising-Stand für Fotos und Autogramme zur Verfügung und nahmen sich dafür auch reichlich Zeit.

Ich muss noch ein Wort zu dem Fanclub "Gnadenlose Träumer" verlieren: ich habe leider mit eingefleischten Fans und den dazugehörigen Clubs schlechte Erfahrungen sammeln müssen. Man kann das Verhalten mancher schon fast als elitär bezeichnen. Fast mit Messer zwischen den Zähnen werden die ersten beiden Reihen gerne mal weiträumig reserviert. Vielleicht denkt man, man hat irgendwelche Vorrechte. Das ist bei Rockhaus völlig anders.d 20191104 1488870403 Wenn man eher klein ist und dann auch noch fotografieren möchte, hat man da oft schlechte Karten. Doch die "Gnadenlosen Träumer" waren herrlich entspannt und hilfsbereit. Sie haben ihre Band während des gesamten Abends zudem super unterstützt.

Mein erstes Rockhaus-Konzert war erst Ende 2015 in Potsdam. Ich werde nie vergessen, wie Carsten "Beathoven" Mohren auf die Bühne kam und dort eine Lampe angeschaltet hat. Dies war damals der Konzertbeginn. Ich finde es toll, dass die Band ihn bis heute ehrt und es live kein Keyboard mehr gibt. Ich denke ihm hätte das Konzert auch Spaß gemacht, denn es war so, wie er sich auch verabschieden wollte: LAUT.



Termine:
• 08.11.2019 - Potsdam (Tempozoo-Tour)
• 09.11.2019 - Cottbus (Tempozoo-Tour)
• 10.11.2019 - Leipzig (Tempozoo-Tour)
• 15.11.2019 - Halle/Saale (Tempozoo-Tour)
• 16.11.2019 - Gera (Tempozoo-Tour)
• 17.11.2019 - Pirna (Tempozoo-Tour)
• 21.11.2019 - Parchim (Tempozoo-Tour)
• 22.11.2019 - Rostock (Tempozoo-Tour)
• 23.11.2019 - Stralsund (Tempozoo-Tour)
• 24.11.2019 - Berlin (Tempozoo-Tour)

Alle Angaben ohne Gewähr! Weitere Infos auf der Rockhaus-Homepage.



Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage von Rockhaus: www.rockhaus.net









   
   
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