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Ein Bericht mit Fotos von Ronny Pabst



Am Sonntag, dem 21. Juli 2019, gaben sich Frank Gahler, Georgi Gogow und Olli Becker im Kunsthof Köpenick die Ehre. Gahler, Gogow und Becker, was sollte das werden? Dazu schrieb Gahler auf Facebook:
„Unsere "kleine" Premiere in Schliwas Weinkulturhaus in Alt-Köpenick 12. Pressetext gefällig...?? Mit GALA und GOGOW treten City, Monokel und NO55 aufeinander, wie man es kaum erwarten konnte!a 20190728 1598380267 Verstärkt von Olli Becker (Monokel, Jessica, Hansi Biebl) an den Perkussionsapparaten kommen eigene und internationale Songs, die man nicht vergessen sollte, in nie dagewesenen Arrangements um die Ecke, so dass kein Auge trocken bleibt. Lassen wir uns überraschen!“
Für mich hörte sich das ziemlich interessant an, so dass ich mich dann am 21. Juli auf die Socken in den Kunsthof Köpenick machte.

Der Kunsthof Köpenick e.V., das sind Jens Schliwa und eine Scharr von Leuten unterschiedlichster Colour, die seit nunmehr drei Jahren Konzerte der besonderen Art, im Schatten der St.-Laurenztius-Sadtkirche, als Après Church veranstalten. Frei nach dem Motto: „läuten die Glocken macht euch auf die Socken“. Dies ist immer so um 11:30 Uhr der Fall. Ab und an dauert der Gottesdienst länger, so dass dann Künstler und Zuschauer zusammen Bruder Jacob intonieren. Eine feine Geste, denn soviel Respekt vor dem Herren muss einfach sein. Immerhin gewährt die St.-Laurentius Stadtkirche dem Kunsthof bei schlechtem Wetter Asyl. Ebenfalls eine sehr feine Geste aber so läuft das eben im Königreich. Auch an diesem 21. Juli 2019. Ein bestens aufgelegter Gahler stimmte Bruder Jacob an und schaffte es, das Publikum dieses Lied einige Minuten lang in einem Kanon mehrfach durchsingen zu lassen. Das hatte was und ließ auf mehr hoffen.

Und dann ging es auch schon los. „Killing Me Softly“ in einer noch nie gehörten, sehr entspannten Version. Bei „Vorüber“ zog man das Tempo an. Joro an der Gitarre, Olli am Drum, Gahler Gesang und Mundi. Spätestens bei „Crazy Mama“ waren die Zuschauer voll dabei. Schnörkellos, gnadenlos geradeaus und wunderbar bluesig gespielt, dazu immer wieder Joros feine Geigensoli. Gleich hinterher gab es „You Can Leave Your Hat On“, ebenfalls gnadenlos geradeaus, nur diesmal mit zwei Gitarren gespielt.

Sehr angenehm fiel mir Ollis Drum-Set auf. Statt einer riesigen Fußbumse und Stand Tom setze Olli auf ein Fats Arbiter Drum Kit. Lediglich die Snare war traditionell. Bei dieser Art Musik in Bezug auf die Größe der Bühne mit Sicherheit eine super Lösung. Ich werde jetzt nicht auf jeden Song eingehen und rezensieren. Vielmehr möchte ich euch dazu bewegen, sich ein Konzert mit den Dreien anzusehen.b 20190728 1284796160 Ich kann euch versichern, es lohnt sich. Natürlich gab es auch Songs aus NO 55-Zeiten, wie zum Beispiel „Schlüsselkind“. Und immer wieder ließ Gala sein Talent als Stand Up Comedian durchblitzen. Nicht zu vergessen dieser Spirit, den diese Musiker verströmen. Diese Fußspuren, welche alle Drei in der Musiklandschaft hinterlassen haben und hoffentlich noch hinterlassen werden. Musiker, die uns in die graue DDR, Farbe und Licht gebracht haben.

Zum Ende gesellte sich mit Matthias Stolpe ein weiterer Musiker dazu und spielte zwei Nummern auf der Blues Harp mit. Für mich persönlich besonders schön, standen doch mit Olli und Matze zwei Musiker meiner alten Band auf der Bühne. Auch wenn Matze beteuert, niemals Mitglied der Jonathan Blues Band gewesen zu sein, für mich gehörte er dazu. Aber das nur als kleines Schmankerl für mich. Damit will es es gut sein lassen. Den Musikern wünsche ich viel Erfolg mit diesem tollen Projekt und ich werde mit Sicherheit noch mindestens eins ihrer hoffentlich vielen Konzerte besuchen.

Den Machern des Kunsthof Köpenick e.V. wünsche ich, dass sie ihre momentane kritische Situation gut überstehen und gestärkt daraus hervorgehen werden. Es wäre sehr schade, wenn dieser Hort der gepflegten Musik und Begegnung kaputt gehen würde. Es gibt nicht mehr so viele vergleichbar schöne Locations in diesem Land.
In diesem Sinne ...
Ronny Pabst



Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage von Georgi Joro Gogow: www.gogow.de
• Homepage des Kunsthof Köpenick: www.kunsthofkoepenick.de












   
   
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