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Ein Bericht mit Fotos von Reinhard Baer



Der Sommer gibt nochmal richtig Power, das bedeutet neben großer Hitze und Sonnenschein auf jeden Fall schönes Wetter für Open Air-Veranstaltungen. So war es auch am letzten Samstag, als in der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen neben dem Springbrunnena 20190729 1114629430 und vor der Commerzbank als Highlight dieses Sommers das Festival "Licht & Klang" stattfand. Genau genommen fand der Höhepunkt des Festivals erst zu später Stunde auf der nur wenige Meter entfernten Mühleninsel statt, aber vorher gab es jede Menge Musik von und vor der Livebühne in der Innenstadt.

Ich hatte mein Auto wenige Meter von der Innenstadt entfernt geparkt und als ich ausstieg, hörte ich laute Dudelsäcke und eine Trommel. Vor der Bühne musizierte eine Frau und drei Männer ohne Mikrofon und Verstärker und sorgten für die nötige Stimmung vor dem Fest. Um 18:00 Uhr eröffneten der Musiker ERIC FISH, der ja in einem Ortsteil von Königs Wusterhausen wohnt und Mitorganisator dieses Festivals ist, zusammen mit Sven Ennullat, dem Bürgermeister von Königs Wusterhausen (einfach auch KW genannt) den Abend und begrüßten die Gäste. Die beiden bedankten sich bei allen fleißigen Helfern und sagten etwas zum Ablauf. Bis gegen 23:00 Uhr sollte es Livemusik von der Bühne geben und den Anfang machten THE CLOGS, eine Band aus Berlin.

Die inzwischen nur noch vier Musiker spielen in bunten und glitzernden Fantasie-Outfits viele Hits aus vergangenen Zeiten und auf ihre spaßige Art. Besonders Hits der Glam-Rock-Ära gab es zu hören. Mit "Ballroom Blitz" von THE SWEET ging es los, aber auch "Smoke On The Water" von DEEP PURPLE, "Mama Mia" von ABBA, "We Will Rock You" von QUEEN, "Movie Star" von HARPO bis hin zu BARRY RYANs "Eloise" und BARRY MANILOWs "Mandy" reichte der Reigen dieser Spaßrocker. Ich habe mich ehrlich gesagt gefreut, die Band mal wieder zu treffen. Ich hatte sie vor einigen Jahren schon einmal im Strandbad Kallinchen erlebt, damals hatte man noch einen Schlagzeuger mit dabei. Die Trommeln und Becken hat der Sänger Bieli inzwischen mit übernommen. Er singt und trommelt, und wenn das Schlagzeug nicht ausreicht, trommelt er auf dem Hocker, auf dem Podest, dem Bühnenboden, dem Geländer und wo es sich sonst noch trommeln lässt weiter. Er ist der Frontmann und Spaßmacher, was nicht bedeutet, die anderen haben keinen Humor. Leider war es hier in KW so, dass auf der einen Seite des Platzes die Bühne stand und gegenüber, ca. 10 Meter entfernt, standen Biertische. Und dort saßen auch die Leute. Bieli versuchte mehrfach, sie dazu zu bewegen von ihren Plätzen weg und vor die Bühne zu kommen, aber seine Bemühungen waren vergeblich. Nur einige tanzten vor der Bühne umher. Dass es so war, lag aber nicht an der Sturheit der Leute, sondern an der noch immer gleißenden Sonne. Die Biertische standen schön im Schatten. THE CLOGS lieferten für ca. neunzig Minuten ihre spaßige Show und irgendwann war dann auch die Sonne weg.b 20190729 1745003034 Mit dem Sänger und Schlagzeuger Bieli standen noch Eiche (Keyboard, mit richtigem Namen Peter Eichstedt und als Keyboarder auch von den KLOSTERBRÜDERn her bekannt), Beni (Gitarre) und Olliwood (Bass) auf der Bühne. THE CLOGS bekamen viel Beifall und eine Zugabe mussten sie auch spielen. Danach gehörte der Platz vor der Bühne wieder PIRO ZORES, so heißen die vier Dudelsack- und Trommelspieler. Die Musiker kommen übrigens aus Erfurt.

Auf der Bühne wurde jetzt für die nächste Band umgebaut. Diese war PHOENIX. Deren Sängerin Sandra und ihre vier musikalischen Begleiter kommen aus den beiden Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald. Sie sind eine echte Coverband und ihr Repertoire reicht von Rock bis deutschsprachiger Musik. Sie spielen im Umkreis hauptsächlich auf Tanzveranstaltungen. Es ging an diesem Abend über Songs von FLEETWOOD MAC und BILLY IDOL bis zu solchen von ELVIS PRESSLEY und WESTERNHAGEN, und ich glaube auch die "Jugendliebe" von UTE FREUDENBERG gehört zu haben. Bei einigen Titeln hatten die Musiker noch einen Sänger mit auf der Bühne. Auch PHOENIX spielte etwa 90 Minuten.

Nach weiteren Umbauten auf der Bühne spielte dann ERIC FISHs Band BANNKREIS erstmalig in KW. 2017 gründete der SUBWAY TO SALLY-Sänger ERIC FISH zusammen mit drei anderen SUBWAY-Musikern sein Projekt BANNKREIS. Hinzu kam noch die Sängerin Johanna Krins. Nun stand BANNKREIS zum ersten mal in Königs Wusterhausen auf der Bühne und ich denke, auf diesen Höhepunkt haben alle gewartet. Der Platz war gerammelt voll und ich war froh, mich rechtzeitig vor der Bühne eingefunden zu haben. Viel Licht und Nebel ließen die Bühne gespenstisch wirken. Die Musiker nahmen ihre Plätze ein und ERIC FISH geleitete die Sängerin Johanna zu ihrem Mikrofon. Johanna besitzt nur noch 5 % Sehkraft und ihr Arbeitsplatz auf der Bühne ist dementsprechend eingerichtet. Alle horchte auf, als die ersten Töne aus ihrem Mund erklangen. Eine Stimme ... einfach glockenklar! Und sie passte bestens zur Stimme von ERIC FISH. Die musikalische Begleitung bestand neben Akustik- und Semi-Akustik-Gitarre aus einer Vielzahl von Instrumenten. Neben Bass und Schlagzeug gab es da noch Drehleiern, eine Laute, verschiedene Flöten und Saiteninstrumente. Die Flöten spielten Johanna und Eric, und beide sangen auch. Ich schreibe jetzt einfach mal einen Satz aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 26. Juli 2019 ab, der die Musik von BANNKREIS so beschreibt:c 20190729 1416971515 "Bannkreis verbindet die besondere Melancholie des Irish Folk mit poetischen Texten und der geballten Kraft des Rock". Ich glaube, besser kann man es nicht beschreiben, was man von der Band zu hören bekommt. Bis nach 23:00 Uhr dauerte das Konzert von BANNKREIS und dann bat ERIC FISH alle Konzertbesucher in Ruhe zur Mühleninsel zu gehen. Die Leute sollten gespannt sein auf die Dinge, die da kommen sollten.

Der Wald auf der Insel war in helles Licht getaucht und aus Lautsprechern erklang zunächst Gitarrenmusik, gespielt von Enrique Toselli. Als Höhepunkt erklang dann von Edvard Grieg die Suite "Peer Gynt" und das Lichtspektakel begann. Ich habe versucht, mittels Stativ einiges festzuhalten. Muss dazu aber sagen, die Belichtung dauerte immer einige Skunden. Kurze Momente hält man so nicht fest. Heute steht in der hiesigen Presse einiges über dieses Event. Es hat mir gefallen und Spaß gemacht und der Bürgermeister Sven Ennullat versprach, dass es im nächsten Jahr wieder so ein Fest geben wird. Ich vergaß noch zu erwähnen: die ganze Veranstaltung kostete den Besucher keinen Cent Eintritt.



Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage von Eric Fish: www.ericfish.de
• Off. Homepage von Bannkreis: www.bannkreis.band
• Off. Homepage von The Clogs: www.theclogs.de




Fotostrecke:

Piro Zores


The Clogs


Phoenix


Bannkreis





   
   
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