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Ein Bericht mit Fotos von Reinhard Baer + zusätzlichen
Fotos der Plattenfirma (Universal) in der Textillustration

 

In der Zeit vom 20. bis 22. September fand in diesem Jahr in Lübben das 42. Spreewaldfest statt. Neben einem Kahncorso, sportlichen Höhepunkten und Veranstaltungen an mehreren Orten hatten die Macher des Festes als krönenden Abschluss ein Rockkonzert auf der Bühne in der Breiten Straße organisiert.a 20190924 1693478440 Nachdem Bands wie CITY, Puhdys, SIX und MASCHINE mit Band in den zurückliegenden Jahren das Fest rockten, war es dieses mal KARAT, die den Schlusspunkt setzten.

Die Bühne stand am Ende der Breiten Straße und dieses Mal gab es keinen Zaun vor der Bühnenrampe. Ich hatte mir schon lange vor Beginn auf der linken Seite neben einem der großen Lautsprecherboxen einen Stehplatz gesucht und meine Fotoutensilien dort abgelegt. Ich stand so, dass ich den Schalldruck nicht so sehr abbekam, trotzdem war es mal wieder ein Lärm-Arbeitsplatz. Um Punkt 20:00 Uhr kam ein Mann im gelben "Ostfriesennerz" mit der Aufschrift "Antenne Brandenburg" auf die Bühne und begrüßte alle Gäste. Bevor er aber KARAT auf die Bühne rief, bat er den Bürgermeister von Lübben, Lars Kolan, auf die Bühne und dieser richtete noch einige Worte an die Gäste und zog noch ein kurzes Resümee die letzten drei Tage betreffend. Danach durfte KARAT dann loslegen.

Aus den Lautsprechern kam es laut und deutlich, und neben mir vibrierte es aus der Box. "Alles oder nichts" hieß der erste Titel und gleich im Anschluss kam der "Gewitterregen" - aber nur als Titel gespielt, ansonsten blieb er glücklicherweise auch an diesem Abend aus. Sänger Claudius Dreilich begrüßte das Publikum und ohne großes Drumherum kam jetzt ein KARAT-Titel nach dem anderen. Bei "Hab den Mond mit der Hand berührt" musste ich kurz daran denken, dass ich am Tag zuvor noch bei der STERN-COMBO MEISSEN war. Alsm Thomas Kurzhals, der leider verstorbene Keyboarder dieser Band. sieben Jahre bei KARAT war, hatte er diesen Titel geschrieben. Da schon vom Mond die Rede ist: "Und der Mond schien rot" ist ein KARAT-Titel, den Ed Swillms geschrieben hat und der auf der 1984er LP "Die sieben Wunder der Welt" zu finden ist. Ed Swillms hat seinen Kollegen kürzlich verraten, dass er diesen Titel selbst sehr mag und nach etwa 30 Jahren spielt ihn die Band nun wieder. Unter anderem war er auch in Lübben zu hören. Auch "Tanz mit mir" wurde an diesem Abend gespielt, und der stammt vom gleichen Album, ebenso wie "Mich zwingt keiner auf die Knie", der aber seit Jahren schon bei keinem KARAT-Konzert fehlen darf. Die Band widmet diesen Titel wie immer Herbert Dreilich, der den Song selbst sang und jetzt warscheinlich von oben zusieht, was seine früheren Kollegen und sein Sohn Claudius so machen. Bei diesem Song spielt nur Martin Becker auf seinem Keyboard und Gitarrist Bernd Römer auf einer doppelhalsigen E-Gitarre. Schlagzeuger Michael Schwand kommt dann immer hinter seinen Trommeln und Becken hervor. In diesen Momenten sieht man ihn mal in voller Größe, und er bearbeitet sein Tambourin. Auch Bassist Christian Liebig lässt den Bass stehen und bedient die Rasseln.

Auf der LP "Der blaue Planet" von 1982 ist der Titel "Blumen aus Eis" zu finden. Diesen Titel spielt die Band bei ihren Konzerten seit einiger Zeit immer in der Akustik-Version und das klingt auch nicht schlecht. Auch "Jede Stunde" gehört zu jedem KARAT-Konzert - es übrigens übrigens auch von der Platte "Der Blaue Planet".b 20190924 1968626913 Bei diesem Titel geht es auf der Bühne immer so richtig zur Sache. Martin Becker spielt eine tolle Mundharmonika und Bernd, Christian und Claudius lassen an der Bühnenrampe so richtig die Sau raus. Martins Mundharmonika kommt auch noch bei "In deiner Galerie" zum Einsatz und überhaupt, die fünf Jungs waren in Lübben toll drauf und gaben ihr Bestes.

Dank kabelloser Technik an Mikrofonen und Instrumenten kann man sich frei auf der Bühne bewegen und ist nicht an einen festen Platz gebunden. So hatte ich, obwohl ich links in der Ecke meinen Platz hatte, jeden der fünf Musiker mal unmittelbar vor mir und meiner Linse. Bernd und Claudius standen sogar direkt neben mir auf der Lautsprecherbox. Claudius ärgerte zudem den Tontechniker, indem er sein Mikrofon auf eine ganz bestimmte Stelle nach oben hielt. Dabei piepste es dank Rückkopplung immer. Das Bühnenlicht war große Klasse und auf der Bühnenrückwand wurden Filmclips und Fotos gezeigt. Die fünf Musiker schienen begeistert vom Spreewald zu sein. Den folgenden Montag wollten sie noch im Unterspreewald verbringen und dabei hattet sie Glück und nochmals schönes Wetter. Was will man mehr?!

Mit dem "Blauen Planeten" und den obligatorischen "Sieben Brücken" deutete sich das Konzertende an, und das Publikum sang nochmal kräftig mit. Eine Zugabe war auch noch drin und nach "Weitergehen" vom gleichnamigen Album aus dem Jahre 2010 gab es als krönenden Abschluss den "König der Welt". Damit waren die 42. Spreewaldtage in Lübben auch zu Ende und die Bühnen, Stände und Verweilmöglichkeiten wurden am nächsten Tag mit emsigem Treiben wieder abgebaut und bis zum nächsten Jahr eingemottet.



Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage von KARAT: www.karat-band.com
• Homepage der Stadt Lübben, Unterseite Spreewaldfest: HIER klicken




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