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Ein Bericht von Dajana Gehn (Fotos: Pressematerial)



Das erste Mal nahm ich Jeff Goldblum in den Filmen "Kopfüber in die Nacht" (1985) sowie "Die Fliege" (1986) wahr. Aber richtig aufgefallen ist er mir im Jahre 1993 in seiner Rolle als Ian Malcolm in dem Blockbuster "Jurassic Park". Von da an wurde er mit jedem weiteren Film einer meiner Lieblingsschauspieler. Egal ob in "Hideaway" (1995), ein Jahr später in "Independence Day" oder in den Marvel Filmen "Guardians of the Galaxy 2" (2014) und "Thor: Tag der Entscheidung" (2017), um nur einige zu nennen.a 20181122 1644323810 Und obwohl ich vieles über ihn las, wusste ich nicht, dass er ein begeisterter Jazz-Pianist ist. Nur durch einen Zufall erfuhr ich, dass er im November ein Konzert im Berliner Admiralspalast geben wird. Wie immer war eine Karte schnell gekauft und bei ihm war es mir auch egal, ob ich einen Sitzplatz in der ersten Reihe noch ergattere. Hauptsache ich kann ihn überhaupt sehen und hören. Wann wird man jemals noch einmal diese Chance erhalten?

Die Tage zuvor schienen sich wie Kaugummi zu ziehen, als wolle der Tag nie kommen. Aber 21. November 2018 war es endlich soweit. Um 20:00 Uhr präsentierte der Admiralspalast Jeff Goldblum mit seiner Band The Mildred Snitzer Orchestra. Gegen 19:30 Uhr durften wir in den Saal gehen. Die ersten Besucher vor mir blieben abrupt stehen. "Oh Gott, da ist er", sagten sie schon fast ehrfürchtig. Völlig unbeschwert saß Jeff Goldblum am Bühnenrand und wartete auf uns. Sehr schnell füllte sich der Bereich vor der Bühne. Die ersten Selfies wurden gemacht. Er sprach viele Menschen an und bemerkte rasch, dass die Welt heute zu Besuch in Berlin war. Seinetwegen. Er fragte nach, woher wir kamen um dann unsere Nationalhymne zu singen. Es schien schier unmöglich, aber es waren zig Nationen vertreten. Sie kamen aus der ganzen Welt, um ihn heute live in Berlin erleben zu können: USA, Kanada, Japan, Polen, Russland, Frankreich und viele mehr.

Jeff unterhielt sich und schaute gar nicht auf die Uhr. Also erschien die Band pünktlich 20:00 Uhr hinter ihm und begann zu spielen. Von Anfang an bis zum Ende stand auch Till Brönner auf der Bühne. Jeff stand auf und ging ganz lässig an sein Klavier. Schon nach zwei Songs kam er mit einem Blatt in die Mitte und versuchte deutsche "Floskeln" zu verstehen wie z.B.b 20181122 1247201516 "Kein Schwein war da" oder "Das ist mir Wurst" sowie "Ich verstehe nur Bahnhof". Es war schon niedlich wie er versuchte die deutschen Worte auszusprechen. Das Publikum sollte ihm dann auf Englisch die Bedeutung davon erklären. Manchmal half ihm der Trompeter Till Brönner dabei.

Imelda May, eine irische Sängerin, unterstützte das Mildred Snitzer Orchestra. Ihre warme Stimme passte hervorragend zu den jazzigen Klängen. Vor der Pause veranstaltete Jeff Goldblum noch ein kleines Filmquiz. Deutsche Filmtitel sollten vom Publikum ins Englische übersetzt werden, sodass man es wirklich als englischen Filmtitel verwenden könnte. Bei "Voll auf die Nüsse" oder "Das große Krabbeln" wurde es sehr lustig. Jeff fragte ungläubig nach, ob das wirklich Filmtitel sind. Ja waren es und es wurden witzige Alternativen gefunden. Während die Band für die kurze Pause die Bühne verließ, kam Jeff hinunter, erzählte wieder mit uns und begann schon geduldig Photos mit seinen Fans zu machen. Jeder wurde wie ein ganz besonderes Mensch in seinem Leben behandelt. Er nahm sich für jeden Zeit und fand immer ein paar lustige oder liebe Worte. Ich beobachtete es aus der Ferne. Es war rührend zu sehen, wie manche jungen Frauen völlig aufgelöst waren. Sie umarmten und drückten ihn und danach waren sie so ergriffen von dieser Begegnung, dass ihnen die Tränen liefen.

Und wieder verging die Zeit wie im Fluge und die Band erschien, die Leute setzten sich wieder hin und der zweite Teil begann. Jeff Goldblum ist ein wirklich grandioser Entertainer. Interessant war, dass er eigentlich immer eine Brille trägt, aber wenn er ablas, schob er die Brille hoch. Im nächsten Quizblock ging es zum Zungenbrecher.c 20181122 2016446227 Er holte sich eine junge Frau namens Julia aus Deutschland sowie einen Mann aus den USA auf die Bühne. Julia war eindeutig im Vorteil, sie konnte die Zungenbrecher wie z.B. "Brautkleid bleibt Brautkleid ..." sehr gut aussprechen, aber auch in der englischen Version bereitete es ihr keine Schwierigkeiten. Bei dem jungen Mann sah es schon ein wenig anders aus, aber er schlug sich wacker.

Nach weiteren Songs mit Imelda, gab es ein Stück von Till Brönner und Jeff Goldblum. Sie harmonierten perfekt miteinander. Es war überhaupt eine ganz herzliche, fast familiäre Atmosphäre auf der Bühne. Jeder schätzte die musikalische Leistung des anderen und sie applaudierten sich auch untereinander. Beim letzten Quiz wurden die fünf erfolgreichsten Filme 2018 in Deutschland gesucht. Jeff beschrieb sie auf Englisch und das Publikum musste die Filmtitel erraten. Während ich noch überlegte, waren schon alle fünf Titel erraten, die da von "Black Panther" über "Avengers - Infinity War" bis hin zu "Deadpool 2" gingen.

Beendet wurde dieses einzigartige Konzert mit dem Thema aus "Jurassic Park". Alle summten und klatschten mit. Jeff Goldblum bedankte sich bei allen, machte ein großes Gruppenphotos und verblieb weiter im Saal, um allen seinen Fans gerecht zu werden. Was für ein toller Künstler und Mensch!






Fotostrecke:

Es gab während der Show keine Gelegenheit zum Foto-
grafieren ohne das Publikum dabei zu stören.  Darum hat
die Autorin dieses Beitrags aufs Fotografieren verzichtet.




Videoclip:






   
   
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