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Ein Konzertbericht von Katharina Kuhn mit Fotos von
Dominik Bielz + div. Pressefotos in der Textillustration



a 20190613 1774321169Das Festival 2019: Am 1. Juni 2019 kamen wieder 12.000 Menschen zur Waldbühne in Schwarzenberg, um zusammen das diesjährige R.SA-Festival zu feiern. Eine Neuerung gab es: Das Warm Up machte dieses Jahr Lutz Stollberg zusammen mit Markus "Poschi" Poschlott, und nicht - wie in den letzten Jahren - Gerd Edler. Durch den Abend führten Katja Möckel und Uwe Fischer, die auch einige Spiele mit dem Publikum machten. So wurde unter anderem an dem Abend die beste Grimasse gesucht, wofür es Tickets für das nächste R.SA-Festival 2020 zu gewinnen gab.

Chris Andrews: Pünktlich um 18:00 Uhr ging es mit dem ersten Künstler des Abends los. Mit dem Lied "To Whom It Concerns" begann es gleich mit einem richtigen Kracher. Der 77-Jährige Engländer sieht noch genauso aus wie früher und covert auch gern mal Songs von anderen Künstlern die er gern mag. Zu dem Lied "Oh Boy" von Buddy Holly legte Chris Andrews eine reife Performance hin und tanzte ausgelassen auf der Bühne. Damit zog er das Publikum mit sich. Weiter ging es mit eigenen sehr bekannten Songs. Zu "Pretty Belinda" und "Yesterday Man" sang das ganze Publikum mit. Es war ein sehr erfolgreicher Auftakt für dieses Festival.

b 20190613 1406118156The Swinging Blue Jeans: Seit nunmehr 60 Jahren machen The Swinging Blue Jeans Rock'n'Roll-Musik, doch sie traten zum ersten Mal beim R.SA-Festival auf. Begonnen haben sie mit dem Lied "It's to late now", was auch ihre erste Single war. Die Band hielt sich nicht lange mit Reden auf, sondern nutzte ihre Zeit voll für die Musik aus. Sie spielten ein Lied nach dem anderen. Es folgten Lieder wie "Good Golly Good Molly", "Ol' Man Mose" und "Don't Make Me Over". Der Funke sprang leider nicht sofort auf das Publikum über, aber mit dem Song "Twist and Shout" war auch der letzte von seinem Platz aufgestanden und alle tanzten ausgelassen mit. Mit ihrem größten Hit "Hippy Hippy Shake" beendeten sie ihren souveränen Auftritt.

Frank Zander: Letztes Jahr war er leider kurzfristig verhindert, freute sich aber dieses Jahr umso mehr dabei sein zu können. Er trat nicht einfach so auf die Bühne, sondern hatte sein eigenes Intro mitgebracht. Bevor das erste Lied von ihm erklang, machte er Spaß mit dem Publikum, indem er für alle ein Bier ausgab. Da Frank Zander mit einem schwarzen Hut, einer Sonnenbrille, Handschuhen und einem weißen Schal auf die Bühne kam, war allen schon klar, dass nun der Hit "Hier kommt Kurt" kommen würde. Nach dem Stück zog er die Sachen wieder aus und bedankte sich gleichzeitig bei allen Helfern der Obdachlosenhilfe, die er ins Leben gerufen hat. Eine Organisation die ihm sehr am Herzen liegt. Der Song "Spaß ist für alle da" sprach allen aus der Seele, denn es hatte wirklich jeder Spaß. Das ganze Publikum musste lachen, als Frank immer wieder davon anfing, dass er "Ärger mit dem Ständer" hatte. Eine alte Geschichte verarbeitete der Musiker in dem Lied "Susi". Dieser Song wurde zu der Melodie von dem "Ententanz" verfasst, und so wurde sowohl vor als auch auf der Bühne der Ententanz getanzt. Nach "Nur nach Hause" gab es ein kleines eigens mitgebrachtes Feuerwerk.c 20190613 1068976245 Zum Abschluss sang er dann noch den Hit "Ich trinke auf dein wohl Marie". Ein fantastischer Auftritt des Musikers, welcher zum Abschluss noch einen Witz für das Publikum hatte. "Rotkäppchen war früher feucht und heute ist er trocken". An ihm ist auch ein echter Komiker verloren gegangen, eben ein echter Entertainer.

The Firebirds: "Same procedure as last year" galt es für diese fünf fantastischen Musiker. Sie durften als einzige Band zweimal auf die große R.SA-Bühne. Zum Warm Up heizten sie dem Publikum mit Songs aus den 50er und 60er ordentlich ein. Natürlich dürfen auch Titel aus dem berühmtesten Tanzfilm aller Zeiten, "Dirty Dancing", nicht fehlen. Ihr musikalisches Können zeigten sie auch, als sich Henning ans Schlagzeug setzte. Somit konnte Guido seine tänzerischen Talente mit dem Mikrophonständer präsentieren. Diese Band hat nicht nur Feuer im Namen sondern auch Feuer im Blut und im Hintern, was sie gut zum Publikum übertrugen. Ein, nein zwei grandiose Auftritte dieser fünf charmanten jungen Männer. Let the good times roll.

Ten Years After: Ten Years After war die rockigste Band an dem Abend und man kann sie in die Kategorie von Neumi's Rockzirkus einordnen. Diese Band überzeugte mit Liedern wie "Love Like a Man", "The Hobbit" und "Choo Choo Mama", aber vor allem mit ihrem ultimativem Sound. Die knallharten Gitarrenriffs treffen leider nicht jeden Geschmack. Am Ende des Auftrittes folgte noch ein Medley aus verschiedenen Rock'n'Roll-Songs der 60er Jahre, wo dann auch wieder das komplette Publikum mitgesungen hat.

d 20190613 2011196886Shakin' Stevens: Der Headliner dieses Festivals, Shakin' Stevens, brachte die größte Band an dem Abend mit, so begleiteten ihn gleich neun Musiker auf der Bühne. Seit 30 Jahren war er nicht mehr auf Tour, und nun spielt er zum ersten Mal beim R.SA-Festival. Mitgebracht hatte er Songs von Früher wie "How Could It Be Like That" und "Turning Away". Doch nicht nur eigene Titel hat er in seinem Repertoire. So performte er auch Lieder wie "Give Me Your Heart Tonight" und "Sad on you", welche von Musikern stammen, die Shakin' Stevens sehr schätzt. Doch natürlich durften seine größten Hits "Have You Ever Seen The Rain", "Marie Marie" und "Oh Julie" nicht fehlen, was das Publikum mit Standing Ovations und auch Blumen belohnte. Er entließ das Publikum mit einem seiner neueren Werke, "Last Man Alive", in den Abend.

City: Der zweite deutsche Programmpunkt begann wegen Kabelproblemen eine halbe Stunde verspätet, was aber der Stimmung überhaupt keinen Abbruch tat. Schon mit dem ersten Lied "Flieg ich durch die Welt" kamen die für CITY bekannten Töne zum Vorschein. Sofort war das ganze Publikum auf den Beinen und sang mit. Der Frontmann betrachtete das R.SA-Festival als Heimspiel, da er wohl aus der Nähe von Schwarzenberg stammt, und gab dann gleich das Lied "Amerika" zum Besten. Eine Neuauflage des Liedes "Das Blut so laut" durfte genauso wenig fehlen, wie die Lieder "Heyya", "Berlin" und "Casablanca". CITY war die erste Band, die eine Zugabe spielen durfte, denn ein Auftritt ohne "Am Fenster" mit dem berühmten Geigensolo kann man nicht durchgehen lassen.

e 20190613 1277691163Soulful Dynamics: Die letzte Band des Festivals bestand nur aus schwarzen Musikern. Soulful Dynamics brachte mit dem ersten Song "Rock me Babe" die Sonne zurück, obwohl diese schon lang untergegangen war. Auch mit dem nächsten Lied "Coconuts From Congoville" wurde ein Titel zum Besten gegeben, welches gute Laune verbreitete. Aber nicht nur Gute-Laune-Songs hatten die sieben Musiker drauf. Mit dem Titel "My Father's Hand" brachten sie das Publikum zum nachdenken. Das hielt aber nicht lange an und mit "We want go" sangen die charmanten Herren a capella mit dem Publikum. Alle waren sofort dabei. Auch mit den letzten Titeln "Mademoiselle Ninette", "Saah-Saah-Kumba-Kumba" und "Gimme Hope Jo'anna" hielt die gute Laune bis zum Schluss an. Der Abend endete mit einem guten Gefühl.

Fazit: Es war wie immer ein tolles R.SA-Festival mit vielen hervorragenden Künstlern und einem tollen Moderatoren-Duo. Vielen Dank an das Team von R.SA für dieses gelungene Festival und einem wunderschönen Abend mit bleibenden Erinnerungen.



Bitte beachtet auch:
• Homepage des Veranstalters R.SA: www.rsa-sachsen.de




Fotostrecke:

Impressionen


Chris Andrews


The Swinging Blue Jeans


Frank Zander


The Firebirds


Ten Years After


Shakin' Stevens


CITY


Soulful Dynamics




   
   
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